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Putin und die Medien: Der Gestank des KGB
DPA

Wladimir Putin verachtet Journalisten, der Ex-KGB-Offizier zieht Geheimdienstaktionen und Hinterzimmer-Deals dem Licht der Öffentlichkeit vor. Wenn Russlands starker Mann Medienleute in seine Nähe lässt, dann nur, um sie zu manipulieren - oder ihnen zu drohen.

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hubertrudnick1 03.03.2012, 07:53
1. Wahlkampf?

Zitat von sysop
Wladimir Putin verachtet Journalisten, der Ex-KGB-Offizier zieht Geheimdienstaktionen und Hinterzimmer-Deals dem Licht der Öffentlichkeit vor. Wenn Russlands starker Mann Medienleute in seine Nähe lässt, dann nur, um sie zu manipulieren - oder ihnen zu drohen.
Ist das was der Herr Putin da von sich gibt nur das übliche dumme Wahlkampfgetöse, oder kommt bei ihm der kalte Krieg und seine KGB Tätigkeit wieder hervor?
Es ist eine Schande und ein Rückschritt für Russland wenn dieser kalte Krieger erneut Präsident wird.
Außer die Rohstoffe des Landes zu verhökern, sich die Taschen vollzustecken und alle Kritiker fern halten, damit kann man doch kein Land entwickeln.
HR

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rudisander 03.03.2012, 08:06
2. Gebt nur nicht zu sehr an, ...

..., denn "Sturmgeschütz der Demokratie" gilt doch wohl nur noch halb ironisch, Allzweckwaffe der Atlantiker wäre wohl zutreffender.

Bei uns funktioniert nur alles ohne Blutvergiessen, jedenfalls bislang: Adenauer liess das ZdF gründen, um gegen die angeblich rote ARD ein Gegengewicht zu installieren. Dann drehten sich die Verhältnisse: Das ZDF galt den Nachfolgern des Politindianers als links und die ARD wurde der Regierungssender.

Und heute sind doch alle Medien ohne unterschied - oder jedenfalls nut minimalen - auf Konsenskurs der neuesten Wortschöpfung: der EURO-Gruppe, wie sich die neue EU nun selber nennt. Welch ein Wandel von der EWG zur EU und nun zur Euro-Gruppe, die Atlantiker wissen - wie Putin - was sie wollen und was sie nicht wollen. Also wenig Grund, andere mit Dreck zu beschmeissen.

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pepito_sbazzeguti 03.03.2012, 08:06
3. Frederick Forsyth

Zitat von sysop
Wenn Russlands starker Mann Medienleute in seine Nähe lässt, dann nur, um sie zu manipulieren - oder ihnen zu drohen.
Buchtipp zum Thema: "Das schwarze Manifest" von Frederick Forsyth. Passt ausgezeichnet zum Wahlkampf in Russland.

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fhouseman 03.03.2012, 08:21
4. Tja, der Ärger ist groß

Zitat von sysop
Wladimir Putin verachtet Journalisten, der Ex-KGB-Offizier zieht Geheimdienstaktionen und Hinterzimmer-Deals dem Licht der Öffentlichkeit vor. Wenn Russlands starker Mann Medienleute in seine Nähe lässt, dann nur, um sie zu manipulieren - oder ihnen zu drohen.
Aus dem Artikel spricht vor allem eines: Die Wut darüber, daß Putin den Ausverkauf des Landes unter der Jelzin-Ära, die hier bezeichnenderweise gelobt wird, gestoppt hat und Spekulanten vom Schlage eine Chodorkowski hinter Gitter gebracht hat. Das ist aus Sicht des "freien Westens" die schlimmste Sünde, die ein Staatschef begehen kann: Das Durchkreuzen der Pläne der Spekulanten und Finanzhaie, die den Westen und seine Politik beherrschen.

Nachdem, was hierzulande z. B. über den Georgienkrieg berichtet wurd, kann ich ihm nachfühlen, daß er insbesondere westliche "Journalisten" nicht besonders schätzt.

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RogerRabit1962 03.03.2012, 08:52
5.

(zitat)
Erstens, jeder kann schreiben, was er will, aber keiner soll sich wundern, wenn er beim nächsten Präsidententermin nicht mehr dabei ist. Zweitens, keiner hat das Recht, dem Präsidenten eine Frage zu stellen, die nicht vorher abgesprochen ist
(zitat)

Und das ist bei den Deutschen Journalisten und den Deutschen Kanzlern anders?

Wie oft nochmal hat Augstein Kohl begleitet?
Wie oft durften Interviews ohne Fragenliste geführt werden?

Irgendwie hat man das Gefühl, dass mit zweierlei Mass gemessen wird.

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dinapasch 03.03.2012, 09:09
6. !!!

Zitat von fhouseman
Aus dem Artikel spricht vor allem eines: Die Wut darüber, daß Putin den Ausverkauf des Landes unter der Jelzin-Ära, die hier bezeichnenderweise gelobt wird, gestoppt hat und Spekulanten vom Schlage eine Chodorkowski hinter Gitter gebracht hat. Das ist aus Sicht des "freien Westens" die schlimmste Sünde, die ein Staatschef begehen kann: Das Durchkreuzen der Pläne der Spekulanten und Finanzhaie, die den Westen und seine Politik beherrschen. Nachdem, was hierzulande z. B. über den Georgienkrieg berichtet wurd, kann ich ihm nachfühlen, daß er insbesondere westliche "Journalisten" nicht besonders schätzt.
Genauso sehe ich es auch.

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Stuhlbeinsäger 03.03.2012, 09:14
7. Nur eine weitere Diktatur

Wenn man einige Kommmentare liest, dann muss ich um die demokratischen Tugenden der Schreiber fürchten. Es ist wohl ein kleiner aber feiner Unterschied, ob ein Herrschender Lieblingsjournalisten hat und denen bevorzugt Interviews gewährt oder ob unliebsame Berichterstatter ermordet oder ins Exil gedrängt werden. Ich kann hier jederzeit ein Plakat pinseln, vor das Kanzleramt ziehen und gegen Merkel demonstrieren. In Russland dauert es nur Minuten bis ich im Gulag lande. Wer da keinen Unterschied sieht, liebäugelt mit Unfreiheit. Pfui.

Nach der Diktatur des Zaren und der Diktatur der Sowjets folgte nach einem kurzen Frühling die KGB-Diktatur des Putin. Die dümmsten Kälber wählen ihre Metzger selber. Wenn alle den Wladimir so toll finden, müsste es nur eine Mehrheit im Volk geben, die auch wirtschaftlich von seiner "Politik", oder sollte man sagen "Vetternwirtschaft", profitiert. Ist das so? Zweifel sind angebracht.

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olga07 03.03.2012, 09:21
8. Und nun?

Was hat Deutschland zu befürchten? Wer wäre besser? Ein Kommunist? Oder ein Bekloppter (Shironowski)? Oder ein Party-Milliardär-Hengst?

Putin ist beliebt bei den Russen. Was schmeckt dem Westen nicht? Dass er nicht vor dem Westen hechelt? Dass er auf Augenhöhe auftritt (ja, groß ist der Mann nicht, aber umso größer seine Aura, wenn er den Raum betritt)? Dass er 4 Fremdsprachen fließend kann und man bei ihm nicht tuscheln kann?

Was Böses, Unberechenbares hat er dem Westen getan? Bzw. angetan? Seltsam die mediale Arroganz diesem Mann gegenüber. Wie übrigens allem Russischen.

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blob123y 03.03.2012, 09:22
9. Einmal KGB

immer KGB. Es sei noch darauf hingewiesen das nahezu alle die heute an der Macht sind frueher Kommunisten, Apparatschicks, Militaers und Geheimdienstler waren, der einzige Demokrat den Russland in den letzten 200 Jahren an der Spitze hatte war Jelzin, alle anderen haben mit Demokratie nichts gemein, da kann der Schroeder noch so viel babbern.



Zitat von sysop
Wladimir Putin verachtet Journalisten, der Ex-KGB-Offizier zieht Geheimdienstaktionen und Hinterzimmer-Deals dem Licht der Öffentlichkeit vor. Wenn Russlands starker Mann Medienleute in seine Nähe lässt, dann nur, um sie zu manipulieren - oder ihnen zu drohen.

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