Forum: Kultur
Putin und die Medien: Der Gestank des KGB
DPA

Wladimir Putin verachtet Journalisten, der Ex-KGB-Offizier zieht Geheimdienstaktionen und Hinterzimmer-Deals dem Licht der Öffentlichkeit vor. Wenn Russlands starker Mann Medienleute in seine Nähe lässt, dann nur, um sie zu manipulieren - oder ihnen zu drohen.

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fördeanwohner 03.03.2012, 12:00
40. Westpropaganda

Zitat von iskin
und ich habe tagtäglich mit gebildeten russen geschäftlich zu tun. Die Zustimmung für Putin geht quer durch die Bevölkerung, ähnlich wie bei uns. Da finden Sie in unseren "Volks"-parteien auch querbeet den Millionär genauso wie den Hartz4-Menschen. Rußland ist noch nicht so weit, dass Putin gehen sollte. In 12 Jahren wird jemand nachgewachsen sein, der dieses Riesenland inder Lage ist zu lenken.
Am Dienstag gab es auf arte eine interessante Dokumentation. Ein französischer Journalist, der von Wladiwostok nach Moskau reiste und in verschiedenen Orten mit Russen sprach.
Na klar, Westpropaganda.
Nachdenklich stimmt mich, dass sehr viele der Befragten für ganz unterschiedliche Richtungen sind, ein sehr großer Teil der jungen Mittelschicht aber gar nicht wählt, weil ja sowieso "Einiges Russland" bzw. Putin gewinnt.

Und dann möchte ich noch einmal darauf hinweisen, dass Putin & Co bereits seit 12 Jahren !!! regieren, das übelste Problem aber immer noch nicht angegangen sind: Korruption auf allen Ebenen. Dabei steht dieses schon seit Beginn auf ihrer Agenda. Jetzt wird damit wieder Wahlkampf gemacht. Das ist lächerlich, denn vorher wurde es auch immer wieder versprochen, aber es wurde nichts getan.

Ich kann Ihnen die oben genannte Sendung nur ans Herz legen, um Ihren Blickwinkel ein wenig zu erweitern.

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didigermany 03.03.2012, 12:27
41. Merkel

Zitat von hubertrudnick1
Wie kommen sie darauf das Frauen Merkel eine SED Parteifunktionärin gewesen sei? Das ist übelste Unterstellung, sie plappern einfach was nach, haben aber absolut von nichts eine Ahnung. Wer in der DDR lebte und studierte, der war dann auch meistens in der FDJ und wer dort eine so nichtssagende Funktion hatte, der ist noch lange kein Perteifunktionär gewesen. Ich würde mich an ihrer Stelle etwas mehr mit der Geschichte und im besondere mit der DDR befassen und mal der Sache auf den Grund gehen und nicht das Geschwätz andere nachplappern. Die Funktion FDP Propagandist war ehrenamtlich und hatte kaum eine echte Bedeutung, es ist nicht vielmehr als wenn einer in der Kirche etwas ehrenamtliches tut, damit man dann auch nicht gleich ein Kirchenfunktionär. Was wirklich einer geatan hat können sie so aus den Medeien gar nicht erfahren, es wird hier nur immer gerne spekuliert und mehr nicht. Aber was den Herrn Putin angeht, so hat er auch nach dem Zusammenbruch weiter beim Geheimdienst gearbeitet und war so gar in der Jelzin-Zeit der Chef des Inlandgeheimdienstes und so verhält er sich nach wie vor, aber das ist eine andere Geschichte. Also seinen sie etwas vorsichtiger mit ihren Behauptungen, denn sie könnten dafür mal rechtlich zur Verantwortung gezogen werden, es sind Verleumdungen. HR
Sie haben wohl recht, Frau Merkel war offiziell nicht in der SED. Allerdings ist eines ebenso richtig, nur wer mit dem System kooperierte hatte die Chance ein Studium zu absolvieren wie es die Frau Merkel durfte. Also duerfen wir eventuell festhalten, Frau Merkel war ein sog. WENDEHALS. In CDU Kreisen spricht man nicht gerne darueber, denn die CDUler Ost wurde von einem zum andren Tag als Demokraten bezeichnet. Erinnert mich an die CDU nach WWII, da wurden die NAZIS dann auch von einem auf den anderen Tag Widerstandskaempfer und Demokraten. So wiederholt sich Geschichte.

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outlook1221 03.03.2012, 12:34
42. Wahlkampffilm

In einem Gespräch mit Spiegel-online erklärte Hubert Seipel, daß ihm die Nähe zu Putin nur wegen seiner Kontakte aus einem Film über
Gazprom ermöglicht wurde.

Das ist kein Wunder. Der Film ist ein Gazprom/Nordstream-Pipeline
Werbefilm und nur mit harmloser Alibikritik des Gazprom-Aktionärs
und Milliardärs Lebedev versehen.
Ansonsten propagieren ausschliesslich Putin und die Gazprom-/
Nordstream-Chefs sowie die deutschen Geschäftspartner der BASF
und Gerhard Schröderin ihre bekannten Geschäftspositionen.

Kein Wunder, daß Putin Hubert Seipel für den Portraitfilm zur Präsidentenwahl „Ich, Putin“ ausgesucht hat.

Kein Wort davon, daß Gazprom die Hausmacht und Finanzquelle des Putin-Clans ist, kein Wort über die bekannte Großkorruption im
Gazprom/Kreml-Umfeld. Keine Fragen und Recherchen bei deutschen Firmen nach Kickbacks an Geschäftspartner von Gazprom, dem Multi-millionen-Immobilienbesitz des Managements in London, den
dubiosen Handelsgesellschaften für russisches Gas in der Schweiz
deren Profite in die Taschen des Kremlumfelds wandern.

Statt dessen wird Gazprom als hochmodernes, effizientes
Unternehmen mit toller Kantine präsentiert. Wie wir vor wenigen
Wochen gesehen haben, ist diese bürokratisch aufgeblasene Firma
trotz der enormen Profite der vergangen 10-15 Jahre aber nicht in der Lage. die garantierten Mengen an Gas zu liefern, wenn es in Rußland einige Wochen ein wenig kälter ist als sonst und russische Wohnungen vor allem vor der Wahl, nicht kalt werden dürfen.

Wie anbiedernd Herr Seipel der Firma und Herrn Putin um den Bart
geht zeigt sich beispielhaft an der für Putin emotional wichtigen Causa Chodorkowskij.

Im Gazprom-Film wird von der berühmten Konferenz Putins mit der
russischen Wirtschaftselite berichtet. In dieser hatte Chodorkowskij,
die enorme Korruption angeprangert die das Land bis heute wie
Mehltau lähmt und seine Entwicklung behindert.

Ganz besonders ging es dabei um die Machenschaften des
berüchtigten Igor Setchin, Putins KGB-Freund aus St.Petersburger
Tagen und Chef bei der staatlichen Erdölgesellschaft Rosneft und
Hauptprofiteur der Yukos-Zerschlagung

In einem Nebensatz räumte Chodorkowskij ein, daß man ja in der
Vergangenheit mit der Korruption angefangen habe, aber nun müsse
im Interesse des Landes damit Schluß sein.
Nur dieser Nebensatz fand Platz in Seipels Film und Putins Vorwurf
einer Steuerhinterziehung von Chodorkowskijs Firma. Die Substanz
des Chodorkowskij –Statements, die Klage über die ungeheure, nie
dagewesene Korruption in Putis Reich wurde ausgeblendet.
Auch im aktuellen Putin-Portrait lässt Seipel Putins Stammtischparole „Diebe gehören ins Gefängnis, das ist auch in Deutschland so“
unwidersprochen, ohne Nachfrage stehen.
Das zeigt das journalistische Niveau dieses Films und warum Putin
den mit Rußland kaum vertrauten Seipel und nicht einen ARD oder
ZDF-Korrespondenten ausgewählt hat.

Obwohl die große Mehrheit der Russen, auch die, die Putin vielleicht mangels Alternative wählen, Putins Partei, ganz offen als Partei der
Diebe und Gauner bezeichnen.

Hubert Seipels Film sollte einen Tag vor der Wahl im vom Kreml
kontrollierten russischen Staatsfernsehen gezeigt werden.
Das hatte offensichtlich seinen Grund!
Nur das russische Wahlgesetzt, daß solche Sendungen in den beiden
letzten Tagen vor der Wahl verbietet und der Protest der Opposition
verhinderte diese Ausstrahlung.

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neue_mitte 03.03.2012, 13:05
43. bei einen wählt das Volk, bei anderen nicht?

Zitat von bartschuster
Und SPON: Wir sind nicht das russische Volk das waehlt. Also packen Sie Ihre Hasspropaganda wieder ein !
Was passiert denn hier bei Artikeln zu Wahlen in Ungarn, Finnland, Österreich und den Niederlanden? Da werden von genau denen, die sich bei China, Russland und den islamischen Staaten eine Einmischung verbieten, ebenfalls Hasspropaganda gegen rechtkonservative Politiker verbreitet, da zählt auch nicht, dass das Volk so gewählt hat.

Sie müssen sich schon entscheiden. Sie können nicht bei den einen Wahlen hetzen und bei Russland alles gut finden. Können Sie schon, hier in Deutschland hindert sie ja keiner dran, aber Sie haben sich damit zum putinophilen Clown gemacht.

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abach 03.03.2012, 13:22
44. zweierlei Maß??

Zitat von RogerRabit1962
(zitat) Wie oft nochmal hat Augstein Kohl begleitet? Wie oft durften Interviews ohne Fragenliste geführt werden? Irgendwie hat man das Gefühl, dass mit zweierlei Mass gemessen wird.
Wenn tatsächlich mit zweierlei Maß gemessen werden soll, dann müßte es doch irgendeinen Presseartikel geben, in dem das Verhältnis zwischen Journalisten und Kohl als positiv dargestellt wird. Ich kenne aber nur gegenteilige Aussagen. Warum also "zweierlei Maß"?

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thueringenomsker 03.03.2012, 13:43
45. Morgen...

Zitat von LDaniel
Natürlich gibt es überall Zustimmung für Putin. Aber eben teilweise nur 20%. Und nicht die absolute Mehrheit
bekommt aber Putin im ERSTEN WAHLGANG aber die absolute Mehrheit!
Und was dann?? Wieder alles gefaellscht und gekauft? Oder kann es doch
sein das eben die absolute Mehrheit fuer Putin und seine dem ganzen Volk dienende Politik sind!!?

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Ulfgard 03.03.2012, 14:05
46. ..

Zitat von fhouseman
Aus dem Artikel spricht vor allem eines: Die Wut darüber, daß Putin den Ausverkauf des Landes unter der Jelzin-Ära, die hier bezeichnenderweise gelobt wird, gestoppt hat und Spekulanten vom Schlage eine Chodorkowski hinter Gitter gebracht hat. Das ist aus Sicht des "freien Westens" die schlimmste Sünde, die ein Staatschef begehen kann: Das Durchkreuzen der Pläne der Spekulanten und Finanzhaie, die den Westen und seine Politik beherrschen. Nachdem, was hierzulande z. B. über den Georgienkrieg berichtet wurd, kann ich ihm nachfühlen, daß er insbesondere westliche "Journalisten" nicht besonders schätzt.
Putin stört die Träume westl. Allmachtsphantasten und
es wird versucht, über die Medien, mit wenig Erfolg, gegenzusteuern.

Sicher ist es für viele Medien ärgerlich, wenn sie
dann kaum noch Zugang zu Informationen der offiziell,
gewählten Regierung, Russlands bekommen.
Dagegen dann mit Putin'schen Wutberichten
an die westl. Öffentlichkeit zu gehen, ist auch
nicht gerade seriöse Berichterstattung.
Fast alle grossen westl. Mainstream-Medien sind m.E.
mittlerweile zu sehr verkungelt mit Parteien, Politikern
und Ideologien.
Wahre Misstände im eigenen Land, kommen nur noch
verklausuliert und schöngefärbt an den Mann/Frau.

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Ghanima22 03.03.2012, 14:08
47.

Zitat von neue_mitte
Was passiert denn hier bei Artikeln zu Wahlen in Ungarn, Finnland, Österreich und den Niederlanden? Da werden von genau denen, die sich bei China, Russland und den islamischen Staaten eine Einmischung verbieten, ebenfalls Hasspropaganda gegen rechtkonservative Politiker verbreitet, da zählt auch nicht, dass das Volk so gewählt hat.
Als Europäer sollte man generell vorsichtig sein, sich in Bezug auf Wahlen zu weit aus dem Fenster zu lehnen. Welcher EU-Kommissar ist schon gewählt oder besitzt irgendeine Form demokratischer Legitimität? Griechenland und Italien besitzen mittlerweile Regierungschefs die kein Mensch irgendwann in ein politisches Amt gewählt hat. Nur weil die Wutdemokraten in Europa ein Brett vor dem Kopf haben, heisst das noch nicht, das man sich damit nicht in den Augen informierter Menschen aus dem Rest der Welt bis auf die Knochen lächerlich macht.
Da wird geschwafelt, das Putin vielleicht 20% der Bevölkerung hinter sich hat und nicht die abs. Mehrheit. Wen interessiert das? Wir haben eine Bundeskanzlerin die von niemandem gewählt wurde, deren Partei bei einer Wahlbeteiligung von rund 70% gerade mal 1/3 der Stimmen bekommen hat.Vom amerikanischen Wahlrecht wollen wir da gar nicht reden. Die Wissen schon warum rund die Hälfte gar nicht erst wählt.
Da wird über Medien und ihre Unterstützung geschwafelt. Ein Blick über den grossen Teich, wo man sich seinen mit Millionensummen Präsidenten kauft, die dann in den lächerlichsten Ad's verbraten werden. Man sehe sich doch nur die Debatten der Republikaner und die dort versammelt geballt Dummheit an, es ist doch einfach nur noch lächerlich. Den einzigen denen ich zum Thema Demokratie in Europa ein Verständniss zutraue, sind die Schweizer. Die müssen sich tatsächlich damit beschäftigen.

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perm 03.03.2012, 14:40
48. ich hätte da mal die eine oder andere Frage

Zitat von Stuhlbeinsäger
Wenn man einige Kommmentare liest, dann muss ich um die demokratischen Tugenden der Schreiber fürchten. Es ist wohl ein kleiner aber feiner Unterschied, ob ein Herrschender Lieblingsjournalisten hat und denen bevorzugt Interviews gewährt oder ob unliebsame Berichterstatter ermordet oder ins Exil gedrängt werden. Ich kann hier jederzeit ein Plakat pinseln, vor das Kanzleramt ziehen und gegen Merkel demonstrieren. In Russland dauert es nur Minuten bis ich im Gulag lande. Wer da keinen Unterschied sieht, liebäugelt mit Unfreiheit. Pfui. Nach der Diktatur des Zaren und der Diktatur der Sowjets folgte nach einem kurzen Frühling die KGB-Diktatur des Putin. Die dümmsten Kälber wählen ihre Metzger selber. Wenn alle den Wladimir so toll finden, müsste es nur eine Mehrheit im Volk geben, die auch wirtschaftlich von seiner "Politik", oder sollte man sagen "Vetternwirtschaft", profitiert. Ist das so? Zweifel sind angebracht.
Natürlich können Sie gegen Frau Merkel demonstrieren,ohne sofort eingesperrt zu werden.
Was verändern Sie mit Ihrer Demonstration ?
Haben Sie all die Demonstranten in Moskau ,die sich gegen Putin artikulieren , schon im Gulag persönlich gesehen ?
Wie oft waren Sie persönlich in diesem Riesenland und wurden vertrauensvoll zu einem Meinungsaustausch in eine russische Banja eingeladen ?

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perm 03.03.2012, 14:52
49. Ich habe einen Vorschlag

Zitat von pepper_pike
In Diktaturen die Opposition mit Geld zu unterstützen ist aller Ehren wert. Sie möchten statt einer privaten Presse eine Ein-Parteienpresse wie wir sie in der DDR hatten, denn braucht man auch keine Presse, darauf kann man als Bürger verzichten. Meinen Sie Putin und seine KGB/FSB Verbrecherbande sind legal zu ihrem Geld gekommen, mag beides nicht sauber sein aber die Oligarchenvariante in Verbindung mit wirklicher Demokratie ist die mit Abstand bessere Lösung für die Russen. Putin ist ein Bremsklotz für die Russen, unter ihm blüht nur die hahnebüchene Berichterstattung seiner Massenmedien über ihn und seine "Erfolge", ansonsten blüht in Russland nichts. Bei den Putin-Girls spart sich Putin sogar die Jacken, das Geld braucht er für die Girls.
Bei Ihrer tiefschürfenden Intelligenz wären Sie bestimmt der bessere Präsidentschaftskandidat in Russland. Wie würden Sie die ca.180 Millionen Russen von sich überzeugen ?

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