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Putin-Versteher: Der deutsche West-Ekel

Politik ist mehr als Ruhe. Die deutschen Verteidiger Putins haben weniger Stabilität und Frieden im Sinn, sie interessieren sich nicht für die Ukraine - und verachten den Westen.

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analyse 02.05.2014, 23:47
120. Da wird den Politikern vorgeworfen nichtssagende Reden

zu halten,teilweise stimmt das ja auch,aber Herr Diez übertrifft sie !Sind klare Positionen so schwer zu formulieren ? Bloß nicht festlegen,nur anklagen ! Und die NSA natürlich nicht vergessen !

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clara78 03.05.2014, 00:01
121. Ganz falsch

Wie aus jedem, der leicht das Procedere der Euro-Rettung kritisiert, wird aus jedem, der das Ukraine-Theater hinterfragt, sofort jemand der sich vom Westen ekelt und ein glühender Putin-Verehrer. Diese durchschaubaren Medientricks sind es doch gerade, was die Leute zunehmend krtisch macht. In Wirklichkeit aber ist das alles gar nicht so emotional. Die meisten Leute denken einfach, dass die Ukraine-Krise vermeidbar gewesen wäre, wenn man sie halbwegs professionell angegangen wäre. Das hätte bedeutet, sich mit der Ukraine auch jenseits von Traumbildern ("Euro-Maidan") auseinanderzusetzen. Und das Land ist gespalten und besteht auch keineswegs nur aus westorientierten Studenten. Und es hätte sich auch gehört, dass man jenseits von Wunschbildern die realen russischen Interessen mitberücksichtigt und Putin in die Diskussionen eingebunden hätte. Und mit der Swoboda hätte man nicht kooperieren dürfen. Das hat das europäische Parlament übirgens schon 2012 angemahnt. Und eine solche Politik muss kritisiert werden, ganz unabhängig von Putin. Eigentlich wäre das die Aufgabe der Presse.

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cc_dd 03.05.2014, 00:09
122. danke Herr Dietz,

ich hatte schon kaum noch geglaubt in SPON in Bezug auf diese Krise derart journalistsichen Sachverstand erleben zu dürfen

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GlobalerOptimist 03.05.2014, 00:44
123. Der West-Ekel

Zitat von sysop
Politik ist mehr als Ruhe. Die deutschen Verteidiger Putins haben weniger Stabilität und Frieden im Sinn, sie interessieren sich nicht für die Ukraine - und verachten den Westen.
wird auch durch die Medien geschürt. Normalerweise sollten sich alle Putin-Versteher mal ein wenig in Rußland bewegen. Bei mehr als 90% wäre dann die Faszination schnell verflogen. Da bin ich sicher.
Von Fernsehsessel kann man Putin gern hochleben lassen.

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reg888 03.05.2014, 00:51
124. optional

Dass aber die Schweiz, mit einer langen Freiheits- und Demokratie-Tradition auf, im Gegensatz zu Deutschland, eigene Sanktionen gegen Russland verzichtet, sollte auch erwähnt werden. Und widerlegt das nicht die Argumente des Autors, weil es eben nicht um Deutschlands Freiheitsgeschichte und den Ruf nach dem starken Mann beim Otukraine- und Krimkonflikt geht? Das Putin ein autoritärer Präsident ist, sollte man nie verschweigen, doch glaube ich, dass die "Ideologie vom überlegenen Volk" (http://www.spiegel.de/politik/ausland/putins-russland-ideologie-vom-ueberlegenen-volk-von-jan-fleischhauer-a-967115.html) wohl eher von den Machthabern in Kiew vertreten wird. Deren Todesschwadronen, Anti-Terror-Einheiten genannt, agieren auch nicht weniger brutal als die sogenannten prorussischen Kräfte. Ob diese überhaupt zu vollen Umfang von Putin befehligt werden, halt ich auch für fragwürdig. Was mir fehlt ist eine differenzierte Sichtweise, statt sich zu Konstrukten wie den "Okzident" bekennen zu müssen.

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GlobalerOptimist 03.05.2014, 00:52
125. Lieber Spiegelkritikus,

Zitat von Spiegelkritikus
Der Ekel am Westen rührt bei vielen Menschen daher, dass Anspruch und Realität immer weiter auseinander klaffen.
Ihnen empfehle ich mal einen 6-monatigen Aufenthalt im Reiche Putin, damit Sie mal am eigenen Körper Anspruch und Realität des Großrussischen Dikators kennenlernen. Aus der bundesdeutschen Gut-Menschen-Realität läßt sich gar vorzüglich schwabulieren.

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Hunter 03.05.2014, 00:53
126. Keine Probleme mehr mit Faschisten?

Es ist wirklich erstaunlich:
Mittlerweile scheint es fast nicht mehr möglich, ohne gegenseitige Denunziation miteinander zu diskutieren. Für Diez sind also alle, die sich darum bemühen, zum Ukraine Konflikt eine differenziertere Meinung als die der USA zu haben, "Putin-Versteher".
Das ist nicht nur albern und ägerlich sondern (in der überwiegenden Mehrheit) auch gänzlich falsch.
Mich verblüfft nur, dass jemand, der glaubte, ausgerechnet Christian Kracht als Rechten "outen" zu müssen, nun keine Probleme mit der faschistischen Swoboda zu haben scheint und ganz pauschal davon spricht, dass die Maidan-Aktivisten Vorbilder für uns alle sein sollen. (Und dabei nehme ich nicht an, dass der Autor viel Ahnung von den dortigen Demonstranten hat - sicher hat er keine aus erster Hand.)

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superfake2012 03.05.2014, 01:00
127. Das Wort vom Putin-Versteher...

... entstammt genau dem Schwarz-Weiß-Denken, dass für die Kluft zwischen Berichterstattung und den Lesern verantwortlich ist. Dazu muss man nicht mal groß in die Materie einsteigen, man muss sich einfach nur klar machen, wie ein Verlauf dieser Geschichte aussieht, in dem sich eine Seite jeglichem Verständnis für die andere widersetzt. Jeder Sechsjährige würde begreifen, dass so nichts anderes als Eskalation möglich ist, aber auf diesem Niveau wird man mittlerweile sogar schon im SPIEGEL belehrt.

Wie soll ich das ernst nehmen? Muss ich mir jetzt wirklich aus Quellen wie der "Stimme Rußlands" die andere Hälfte der Propaganda zusammensuchen und daraus so eine Art Querschnitt ziehen, um mich überhaupt vernünftig informieren zu können?

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perlentaucher2345 03.05.2014, 01:20
128. Lieber Herr Dietz...

Zitat von sysop
Politik ist mehr als Ruhe. Die deutschen Verteidiger Putins haben weniger Stabilität und Frieden im Sinn, sie interessieren sich nicht für die Ukraine - und verachten den Westen.
...so sehr ich ansonsten Ihre Beiträge schätze - in ihrer »romantizistischen« Würdigung der Ereignisse auf dem Maidan-Platz der Stadt Kiew muss Ihnen einiges entgangen sein.

Etwa, was bspw. den 'Zuspruch' an die 'friedlichen Demonstranten'(tm) ausgerechnet von 'Romantikern' aus dem edlen Westen wie seinerzeit McCain und Konsorten angeht, wie auch die massive finanzielle Unterstützung ausgerechnet aus den USA, die schon in der Vergangenheit in ihrem aussenpolitischen Bestreben für alles andere gestanden haben, als das, was Sie einfordern.

Insofern muss ich mich doch etwas über Ihren Beitrag wundern...

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dunnhaupt 03.05.2014, 01:31
129. Faschismus ist offensichtlich immer noch beliebt

Kein Wunder, dass viele Deutsche von Putins Faschismus begeistert sind. Die Demokratie haben ja manche bis heute nie begriffen.

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