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Quentin Tarantino in Cannes: Er rettet sie alle
Gareth Cattermole/ Getty Images

25 Jahre nach "Pulp Fiction" kehrt Quentin Tarantino mit "Once Upon a Time... in Hollywood" auf den roten Teppich in Cannes zurück. Sein Märchen über die Manson-Morde mit Brad Pitt und Leonardo DiCaprio ist großer, sinnentleerter Spaß.

polza_mancini 22.05.2019, 10:52
1. Warum, warum, warum nur?

Ein über weite Strecken appetitanregende Rezension, bei der man sich durchaus ein Urteil bilden kann, ob man das sehen will/ muss oder nicht. Eine Diskussion über Frauenrollen und Gewalt in einem Tarrantino-Film, im Ernst? Zumal der sich mit Kill Bill und Jackie Brown ja nun so gar nix vorwerfen lassen muss...Warum nur muss es am Ende wieder den SPON-üblichen, völlig überflüssigen Femi-Schwenker geben? Wird demnächst auch ein neuer Muppets-Film auf fehlende starke Frauenrollen (neben Miss Piggy) geprüft? Darf Fozzy Bär braun sein (Blackfacing), Kermit nackt? "Buddy-Film", weil zwei Männer die Hauptrolle spielen, gibts eigentich ein weibliches Pendant dazu?

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lugj 22.05.2019, 11:55
2.

@ polza_mancini:
ja, mich erinnert die Kritik irgendwie an die Berichterstattung über "The Green Book".
Anscheinend darf heute ein Film keine Ecken und Kanten mehr haben.
Egal ob's zur Story passt oder nicht, es muss zwingend das aktuelle Weltbild der SJW eingearbeitet werden (was sich leider wöchentlich ändert, deswegen kann dies nur mit einem großen Beraterstab funktionieren).
Heraus kommt dann sowas wie Star Wars 8.

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BurekTomate 22.05.2019, 12:44
3. Immer dieser feministische Blickwinkel...

Jede Rezension über Filme und Theater kommt von irgendwelchen Feministen, ist einfach nicht länger auszuhalten. Wie wär's mal wenn ihr rationale Menschen anheuern würdet? Ihr wisst dass 99% eurer Leser nichts von Feminismus halten und ihr so völlig an den Leser vorbei schreibt?

Zum Film muss ich sagen, dass ich mir alle Tarantino Filme angeschaut habe und das auch so witerhin tun werde. "Hateful Eight" war tatsächlich ein sehr schwacher Film, wo man die Schwächen in Tarantinos Psyche gut sehen konnte. Doch nicht verzagen, man darf nicht glauben dass sein Können verschwunden ist, denn nach "Death Proof" kam er ja auch ziemlich beeindruckend zurück. Allerdings muss man sagen dass 10 FIlme tatsächlich genug sind, besser wird er nämlich nicht Tarantino mit der Zeit. Und Tarantino hat es selbst gesagt dass das Regisseur-Leben ein "young-man's-game" ist. Die Ideen gehen aus und der Zeitgeist ändert sich nun mal.

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palart 22.05.2019, 12:55
4. Ätzender Tarantino

Tarantino-Filme stossen mich eher ab, weil dauernd Arrogantos und "coole" Langweiler zu sehen sind. Was für eine kaltschnäuzige, faschistoide Welt ist das? Gilt leider auch für viele andere Hollywood-Filme, schon nur all die aufgeblasenen Superhelden... bin nicht sehr gespannt auf diesen neuen Tarantino, werde ihn dann eines Tages reinziehen, um zu sehen, ob sich was geändert hat, aber es eilt nicht. Was Hippies angeht: der bescheuerte Manson-Clan ist sicher nicht repräsentativ dafür, das waren Psychopathen, wie es auch unter Alkoholikern welche gibt oder unter Religionen und Rocker (Hells Angels) waren damals das viel grössere aggressive Übel, mit Mord und Totschlag.
Übrigens eins der interessantesten Bücher über Psychedelisches ist sicher Timothy Learys "Chaos und Cyber-Kultur" 1993, das bringt mehr, kann wirklich ein wenig horizonterweiternd wirken. Auch der neue Roman von T.C. Boyle "Das Licht" eröffnet viel subtilere Sichten als diese Tarantino-Spaghetti-Streifen. Ja, ich lese wieder vermehrt, weil all die Filme mit der Zeit zu schalem schnell-schnell-Einheitsbrei verkommen.

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Mondlandungsskeptiker 22.05.2019, 13:17
5. Die Filmkritiken bei SPON sind eine Qual

Weil es offenbar nur noch einen Aspekt gibt, der für die Kritik relevant ist: Konformität zur aktuellen Identitätspolitik. Wenn ein Mann Regie führt oder die Hauptrolle spielt, bekommt der Film nur Pluspunkte wenn dieser schwarz ist oder wenigstens homosexuell oder irgenwohin geflüchtet ist. Besser noch ist eine Geschlechtsumwandlung. Der Film als siebente Kunst? Schon mal davon gehört? Kunstwerke sind grundsätzlich eigenständige Gebilde - unabhängig von ihrem Schöpfer. Und so könnte man auch über sie schreiben. Und für den Feminismus kann man dann im nächsten Artikel wieder kämpfen - ein Aufhänger dafür findet sich ja offenbar immer...

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Reduktionsleiter 22.05.2019, 22:19
6. Ist das Ihr Ernst?

Wie kann man die Geschehnisse rund um die bestialischen Morde an einer schwangeren jungen Frau und einem Ehepaar nur als "großen (...) Spaß" bezeichnen, Hannah Pilarczyk? Solch eine Pietätlosigkeit ist ohne Beispiel und sollte dazu führen, dass sich Ihr Auftraggeber intensiv mit der Frage beschäftigt, die Zusammenarbeit mit Ihnen ein für allemal zu beenden. Sie sollten nirgendwo mehr etwas veröffentlichen dürfen. Pfui, schämen Sie sich!

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freddykruger 23.05.2019, 12:53
7. Helter Skelter

Ich freu mich schon auf den Film und das zu erwartende Blutbad.

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bhang 23.05.2019, 17:01
8. Es ist unmöglich, dass selbst wenn es ein Gemetzel geben sollte,

Sharon Tate, die ja hochschwanger war (ist sie im Film aber - laut Trailer jedenfalls - nicht) brutal weggemetzelt wird. Unmöglich, dass in einem pulp-artigen "sinnentleerten riesengroßen Spaß" wie es hieß etwas derartiges gezeigt wird. Höchstens etwas Kill-Bill-mäßiges, wo nicht Sharon Tate, sondern vielleicht (?) - ich habe den Film noch nicht gesehen - die "Bösen" (sprich: die Manson-Sekte (?)) gemeuchelt werden.

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