Forum: Kultur
Quoten-Offensive bei Arte: Oops, wo ist denn unser Anspruch hin?

Wer es intelligent mag, schaut Arte - das galt zumindest bislang. Eine große Programmoffensive im kommenden Jahr soll dem Sender eine "gewisse Leichtigkeit"*und mehr Zuschauer bringen.*Damit droht der eigene Anspruch des Kulturkanals flöten zu gehen.

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Gab73 11.11.2011, 16:27
20. Mehr Informationen, bitte.

Mal abwarten. Bevor ich meinem Lieblingssender den Laufpass gebe, möchte ich schon ein wenig mehr Info. Ich hoffe, die Neuausrichtung hat nichts mit personellen Änderungen beim Sender zu tun, wobei die neue Riege dann zwanghaft ihre Duftmarke setzen möchte – ist nur eine Befürchtung, kann absoluter Blödsinn sein, wie gesagt, abwarten (schließlich hat mich Arte bisher noch nie im Stich gelassen).

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kaminister 11.11.2011, 16:29
21. jopp!

Zitat von DrStrang3love
Zu den unerwünschten "Soziologische, politische und wirtschaftliche Analysen" fällt mir beispielsweise die französische Sendung "Mit offenen Karten" ein. Schon mal irgendjemand hier gesehen? Freiwillig, wohlgemerkt?
Ich kann mich dem Vorredner nur anschließen. Ich schaue es, tivo es sogar. Aber dass man diese Sendung mag, ist ein Ausnahmefall. Warum soll die Mehrheit der Mitmenschen mir meinen Spaß bezahlen?

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benutzer10 11.11.2011, 16:31
22. Was mag ich an arte?

Zitat von sysop
Wer es intelligent mag, schaut Arte - das galt zumindest bislang. Eine große Programmoffensive im kommenden Jahr soll dem Sender eine "gewisse Leichtigkeit"*und mehr Zuschauer bringen.*Damit droht der eigene Anspruch des Kulturkanals flöten zu gehen.
Ich mag die nüchterne Art vieler Sendungen, die auch mal in die Tiefe oder Breite gehen, den Raum, den der Sender bisher auch Nischenthemen bietet, für die man evt. vorher schon Interesse oder auch Vorwissen braucht. Ich mag es, dass die Sendungen in der Regel nicht vollgekleistert werden mit dem, was in Zeiten des Privat-TV heute als "Emotionen" bezeichnet wird.

Also nicht authentische Emotionen, die bei mir, dem Zuschauer, entstehen oder auch nicht, sondern Plastik-"Emotionen", die per rührseliger Musikpampe mitgeliefert werden, damit auch ja keiner auf die Idee/Notwendigkeit kommt, eine eigene Haltung zum Gezeigten entwickeln zu wollen/müssen. Von dieser Art Emo-Kitsch-TV fühle ich mich belästigt, wenn es mir begegnet.

Ich muss nicht immer arte-TV schauen, bin aber etwas ratlos und traurig, wenn das hier Berichtete umgesetzt werden sollte. Bisher gab es nur die Volksverdummung in den ÖR-Hauptsendern zu beklagen, und man konnte noch auf die Nischen verweisen, in denen keine Inga Lindström-Filme laufen und Menschen oft komplex sind, nicht holzschnittartig wie im Groschenroman.

Der Quote wird diese Nivellierung, deren Zielsetzung Übles befürchten lässt, helfen, aber in meinen Augen der Vielfalt der Gesellschaft nicht.

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Wolfgang Jung 11.11.2011, 16:33
23. ARTE "Lady Gaga" oder "Sartre", völlig egal.

Unabhängig von ARTE habe ich das Gefühl, dass das Interesse des "Normal-Deutschen/Franzosen" am Nachbarland auf historische Tiefen abgesunken ist. ARTE, Sarko/Merkel, Schengen, Airbus und Euro schaffen anscheinend weniger Verbindendes und Interessierendes am jeweils Anderen als "naive" Spiele ohne Grenzen und Feuerwehrtreffen von Städtepartnern in den 60er Jahren.

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benutzer10 11.11.2011, 16:35
24. in der Hauptsache Massen-TV

Zitat von rsi
Wenn die anderen Schichten der Bevölkerung erwarten würden, dass auch ihren besonderen Leidenschaften von der GEZ finanziert werden müsste (Extremsport, Horror, Pornos, ...), dann würde das GEZ-Gebäude ohnehin nicht mehr standhalten.
Ich weiss ja nicht, von wessen Vorlieben Sie da reden, aber ein Eindruck ist schon, dass die quotenträchtigen Inhalte, also das, was "die Masse" sehen will, den Hauptteil des Programms der ÖR bildet, auch kostenmäßig.

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ratxi 11.11.2011, 16:35
25. Titel abwärts

Zitat von sysop
Wer es intelligent mag, schaut Arte - das galt zumindest bislang. Eine große Programmoffensive im kommenden Jahr soll dem Sender eine "gewisse Leichtigkeit"*und mehr Zuschauer bringen.*Damit droht der eigene Anspruch des Kulturkanals flöten zu gehen.
Wenn der Sender das spiegeln möchte, was wir mehrheitlich als unsere Kultur empfinden, dann sind gewisse Abstriche durchaus nachvollziehbar.
Eine gewisse Abwärtsbewegung ist da ja nicht zu leugnen.
Leider.

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s.m. 11.11.2011, 16:36
26. Sarah Wiener ...

Zitat von claudio.sozzani
...fuer arbeitslose Akademiker! Wohl dem, der so weitblickende Programmchefs hat. Freue mich schon auf Sarah Wieners Gourmet-Reisen durch Spanien, Italien, Griechenland.
.. war letztes Jahr schon in Italien unterwegs (oder war das vorletztes Jahr?), aber Spanien und Griechenland wäre auch nicht schlecht. Oder Polen - die haben auch eine gute Küche ...

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Tommi16 11.11.2011, 16:38
27. ..................

Zitat von rsi
Arte & Co. zielen auf ein gebildetes Publikum. Es ist ohnehin fragwürdig, ob es gerecht ist, das eine kleine, gutverdienende Minderheit sich von der Masse der Bevölkerung das Lieblingsfernsehen finanzieren lässt.
Ich muß bei jedem Einkauf auch Ihr geliebtes Privatfernsehen mit bezahlen, obwohl ich davon keine Stunde in der Woche anschaue.

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Maynemeinung 11.11.2011, 16:39
28. Hatten die ja eine...?

Zitat von Europa!
Wenn diese Analyse auch nur annähernd zutrifft, haben die Öffentlich-Rechtlichen endgültig ihre Existenzberechtigung verloren. Im Abendprogramm von ARD und ZDF nur noch quatsch, quatsch, quatsch, quatsch, quatsch, quatsch, quatsch, sabbel, sabbel, sabbel, sabbel und jetzt auch noch ARTE plattmachen. Ich zahle keine Gebühren mehr.
Tja, was ist denn eigentlich die Existenz-Berechtigung der Öffentlicht-Rechtlichen? Die Idee stammte noch aus der Zeit, als die Frequenzen begrenzt waren und die öffentlich-rechtliche Organisationsform die Staatsferne garantieren sollte. Heute sind die Sender doch längst durch ihre Rundfunkräte von den Partei (und schlimmer noch: den Kirchen, den Gewerkschaften usw.) gehijackt.

Und da es immer mehr Leute wie Sie machen, nämlich nicht zu zahlen, haben sich die Politiker was feines ausgedacht: Bald zahlt jeder, ganz egal ob er guckt, ganz egal ob er will. Das wäre eigentlich eine Steuer, nennt sich aber Haushaltsabgabe. Und wenn die Sender beim nächsten Mal wieder mehr Geld zum Fenster rausschmeißen oder ein Intendantentöchterchen untergebracht werden muss, dann wird die einfach erhöt. Vollkommen egal ist nur die Qualität, die dabei entsteht.

Das ist Rundfunk-Sozialismus pur.

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ratxi 11.11.2011, 16:42
29. .

Zitat von rsi
Arte & Co. zielen auf ein gebildetes Publikum. Es ist ohnehin fragwürdig, ob es gerecht ist, das eine kleine, gutverdienende Minderheit sich von der Masse der Bevölkerung das Lieblingsfernsehen finanzieren lässt. Wenn die anderen Schichten der Bevölkerung erwarten würden, dass auch ihren besonderen Leidenschaften von der GEZ finanziert werden müsste (Extremsport, Horror, Pornos, ...), dann würde das GEZ-Gebäude ohnehin nicht mehr standhalten.
Ich lass mal--ich weiss nicht mehr, wann und wo--- ein Interview mit einem Redakteur, der sagte, dass sich 70 % der Menschen auf Nachfrage höherwertige Sendungen wünschen, sich dann aber nicht mal 20 % diese auch wirklich anschauen.

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