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Raabs "Absolute Mehrheit"-Talk: Er kann es
DPA

Demokratie geht auch witzig: Mit der zweiten Ausgabe von "Absolute Mehrheit" hat Stefan Raab bewiesen, dass er auch beim Kanzlerduell mitmischen kann. Er selbst kann dabei aber nur verlieren.

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caledonian2010 18.02.2013, 13:05
140. Sehr konkret!

Zitat von mangeder
Was Stoiber früher schon immer in der Politik gemacht hat (nämlich Kungelei und Lobbyarbeit), macht er jetzt als bezahlter "Beiratsvorsitzender der ProSiebenSat.1 Media AG" genauso in der Privatwirtschaft. War ja schon immer so: Wer auf Stoiber hört, der hört verkehrt. Der Autor sollte sich aber fragen, ob er wirklich will, dass die Zuschauer des PROleten7-Senders - also die grenzdebile Spaßgeneration, denen außer "Fun", "Kohle" und "Auto" alles andere im Leben scheißegal ist - sich aktiv in die Politik einmischen sollten und vermehrt zur Wahl gehen sollten. Ich glaube, wir sollten dankbar sein, dass nicht noch mehr Spackos von dieser Sorte zur Wahl gehen. Das Ergebnis wäre wohl radikal-populistisches Parlament, das aus einer Mischung aus Bauernfängern-Politikern (wie in der Dauerwerbung auf diesem Sender) und schmierigen Politikern, die dem lieben PROleten7-Wahlvolk Dauerkonsum, Reichtum und schöne Autos verspricht, wenn sie gewählt werden. ...wenn der typsiche Pro7-Zuschauer das politische Sagen hätte, würde wohl eine krude Mischung aus NPD und FDP alle Wahlen gewinnen. - Also ich bin dankbar, dass die Pro7-Zuschauer NICHTpolitisch interessiert sind und sich nur für Dauerspaß, Videospiele, Gewinnspiele und ständige TV-Berieselung interessieren!
Ein Beitrag mit einer wirklich sehr konkreten Zustandssanalyse. Genau dafür steht diese (Halb-)Welt. Ihren Beitrag sollte sich mal der Schreiber des Artikels zu Gemüte führen und darüber nachdenken, ob spiegelonline wirklich auf dieses Level mitgehen will: wenn er schreibt "Er kann es". So wird Politik in DL wird mehr und mehr zur Halbwelt.

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kinglecki 18.02.2013, 13:21
141.

Zitat von aprilapril
Positives zu suchen oder gar zu finden, ist ein armseliger Versuch, uns diesen Chauvinisten als Kenner der Politik zu verkaufen. Ich habe z.B. bei Werner Höfers (auf die umstrittene Person will ich hier nicht eingehen) internationalem Frühschoppen oder aktuell beim Presseclub im Ersten stets guten Journalismus erlebt. Aber die Raab-Fans sitzen um diesen Zeit nicht vor dem Fernseher, sondern in der Kneipe.
...womit nun auch der verbale Rundumschlag gegenüber einem nicht unerheblichen Teil unserer (wahlberechtigten) Bevölkerung folgte. :(

Mal ehrlich: Es steht doch jedem frei, sich sein eigenes Bild zu machen, die Gesch.mäcker sind schließlich auch unterschiedlich. Aber hier mal eben beleidigend zu werden und ganz nebenher noch einigen tausend (oder auch hundertausend) Menschen zu unterstellen, dass sie geistige Tiefflieger sind, welche sich am sonntäglichen Mittag eher was hinter die Binde schütten, anstatt ihre Zeit vor der Flimmerkiste zu verbringen (irgendwie Beides schräg, oder nicht?), schlägt dem Fass doch wirklich den Boden aus.
Es hat schon was von einem Versuch, gewissen Bevölkerungsschichten das Recht auf eine freie Meinung abzusprechen, da diese gewissen Bevölkerungsschichten doch wohl sowieso "Einen an der Klatsche" (oder zumindest (temporär) im Tee) haben müssen.

Ganz ehrlich? Gerade beim Aufschlagen solcher Argumentationen wäre es doch eine wahre Wonne, Sendungen geboten zu bekommen, die an Flachheit nicht zu unterbieten sind. Und DANN kann auch gemeckert werden!

Das (hier Gebotene) ist jedoch äusserst intolerant, sorry.

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xylex 18.02.2013, 13:23
142.

Ich habe mir jetzt viele Kommentare zu diesem Artikel durchgelesen und muss sagen, dass viele davon unüberlegt in einer Hinsicht sind: der Artikel sowie Herr Raab zielen auf das mangelnde Interesse junger wahlberechtigter Mitbürger ab. Dass Stephan Raab als Entertainer und "Showmaster" bekannt geworden ist, bedeutet doch nicht, dass er nicht ebenso Qualitäten im ernsten politischen Genre aufweisen kann. Hieraus einen Widerspruch zu formluieren ist schlichtweg unlogisch.
Vielmehr denke ich, hat dieser Mann einen Charakter, der durchaus beeindruckt - in seinen Sendungen "Schlag den Raab", "TV Total" und co. gezielt auf jüngeres Publikum. Durch diese Formate gelang es ihm bekannt zu werden. Das Problem, dass die ältere Generation mit ihm hat, so denke ich, ist, dass sie sich nicht mit seinen bisherigen Shows identifizieren konnte aus besagtem Grunde, was schlicht dadurch begründet werden kann, seine Sendungen laufen teilweise zur Hauptsendezeit. Somit schalten auch Personen auf sein Programm, die entweder nur am "rumzappen" sind, oder umgeschaltet haben, da sie die Werbung auf dem eigentlichen Kanal nicht anschauen wollten. Seine Sendungen sind inhaltlich sicher nicht der politische Höhepunkt (TV Total) im deutschen Fernsehen und von daher auch nicht zu vergleichen mit Günther Jauch's, etc. Oder beschweren Sie sich, liebe Leser, über "logo" von kika, wenn hier versucht wird auf spielerische Art und Weise Nachrichten an Kinder zu bringen? Wie sinnfrei wäre das denn?
Stefan Raab wurde nun die Chance gegeben sich zu beweisen und hat dies in seiner jüngsten Ausstrahlung doch souverän gemeistert. Wieso also ist er im vornherein verurteilt, obwohl er Kompetenzen aufweisen kann UND (wichtigster Aspekt) er junges Publikum an die Politik und den dahinter steckenden Ernst führen kann? Die anderen Politikformate im deutschen Fernsehen existieren doch weiterhin parallel. Wieso ist man denn hier Großteils so konservativ und lässt nicht mal was neues zu, anstatt wie gewohnt Politik zu betreiben und zu umwerben, wie man es kennt und wie es viele junge Leute nicht interessiert? Im Nachhinein sehe ich schon wieder Schlagzeilen vor mir: "fast Minimal-Rekord-Wahlbeteiligung", "Politikvrrdrossenheit in jungen Jahren", usw. Vielleicht ist auch einfach die Komplexität von Politik heutzutage zu überdenken und dass ein 23-Jähriger nicht dasselbe Pokitikverständnis haben kann wie jemand 50 . Aus diesem Grund muss es doch schmackhaft gemacht werden und wer eignet sich denn hier besser als Raab? Thomas Gottschalk war ja wenig überzeugend; eigentlich überhaupt nicht. Günther Jauch, der durchaus wegen "Wer wird Millionär" auch jungen Menschen ein Begriff ist? Wohl kaum; zu sachlich (und dadurch uninteressant für Politikneulinge).
Ich hoffe, das reicht als Denkanstoß.
MfG, ein junger, gerade Wahlberechtigter

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hador2 18.02.2013, 13:24
143.

Zitat von aprilapril
überbietet einen weiteren Versager. Entschuldigung wertes CSU-Mitglied, was har Herr Glos als BMWi geleistet? Er war wenigstens so ehrlich und hat eingeräumt, dass er dieses Amt niemals wollte. Und was man wider Willen tut, gelingt wohl nicht besonders gut.
lol....CSU Mitglied? Der war gut ;)

Ihre Einschätzung bzgl. Glos teile ich übrigens völlig, aber wie gesagt: Raab ist aus vielen Gründen nicht geeignet dafür, seine Ausbildung ist jedoch keiner davon.

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hardliner1 18.02.2013, 13:28
144. Falsches Vokabular

Zitat von mangeder
Was Stoiber früher schon immer in der Politik gemacht hat (nämlich Kungelei und Lobbyarbeit), macht er jetzt als bezahlter "Beiratsvorsitzender der ProSiebenSat.1 Media AG" genauso in der Privatwirtschaft. War ja schon immer so: Wer auf Stoiber hört, der hört verkehrt. Der Autor sollte sich aber fragen, ob er wirklich will, dass die Zuschauer des PROleten7-Senders - also die grenzdebile Spaßgeneration, denen außer "Fun", "Kohle" und "Auto" alles andere im Leben scheißegal ist - sich aktiv in die Politik einmischen sollten und vermehrt zur Wahl gehen sollten. Ich glaube, wir sollten dankbar sein, dass nicht noch mehr Spackos von dieser Sorte zur Wahl gehen. Das Ergebnis wäre wohl radikal-populistisches Parlament, das aus einer Mischung aus Bauernfängern-Politikern (wie in der Dauerwerbung auf diesem Sender) und schmierigen Politikern, die dem lieben PROleten7-Wahlvolk Dauerkonsum, Reichtum und schöne Autos verspricht, wenn sie gewählt werden. ...wenn der typsiche Pro7-Zuschauer das politische Sagen hätte, würde wohl eine krude Mischung aus NPD und FDP alle Wahlen gewinnen. - Also ich bin dankbar, dass die Pro7-Zuschauer NICHTpolitisch interessiert sind und sich nur für Dauerspaß, Videospiele, Gewinnspiele und ständige TV-Berieselung interessieren!
Glauben Sie ernsthaft, dass man eine große Zahl von Zusehern gewinnen kann, wenn Politiker und Journalisten ein Vokabular verwenden, das mindestens zwei Dritteln der Bürger völlig fremd ist? Ich denke da an Begriffe wie Inklusion oder Implementierung, an Kürzel wie ESM oder KFOR, an Sunniten und Schiiten und vieles mehr. Diese Sprachgepflogenheiten vermitteln den einfachen Bürgern das Gefühl, dass sie ungebildet sind und dass die Diskutanten in Politikerrunden sehr gescheite Leute sind. Dabei handelt es sich in vielen Fällen um reine Phrasendrescher.
Die Politik muss sich wieder mehr mit dem normalen Bürger auseinandersetzen und dessen Ängste, Sorgen und Nöte aufgreifen. Dabei kann es auch nicht schaden, die Argumente der vielgescholtenen Stammtische wenigstens mal anzuhören. Und dies nicht nur wenige Wochen vor einer Wahl.

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rubjack 18.02.2013, 13:29
145. optional

Also der Raab zieht soviel junges Publikum an, dass er gerade 800.000 Zusachauer kriegt. Er soll sich meiner nicht-maßgeblichen Meinung nach, auf das Konzentrieren, was er kann. Nämlich Fernsehen für das Volk machen im Stile von: panem et circenses.

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Humanist1978 18.02.2013, 13:34
146. Ja, bitte OLIVER WELKE 4 Duell-Moderator!

wenn man sieht, wie er in der Heute Show immer die Politikergäste ins Kreuzverhöhr nimmt, dann weiß man, dass Welke viel ergiebiger als Raab für ein TV-Duell sein wird!

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zyim 18.02.2013, 13:44
147.

Zitat von aprilapril
Positives zu suchen oder gar zu finden, ist ein armseliger Versuch, uns diesen Chauvinisten als Kenner der Politik zu verkaufen. Ich habe z.B. bei Werner Höfers (auf die umstrittene Person will ich hier nicht eingehen) internationalem Frühschoppen oder aktuell beim Presseclub im Ersten stets guten Journalismus erlebt. Aber die Raab-Fans sitzen um diesen Zeit nicht vor dem Fernseher, sondern in der Kneipe.
Ich kenne Sie nicht (worüber ich sehr froh bin, ob Ihrer Eingebungen hier im Forum), aber wer meint, dass andere Leute, die den Sachverhalt nüchterner als Sie betrachten, gleich als Raab-Fan oder Saufbruder zu bezeichnen, ist an einer ernsthaften Diskussion nicht interessiert. Daher brech ich das mal ab und wünsche Ihnen ein schönes Leben.

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hardliner1 18.02.2013, 13:48
148. Ganz schön viel

Zitat von rubjack
Also der Raab zieht soviel junges Publikum an, dass er gerade 800.000 Zusachauer kriegt. Er soll sich meiner nicht-maßgeblichen Meinung nach, auf das Konzentrieren, was er kann. Nämlich Fernsehen für das Volk machen im Stile von: panem et circenses.
Wenn rund 13 000 Wähler das Zünglein an der Waage sind, welche Regierung in Niedersachsen an die Macht kommt, dann sind 800 000 Zuschauer ganz schön viel.

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hardliner1 18.02.2013, 13:50
149. Auch Mainstream

Zitat von Humanist1978
wenn man sieht, wie er in der Heute Show immer die Politikergäste ins Kreuzverhöhr nimmt, dann weiß man, dass Welke viel ergiebiger als Raab für ein TV-Duell sein wird!
In den letzten Wochen hat sich Welke dem allgemeinen FDP-Bashing angeschlossen. Als ob es keine lohnenderen Feindbilder bzw. Probleme gäbe! Welke macht auch auf Mainstream, manchmal auch stark unter der Gürtellinie.

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