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Radiohead: Kreative Lösung für Erpressungsversuch
DPA

Nach einem Hack von Archivaufnahmen ist die Band Radiohead erpresst worden. Doch statt die verlangten 150.000 Dollar zu bezahlen, fanden die Briten einen Weg, den Klimaschutz zu stärken.

00123942 12.06.2019, 18:01
1. Wie kommen sie auf "Erpressung"?

Seit gestern geistern die Meldungen über einen angeblichen Erpressungsversuch durch die Medien. Davon kann hier jedoch keine Rede sein.

Die Band schreibt ja selbst nur davon, dass "reportedly", also "angeblich", irgendjemand 150.000$ für die Leaks gefordert hätte. Ein direkter Erpressungsversuch hat also nie stattgefunden. Vielmehr wurden die Leaks gegen Zahlung der ungefähr genannten Summe anderen Fans zum Kauf angeboten.

Wenn man den Gerüchten Glauben schenkt, wollten dieselbigen daraufhin die Band auf den vorhandenen Leak aufmerksam machen, damit sie ggf. Maßnahmen ergreifen kann. Zwischenzeitlich wurden die Leaks dann aber schon veröffentlicht, woraufhin die Band das beste aus der Situation machen wollte und nun ihrerseits die Originaldateien in leicht besserer Qualität zum Kauf angeboten hat.

Die Situation auf diese Weise zu nutzen und durch den Leak noch Geld einzusammeln ist sicherlich lobenswert zu erwähnen, eine Erpressung hat hier aber trotz allem zu keiner Zeit stattgefunden. Es ist vielmehr erstaunlich, wie schnell sich hier Falschmeldungen, scheinbar ungeprüft, verbreiten.

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00123942 12.06.2019, 18:10
2. Ergänzung

Aus der Aussage "Jemand hat angeblich 150.000$ für Leaks von uns gefordert." zu machen: "Die Band wurde von einem Erpresser vor die Wahl gestellt 150.000$ zu bezahlen, oder die Leaks würden veröffentlicht", ist schlichtweg falsch.

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