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Rassismus-Analyse: Sie sind weiß? Dann werden Sie dieses Buch hassen
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In jedem von uns steckt Rassismus: In einer scharfen Analyse beschreibt die Journalistin Reni Eddo-Lodge, wie Ungerechtigkeit strukturell in unserer Gesellschaft verankert ist - und was Sie dagegen tun können.

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santoku03 06.02.2019, 15:05
80.

Zitat von w50
Entweder er akzeptiert das Narrativ alle alten weißen Männer sind Rassisten oder er versucht hat zu argumentieren und zeigt damit automatisch, dass er Rassist ist.
Wo kommen denn nun die "alten weißen Männer" wieder her? Ich denke, die Frau unterstellt allen Weißen, Rassisten zu sein, also auch jungen und weiblichen. Haben Sie die Hassfigur vom alten weißen Mann schon so verinnerlicht, das Ihnen die Phrase ganz von allein und in beliebigem Kontext herausrutscht?

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third_space 06.02.2019, 15:08
81. Der Vorname

Zitat von 3-plus-1
Du schreibst es selber hast es aber wohl nicht gelesen: Die nun kommenden Zusagen resultieren nicht aus dem Verschleiern der "Rasse" sondern daraus, dass Vermieter und Arbeitgeber durch das Annehmen des deutschen Namens sicher sehen, dass diese Person mit ihnen und nicht gegen sie arbeiten wird. Es verhält sich ähnlich, wie mit früheren Einwanderern in die USA, die dort einen US-Englischen Namen....
Oh, da scheinen Sie aber wenig Verständnis für die Arbeitswelt des 21. Jahrhunderts zu haben, zumal wenn es um international operierende Unternehmen geht. Ein junger, sagen wir mal indischer IT-Experte, der für, sagen wir mal DHL eine Zeit lang für einen Geschäftszweig in, sagen wir mal den USA gearbeitet hat und jetzt eben mal für eine Weile (zwei Jahre?) bei DHL in Deutschland arbeitet, der fände die Idee, sich jetzt mal einen deutschen Namen auszudenken, wahrscheinlich sehr lustig, deutsche Kollegen fänden es wahrscheinlich auch witzig, ihn Johannes zu nennen - aber mit Sicherheit käme er nicht auf die Idee, sich das in seinen Pass eintragen zu lassen. Das ist einfach realitätsfremd. Und solange Deutschland sich selbst nicht als Einwanderungsland definieren will, warum sollten die Zuwanderer so handeln? Wir wollen sie, zumindest in der Theorie, doch weiter nur als "Gäste" haben. Im übrigen: Erstaunlich viele Flüchtlinge haben ihren in Deutschland geborenen Kindern den Namen Angela Merkel als Vornamen gegeben (auch vielen Jungs). Das zeigt doch vorbildlichen Integrationswillen. ;-)

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johannes48 06.02.2019, 15:16
82. Hiermit "oute" ich mich!

Bin ein alter weißer Mann (über 70) und auch hetrosexuell veranlagt!
Zitat:
„Ich habe mein Leben gegeben, um zu versuchen, die Leiden von Afrika zu lindern. Es gibt etwas, das alle weißen Männer, die hier gelebt haben, wie ich, lernen und wissen müssen: dass diese Personen eine Sub-Rasse sind. Sie haben weder die intellektuellen, geistigen oder psychischen Fähigkeiten, um sie mit weißen Männern in einer beliebigen Funktion unserer Zivilisation gleichzusetzen oder zu teilen. Ich habe mein Leben gegeben, um zu versuchen, ihnen die Vorteile zu bringen, die unsere Zivilisation bieten muss, aber mir ist sehr wohl bewusst geworden, dass wir diesen Status behalten: die Überlegenen und sie die Unterlegenen.
Denn wann immer ein weißer Mann sucht unter ihnen als gleicher zu leben, werden sie ihn entweder zerstören oder ihn verschlingen. Und sie werden seine ganze Arbeit zerstören.
Erinnert alle weißen Männer von überall auf der Welt, die nach Afrika kommen, daran, dass man immer diesen Status behalten muss: Du der Meister und sie die Unterlegenen, wie die Kinder, denen man hilft oder die man lehrt. Nie sich mit ihnen auf Augenhöhe verbrüdern. Nie Sie als sozial Gleichgestellte akzeptieren, oder sie werden Dich fressen. Sie werden Dich zerstören.“
Dr. Albert Schweitzer, Friedensnobelpreisträger 1952 in seinem Buch 1961, From My African Notebook.
Ich war lange in Afrika und auch in Brasilien. Dort hatte ich viele KOntakte mit "Schwarzen"!. Wer über Rassismus reden will, soll erst mal mit "Schwarzen" zusammenleben! Denn es ist nicht die Hautfarbe, die zum Rassismus führt, sondern die Mentalität, die hinter der Hautfarbe steckt!
Deshalb sage ich, der große Menschenfreund, Albert Schweizer hat, mit seiner vorstehenden Einstellung, völlig Recht!

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Bondurant 06.02.2019, 15:16
83.

Zitat von gracie
....möchte für kein Geld der Welt an einem anderen Platz leben. Vor allem nicht an einem Ort wo alle irgenwie gleich aussehen.
Was machen Sie denn mit Leuten, die genau das wollen? Finden Sie, die dürften das nicht wollen? Die Frage ist ganz ernst gemeint.

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Ruppig 06.02.2019, 15:17
84. Rassistische Fakten

Grundsätzlich ist es mir egal, wer welche Hautfarbe hat.
Aber leider ist es z.B. in den USA ein statistisches Faktum, dass die ca. 6% jungen schwarzen Männer für ca. 50% der Straftaten (Vor allem Gewalttaten gegenüber Schwarzen) verantwortlich sind. 75% der schwarzen Mütter sind alleinstehend und die meisten davon sind von staatlicher Hilfe abhängig. Im Bildungsbereich sieht es trotz 50 Jahren "Affirmative Action" (positive Diskriminierung) und zahlloser Hilfsprogramme immer noch mau aus. Schulabbrecher, minderwertige und schlecht benotete Abschlüsse sind hauptsächlich ein schwarzes Phänomen. Das dann viele andere Menschen aufgrund von sich immer wieder bewahrheiteten Stereotypen Vorurteile und Ressentiments haben, ist kein Wunder. Eine systemische Diskriminierung aufgrund der Hautfarbe halte ich für ein Märchen von linken Ideologen.
Interssant dazu ist ein Interview mit Larry Elder und Dave Rubin. (Findet sich auf Youtube: IFqVNPwsLNo)

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LDaniel 06.02.2019, 15:33
85. Puh

Diese Frau kommt doch aus England? Es ist mir völlig unverständlich, wie man so einen unfassbaren Quatsch von sich geben kann... . Vermutlich sehen dass die 1400 weißen Opfer der Rotheram-Skandals und weitere Tausende Opfer Ähnlicher Fälle auch so - aber die werden sicher nicht gefragt, weil weder Opfer noch Täter ins gewünschte Raster passen. Und hier reden wir von tausenden Opfern, nicht von wenigen tragischen Einzelfällen wie hier beschrieben.
Und diesen Opfer wurde nicht geholfen, bzw. die bekannten Täter wurden nicht verfolgt weil man Angst hatte, sonst unter Rassismusverdacht zu kommen! Ich gehe sogar so weit zu sagen, dass diese Frau und ihre „Kampfgefährten“ verantwortlich sind für diese tausenden unschuldigen Opfer!
Mir verschlägt es die Sprache, wie man so einen Artikel verfassen kann und diesen doch noch sehr jungen, gewaltigen Skandal völlig ignorieren kann. Unfassbar

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julispraktikum 06.02.2019, 15:42
86. Habermas hat Recht. &die taz ist doch eigentlich ganz liberal

Zum hier angesprochenen herrschaftsfreien Diskurs ist nichts hinzuzufügen. Leider im akademischen Betrieb heute zunehmend undenkbar. Was übrigens nicht bedeutet, dass es kein White Privilege gäbe! Und was die taz-Vergangenheit des Autors hiermit zu tun hat, erschließt sich mir auch nicht. Die alten Feindbilder stimmen nämlich in jeglicher (!) Richtung nicht (mehr). So empfinde ich die taz als vergleichsweise liberal im politischen Sinne, während... haben Sie Mal FAZ gelesen? Die jüngeren Autorinnen dort auch grausam antifreiheitlich unterwegs. Insofern kann ich solche "der war Mal bei xy"-Anfeindungen dann wieder nicht ernstnehmen. Ob Sie es glauben oder nicht, innerhalb von Redaktionen sind Leute Recht frei, sofern sie festangestellt sind. Da muss sich niemand rechtfertigen oder gar auf Linie schreiben. It's Just The Zeitgeist. Und eine Frage des Alters.

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Schartin Mulz 06.02.2019, 15:45
87. Haben Sie sich mal

Zitat von Ruppig
Grundsätzlich ist es mir egal, wer welche Hautfarbe hat. Aber leider ist es z.B. in den USA ein statistisches Faktum, dass die ca. 6% jungen schwarzen Männer für ca. 50% der Straftaten (Vor allem Gewalttaten gegenüber Schwarzen) verantwortlich sind. 75% der schwarzen Mütter sind alleinstehend und die meisten davon sind von staatlicher Hilfe abhängig. Im Bildungsbereich sieht es trotz 50 Jahren "Affirmative Action" (positive Diskriminierung) und zahlloser Hilfsprogramme immer noch mau aus. Schulabbrecher, minderwertige und schlecht benotete Abschlüsse sind hauptsächlich ein schwarzes Phänomen. Das dann viele andere Menschen aufgrund von sich immer wieder bewahrheiteten Stereotypen Vorurteile und Ressentiments haben, ist kein Wunder. Eine systemische Diskriminierung aufgrund der Hautfarbe halte ich für ein Märchen von linken Ideologen. Interssant dazu ist ein Interview mit Larry Elder und Dave Rubin. (Findet sich auf Youtube: IFqVNPwsLNo)
mit der Geschichte der Rassendiskriminierung in den USA befasst? Haben SIe mal überlegt, warum Schwarze in den USA in Milieus leben, in denen die Kriminalitätsrate höher ist? Haben Sie sich mal mit der Gesellschaft in den USA befasst, wie sie zu Zeiten Martin Luther Kings aussah? Das ist noch nicht so lange her, das war Mitte des 20. Jahrhunderts und man kann, wenn man dassieht und liest, nicht fassen, dass so etwas in der westlcihen Vorzeigedemokratie möglich war. Und die Folgen dieser Ausgrenzung nutzen Sie jetzt, um rassistische Vorurteile gegen Schwarze zu belegen?

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luiasogi 06.02.2019, 16:49
88. Bin schon etwas nachdenklich geworden

Hat jemand am Sonntag den Furtwängler Tatort gesehen?
Da war eine schwarze Kommissarin. Die hatte eine, aus meiner Sicht, ziemlich unsympathische Rolle.
Ich habe sie, aufgrund ihrer Handlungen jedenfalls nicht gemocht.
Ich habe mich gefragt, ob ich einer Weissen gegenüber, bei den selben Handlungen auch so ablehnend gewesen wäre??
Dabei beurteile ich Menschen ausschliesslich danach, wie sie zu mir und zur Gesellschaft sind. Egal ob schwarz oder weiss, Turbanträger oder Kippa.

Wäre es aber denn nicht genauso rassistisch, wenn man eine Schwarze nicht unsympatisch darstellen würde, um Vorurteilen vorzubeugen.?
Keiner ist besser als der Andere und auch nicht schlechter.

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masole 06.02.2019, 16:59
89.

Zitat von Schartin Mulz
mit der Geschichte der Rassendiskriminierung in den USA befasst? Haben SIe mal überlegt, warum Schwarze in den USA in Milieus leben, in denen die Kriminalitätsrate höher ist? Haben Sie sich mal mit der Gesellschaft in den USA befasst, wie sie zu Zeiten Martin Luther Kings aussah? Das ist noch nicht so lange her, das war Mitte des 20. Jahrhunderts und man kann, wenn man dassieht und liest, nicht fassen, dass so etwas in der westlcihen Vorzeigedemokratie möglich war. Und die Folgen dieser Ausgrenzung nutzen Sie jetzt, um rassistische Vorurteile gegen Schwarze zu belegen?
Das Problem ist (kein Witz) nicht vollständig schwarz/weiss. Fakt ist: Die Geschichte der USA ist geprägt von widerwärtigstem Rassismus (Nicht der unterschwellige, angebliche, den die Autorin beschreibt, sondern die Art, wo man als Schwarzer um sein Leben fürchten musste). Fakt ist auch: Die Probleme der schwarzen Bevölkerung heute sind nicht ausschliesslich darauf zurück zu führen. In den USA ist heute immer noch der sicherste Weg, nicht in Armut zu enden, a) keine unehelichen Kinder zu zeugen b) keine Drogen zu nehmen c) keine Verbrechen zu begehen d) einen Schulabschluss (oder mehr) zu machen. Die Komponente der individuellen Entscheidungen hier vollständig auszuklammern (und den jungen Menschen zu suggerieren, sie wären ja eh machtlos) halte ich für gefährlich, denn die Wahl habe ich nun einmal unabhängig meines Milieus, auch wenn der "gesellschaftliche Druck" und die Gefahr höher sein mögen. Ehrlich, hören sie sich doch mal einen Vortrag/ein Interview mit Thomas Sowell an (Larry Elder gerne auch, wenn sie etwas hemdsärmeliger mögen).

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