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Rassismus: Auffällig viele Einzelfälle
DPA

In Hessen wird eine Anwältin, die Angehörige eines NSU-Mordopfers vertritt, bedroht - die Spur führt zu den Behörden. In München teilen Beamte antisemitische Videos in einem Chat. Wann sprechen wir über Rassismus in der Polizei?

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TS_Alien 26.03.2019, 18:39
10.

Es gibt etliche Fälle, die man aus den Medien kennt, da kann man als Bürger der Polizei insgesamt nicht mehr trauen. Die vielen anderen Fälle, die es nicht in die Medien schaffen, machen die Sache noch schlimmer. Dienstaufsichtsbeschwerden bringen nichts. Und die allermeisten Strafanzeigen werden mit passenden Aussagen der Kollegen abgewehrt. Was immer stimmt: Die Polizei gibt von sich aus nur etwas zu, das gar nicht mehr abgestritten werden kann. Von einer ernsthaften Ermittlung oder Aufarbeitung kann keine Rede sein.

Vielleicht wären Undercover-Polizisten innerhalb der Polizei eine Lösung. Oder eine Anlaufstelle beim BKA - sehr weit oben angesiedelt - für Polizisten, die noch auf der Seite des Gesetzes stehen. Denn so mancher Polizist dürfte seiner Polizeieinheit nach gewissen Vorfällen auch nicht mehr trauen.

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kublaikhan2 26.03.2019, 18:47
11. Lauter Gutmenschen

Ich wünschte, einige dieser vor Moral und Polizistenhass triefenden Gestalten müssten nur mal einen Monat die Arbeit der s gescholtenen Polizisten machen.
Wahrscheinlich wären dann eine ganze Reihe neuer Rechter geboren worden.
In weichen Sesseln ist gut furzen.

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HISXX 26.03.2019, 18:50
12.

Eine typische Verallgemeinerung. Da werden Einzelfälle hervorgezogen, dann auch noch die Bundeswehr dazugemixt (Polizei und BW sind ja wohl das Gleiche) und fertig ist der rechtsextreme Polizeistaat. Ich will diesen Rechtsextremismus nicht beschönigen, besonders schlimm finde ich auch den wachsenden Antisemitismus. Aber bei der Menge an Polizei, die wir mittlerweile haben, wäre es verwunderlich, wenn es das nicht gäbe. Da spiegelt sich unsere Gesellschaft wieder, die zunehmend radikaler wird.
Aber so wie es die rechte Gewalt gibt, gibt es auch die linke Gewalt (z.B. G20 Hamburg) Dazu hört man von der Verfasserin nie etwas.
Eins ist sicher, ich möchte heute kein Polizist mehr sein. Von allen Seiten werden die verdroschen, da haben die Linken genausowenig Skrupel wie die Retter des christlichen Abendlandes. Und dass 50% der Insassen in dt. Gefängnissen Migrationshintergrund haben, hat sicherlich mit den gesellschaftlichen Entwicklungen der letzten Jahre zu tun.

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hansfrans79 26.03.2019, 18:52
13.

Zitat von camshaft_in_head
wieder eine Rassismusdebatte heraufbeschworen wo doch gestern die ÖR von morgens bis nachmittags gross darüber berichtet haben wie der Miri-Clan das deutsche Sozialsystem ausnutzt? Ist die Meinung zu solch illegalem Verhalten auch schon rassistisch?
Um den Zusammenhang zu sehen, muss man wohl camshaft in Head haben, aber sagen wir mal, es gäbe einen:
Dann liegt es wohl daran, dass darüber gestern im ör schon von morgens bis nachmittags darüber berichtet wurde, aber über den viel gefährlicheren Faschismus innerhalb der Polizei eben nicht.

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claus7447 26.03.2019, 18:52
14.

Zitat von camshaft_in_head
wieder eine Rassismusdebatte heraufbeschworen wo doch gestern die ÖR von morgens bis nachmittags gross darüber berichtet haben wie der Miri-Clan das deutsche Sozialsystem ausnutzt? Ist die Meinung zu solch illegalem Verhalten auch schon rassistisch?
Sie sind doch sonst nicht so politisch. Was ist passiert? Was hat das Thema mit Fremdenhass zu tun? Es geht schlicht darum, dass ich von einem Polizisten eine unvoreingenommene Haltung erwarte, das auf dem Boden des GG. Den wenn nicht, wird es gefährlich, dann entwickelt sich eine Polizei in der Polizei.

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spon_4_me 26.03.2019, 18:53
15. Klar könnte man.

Für wen schreiben Sie diese Kolumne, Frau Stokowski? Für uns Normalbürger, die im Zweifel nie groß mit der Polizei zu tun bekommen? Für Politiker, die sich in die zitierten Talkshows setzen und von Einzelfällen und wenigen schwarzen Schafen sprechen? Freunde des investigativen Journalismus: Hier ist Eure Aufgabe! Das Herumgedeute und Insinuierungstheater hat Ihr Kollege Fischer ja weiland am Beispiel der Berichterstattung über den NSU-Prozess vorgeführt. Wenn es all die Verschwörungen und rechten Netzwerke gibt: Enthüllt Sie! Macht Euren Job als Journalisten mit all den Ressourcen, die Euer Apparat zur Verfügung hat. Wenn ich unkende Vermutungen hören will, geh ich zur Wahrsagerin mit ihrer Glaskugel.

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lansky-berlin 26.03.2019, 18:56
16. Und dann könnte man ...

nach Lektüre dieser Kolumne fragen, ob die willkürliche Aneinanderreihung von echten und vermuteten Straftaten (Volksverhetzung, etc) geeignet ist, eine ganze Berufsgruppe derart unter Generalverdacht zu stellen, dass man eine große Verschwörung einfach mal so in den Raum stellt.

Nur so eine Idee...

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hcmc01 26.03.2019, 18:59
17. und

über Homophobie, Frauenverachtung. In dem Laden ticken die Uhren doch noch, wie weit vor 1968.

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wilam 26.03.2019, 19:13
18. Beschützt

ja, da sollen öffentlich Bedienstete sich bei Nazi-Angriffen auf den Rechtsweg begeben. Und dann diese unmögliche Bauhaus-Leiterin: die Nazis könnten ja Randale machen, wenn man ihnen nicht gehorcht.
Dasselbe in Magdeburg, die Meile der Demokratie wird abgesagt.
Man hört den Staat seufzen, käme doch endlich die Machtübernahme, dann sagte uns wenigstens
einer, was wir tun sollen.

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fpa 26.03.2019, 19:19
19. Nein, bei sich selbst anfangen, von wegen A.C.A.B.

Zitat von TS_Alien
Es gibt etliche Fälle, die man aus den Medien kennt, da kann man als Bürger der Polizei insgesamt nicht mehr trauen. Die vielen anderen Fälle, die es nicht in die Medien schaffen, machen die Sache noch schlimmer. Dienstaufsichtsbeschwerden bringen nichts. Und die allermeisten Strafanzeigen werden mit passenden Aussagen der Kollegen abgewehrt. Was immer stimmt: Die Polizei gibt von sich aus nur etwas zu, das gar nicht mehr abgestritten werden kann. Von einer ernsthaften Ermittlung oder Aufarbeitung kann keine Rede sein. Vielleicht wären Undercover-Polizisten innerhalb der Polizei eine Lösung. Oder eine Anlaufstelle beim BKA - sehr weit oben angesiedelt - für Polizisten, die noch auf der Seite des Gesetzes stehen. Denn so mancher Polizist dürfte seiner Polizeieinheit nach gewissen Vorfällen auch nicht mehr trauen.
Alle zwei Wochen bin ich im Stadion, im Fan-Block. Die vielen jungen Polizisten auf dem Weg dorthin tun mir Leid. Klar, in martialischer Montur. Aber das rechtfertigt nicht die Verachtung, die ihnen von vielen dort offen entgegengebracht wird.

Auf Demos dürfte es ähnlich ausschauen. Immer gibt es eine kleine Minderheit, die ihre Wut und Enttäuschung über das eigene Leben, an den Polizisten auslässt. Und darin sind sich alle gleich, ob Ultras im Fußballstadion, ob Linke oder Rechte bei Demos. Und der ACAB Spruch, den man in jeder Stadt an etlichen besprühten Telefonkästen bewundern darf, der kommt nicht etwa von Schwarzen aus den USA, sondern von Kriminellen aus englischen Gefängnissen.

Der sehnlichste Berufswunsch eines minderjährigen christlichen Flüchtlings, den ich kenne, wäre es, Polizist zu werden, was er als nicht-deutscher wahrscheinlich nicht kann. Auf meine Frage "warum", antwortete er wie selbstverständlich: "So könnte ich immer Menschen helfen."

Ich denke, auch viele unserer jungen Polizeischüler, wovon die meisten auf dem Lande groß geworden sind, kommen genau mit diesem Anspruch. Wenn wir - statt das zu nutzen, zu fördern und zu honorieren - sie nur als Repräsentanten einer "verhassten" Staatsordnung brandmarken (auf verbale Angriffe dürfen sie sich ja nicht wehren), dann treiben wir sie genau dorthin, d.h. wo sie anfällig werden für die Sprüche der Rattenfänger aus der rechten Law&Order Ecke.

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