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Rassismus in Deutschland: Hört uns endlich zu
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Rassismus ist ein alltägliches Problem in Deutschland. Dank Özil und #MeTwo wird endlich offen darüber debattiert. Doch anstatt zuzuhören, versuchen manche, die Debatte ins Lächerliche zu ziehen.

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xhinri 30.07.2018, 19:41
110. Wenn Herr Kazim jetzt schreibt:

"Nur weil ich klargemacht habe, dass Deutschland immer vielfältiger wird und Menschen wie ich selbstverständlich den Anspruch erheben, Teil der deutschen Gesellschaft zu sein", dann hört sich das ja relativ gemäßigt an und komplett anders, als in seinem früheren Twitter-Post aus dem Jahr 2016, in dem er sich zu der Aussage verstieg:
" Gewöhn dich dran: Wir sind hier, werden immer mehr und beanspruchen Deutschland für uns. Ob du willst oder nicht." Hat der gute Mann zwischenzeitlich womöglich Kreide gefressen?

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finchen0598 30.07.2018, 19:42
111. ich bin tief gespalten

ich arbeite mit vielen wunderbaren Menschen zusammen, die aus fast allen Teilen der Erde kommen. Auf der Arbeit funktioniert das gut. Wir haben einen griechischen Meister, einen deutschen Meister mit türkischen Wurzeln, einen deutschen schwulen Meister und eine Meisterin mit Deutsch-russischen Hintergrund. Dazu Vorarbeiter von der Elfenbeinküste, aus Griechenland, den Philippinen, aus Polen, aus Kroatien und ein Deutscher.
Dazu Arbeitskollegen aus Pakistan, Marokko, Türkei, Italien und auch etliche Biodeutsche.
Kleinere Reibereien gibt's ja immer Mal, aber die haben mit ethnischen Dingen nichts zu tun.
Ich möchte glauben, dass eine Multikulturelle offene Gesellschaft funktioniert, trotz der AfD- Haltung die Menschen auch in unserer Firma haben, trotz der Verachtung, die mir als Normaldeutscher von einigen Türken und Russen entgegengebracht wird, weil ich die Vermischung von deutschen und anderen Blut nicht ablehne, trotz der Ablehnung die ich zugegebenermaßen bei einzelnen ausschließlich muslimischen Nenschen spüre.
Das sind aber nicht die Mehrheit.
Vieles was hier beklagt wird empfinde ich nicht als die Mehrheit. Der überwiegende Teil meiner Kollegen, egal woher, sind nicht so, ein kleiner Teil schon. Aber ich glaube dass man das auch noch überwinden kann.
Ich will eine positive Zukunft mit allen Menschen die hier sind und noch kommen werden.
Das die Flüchtlingsdebatte an den realen Zahlen vorbei mit dem Gefühl der Angst und Ohnmacht geführt wird Mal abgesehen: Wenn wir nur negativ denken und keine Vision entwickeln und miteinander reden, werden Gestalten wie Weidel, der Storch und völkische Hetzer wie Höcke die Regeln bestimmen.

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mangolover 30.07.2018, 19:42
112. Den Knüppel rausgeholt

Bei solchen Tiraden wie Rassismus, Gaskammern usw wird nicht nur Ihnen, sondern dieser ganzen Debatte niemand mehr zuhören. Ich habe beruflich und auch privat schon sehr viele Länder bereist und komme zu der Feststellung, daß es in Deutschland noch am Wenigsten Rassismus gibt. Wir sind gerade der türkisch / islamischen Gemeinde bei uns in vielen Bereichen sehr entgegen gekommen. Das Land ist inzwischen mit Moscheen gepflastert und als Dank wird dort Erdogans Agenda gepredigt. Wir haben kein Migranten Problem wir haben in erster Linie ein Problem mit einer bestimmten Schicht von Türken und das ist auch die Meinung der anderen Türken. Fragen Sie doch einmal Italiener, Griechen, Polen, Russen Spanier, Portugiesen usw. Was glauben Sie was die wohl sagen?

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Actionscript 30.07.2018, 19:43
113. Aushängefahne

Zitat von juanth
Ich lebe seit 30 Jahren im Ausland, und habe nie Schwierigkeiten gehabt mit den "Einheimischen", aber habe auch die Sprache gelernt, bin nicht 1 Tag dem Staat zur Last gefallen, meine Kinder konnten die Landessprache perfekt als sie in die Schule kamen,habe mich Privat, im Beruf und im oeffentlichen Leben eingebracht, oder anders: ich lebe wie meine Nachbarn (nicht angepasst), mache keinem Vorschriften, erzaehle auch nicht wir toll mein Herkunftsland ist/war und jammere sonst rum (in Deutschland habe ich erheblich mehr verdient). Ich bin als Gast gekommen und heute so gut wie Einheimischer. In D sind vorallem die 2. und 3. Generation der Meinung, dass sich alles um sie drehen muss, Leistung wird aber oft nicht gebracht. Vorurteile?? Ja und nein: der Anteil der kriminellen ist nun mal bei bestimmten Kulturen erheblichst hoeher in D und No-Go Aereas gibt es auch. Keiner hat Probleme mit Griechen, Portugiesen, Kroaten,Polen etc.. Vielleicht sollten sich die Menschen, die in der 3.Generation noch immer von Ihrem Praesidenten und Ihrer Heimat reden mal fragen, warum es Akzeptanzprobleme gibt.
Sagen wir mal so. Am 4.Juli sollte man in den USA entweder keine Fahne oder nur die amerikanische Fahne aushängen lassen aber nicht die deutsche oder irgendeine andere.

Andererseits stimme ich nicht ganz mit ihnen überein. Als Auslandsdeutscher habe auch ich das Recht, in einem demokratischen Staat wie den USA Kritik zu üben, was zB den Schusswaffengebrauch angeht (2nd amendment) oder das momentane veraltete Wahlsystem der Wahlmänner, was mehrmals die republikanische Partei, deren Freund ich nicht bin - auch das darf ich als Gast sagen - bevorteilt hat. Man daef seine Meinung sagen auch, dass es Dinge gibt, die in Deutschland besser sind als in den USA.und eben auch umgekehrt einiges in den USA besser ist als in Deutschland. Man kann nämlich viel voneinander lernen. Man kann aber nichts voneinander lernen, wenn Selbstverherrlichung und Nationalismus herrscht.

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linksrechtsmitte 30.07.2018, 19:45
114. Danke!

Zitat von sw-grisu
Als Kind der 60er Jahre wuchs ich im Rahmen der gesellschaftlichen Entnazifizierung auf. Die Rassismus- und Nazikeule funktionierte bei mir bis Anfang 20. damals kam ich zum ersten Mal in die USA. Seither weiß ich, dass Deutschland kein rassisches Land ist! Dieses Bild wurde danach von Land zu Land immer mehr gefestigt. Und es macht keinen Unterschied ob das Land Multikulti oder Unikulti lebt.
Jeder schwarze GI wird Ihnen zustimmen!!!

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dan-krik 30.07.2018, 19:45
115.

@ No 10:
Sie wollen eine Diskussion über Alltagsrassismus? Nun dann sollten Sie auch damit leben können, dass dieser Rassismus eben nicht ausschliesslich vom bösen Weißen ausgeht. Unter unseren Herrn und Damen Mitbürgern mit Mihigru gibt es diverse Kapaiken, bei denen selbst ein altgedienter Nazi nur noch denkt WTF?
Oder möchten Sie garkeine Diskussion? Möchten Sie sich lieber in ihrer Opferrolle suhlen ohne Widerspruch? Weil dieses Land ja so furchtbar ist, hier werden Journalisten auf offener Straße verhaftet und unter Terrorverdacht eingelocht, Oppositionelle werden durch Geheimdienstler niedergeschossen und Kinder als Soldaten an den Fronten unseres Bürgerkriegs im Namen der Religionen verheizt. Oder waren das doch andere Länder und gefühlte 70% der #ichzwei Beiträge bewegen sich auf dem Niveau 'der hat gesagt, dass ich gut deutsch spreche'. Wenn man so eine Diskussion will, dann sollte man das auch entsprechend einordnen und nicht pauschal eine ganze Bevölkerungsgruppe zu miesen Rassisten herabwürdigen und dann selber beleidigend werden. Eine Diskussion, mein Freund, lebt unter anderem von deinem verpönten Whataboutismus. Das dient der Einordnung. Aber das war schon beid er Erfindung des Whataboutismus durch die BLM in den USA nicht erwünscht. Genau wie dort sehen sich nämlich auch hier gerade die professionellen Schreiber im Bereich #ichzwei im Besitz der einzig seelig machenden Wahrheit.
Nur, leider wie so oft, sind sie es nicht. Eine Meinung ist keine Wahrheit.

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zaunreiter35 30.07.2018, 19:53
116. Wenn ich mir

den hashtag "my german dream" anschaue, dann ist doch die Anzahl der positiven Zuschriften größer als die negativen Meinungen. Das lässt Hoffnung zu, dass die Menschen sich von der Journaille nicht dazu treiben lassen, sich gegenseitig zu zerfleischen.

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ichliebeeuchdochalle 30.07.2018, 19:54
117.

Teil_2
4. Ich zitiere Sie: "Tatsache ist, dass viele Menschen mit Wurzeln in fremden Ländern in Deutschland rassistische Erfahrungen machen."

Ja, und in 195 von 200 Staaten ist das auch so. Bitte? Nein, Ihre Behauptung, daß wir das zur Abblockung und zu unserer Entlastung sagen, ist falsch. Wir nehmen es aber im Gegensatz zu unseren Vorfahren nicht mehr hin, wenn Nicht-Deutsche uns damit "gefügig" machen wollen. Denn genau das steckt dahinter. Hat Erdogan auch so gemacht. Letztes Jahr. Der hat auch gedacht, wenn die mit Nazi-Vorwürfen konfrntiert werden, reagieren sie genau so wie ihre Vorfahren. Pustekuchen. Schon seit 10 Jahren ist das vorbei. Wir schauen in die Welt ... nein wir sind keine schlechteren Menschen ... natürlich auch keine besseren Menschen. Punkt. Der ehemals "wunde Punkt" ist keiner mehr. Hinweis: Ja, ein paar Rückständige in den Medien lassen sich noch beeindrucken. Na ja ...

5. Ich zitiere Sie: "Aber genau das ist das Problem: der Unwille zuzuhören, wenigstens einmal, ohne gleich reflexartig in Abwehrhaltung zu verfallen, darüber nachdenken, was Menschen wie ich, die unter #MeTwo über rassistische Erfahrungen berichten, zu sagen haben."

Daraus wird bei uns: Der Unwille, wenigstens einmal nicht reflexartig die Rassismus-Keule herauszuholen, wenn Ihr Euren Willen nicht bekommt. Ihr schmeißt Euch wie ein Kind im Supermarkt auf den Boden und schreit die halbe Stadt zusammen, weil Ihr meint, Euren Willen so zu bekommen. Ihr irrt! Wie Erdogan irrte.

Teil_3 folgt

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licht_und_schatten 30.07.2018, 19:54
118. Die große Chance der Aufklärung

Zitat von Bananenschale
…. Von einer spezifisch dt. Kultur kann kaum die Rede sein. Es sei denn, man wollte die Abwesenheit von Kultur als Kultur bezeichnen. ….
Ich möchte diese Chance wahrnehmen und von Ihnen in einer Hinsicht aufgeklärt werden. Sie haben festgestellt, dass in DE nicht nur keine spezifische Kultur auszumachen ist, sondern sie fehlt vollkommen.
Um solche Bewertungen zu verstehen, benötige ich einen Bezug.
Bitte nennen Sie mir ein oder mehrere Länder, in denen im Gegensatz zu Deutschland Kultur überhaupt vorhanden ist und ev. sogar noch spezifische nationale Züge aufweist.

Verstehen Sie meinen Beitrag nicht als provokative Frage einer beleidigten Leberwurst. Aufgrund meiner Herkunft bin ich in diesem Zusammenhang weniger empfindlich.

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Emma Fairfax 30.07.2018, 20:02
119. Warum NICHT auf Englisch?

Zitat von aftereffectsclass
Ich bin gerne offen fuer jede Diskussion und dieses Thema ist sehr wichtig zu debattieren. Warum ist dann aber jeder Beitrag auf #MeTwo auf englisch? Warum hat Herr Oezil sein Statement auf englisch verfasst? ...
Englisch ist die Weltsprache, die (fast) jeder in der Schule erlernt hat, die daher die höchstmögliche Reichweite erzielt. Wollen Sie Herrn Özil dazu verpflichten, seine Beiträge - die Sie selbst witzigerweise 'statements' nennen - in alle gängigen Sprachen zu übersetzen?

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