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Rassismus in Deutschland: Hört uns endlich zu
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Rassismus ist ein alltägliches Problem in Deutschland. Dank Özil und #MeTwo wird endlich offen darüber debattiert. Doch anstatt zuzuhören, versuchen manche, die Debatte ins Lächerliche zu ziehen.

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ArnoNym 30.07.2018, 21:38
130. Scheinheiligkeit

Zitat von leiendeu
Vor einigen Jahren haben sie noch folgenden Tweed veröffentlicht: 'Gewöhn dich dran: Wir sind hier, werden immer mehr und beanspruchen Deutschland für uns. Ob du willst oder nicht.' Jetzt fordern sie in dieser Kolumne, dass wir doch bitte zuhören und uns ihnen zuwenden.
Das ist genau das, was mich an vielen Moslems so stört. Sie sind friedlich und vordergründig aufdringlich nett, wenn sie etwas wollen. Sie lassen aber schnell die Maske fallen, wenn sie glauben, ihre Ziele auch gegen den Willen des Gegenübers durchsetzen zu können.

Ja, diese Äußerung kann man rassistisch nennen, wenn man unbedingt will. Ich nenne es einfach nur realistisch, und zwar aus persönlich gemachter Erfahrung. Mit Menschen aller anderen Religionen gibt es diese Probleme "seltsamerweise" nicht (okay, ein paar A..schlöcher gibt's überall). Woran das bloß liegt?

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bockmist 30.07.2018, 21:44
131. Die Sphinx hat recht

Hier geht es nicht um Rassismus, sondern es ist ein Verteilungskampf. Die Politik muss erkennen, dass Altersarmut, Kinderarmut und Existenzangst trotz 45 Jahre harter Arbeit ihre Folgen zeigen. Es kommt eine Angst und Wut auf, wenn die Jugendlichen aus dem Ausland einem in einer Reihe gehend nicht Platz machen. Wie schon oft passiert haben die schnell ein Messer in der Hand. Die Strafverfolgung ist lächerlich, weil Polizisten und auch Richter Angst vor der Verurteilung zum Migrantenfeind haben.
Zudem muss man bedenken, dass eher die nach Deutschland kommen, die es in ihrem Heimatland zu nichts gebracht haben.

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annoo 30.07.2018, 22:07
132.

Zitat von sonnemond
Jetzt werden wir wohl alle angeklagt Umgekehrt wäre sicher auch eine #MeTwo-Liste spannend, in der sog. Biodeutsche über ihre negativen Erfahrungen berichten, Frauen, die als "Schlampe" bezeichnet, begrapscht werden oder Schlimmeres. Überfälle, Messerangriffe, Attacken - verbal oder tätlich. Bedrohliches Verhalten, male-chauvinistisches Verhalten. Antisemitismus an Schulen oder in bestimmten Stadtvierteln. Die Listen könnten lang werden. Vorteil auch ein Gefühl für die aktuelle bundesdeutsche Realität zu bekommen und nicht auf behördliche Statistiken warten zu müssen, die - zumindest in ihrem Vorabdruck - zu bezweifeln sind. Ein interessantes Experiment.
Ich fände es sehr gut, wenn es diese Listen gäbe. Ich finde es allerdings mehr als irritierend, dass Menschen (interessanterweise jetzt häufig Männer) sich plötzlich für Frauen und deren Rechte einsetzen, wo sie sie von "fremden Männern" bedroht sehen (s. Köln). Wo waren diese Männer, als Frauen deutlich weniger verdienten als Männer und dies immer noch tun? Wo waren diese Männer, wenn "deutsche" Frauen von ihren deutschen Ehemännern misshandelt wurden? Haben sich die Männer da auch als Retter aufgespielt? Nein, im Gegenteil, im Fall der Ungleichbezahlung haben sie sie es sogar forciert und davon profitiert, beim Wettbewerb um die besseren Gehälter zu gewinnen. Wenn es aber darum geht, dass "der fremde Mann" Missetaten begeht und "unsere Frauen" begrabscht (jede eine zu viel - nicht falsch verstehen) dann ist es ein Beweis für den bösen Mann aus der Fremde, auf den Sie vermutlich anspielen. Der Mann aus der Fremde wird in Sippenhaft genommen für alle Missetäter, wobei - das wundert mich immer wieder - kein deutscher Mann für alle anderen deutschen Missetäter in Sippenhaft geht (immerhin waren 95% aller Vergewaltiger Männer, längst bevor es muslimische Migranten hier gab). Dabei wäre das doch mal eine echt nachvollziehbare Logik und auch statisch sehr überzeugend. Viel überzeugender als die Behauptung, Zugewanderte seinen krimineller als hier Ansässige. Aber es zeigt sich halt leichter auf Andere.

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Oihme 30.07.2018, 22:14
133. So langsam ...

... müsste doch auch den SPON-Redakteuren dämmern, dass sie mit ihrer "Rassismus überall"-Kampagne wenige Leser überzeugen, aber viele auch der sonst Gutmeinenden gegen sich aufbringen.
Wenn schon das Meinungssbild eines Twitter-Profils als Beleg für den allgegenwärtigen Rassismus bemüht wird, dann müsste den Spiegel-Redakteuren doch beim Blick in die eigenen Foren so langsam klarwerden, dass diese verkrampften Belehrungs- und Besserungsversuche die eigene Leserschaft eher wütend als nachdenklich macht.
Pardon, Spiegel, aber ihr seid komplett auf dem Holzweg, sucht euch besser andere Themen!

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dasfred 30.07.2018, 23:08
134. An was hat mich dieses Forum nur erinnert?

Jetzt habe ich es wieder. Es ist dieser Effekt, der einsetzt, sobald jemand beginnt, von seiner Erkrankung zu reden. Anstatt auf aufmerksame Zuhörer und ehrliches Mitgefühl zu treffen, wird eine Lawine losgetreten. Plötzlich beginnen alle, von der Gallenblase bis zum eingewachsenen Fußnagel alles herauszukramen, was Ihnen irgendwann mal Pein zugefügt hat. Der Autor will doch nur erzählen, dass manchen Menschen Dinge passieren, nur weil sie keine Eingeborenen sind. Hört ihm zu, oder lasst es. Man muss doch nicht sofort die "aber ich" Story auf den Tisch legen. In einer anderen Rubrik erschien ein Artikel, nach dem Männer häufiger die Frauen wechseln als umgekehrt, was als statistische Unmöglichkeit präsentiert wurde, weil die Zahlen sonst nicht aufgehen. Hier ist es ähnlich. Mehr Migranten haben verstörende Sätze von Deutschen gehört, als es Deutsche gibt, die solche Sätze gesagt haben. Ist auch ein Nachdenk Thema.

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Spinoza 30.07.2018, 23:46
135. Rassismus

steckt leider in den Genen ALLER Menschen. Mit moralischer Argumentation kommt man leider überhaupt nicht weiter. Erziehung, gutes Allgemeinwissen und Lebenserfahrung helfen zwar, aber auch nur vordergründig. Ich habe in einer Reihe von Ländern unter Menschen verschiedener Hautfarbe und Kultur gelebt aber ich musste immer wieder erleben dass auch die gutwilligsten, die sich eine Menge auf ihre Liberalität einbilden in unbewachten Augenblicken Ausdrücke und „Meinungen“ heraus schieben die einen schier verzweifeln lassen.
Man kann allenfalls hoffen das sich im Zuge der Globalisierung die Entmischung der ursprünglich wohl ziemlich homogenen Gattung Homo sapiens allmählich von selbst erledigt. Allzu optimistisch bin ich nicht. Unser Erbe ist emotionale Engstirnigkeit.

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verruca 31.07.2018, 01:12
136. Reingefallen!

Hallo Herr Hasnain,

als Quoten-Muslim und Beinahe-Türke war dieser Beitrag für Sie natürlich ein Freispiel. Warum Sie aber "Özil" und "Rassismus" und dann auch noch ein bisschen "Integration" in einen Topf gemischt haben, wird wohl Ihr Geheimnis bleiben. Bisher fand ich Ihre Beiträge durchaus erfrischend. Schade, dass auch Sie in die von Özils Beratern aufgestellte Holzhammerfalle getappt sind.

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ich2010 31.07.2018, 08:41
137.

Zitat von gogru
Ich bin mir sicher, Ihre Erfahrungen werden von vielen geteilt. Es gibt die strukturelle Benachteiligung, aber ich meine sie wird weniger. In der Bank in der ich arbeite, was es vor 20 Jahren noch etwas besonderes wenn der Kollege Türke war, heute ist es alltäglich. Und nicht nur bei sogenannten niederen Tätigkeiten. Ich glaube auch nicht, das Ihre Beobachtung, seit die zweite und dritte Generation teilhabe fordert stören uns die Kopftücher und gar die Religion der Einwandererkinder. Es ist eben auch so, als die erste Generation Türken nach Deutschland kam, trugen sie kaum Kopftuch. ...
mag sein dass auch umgekehrt ablehnung vorherrscht, was auch entsprechende kritik rechtfertigt. hier geht es sber um ablehnung der migranten. falsches verhalten auf der einen seite ist keine rechtfertihung für die andere seite such ebenso falsch zu verhalten.

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forza_del_destino 31.07.2018, 13:51
138. Über das, was richtig oder falsch ist

Zitat von ich2010
mag sein dass auch umgekehrt ablehnung vorherrscht, was auch entsprechende kritik rechtfertigt. hier geht es sber um ablehnung der migranten. falsches verhalten auf der einen seite ist keine rechtfertihung für die andere seite such ebenso falsch zu verhalten.
sind wir in diesem Land lange hinaus. Ehe für alle, Adoption für alle, ein, zwei drei oder noch mehr Geschlechter, niemand regt sich mehr darüber auf. Dürfen Juden Kipa tragen, muslimische Frauen Kopftücher? Sie dürfen. Muß jemand für Immigration sein? Muß er nicht. Dürfen korrespondiert mit nicht-müssen, anders geht es nicht. Gewalt anwenden darf man nicht, nicht nur gegen Migranten nicht. Es gibt keinen Konsens mehr über irgendetwas hierzulande. Das muß man nicht bedauern, vor allem muß man sich aber keine Meinung oktroyieren lasen, andernfalls wären wir alle wieder eine Generation zurück.

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hinz.und.kunz 31.07.2018, 14:25
139.

Zitat von annoo
Ich fände es sehr gut, wenn es diese Listen gäbe. Ich finde es allerdings mehr als irritierend, dass Menschen (interessanterweise jetzt häufig Männer) sich plötzlich für Frauen und deren Rechte einsetzen, wo sie sie von "fremden Männern" bedroht sehen (s. Köln). Wo waren diese Männer, als Frauen deutlich weniger verdienten als Männer und dies immer noch tun? Wo waren diese Männer, wenn "deutsche" Frauen von ihren deutschen Ehemännern misshandelt wurden? Haben sich die Männer da auch als Retter aufgespielt? Nein, im Gegenteil, im Fall der Ungleichbezahlung haben sie sie es sogar forciert und davon profitiert, beim Wettbewerb um die besseren Gehälter zu gewinnen. Wenn es aber darum geht, dass "der fremde Mann" Missetaten begeht und "unsere Frauen" begrabscht (jede eine zu viel - nicht falsch verstehen) dann ist es ein Beweis für den bösen Mann aus der Fremde, auf den Sie vermutlich anspielen. Der Mann aus der Fremde wird in Sippenhaft genommen für alle Missetäter, wobei - das wundert mich immer wieder - kein deutscher Mann für alle anderen deutschen Missetäter in Sippenhaft geht (immerhin waren 95% aller Vergewaltiger Männer, längst bevor es muslimische Migranten hier gab). Dabei wäre das doch mal eine echt nachvollziehbare Logik und auch statisch sehr überzeugend. Viel überzeugender als die Behauptung, Zugewanderte seinen krimineller als hier Ansässige. Aber es zeigt sich halt leichter auf Andere.
Sie rühren hier einen ordentlichen Brei an, indem Sie einfach mal alles mit allem verquicken. Kann ich auch.

Wie gleichgestellt sind denn die Frauen aus Ihrem Kulturkreis mit Ihren Männern? Was dürfen Ihre Frauen denn so? Sind Ihre Frauen verdienstmäßig etwa gleichgestellt zu Ihren Männern? Dürfen Ihre Frauen selbständig entscheiden, welche Kleidung sie in der Öffentlichkeit tragen? Und wie ist das mit der Beschneidung?

Sie erwähnen Köln: Sind Ihnen Vorkommnisse bekannt, in denen deutsche Männer ähnlich den „fremden Männern“ gegen deutsche Frauen vorgegangen sind? Sind Ihnen etwa Vorkommnisse bekannt, in denen deutsche Männer in ähnlicher Weise „fremde Frauen“ begrapscht haben? Deutsche Männergruppen betatschen „fremde Frauen“, da wäre erst was los im Blätterwald.

Kritik von Menschen ohne Hintergrund an Menschen mit Hintergrund wird wohl auf absehbare Zeit immer und ausschließlich als Rassismus bezeichnet werden. Nicht jeder kann halt angemessen mit Kritik („Beurteilung eines Gegenstandes oder einer Handlung“) umgehen.

P.S.: Ist Ihnen eigentlich entgangen, daß sich die Gehälter zwischen Männer und Frauen in Deutschland nur marginal unterscheiden?

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