Forum: Kultur
Rassismus in Deutschland: Hört uns endlich zu
Getty Images

Rassismus ist ein alltägliches Problem in Deutschland. Dank Özil und #MeTwo wird endlich offen darüber debattiert. Doch anstatt zuzuhören, versuchen manche, die Debatte ins Lächerliche zu ziehen.

Seite 3 von 16
Realist111 30.07.2018, 17:17
20. Und nun?

Cacau / DFB-Integrationsbeauftragter:

"Der DFB-Integrationsbeauftragte Cacau hat die Rassismus-Vorwürfe durch den zurückgetretenen Fußball-Weltmeister Özil gegen die Führungsspitze des Verbandes zurückgewiesen.

Kritik sei nicht gleich Diskriminierung oder Rassismus, sagte der aus Brasilien stammende frühere Nationalspieler der "Bild"-Zeitung. Das Erdogan-Foto habe eine politische Aussage, auch wenn Özil dies anders beurteile. Der Integrationsbeauftragte beklagte, die öffentliche Diskussion gehe mittlerweile in eine falsche Richtung. Man habe das Gefühl, dass Deutschland ein flächendeckendes Rassismusproblem habe. Dies sei aber nicht der Fall.
"

https://www.deutschlandfunk.de/fall-oezil-cacau-rassismusvorwurf-falsch.2851.de.html?drn:news_id=908154


Harun Arslan / Löw-Berater:

"Die Rassismus-Vorwürfe in Özils dreiteiliger Erklärung gegen den Deutschen Fußball-Bund und dessen Präsidenten Reinhard Grindel könne er nicht nachvollziehen, betonte der 61-Jährige. "Nein, das kann ich ganz klar sagen. Herr Grindel mag in der Affäre Fehler gemacht haben, aber er ist kein Rassist", betonte Arslan. "Mit dieser Aussage ist Mesut klar über das Ziel hinausgeschossen." Er warne davor, "mit dem schweren Vorwurf des Rassismus zu schnell um sich zu werfen"."

https://www.stern.de/sport/fussball/mesut-oezil---loew-berater-urteilt---mesut-klar-ueber-das-ziel-hinausgeschossen--8189464.html

Beitrag melden
TheSphinx 30.07.2018, 17:17
21. Lieber Herr Kazim,

niemand in Deutschland möchte Menschen wie Sie loswerden, im Gegenteil. Wir freuen uns wirklich über jeden, der Werte wie Moral, Anstand, Liberalismus, Toleranz, Achtung vor den Mitmenschen und die Ablehnung von Aggression und Brutalität in unsere Wertegemeinschaft mit einbringt.
Und ehe hier jetzt Missverständnisse entstehen: dies ist keine Parodie auf Mielke, frei nach dem Motto "aber wir lieben euch doch alle" und auch keine Persiflage von Ulbricht "niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten" sondern wirklich ernst gemeint. Ich bin selbstständig und der einzige Deutsche in meiner Firma - umgeben von Afghanen, Polen, Russen und Kroaten. Das dazu.
Aber werter Herr Kazim - Sie müssen es den "Kartoffeln" und anderen deutschen Mitbürgern einfach einmal zugestehen, dass es auf der einen Seite sehr schwer verständlich ist, dass für dringende Anliegen, wie gerechte Behandlung der Rentner, Förderung von Familien, Reformation des Gesundheitssystems, Investitionen in die Bildung immer nur so wenig Geld da gewesen ist, aber auf einmal Milliarden dafür ausgegeben werden können, um Menschen nach Deutschland zu holen, die sich eben leider zu 70 bis 80% nicht an die oben genannten Werte halten, respektive sich hier mit eben den von Ihnen zitierten Prädikaten "Kanaken und ziegenficker" hervortun, indem sie laut dröhnend und viel zu schnell AMG Mercedes als Eierersatz präsentieren, mit Drogen dealen und ansonsten Angst und Schrecken verbreiten, weil jeder fragende Blick sofort mit "Alter was guckst du - ich hau dir auf die Fresse und ficke deine Mutter!" beantwortet wird. und auch das ist keine Illusion

Beitrag melden
spmc-135322777912941 30.07.2018, 17:18
22. "Saupreiss" ist ein Beleidigung

ud ZiegenF"xxxxxx" wohl auch obwohl es in Deutschland jede Menge Menschen gab die diese Beleidigung Erdogan's durch Böhmermann mit Satire entschuldigen wollte. Dies ist nicht rassistisch sondern einfach primitiv Das ist für mch kein Grund einem Spiegeljournalisten auf Befehl zuzuhören, der könnte auch Augstein heissen und ich würde es nicht tun. Hört endlich auf uns belehren zu wollen was wir zu tun haben.

Beitrag melden
hh.noll 30.07.2018, 17:18
23. Christian Lindner hat völlig Recht...

...und die grenzenlosen Übertreibungen in dieser wie in der "me too" - Kampagne bewirken das Gegenteil dessen was die sie treibenden Aktivisten anstreben. Wer wie Özil den DFB und seinen Präsidenten Grindel, der ihn viele Jahre lang gehätschel und selbst nach dem unsäglichen Erdogan-Foto versucht hat zu schonen und zu schützen, mit pauschalen Rassismusvorwürfen überzieht, weiß entweder nicht wovon er spricht oder will bewusst diffamieren!

Beitrag melden
Knossos 30.07.2018, 17:18
24. Auf den Kopf gefallen

Der Umstand, den Sie ansprechen hat sehr viel weniger mit Rasse denn mit Kultur zu tun, unter deren Rubrik Ihr Aufsatz schließlich auch sinniger Weise eingeordnet ist.

Ich bin ebenfalls Kind von Einwanderern und habe von Prügelleien in den sechziger Jahren abgesehen in ungefähr soviel Rassismus erlebt, wie man an einer oder allenfalls zwei Händen abzählen kann. Nicht zu vergleichen mit amtlicher Verfolgung und Anzahl an Übergriffen, die Andersgläubige in muslimischen Ländern durchzumachen haben.

Warum erlebe ich (mit dem Umfeld kritisch und alles andere als kleinlaut) Deutschland nicht so wie Sie, Herr Kazim?

Weil es mir fern liegt, in Mitteleuropa diametral entgegengesetzte Kultur durchexerzieren zu wollen. Und weil ich die Kultur des Landes schätze. Ich erkenne sie als überaus erhaltenswert und bin aus gutem Grund dagegen, daß sie von asiatischen / afrikanischen Immigranten ins Mittelalter zurückgeworfen wird, die der Meinung sind, sich in Deutschland Enklaven bauen zu müssen.

Sie mögen der Meinung sein, muslimisches Archaikum täte Deutschland auf irgend eine Weise gut; aber Sie irren sich grundlegend.
Wenn Sie wissen wollen warum, dann beschäftigen Sie sich mit Wissenschaften und Philosophie, welche die Aufklärung im Abendland voranbrachten, anstatt zu fordern, daß man exotische Moscheen und rückständige Mentalität als Bestandteil Europas begrüßt.

Das können Sie nur von Geistern erwarten, die zu faul sind, sich Mühsal von Grundwissen aufzuladen. Menschen, die weder verstehen, was in 2500 Jahren errungen wurde, noch was es bedeutet, es zurückzuwerfen.

Beitrag melden
annoo 30.07.2018, 17:19
25.

Zitat von schreckgespenst
Wenn die Mehrheitsgesellschaft Probleme sieht, dann aufgrund von Rückschritten in der Integration von Zuwanderern. Bei bestimmten Migrantengruppen sinkt z.B. die Beschäftigungsquote mit fortschreitender Generation. Türkischstämmige Migranten der dritten Generation sind häufiger arbeitslos als ihre Großväter bzw. Großmütter. rägt".
Es ist besonders lustig (oder eher tragisch) wenn Sie das schreiben, wo Unternehmen häufig per se Migranten (oder ehemalige Migranten) nicht einstellen, weil sie Migranten sind (Beispiele dafür gibt es genug). Die Message dahinter: "Integrier dich, aber ich stell dich nicht ein und hinterher beklage ich mich auch noch, dass Du nicht arbeitest." Das ist perfide.

Aber abgesehen davon, dass ich mich wissenschaftlich mit dem Thema auseinandersetze, wüsste ich gerne auf welche Statistik genau Sie sich berufen, wenn Sie von abnehmenden Beschäftigung über den Generationenverlauf schreiben.

Beitrag melden
Newspeak 30.07.2018, 17:20
26. ...

"Aber das ist kein struktureller Rassismus, keine Diskriminierung bei der Wohnungssuche, bei der Bewerbung, bei der Benotung in der Schule, im alltäglichen Leben. Um genau das aber geht es in dieser Debatte."

Strukturellen Rassismus gibt es in jedem Land der Erde. In Deutschland haben die Tuerken die Kebablaeden und die 24 Stunden Kioske, in Tschechien sind es Vietnamesen, wieder woanders ist es eine andere ausgegrenzte Minderheit. Wenn Sie als Expat im Ausland leben, koennen Sie auch als Deutscher Probleme bei der Wohnungssuche haben. Vor allem, wenn sie die Sprache nicht sprechen. Das zeigt mir, dass diese Art von Ausgrenzung universell ist, und ja, sie wird weniger, je mehr man sich integriert. Menschen in einer Mehrheitsgesellschaft finden es gut, wenn man sich darum bemueht, und setzen sich dann auch fuer einen ein, siehe zig Faelle, wo gut integrierte Leute abgeschoben werden sollten und sich Kollegen, Freunde, usw. dagegen aufgelehnt haben und fuer die integrierte Person eingesetzt bzw. sich mit ihr solidarisiert.

Ich sehe uebrigens auch einen inhaerenten Widerspruch. Wie kann man eine pluralistische, individualistische Gesellschaft wollen, aber keine Diskriminierung? Die voellige Beseitigung von Diskriminierung ist nur dann moeglich, wenn es nichts zu diskriminieren gibt, also keine Unterschiede, alle sind gleich. Wollen wir das? Man denke an Schuluniformen, wo dieser Gedanke eine Rolle spielt. Aber wir wollen das gar nicht. Wir wollen heute im Gegensatz eine Gesellschaft, in der jeder so sein kann, wie er moechte, und damit jeder zu jedem anderen unterschiedlich, mit zig Kennzeichen, die zu einer Diskriminierung taugen. Was wollen die Leute also wirklich? Wollen sie so sein, wie die Deutschen, ununterscheidbar, dann werden sie auch als Deutsche wahrgenommen und sind integriert. Wollen sie ihre Herkunft ehren und sich unterscheidbar verhalten, dann werden sie eben auch unterscheidbar wahrgenommen, d.h. diskriminiert. Wie kann man diesen Widerspruch aufloesen?

Beitrag melden
geschneider 30.07.2018, 17:24
27. Richtig, strukturelle Diskriminierung ist ein

wesentlicher Teil des Problems. Denn es sind die Strukturen, die sich die Migranten, oder sollten wir nicht doch lieber ganz offen von Türken sprechen, selbst schaffen und die für maximale Abgrenzung vom Rest der Bevölkerung sorgen. Es gibt allerdings keinen Grund von Ghetto zu sprechen, denn keiner wird von unserer Seite gezwungen in solchen Echo-Boxen zu leben. Da sind DTIB und ähnliche, meist religiöse, Mafia ähnliche Gesellschaften eher die treibenden Kräfte.
Wer sich wirklich hier integrieren will kann das nur, wenn für den nötigen Abstand zu denen gesorgt wird, die in den leider vom Staat geduldeten Parallel-Gesellschaften leben. Der erste Schritt um das Problem zu lösen ist das sofortige Ende des Doppelpass. Wer Deutscher werden will kann das gerne Tun und sich hier ein Leben aufbauen. Wer sich hier nur aufhalten will, warum auch immer, muss ein Visum beantragen und nach Ablauf der Zeit zurück nach Hause. Klare Ansage löst Probleme und nicht weichgespültes Namenstanzen.

Beitrag melden
quark2@mailinator.com 30.07.2018, 17:24
28.

Einfach mal auf YouTube die Video zum Thema "Als Schwarze in Deutschland", "Als Schwarze in Deutschland", etc. bzw. die englischen Äquivalente ansehen. Ich war überrascht.

Beitrag melden
DaBinDaBleib 30.07.2018, 17:24
29.

Ich bin als "typisch" blonder Deutscher mit Türken, Marrokanern und Arabern in Berlin-Neukölln aufgewachsen und auch wenn ich einige zu meinen besten Freunden zähle, wollen viele dieser Jungs garkeinen Deutsche sein und bleiben schon sehr stark unter sich, was viele Gründe hat u.a. ganz banal die Mentalität. Integration muss von beiden Seiten gewollt sein.

Beitrag melden
Seite 3 von 16
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!