Forum: Kultur
Rassismus in Deutschland: Hört uns endlich zu
Getty Images

Rassismus ist ein alltägliches Problem in Deutschland. Dank Özil und #MeTwo wird endlich offen darüber debattiert. Doch anstatt zuzuhören, versuchen manche, die Debatte ins Lächerliche zu ziehen.

Seite 5 von 16
lachina 30.07.2018, 17:35
40.

Zitat von Planquadrat
die ersten Gastarbeiter nach Deutschland kamen, gab es auch Zeitgenossen, die sie alles andere als freundlich begrüßt haben. Dann aber gingen wir gerne in die italienischen, spanischen, griechische, jugoslwische oder portugiesische Lokale und lernten das leckere Essen und die tolle Gastfreundschaft kennen.
Na, die Dönerbuden, Restaurants mit orientalischer Küche und die türkischen Supermärkte mit ihren Obst-und Gemüseangebot sind hier auch immer durch Deutsche gut besucht - deshalb kann man trotzdem Rassist sein!

Beitrag melden
Rick73 30.07.2018, 17:36
41. Bitte

setzen Sie Rassismus mit Diffamierung und Diskriminierung nicht gleich! Beleidigungen aufgrund der Herkunft sind schlimm genug es hat aber mit Rassismus nichts bzw. nur gering zu tun. Wir haben keine Ungleichheit der Rassen und es werden hier keine Menschen verfolgt und in ihren Rechten eingeschränkt wegen ihrer Herkunft. Alles andere ist der ganz normale Wahnsinn den sich eine auch offene Gesellschaft stellen muss um ein tolerantes friedliches Miteinander zu schaffen. Wenn Sie was Sie beschreiben es mit Rassismus gleichsetzten verschmähen Sie Millionen Opfer die aufgrund von Rassismus ihr Leben ließen oder unterdrückt wurden. Alltagsrassismus gibt es ebensowenig und wird hoffentlich zum Unworterklärt. Was ihnen begegnete ist Fremdenfeindlichkeit und das ist eine Stufe weit vor Rassismus- wenngleich ebenso untragbar - da gebe ich Ihnen recht.

Beitrag melden
juanth 30.07.2018, 17:36
42. Wie Du kommst gegangen, so wirst Du empfangen

Ich lebe seit 30 Jahren im Ausland, und habe nie Schwierigkeiten gehabt mit den "Einheimischen", aber habe auch die Sprache gelernt, bin nicht 1 Tag dem Staat zur Last gefallen, meine Kinder konnten die Landessprache perfekt als sie in die Schule kamen,habe mich Privat, im Beruf und im oeffentlichen Leben eingebracht, oder anders: ich lebe wie meine Nachbarn (nicht angepasst), mache keinem Vorschriften, erzaehle auch nicht wir toll mein Herkunftsland ist/war und jammere sonst rum (in Deutschland habe ich erheblich mehr verdient).
Ich bin als Gast gekommen und heute so gut wie Einheimischer.
In D sind vorallem die 2. und 3. Generation der Meinung, dass sich alles um sie drehen muss, Leistung wird aber oft nicht gebracht.
Vorurteile?? Ja und nein: der Anteil der kriminellen ist nun mal bei bestimmten Kulturen erheblichst hoeher in D
und No-Go Aereas gibt es auch. Keiner hat Probleme mit Griechen, Portugiesen, Kroaten,Polen etc..
Vielleicht sollten sich die Menschen, die in der 3.Generation noch immer von Ihrem Praesidenten und Ihrer Heimat reden mal fragen, warum es Akzeptanzprobleme gibt.

Beitrag melden
chabeck 30.07.2018, 17:38
43. Mehr Nuancierung bitte....

Zusammenleben in multikulturellen Gesellschaften ist schwierig, daran gibt es keinen Zweifel. Umso wichtiger ist es, dass verlaessliche, nicht-anekdotische Daten gesammelt und analysiert werden. Gegen jede Ihrer Anekdoten, Herr Kazim, kann ich meine eigenen Gegen-Anektoden hinsichtlich sozialer Norm-Verletzungen vorweisen: poebelnde Nicht-Deutsche in der Berliner U-Bahn; Belaestigung der Tochter eines Bekannten durch arabische Maenner in Salzgitter, etc. Wir koemmen auf diese Weise, trotz Ihres richtigen Einwandes, dass nicht aufgerechtnet werden darf, nicht weiter. Die Tendenz zur Aufrechnung ist de fakto da. Deshalb geben ich Ihnen ein paar Anstoesse, um die Debatte zu konkretisieren:

(1) Anstatt von pauschalem "Rassismus", wie waere es mit einer Skala.
1 - Dumme Unaufmerksamkeiten wie "Sie sprechen aber gut Deutsch!" oder "Wo kommen Sie denn WIRKLICH her?", die eher auf unbedarfte Ignoranz, als auf boesen Willen schliessen.
2 - Vorurteile und Pauschalisierungen
3 - Beschimpfungen ("Kanake", "Neger" usw.)
4 - Gewaltandrohung oder -einsatz

Rassismus, wenn strukturell instutionalisiert, ist ein Problem, und die Beseitigung ist wichtig und notwendig, und wird wahrscheinlich bis zu einer oder 2 Generationen dauern. Ich moechte an unserer Verantwortung dafuer gar nicht ruetteln. Die Versteifung und offizielle Internalieserung eines Opferstatuses mit Verneinung der Moeglichkeit, sich TROTZ Diskriminerung in Deutschland beruflich und kulturell zu entfalten, ist auf der anderen Seite allerdings SEHR kontraproduktiv.

Beitrag melden
lachina 30.07.2018, 17:40
44.

Zitat von Actionscript
Es wird Zeit, das Anhängsel "mit Migrationshintergrund" abzuschaffen. Allein das ist schon Diskriminierung, und die wird vom Staat gefördert. Jemand, der in Deutschland geboren und aufgewachsen ist, spricht natürlich Deutsch und ist demnach Deutscher. Wie in den USA sollte es auch in Deutschland so sein, dass automatisch die Staatsbürgerschaft gegeben wird.
Jaaaa..... die Definition ist so was von nichtssagend: Die Mutter einer Schülerin von mir ist eine in Italien geborene Französin und das Mädchen ist immer "Migrationshintergrund", obwohl sie gar keine andere Sprache als Deutsch spricht. Dagegen haben die Türken der dritten Generation gar keinen Migrationshintergrund.....

Beitrag melden
fdb 30.07.2018, 17:42
45. Falsch

Ich lese regelmäßig ihre Beiträge. Offensichtlich haben Sie ihre Passion gefunden, Rechtsradikale in Deutschland und Österreich sowie Rassismus. Offensichtlich haben Sie aber auch jedes Augenmaß verloren. Zur Erinnerung: 12,6% haben AfD gewählt. Der Umkehrschluß den Sie nicht hören wollen: die große Mehrheit hat es NICHT getan. Zu dieser Mehrheit fehlte ich. Und ich habe es satt, wenn gegenüber der Bevölkerung pauschal mit der Rassimuskeule geschwungen wird, denn ich bin ein Teil davon. Das Leben ist eigentlich sehr einfach: ich begegne meinem gegenüber unabhängig von seiner Hautfarbe, Abstammung, Religion, sexuellen Orientierung, usw. mit RESPEKT. Und jetzt kommt das Verrückte: genau das erwarte ich mir gegenüber auch. Passiert aber auch manchmal nicht. Wenn ich das dann anspreche, bin ich sehr schnell ein Nazi, Schwulenhasser oder was auch immer. Und genau davon habe ICH genug. Die Toten Hosen, von denen ich ein großer Fan bin, haben mal ein Lied geschrieben mit dem Refrain "auch Lesbische, Schwarze, Behinderte können ätzend sein." Um es mit anderen Worten klar zu sagen: ich bin gegen Rassismus, Antisemitismus und Homophobie. Aber wenn es Missstände gibt, will ich diese offen nennen dürfen, ohne in die rechte Ecke gestellt zu werden. Und das kann bei einem Einwanderunsland wie Deutschland auch mal Menschen betreffen, die zu den über 20 Millionen Personen mit Migrationshintergrund gehören. Wenn also finde, dass sich ein Fussballer idiotisch benimmt, dann darf ich das nicht nur bei Lothar Matthäus sondern auch bei Mesut Özil so finden. Deshalb bin ich kein Rassist und habe keinerlei Interesse an ihren Artikeln und ihrem verengten Blickwinkel, mit dem ich ich eine rechte Ecke gerückt werde. Im Zweifel werde ich als Biodeutscher verunglimpft und die bürgerliche Mitte, zu der ich gehöre, ist angeblich schon wieder nach rechts gerückt. An diesen Stellen will ich Ihnen einfach nur deutlich sagen: HALT, STOP, ES REICHT. NEIN, ICH HÖRE IHNEN BEI IHREN WENIG DURCHDACHTEN KOLUMNEN NICHT MEHR ZU!!!

Beitrag melden
dyne277@yahoo.de 30.07.2018, 17:42
46.

es ist doch so Rassismus existiert in alle Richtungen , Christen in der Türkei , Armenier und Griechen werden schon seit Jahrhunderten Diffamiert . Juden auch . Jetzt die Araber in Israel. Wer hierzulande als Deutscher in einem türkischen Stadtteil aufwächst erlebt den Rassismus der anderen Seite. Der nächste Punkt ist einfach das viele Einwanderer nicht bereit sind sich zu integrieren, Beispiele gibt es zu Viele. Multi Multi hat eigentlich überall nur Schaden angerichtet, ethnisch hinhomogene Staaten sind sobald die klammer des wirtschaftlichen Wohlstands brach sowieso zerbrochen. Das viele Einwanderer ein gutes Leben in Deutschland haben wollen ist schön, und das bekommen sie in aller Regel auch. Aber dafür kann man doch erwarten dass sie sich hier anständig verhalten und die Gepflogenheiten des Gastlandes respektieren. Das heutzutage viele der Einwanderer auf dem Papier Deutsch sind , liegt einfach daran weil wir unsere Staatsbürgerschaft an jeden verschleudern. Man sehe sich mal die USA an , dort wird aus den unterschiedlichsten Nationen ganz schnell ein Amerikaner . Aber auch dort , Ghettos und "Rassenkriege". Ergo: Multi Kulti geht einfach nicht.

Beitrag melden
ark95630 30.07.2018, 17:42
47. wie immer halt

Wenn die eigenen Argument nicht reichen oder zu schwach sind, wird halt -wie am Schluß des Artikels die Nazikeule ausgepackt. Vielleicht sollte sich der Autor zum Thema Rassismus einmal die "Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam" von 1990 durchlesen und dann noch einmal nachdenken.

Beitrag melden
infektblocker 30.07.2018, 17:42
48. Und wenn es doch gerade andersherum ist?

Dass den meisten Christen die Muslime am A*** vorbeigehen. Umgekehrt aber eine Milliarde Muslime den Christen, allen anderen Ungläubigen, Atheisten und Homosexuellen die Pest an den Hals wünschen? Nicht auszudenken.

Beitrag melden
mir-san-mir 30.07.2018, 17:48
49. Rassimus-Bingo?

Ich lasse mich nicht in einen Topf mit irgendwelchen faschistoiden Blödmännern werfen, deren Verbalausfälle bestensfalls einen Brechreiz hervorrufen. Doch ich kenne viele friedlich-liberale Deutsche, die auch von den Menschen, die in großer Zahl zu uns kamen, mehr Bereitschaft zur Integration erwartet hätten. Ist das dann schon rassistisch? Wohl kaum! Aber wer es wagt, die Dinge differenzierter zu betrachten und die Schuld für das Versagen bei den Integrationsbemühugnen nicht nur (aber auch) bei uns Deutschen und unseren Regierungen sucht, der sieht sich schnell am Pranger von bestimmten Funktionären, Politikern, Journalisten und der vielen anderen, die glauben etwas sagen zu müssen, um ihr politisches Süppchen zu kochen. Die Menschen, die ich kenne, sind weder homophob noch rassistisch. Teilweise waren sie selbst Migrantenkinder und sie macht diese Diffamierung wütend, nur weil sie nicht bedingungslos für jeden die Arme ausbreiten, der zu uns kommen will, weil die Bedingungen zu Hause so miserabel sind. Ein Einwanderungsgesetz mag dabei helfen, den Zuzug etwas zu strukturieren. Eine Ghettoisierung, wie wir es auch in Deutschland teilweise zugelassen haben, ist per definitionem das Gegenteil von Integration. Aber für Integration braucht es alle aber vor allem auch die Menschen, die zu uns kommen. Denn wenn sie nicht wollen, ist alles für die Katz! Die misslungene Integration von hundertausenden Türken in Deutschland sollte Abschreckung genug sein.

Beitrag melden
Seite 5 von 16
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!