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Rassismusdrama "The Help": Bonbonbunt und doch schwarzweiß

Als Feelgood-Movie ein Triumph, als politisches Werk ein Reinfall: Kein Film wurde in den USA 2011 so kontrovers diskutiert wie "The Help". Das bewegende Rassismusdrama hat*zwar ein Oscar-reifes Ensemble, interessiert sich aber für die US-Bürgerrechtsbewegung nur da, wo Weiße betroffen sind.

unterländer 07.12.2011, 18:15
1.

Zitat von sysop
Als Feelgood-Movie ein Triumph, als politisches Werk ein Reinfall: Kein Film wurde in den USA 2011 so kontrovers diskutiert wie "The Help". Das bewegende Rassismusdrama hat*zwar ein Oscar-reifes Ensemble, interessiert sich aber für die US-Bürgerrechtsbewegung nur da, wo Weiße betroffen sind.
War das jetzt eine Kritik an der Politik und Gesellschaft der USA in den Sechzigern des letzten Jahrhunderts oder eine Filmkritik? Der Drehbuchschreiber und der Regisseur haben sich eine weibliche weiße Hauptfigur ausgesucht. Dass der Film dann häufig die Sicht der weißen Rassismuskritikerin darstellt, ist nur folgerichtig. Man könnte den Filmemachern natürlich vorwerfen, dass sie als Hauptfigur keine schwarze Frau und deren Leben im Rassismus beleuchtet haben. Und genau das macht diese angebliche Filmkritik, die nicht den Film selbst beleuchtet, sondern unterschwellig anhand der Auswahl der Hauptfigur/Geschichte vermeintlichen Rassismus anprangern will. Erfolglos, wie ich meine.

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