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Rassismusvorwurf: H&M braucht keine Hobbyanwälte
DPA

Ist eine H&M-Kampagne rassistisch oder nicht? Viele fühlen sich berufen, über diese Frage zu streiten. Dabei ist es ganz einfach, schreibt der Rapper Megaloh in einem Gastkommentar: Die Betroffenen entscheiden selbst.

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michlauslöneberga 13.01.2018, 18:11
160. Das ist derartig wirr,

Zitat von markus_wienken
Sie argumentieren unredlich indem Sie mir etwas unterstellen, was ich nicht geschrieben habe. ...
dass Sie mir wirklich leid tun! Jede Meinung ist eine Einzelmeinung und deshalb nicht mehr oder weniger wert als die anderer! Und selbst wenn jemand eher wenig reflektiert unterwegs sein sollte, steht ihm ein Recht auf eine Meinung zu. Nach Ihrer Sichtweise gewinnt die einzelne Auffassung dadurch an Gewicht, dass sie von anderen geteilt oder adaptiert wird. Ob diese nun irrelevant ist oder nicht, entscheiden doch nicht Sie!

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markus_wienken 13.01.2018, 23:02
161.

Zitat von michlauslöneberga
dass Sie mir wirklich leid tun! Jede Meinung ist eine Einzelmeinung und deshalb nicht mehr oder weniger wert als die anderer! Und selbst wenn jemand eher wenig reflektiert unterwegs sein sollte, steht ihm ein Recht auf eine Meinung zu. Nach Ihrer Sichtweise gewinnt die einzelne Auffassung dadurch an Gewicht, dass sie von anderen geteilt oder adaptiert wird. Ob diese nun irrelevant ist oder nicht, entscheiden doch nicht Sie!
Nein.
Ich habe mich nicht zur Wertigkeit von (Einzel-)Meinungen geäußert.
Einzig eine Einzelmeinung ist nicht relevant zur Beurteilung eines Sachverhaltes war meine Aussage.
Und da spielt es auch keine Rolle ob es sich um einen Betroffenen oder einen Unbeteiligten handelt.

Bei dem Thema Diskriminierung z.B. regelt es (im Zweifelsfall) das Gesetz, was darunter genau zu verstehen ist, unabhängig davon welche Meinung eine einzelne Person darüber hat.
Ist das wirklich so schwer zu verstehen?

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markus_wienken 14.01.2018, 09:13
162.

Zitat von michlauslöneberga
dass Sie mir wirklich leid tun! Jede Meinung ist eine Einzelmeinung und deshalb nicht mehr oder weniger wert als die anderer! Und selbst wenn jemand eher wenig reflektiert unterwegs sein sollte, steht ihm ein Recht auf eine Meinung zu. Nach Ihrer Sichtweise gewinnt die einzelne Auffassung dadurch an Gewicht, dass sie von anderen geteilt oder adaptiert wird. Ob diese nun irrelevant ist oder nicht, entscheiden doch nicht Sie!
Nein.
Ich habe mich nicht zur Wertigkeit von (Einzel-)Meinungen geäußert.
Einzig eine Einzelmeinung ist nicht relevant zur Beurteilung eines Sachverhaltes war meine Aussage.
Und da spielt es auch keine Rolle ob es sich um einen Betroffenen oder einen Unbeteiligten handelt.

Bei dem Thema Diskriminierung z.B. regelt es (im Zweifelsfall) das Gesetz, was darunter genau zu verstehen ist, unabhängig davon welche Meinung eine einzelne Person darüber hat.
Ist das wirklich so schwer zu verstehen?

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markus_wienken 14.01.2018, 09:13
163.

Zitat von Larnaveux
Und - mal als Gedankenspiel, aufbauend auf Ihren Thesen - eine Blondine fühlt sich diskriminiert und 100 weitere dagegen nicht, dann sind die 100 Blondinen automatisch unisono intellektuell nicht dazu in der Lage zu begreifen, dass sie diskriminiert werden, und sie müssen gesondert geschützt werden?
Es geht nicht darum wie man sich fühlt sondern ob eine Diskrimierung vorliegt.
Wird also jemand aufgrund seines äußeren Erscheinungsbildes gemobbt oder benachteiligt oder beleidigt, so ist es eine eindeutige Diskriminierung oder ggf. eine rassistische Äußerung und gehört abgestellt und geahndet.

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aus-berlin 14.01.2018, 11:34
164. Konkret

Konkret bedeutet das, dass jeder das nicht diskriminierend empfinden darf und das auch öffentlich sagen kann. Nur ist es nicht von Bedeutung, wenn in Südafrika die Betroffenen ihren Ärger durch Randalieren zum Ausdruck bringen. Da ist es doch offensichtlich, dass die Betroffenen diskriminiert wurden.

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Troll-Oberkommando 14.01.2018, 16:37
165. #166

Die „ Betroffenen“ gibt es in dem Sinne nicht, denn sie suggerieren damit ja, dass es sich um eine homogene Gruppe von Farbigen handelt , die alle gleich empfindet, dabei handelt es sich um Individuen, die den Sachverhalt offenkundig völlig unterschiedlich bewerten - egal welche Hautfarbe. Der einzig Betroffene ist der Junge, der für diese Diskussion öffentlich instrumentalisiert wird und ich sehe mich auch eher als hobbyanwalt für den Jungen und seine Mutter. die werden nämlich überheblich als so eine Art Vollidioten hingestellt weil sie da mitgemacht haben .( worin man wiederum einen rassistischen Zug vermuten könnte) Ich vermute dass Boateng seinen Twitter-Auftritt auch gar nicht selber betreut sondern dass das Professionell vom DFB betreut wird.Der politaktivistische Diskurs wird wahrscheinlich mehrheitlich von Weißen bestimmt. Es fällt auf dass die Randale erst Eintritt , nachdem der Konzern diese Entschuldigung abgegeben hat, denn damit haben sie den Vorwurf ja überhaupt erst bestätigt und zementiert. Der Pullover ist an sich nicht rassistisch, sondern der Kontext.

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sannssi_cissé 14.01.2018, 20:18
166. Wann beginnt Rassismus

Ich sehe das zweischneidig, einerseits ist es natürlich zu begrüßen, dass viele überhaupt keinen beleidigenden Aspekt in dem Foto sehen und damit ansprechen, was normal sein sollte: einen schwarzen Mensch als Affen zu diffamieren ist völlig abwegig. Schaut man sich aber den geschichtlichen Hintergrung an und auch, das was teilweise immer noch passiert und Menschen, auch hier in Deutschland teilweise erleben (Affenlaute bei schwarzen Fußballern, fliegende Bananenschalen), muss man aber auch die andere Seite verstehen. Schönen Sonntag!

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Pless1 15.01.2018, 15:16
167.

Zitat von aus-berlin
What? Das musste ich jetzt dreimal lesen. Wer denn sonst, wenn nicht die Betroffenen? Die Nichtbetroffenen? Das mit dem Stab brechen ist ihr Problem. A tut etwas und B fühlt sich diskriminiert. B beklagt das öffentlich. Darf er das nicht in Zeiten des fortgeschrittenen Internets, nur weil er dabei auch einen Stab bricht?
Doch, natürlich darf er das. Jeder darf sagen, wenn man sich diskriminiert fühlt und dies beklagen. Genau das steht auch in meinem Posting, welches Sie trotz dreimaligem Lesen wohl noch immer nicht verstanden haben.

Zitat von
Der Kommentar sagt und erklärt, dass Diskriminierung aus Sicht der Betroffenen definiert ist. Da gibt es nichts zu diskutieren.
Doch, sehr wohl. Denn nicht jedes subjektive sich diskriminiert fühlen bedeutet auch, dass von dem vermeintlich diskriminierenden tatsächlich eine Grenzüberschreitung vorlag. Diese Grenzen werden von der Gesellschaft permanent neu ausgehandelt und definiert. Und zwar von der Gesellschaft als Ganzes - nie nur von einer Bevölkerungsgruppe. Nicht nur im Bezug auf Hautfarben sondern auch im Bezug auf Religion, Weltanschauung, Geschlecht, sexuelle Ausrichtung und so weiter. Ein noch zu Zeiten meiner Großeltern respektvoll galanter Handkuss zur Begrüßung einer Dame würde heute von manchen Menschen als sexuelle Belästigung empfunden, während der "Handküsser" des Jahres 1918 wohl eher Hotpants als Anzüglichkeit und Belästigung wahrgenommen hätte. Heute sind Hotpants allgemein als Kleidung anerkannt. Das liegt daran, dass darüber nicht nur diejenigen entschieden haben, die sich belästigt fühlten sondern zu Zeiten der 68er diese Regeln neu ausgehandelt wurden.

In einer freien, offenen Gesellschaft gibt es keine Themen, die nur "Betroffene" etwas angehen.

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