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Rassismusvorwurf: H&M braucht keine Hobbyanwälte
DPA

Ist eine H&M-Kampagne rassistisch oder nicht? Viele fühlen sich berufen, über diese Frage zu streiten. Dabei ist es ganz einfach, schreibt der Rapper Megaloh in einem Gastkommentar: Die Betroffenen entscheiden selbst.

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inmyopinion61 12.01.2018, 15:31
10. Dümmlich und geschmacklos.

Der Gastkommentator hat recht: nicht Anwälte sollen hier etwas erklären. Es geht nicht ums Recht sondern um die Moral, den Abstand und die guten Sitten. Ich werfe den Eltern des Jungen und H&M ein dümmliches und geschmackloses, man kann es auch rassistisches Verhalten vor.

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freekmason 12.01.2018, 15:36
11.

Zitat von Phil2302
Ich bin ein Mensch, der das absolute Gegenteil von einem Rassisten ist: Mir ist Hautfarbe egal. Das bedeutet: Es ist egal, ob ein weißer oder ob ein schwarzer Junge etwas tut. Zum Beispiel einen Pullover zu tragen. Zu sagen, man darf keinen schwarzen Jungen so einen.....
gegen was soll man da argumentieren? "das ist nicht rassistisch, weil bei einem weißen jungen hätte keiner das labeling als "monkey" rassistisch gefunden" funktioniert halt nicht, weil ein paar hundert jahre rassistische "tradition" fehlen, weiße minderheiten als affen zu beschimpfen.

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Stillerbeobachter 12.01.2018, 15:37
12.

Zitat von Phil2302
Ich bin ein Mensch, der das absolute Gegenteil von einem Rassisten ist: Mir ist Hautfarbe egal. Das bedeutet: Es ist egal, ob ein weißer oder ob ein schwarzer Junge etwas tut. Zum Beispiel einen Pullover zu tragen. Zu sagen, man darf keinen schwarzen Jungen so einen .....
Es ist ein Unterschied, ob die Eltern eines schwarzafrikanischen Jungen diesem ein solches T-Shirt kaufen, oder er es sich selber aussucht oder ob ein Konzern wie H&M einen kleinen schwarzen Jungen in ein solches T-Shirt steckt und damit eine Werbekampagne fährt. Es wäre auch etwas anderes, wenn ein Erwachsener (sei es meinetwegen Boateng) als Selbstironie an einer solchen Kampagne mitwirkte. Aber einen kleinen Jungen (dass dessen Eltern zugestimmt haben, ist mir wurscht, für Geld machen Eltern vieles) für dieses politisch zumindest dämliche Foto zu "missbrauchen" zeugt von einem Ausmaß an politischer und historischer Ignoranz, das m.E. die Werbeabteilung wenn nicht rassistisch so doch zumindest einfach dumm erscheinen lässt. Und dass man damit eine Steilvorlage für jegliche Art von schwachsinnigen posts und "Witzchen" in den einschlägigen rechten Foren liefert, macht es auch nicht besser.

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Titanus 12.01.2018, 15:37
13.

Ethnische Unterschiede zu leugnen ist genauso falsch, wie jedem Angehörigen einer Ethnie pauschal bestimmte Eigenschaften zuzuordnen. Muster und Tendenzen zu erkennen allerding halte ich nicht für verwerflich. Auch Europäer und insbesondere Deutsche werden oft Opfer eines (wennauch positiven) Rassismus, siehe Südamerika, Afrika und besonders ausgeprägt in Asien.

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erik1203 12.01.2018, 15:39
14. Die Werbeagentur von H&M ist einfach nur dämlich!

Jeder, aber auch jeder, weiß, dass Vergleiche schwarzer Menschen mit Affen seit je her als Ausdruck rassistischer Herabwürdigung benutzt werden. Hätten die Dämlacks dem weißen Jungen das Sweatshirt mit der Aufschrift "Coolest Monkey in the Jungle" und dem schwarzen das mit der Aufschrift "Überlebensexperte" angezogen, hätte keiner was gesagt. So aber stellt sich tatsächlich die Frage: Sind die wirklich so blöd oder wollten die eine Botschaft senden?

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usch400 12.01.2018, 15:39
15. Jackie Chan und Wass up my Nigga

In einem der Jackie Chan Filme kommen Jackie Chan und sein afroamerikanischer Kollege Chris Tucker in eine Pool-Bar. Sein afroamerikanischer Freund Begrüßt einen anderen Afroamerikaner, den Bartender, mit what's up my Nigga. Jackie Chan kommt gerade frisch aus Japan und hat keine Ahnung was so in USA Gepflogenheit ist und begrüßt eine Minute später auch einen Afroamerikaner mit Wass up my Nigga. Den Rest kann man sich denken. Genauso kann doch der Junge, bzw seine Eltern tun was sie wollen.

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mwroer 12.01.2018, 15:39
16.

Zitat von dosmundos
Man muss schon ziemlich neben der Spur sein, um die zutiefst rassistische Symbolik dieses Werbebildes in Abrede stellen zu wollen. Was mich.....
Also wenn ein Grafiker pennt ist das weniger schlimm als wenn ein Fotograf pennt?
Denken Sie da sitzt der Aufsichtsrat von H&M beim Shooting? Die liefern Klamotten, die Werbeagentur - NICHT H&M - sucht die Modelle aus und beim Fotografen werden sie dann angezogen. Da entscheiden Statur, Größe, Augenfarbe, Ausstrahlung wer welches Hoodie kriegt - bzw. welche Farbe wem am besten steht und das war es dann auch.

Keinen Menschen interessiert es da ob das Modell farbig ist oder nicht.
Wer sofort an die Kolonialzeit und Rassismus denkt wenn er einen farbigen Jungen in einem solchen Hoodie sieht muss sich fragen lassen ob er nicht selber tief in der Vergangenheit stehengeblieben ist. Meine Assoziation war 'Großstadtdschungel, witziger Spruch' und der einzige Farbige mit Afrikanischen Wurzeln den ich kenne hat schallend gelacht und wollte eins für seinen Sohn kaufen.

Ich habe ihn dann natürlich sofort auf den Rassismus hingewiesen! hat ihn nicht interessiert :( Unsensibler Trottel !

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unglaeubig 12.01.2018, 15:40
17. "Die Betroffenen entscheiden selbst"

Mit so einer Aussage reduziert man diesen Jungen auf seine Hautfarbe. Und sich selbst auch, wenn man meint in dieser Frage mitentscheiden zu dürfen.
Der Junge ist ein Mensch. Ich auch. Der Junge ist männlich. Ich auch. Ich habe 99.9% meiner Gene mit diesem Jungen gemeinsam. Was nimmt sich Herr Megaloh heraus, zu behaupten er sei betroffen und ich nicht?

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muellerthomas 12.01.2018, 15:40
18.

Zitat von Linus Haagedam
Wer bei einem schwarzen Jungen gleich an Vergleiche mit Affen im Dschungel denkt, ist nicht ganz bei Trost.
Ne stimmt, im Stadion kam es ja auch noch nie vor, dass schwarze Fussballr mit Afffenlauten provoziert werden, oder dass schwarze von Rechten als Affen oder Halbaffen bezeichnet werden. Klar, nicht diejenigen, die diese Assoziation verwenden sind die Rassisten, sondern diejenigen, die darauf hinweisen, dass das rassistisch ist...

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Pless1 12.01.2018, 15:44
19. Anklage gleich Urteil?

Die Argumentation des Artikels ist natürlich abwegig. Er führt dazu, dass jedwede Person zu verurteilen ist, die einer wie auch immer gearteten Diskriminierung auch nur bezichtigt wird ohne dass in irgendeiner Weise versucht wird, objektive Kriterien heranzuziehen:

Wer bezichtigt wird, ist schuldig weil er bezichtigt wird - ob es eine objektive Schuld gibt wird nicht mehr hinterfragt, da es ausreicht, dass jemandes Gefühle verletzt wurden. Wobei nicht infrage gestellt werden darf, ob diese behauptete Gefühlsverletzung wirklich real war oder nicht.
So - genau so - funktionieren totalitäre Systeme.

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