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Rassistische Äußerungen zu "Arielle": Meerjungfrau? Voll unrealistisch!
ddp images; Emma McIntyre/ Getty Images

Die Sängerin Halle Bailey soll in der "Arielle"-Realverfilmung mitspielen - und viele halten eine schwarze Meerjungfrau nicht aus. Das ist rassistisch. Abgesehen davon: Fortschrittlich war das Disney-Märchen sowieso nie.

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lauro_77 09.07.2019, 23:47
230. @neophyte

Schon klar wir vergleichen ein Fabelwesen aus einem Märchen mit zwei Personen die real existiert haben?dann brauchen wir einen schwarzen hitler oder einen asiatischen Goethe macht Sinn oder?!

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Igelnatz 10.07.2019, 00:20
231. Maximale Aufregung - Paradox

Warum ist das Thema MS so wichtig? Ist das nach ihrer eigener Wertanschauung nicht auch schon Rassismus oder warum schreibt sie über das Thema und Hautfarben überhaupt? Wenn es ihr wurst - wäre, würde sie es lassen! Ansonsten -warum nicht eine schwarze Meerjungfrau? -Die Kunst ist frei! Die historischen Vorbilder bekannt. Aphrodite, die Schaumgeborene war wohl auch eher mediterran zypriotisch dunkel angedacht und wurde von Botticelli als rotgüldene Schönheit interpretiert...

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aliof 10.07.2019, 00:45
232. Sorry, bereits als (männliches) Kind

... als (männliches) Kind fand ich die auch nur angenommene qExistenz von Meerjungfrauen völlig unglaubwürdig .. vor Allem weil ich mir nicht vorstellen konnte, wie solcherart Wesen pinkeln würden .. womit ich wohl mit klarem Kinderblick schon einen quasi analytischen Blick auf den erwachsenen Kern dieser Phantasiegestalten geworfen hatte.

Ging mir übrigens auch so mit anderer Literatur, die durchaus auch wir damaligen Kinder qualitativ bewerten konnten.
Dagegen spielte die Farbe der Wesen eigentlich überhaupt keine (rassische) Rolle, was meiner Einschätzung nach eher ein Thema der USA ist. .. aber , glücklicherweise gab es in meiner Zeit auch ganz bezaubernde geheimnisumwobene Wesen , wie den kleinen Wassermann , der übrigens grün war (sehr praktisch in seiner Lebensumgebung), und eine kleine Hexe, sehr jung noch mit ihren 100 Jahren.

Insofern könnten mir die heutigen Kino- oder TV-Serien-Kinder am ehesten leid tun, sich mit solch platten Abklatschtrickfiguren mit völlig erfundenem Rot als Haarfarbe anfreunden zu müssen.

Und die dann noch Eltern haben, die daran auch noch festhalten wollen. - Denn die echte (hier abgebildete) Schauspielerin ist im Vergleich dazu doch eine deutliche Verbesserung!

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pseudotaken 10.07.2019, 01:03
233. Bravo

Vollkommen einverstanden mit der Autorin. Lassen Sie sich nicht beeinflussen von diesen teilweisen hanebüchenen Kommentaren.

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Ein Stein! 10.07.2019, 01:51
234. Wir haben es noch nicht einmal 02:00h, aber: You made my day!

Zitat von 5b-
(...) Im Sinne der Geschlechtergerechtheit hätte man sich eher für Ariel, einen Meerjungmann einsetzen sollen. Warum heißen die nicht einfach nur Meerfrauen? Warum müssen die jung sein? Diskriminierung?
Aber ich weiß jetzt, warum so viel von Diskriminierung die Rede ist, manch eine/r weiß gar nicht, worum es eigentlich geht.
Kleiner Tip: Bemühen Sie Google oder eine andere Suchmaschine Ihrer Wahl und recherchieren Sie "Jungmann" (ersatzweise "Junggeselle") und "Jungfrau".
Soviel verrate ich Ihnen vorab: Die Ergebnisse haben nichts mit dem Alter der Personen zu tun.
Die müssen NICHT jung sein!
Nichts mit Altersdiskriminierung...

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COLLOT 10.07.2019, 06:02
235. Rassismus?

Die Beispiele in der Kolumne zeigen mir, dass es hier eher um Menschen mit einer engstirnigen Haltung geht.

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fanasy 10.07.2019, 07:10
236. Das ist es nicht

Mir scheint es eher, dass in den letzten Jahren auf Teufel komm raus Dunkelhäutige und Frauen in den Vordergrund gedrängt werden sollen, damit die Presse den Film nicht als rassistisch und sexistisch verurteilt (weiße Meerjungfrau, die sich nach einem starken weißen Prinzen sehnt, oh je oh je). Ich bin doch kein Rassist, weil ich mir wünsche, dass der Film sich so gut es geht an der Vorlage von 1989 orientiert!

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lindadaheim 10.07.2019, 07:19
237. Es geht nicht um Logik

Wie am Anfang des Artikels bereits festgestellt wird, entbehren die Argumente der Rassisten jeder Logik. (Hat Rassismus ja nunmal so an sich, dafür gibts keine logischen Gründe).
Warum wird dann hier dagegen argumentiert? Was für eine Zeitverschwendung.
Und wen eine dunkelhäutige Arielle stört, der soll keine Disneyfilme gucken (die ohnehin furchtbar sind und wahrscheinlich dumm machen), sondern das Märchen lesen. Da steht weder von der Haut- noch von der Haarfarbe was drin und man kann sich die Meerjungfrau (die auch nicht Arielle heißt!) vorstellen, wie man will.
Disneyland Filme haben in der Regel so gut wie nichts mit den Originalmärchen zu tun und sind daher eigenständige Schöpfungen. Die kann Disney neu verfilmen, wie es Ihnen passt. Gern etwas weniger dumm und rassistisch - bei Arielle auch gern weniger sexistisch.

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heiko1977 10.07.2019, 07:22
238.

Zitat von irobot
Ist mir persönlich völlig wumpe, wenn Disney das durchzieht. Aber es gibt Leute, die mit dem "Original" Erinnerungen verbinden und dann ein Problem damit haben, dass ihre Arielle auf einmal anders aussieht. Ich denke, es hätten schon grüne Haare ausgereicht, um einen ähnlichen Sh***storm auszulösen. Und nein, das hat nichts mit Rassismus zu tun. Soll Disney das machen. Meinen Segen haben sie. Aber wenn das finanziell ein Flopp wird, soll keiner sagen, sie wären nicht vorgewarnt worden. Ich denke nur an den neuen Ghostbusters-Film mit den Frauen. Da waren die Reaktionen ähnlich und es gab auch ein großes Gewese deswegen. Das Ergebnis? Ein Schrottfilm. PS: Ihr schwarzes schwules Remake von "Vom Winde verweht" würde auch in einem Disaster enden. Warum? Weil die echten Fans sich enttäuscht abwenden würden.
Seltsam, dass niemand es mit seinen "Erinnerungen" begründet und statt dessen die Herkunft Andersens und von Meerjungfrauen (als seien es reale Lebewesen) sowie der Kulturkreis als Grund angegeben warum man gegen eine dunkelhäutige Schauspielerin sei. Das ist leider Rassismus.

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spon_4_me 10.07.2019, 07:59
239. @ collot (# 227):

Die periodisch wiederkehrende, brav am Flackern gehaltene Das-aber-ist-Rassismus-Debatte (falls Debatte das richtige Wort ist) leidet für meine Begriffe an einer terminologischen Verwirrung. Zum einen gibt es bei vielen Leuten eine Ablehnung des Neuen oder Skepsis gegenüber dem (zunächst) Fremden - nennen wir es Xenophobie. Ob eine Zeichentrickfigur dafür ein markantes Beispiel ist, vermag ich nicht zu sagen; auf jeden Fall ist diese Art von Xenophobie evolutionsbiologisch gut verstanden, komplett vorhersagbar und erfreulicherweise leicht zu überwinden. Die Leute fremdeln eine Weile mit dem türkischen Tatortkommissar, dem schwulen Lehrer oder eben der farbigen Comicfigur - und dann hören sie auf zu fremdeln, weil sie sich dran gewöhnt haben. Zum anderen gibt es einen Rassismus, von dem ich nach wie vor glaube, dass ihn marxistische Autoren am treffensten analysiert haben: Als Vehikel für die ökonomische Ausbeutung bestimmter Gruppen durch andere, dominantere Gruppen. Sinngemäß: Du bist mein Eigentum, ich darf mir Dein Land nehmen usw., weil Du und Deinesgleichen minderwertig und inkompetent sind. Dies fand man vielleicht am ausgeprägtesten in den us-amerikanischen Südstaaten, Brasilien und Südafrika zu Zeiten der Apartheit. Dies findet man aber beispielsweise auch in Ruanda oder Nigeria oder Mali, wo ein enthnologisch als Konflikt zwischen Weide- und Ackerbauern rassistisch begründet und politisch aufgeladen wird. Die skizzierte Unterscheidung mag manchem kleinkariert oder exkulpierend vorkommen. Tatsächlich ergeben sich aus der Analyse, ob etwas Xenophobie oder Rassismus ist, völlig unterschiedliche Ansätze zur Überwindung des jeweiligen Phänomens. Natürlich nur, falks man an einer Überwindung interessiert ist und nicht aus persönlich nützlichen Erwägungen heraus die konfuse Debatte
am Kochen halten möchte.

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