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Rebellion gegen Amazon: Die Autoren schreien - und wir sollten zuhören
DPA

Amazon soll kein Monopolist werden? Dagegen hilft vor allem eins: Einfach mal wieder in den Buchladen um die Ecke gehen. Dort gibt es keine Algorithmen, aber echte Menschen.

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Lankoron 15.08.2014, 07:24
1. Welche

"gute alte Buchhandlung" beschreiben die Leute denn immer? 90% der "örtlichen Buchhändler" sind doch genauso Handelsketten wie Thalia und co. Ausserdem gibt es durch die Preisbindung keinen Wettbewerb, und beraten können einen die absolut wenigsten Verkäufer dort. Und: Zugunsten von Kitschpostkarten, Kleinkram, ja sogar ner Cafeteria hat man zumindest bei uns die Regale enger gestellt und die Leseecken abgeschafft...also dann bestell ich doch lieber bei amazon.

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der:thomas 15.08.2014, 07:26
2. typisch Bildungsbürger...

Egal welchen kleinen Arbeiter oder Gewerbetreibenden solche Entwicklungen dahinnrafft:

Beim Kleinen Buchladen, Schriftsteller oder Bildbandfotographen da schreien sie dann Zeter und Mordio..
Nix.
Buchhandel ist auch "markt" und Schriftsteller sind traditionell arm.
Mehr zum Thema wenn ihr euch mal für andere Branchen einsetzt!

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HaioForler 15.08.2014, 07:26
3.

Zitat von sysop
Amazon soll kein Monopolist werden? Dagegen hilft vor allem eins: Einfach mal wieder in den Buchladen um die Ecke gehen. Dort gibt es keine Algorithmen, aber echte Menschen.
Echtes hinfahren, echte Menschen, echte Schlangen, echtes Buchnichtvorhandensein, echte Nichtahnung, echtes Warten und Nachbestellen, echtes Teurersein, vor mir *echtesGeschenkpapierforder*, echte Waschmittelgespräche von echt Gelangweilten an der Kasse, echtes Mehrbezahlen.

Alles echt toll. Und so menschlich-spannend. Nee. Leute, echte Menschen hat man 23/7 pro Tag, da muß es nicht auch noch bei der Buchbestellung sein. Sooo toll menschelnd ist das nun alles auch alles nicht, wie Ihr mir das schmackhaft machen wollt.

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mymana1 15.08.2014, 07:26
4. Buchhandel muss reagieren

10 Tage bis zum Geburtstag einer Freundin, auf Amazon entdecke ich ihr Wunschbuch und gehe dann wie immer in den Buchladen um die Ecke (Hugendubel), um es dort zu bestellen. Antwort im Buchladen: Ausgerechnet dieses Buch dauert 3(!) Wochen, da englisch. Ich protestiere: Zu spät für den Geburtstag! - Da könne man nichts machen, keine Chance. - Meine erste Amazon-Bestellung beförderte es dann nach nur 2 Tagen in meinen Briefkasten, Geburtstag gerettet! Sehr unflexibel vom Buchhandel, die hätten es notfalls auch bei Amazon bestellen können, um den Kunden zu halten. 3 Wochen, heutzutage?!

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Thoregon 15.08.2014, 07:28
5. Selten

habe ich hier einen dümmeren Artikel gelesen.
Von keiner Sachkunde getrübt, schlägt der Autor sich auf die Seite jener Autoren, die, gut verdienend, ihren Besitzstand wahren wollen.
Es ist beispiellos, dass in einem deutschen Presseorgan der Boykott eines Unternehmens wenn nicht gefordert, so doch nahe gelegt wird und das auch noch mit eher esoterisch anmutenden Argumenten.
Die Literaturindustrie in Deutschland hätte frühzeitig ihre Hausaufgaben machen sollen, dann stünden sie heute besser da. Aber sie haben es vermasselt und rufen heute nach der Hilfe durch Politik und Presse.
Lächerlich ist das.
Und megapeinlich obendrein.

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GSYBE 15.08.2014, 07:31
6. Einfach mal wieder in den Buchladen um die Ecke gehen?

Den `Buchladen um die Ecke´ in diesem Sinne gibt es schon lange nicht mehr; genausowenig wie den `Schallplattenladen um die Ecke´ vor 20 Jahren.
Insofern als Aufhänger ungeeignet und fast schon doppelzüngig.
Amazon macht mit denen momemtan das selbe, wass diese mit Ihrem verklärten `Buchladen um die Ecke´ gemacht haben.

Insofern logisch und konsequent; wenn auch die gesamte Entwicklung - und das schon seit Jahren wenn nicht Jahrzehnten - zutiefst bedauerlich ist.

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betaknight 15.08.2014, 07:35
7. Ne ist Klar....

Zitat von sysop
Amazon soll kein Monopolist werden? Dagegen hilft vor allem eins: Einfach mal wieder in den Buchladen um die Ecke gehen. Dort gibt es keine Algorithmen, aber echte Menschen.
In einen Buchladend e rinzwischen überall dominanten Buchketten zu gehen ist viel besser. Vor allem bekomt da der Autor, wenn er glück hat sogar bis zu 7% des Verkauspreises.....

Wenn man Autoren wirklich helfen will, unterstützt man nicht nur die großen Dauerbestseller der großen Verlage und würde mehr ebooks kaufen. Alles andere sollte man lieber ehrlicherweise, den Verlagen und Großbuchketten helfen. Amazon hat natürlich seine eigeninterressen, aber der Vorschlag hier, wie man dem Autor helfen soll, sind nicht wirklich eine Hilfe, sondern eher das verzweifelte festhalten an alten geschäftsmodellen.

Und wenn die Leute wirklich so viel Angst vor Amazon haben, dann sollen sie ihre eigene Buchplatform aufbauen.

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liberalerfr 15.08.2014, 07:35
8. Amazon unschlagbar

Wie der Autor schon eingesteht, gibt es ausreichend große Buchhandlungen nur in den verstopften Zentren der wenigen Großstädte. Und selbst dort liegt das Buch, dass man gerade sucht, selten zum blättern aus. Und die schlecht bezahlten Aushilfen in den Buchläden können fachlich meist auch nicht weiterhelfen. Am Ende muss man dann doch wieder zu Amazon, um elektronisch im Buch zu blättern und über die zahlreichen Leserrezessionen und Hinweise, was diese sonst noch gekauft haben, die Informationen zu bekommen, die man braucht. Die klassische Buchhandlung und darüberhinaus der klassische Einzelhandel ist ein Auslaufmodell. Die Stadtplaner sollten sich rechtzeitig darauf einrichten.

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Ludwigsburger 15.08.2014, 07:37
9. Weitere Alternative: Man kann auch gebrauchte Bücher bei e... kaufen ...

.... und das sogar oft recht günstig. Außerdem haben die schönen alten Bücher dort Ausstrahlung statt Speicherplatzbedarf.

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