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Rebellion gegen Amazon: Die Autoren schreien - und wir sollten zuhören
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Amazon soll kein Monopolist werden? Dagegen hilft vor allem eins: Einfach mal wieder in den Buchladen um die Ecke gehen. Dort gibt es keine Algorithmen, aber echte Menschen.

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Veterano48 15.08.2014, 09:47
110. amzon ist out

in jedem kleinen Buchladen kann ich jedes Buch bestellen und bekomme es am nächsten Tag. Warum dem Riesen noch mehr Geld in den Rachen schmeißen?

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calmdown2 15.08.2014, 09:50
111. Die Zukunft sieht anders aus als vom Autor erhofft..

Zitat von sysop
Amazon soll kein Monopolist werden? Dagegen hilft vor allem eins: Einfach mal wieder in den Buchladen um die Ecke gehen. Dort gibt es keine Algorithmen, aber echte Menschen.
...nämlich wenig rosig für die Buchläden. Ich habe einen kleinen intellektuellen Defekt in den Augen einiger kleiner Buchhändler - ich mag (auch) Thriller. Da musste ich mir schon anhören: SOWAS führen wir nicht! Auf sowas habe ich wenig Lust. Aber das ist es ja nicht, vielmehr muss ich nicht warten an Kassen und auf Beratung (die selten gut ist). Die Auswahl ist zwangsläufig geringer als bei amazon. Ich erhalte über amazon auch fremdsprachige Literatur innerhalb kurzer Zeit, ich kann wählen zwischen neuem und gebrauchtem Buch. Ich erhalte Bücher, die in D noch gar nicht verlegt sind etc. Es geht alles sehr schnell. Ich kann vorab die Bewertungen anderer Leser ansehen, was bei der Wahl des Buches hilfreich sein kann. Beispiel: Ein Reiseführer kann nie so überzeugend bewertet werden wie von Lesern online.
Zu den e-books: Warum bitte sollen e-books nicht preiswerter sein als gedruckte Bücher mit ihrem notwendigen und wenig nachhaltigem Einsatz von Holz, Leim, Druckmaschinen?
Kurz, für mich als Verbraucher bedeutet der Versandbuchhandel eine Verbesserung. Kleiner Nebeneffekt: Dank e-book lese ich wieder mehr.
Ach, kleine Anmerkung zum Schluss: Den Autoren und den Verlagen geht es natürlich überhaupt nicht ums Geld, profane finanzielle Interessen sind ihnen völlig fremd - solche hat nur der böse amerikanische Konzern amazon. Jaja!

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Maro2 15.08.2014, 09:50
112. Ach?

Zitat von zdophers
Man muß sich nur die Mühe machen, diese zu finden. Dazu müsste man dann allerdings schon das Haus verlassen.
Sie wohnen in derselben Stadtz wie der von Ihnen zitierte Forist?
Wie klein doch die Welt ist.

Alter Verwalter .......

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neinsowasaberauch 15.08.2014, 09:51
113. Über Amazon...

... hab ich schon etliche Fachbücher bei kleinen Buchhandlungen aus Ecken in dieser Welt gekauft, wo es mir noch nicht mal im Traum einfallen würde mich persönlich dort hinzubegeben. Amazon verkauft viel selber, ist aber auch ein grosser Marktplatz mit vielen kleinen interessanten Firmen aus allen Bereichen. Ich finde es super und betrachte den Aufschrei von ein paar über-bezahlten/ -bewerteten Bestsellerautoren eher amüsiert. Für Newcomer in der Buchbranche bietet Amazon auf jeden Fall bessere Chancen als das veraltete Verlagssystem samt angeschlossener Buchverwertung. Vor allem wird durch den Druck den Amazon momentan ausübt, bestimmt wieder ein neues innovatives Geschäftsmodell entstehen, was dann irgendwann Amazon platt macht.
„Survival of the Fittest“, es bleibt spannend und das ist gut so.

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anki18 15.08.2014, 09:51
114. Lieber Lankoron

Lieber Lankoron, was denken Sie, aus welchem Grund Buchhandlungen gezwungen sind, Kitsch in ihr Sortiment aufzunehmen?! Aus welchem Grund Verkaufsfläche an Café-Betreiber vermietet wird?! Aus welchem Grund die meiste Fläche mit Bestsellern zugekleistert wird?! Warum sich gerade der kleine Buchhändler vor Ort nicht mehr leisten kann, auszubilden (die Großen im Übrigen auch immer seltener)?!
Ganz einfach, weil Leute wie SIE sagen: "Da bestell ich doch lieber bei amazon!" Schlauer Kommentar, wirklich. Da sollten Sie mal drüber nachdenken.

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troubadorab 15.08.2014, 09:53
115. Über den Tellerrand hinaus

Völlig richtig,aber es ist nicht nur Amazon auch Zalando uam,mit deren Hilfe letztlich unsere Innenstädte armselig werden.Es gibt jetzt schon mehr Fastfoodläden,Nailshops und Spielotheken in den Zentren als man braucht(?).
Was man aber nicht zwingend den Unternehmen vorwerfen kann, sondern der coolen Generation der 30-Mitte 40jährigen,die diesen "schicken"Trend aus den Staaten übernommen haben.

Teile dieser Gruppe beschweren
Sich über nicht nachhaltige Politik zu ihrenLasten.Dann fordere ich sie jetzt auch auf, nachhaltig zu handeln,und wieder mehr in den Innenstädten zu kaufen

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RedOrc 15.08.2014, 09:53
116. Packstation ist die Lösung

Zitat von markus.pfeiffer@gmx.com
Am nächsten Tag die 1,5 km zum Buchladen zurückgelegt, um Buch XY abzuholen - die Postfiliale, wo man sein Amazon-Päckchen frühestens am Tag, nachdem man vom Postboten nicht angetroffen wurde, abholen kann (also 2-3 Tage nach Bestellung), ist auch 2 km entfernt. Somit heben wir die Bücher über den Buchladen i.d.R. schneller. Nur wenn Versandkosten für einen anderen Artikel gespart werden sollen, wird mal ein Buch bei Amazon bestellt, also so ca. 2x/Jahr.
Bei mir sieht das ganze so aus: Wenn überhaupt noch ein Papierbuch - das mache ich eigentlich nur noch bei Fachliteratur/Nachschlagwerken - dann (wie generell jede Amazonbestellung) Lieferung an die Packstation, die ca. 5 Minuten zu Fuß entfernt ist. Dort kann ich zu jeder Tages- und Nachtzeit die Bestellung abholen und erhalte sie teilweise schneller als eine direkte Lieferung.

Wobei sich das bei Büchern eh' relativiert - die meisten Büchern in den letzten 3 Jahren, die ich gekauft habe, waren E-Books, und hier ist Amazon unschlagbar gut, besonders bei englischen E-Books - u.A. Synchronisation des Lesefortschritt auf alle meinen E-Bookreaderplattformen (Tablet, Handy, ..)

Und obwohl Amazon auch die DRM-Pest hat, ist es nicht so übel wie bei der Konkurrenz, wo es dank "Update" des DRMs passieren kann, dass der teuer gekaufte E-Bookreader plötzlich nur noch Elektroschrott ist, siehe z.B. http://phantanews.de/wp/2014/01/eboo...s-endlich-weg/

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zdophers 15.08.2014, 09:54
117. Natürlich schaden die.

Zitat von Wulflam
Mir wird aus dem Artikel nicht klar, was der Autor vermitteln will. Warum schadet uns Amazon als Kunden mit einer aggressiven Preispolitik? Das wird nicht ansatzweise erklärt. Aldi und Lidl schaden uns durch ihre Preispolitik auch nicht - im Gegenteil, sie sorgen für Wettbewerb bei den Preisen. Gleiches gilt für Amazon. Und wer gern Bücher im Laden durchstöbert (mache ich auch sehr gern), soll dies tun. Dafür braucht es keine Aufrufe per offenem Brief. Wer lieber online kauft, macht eben einfach das. Ist ja ein freies Land, auch wenn ich manchmal den Eindruck habe, dass in letzter Zeit immer mehr Menschen anderen Menschen vermitteln wollen, was korrekt ist.
Natürlich schaden die uns! Weil es nämlich nicht möglich ist, schadstofffrei, gesund und fair zu produzieren bei den Abnahmepreisen, die die Discounter erzwingen.
Und wenn dann alle nur noch Dreck beim Discounter kaufen, werden sich die Qualtitätshändler nicht mehr halten können und dann bin ich auch gezwungen Dreck zu kaufen.

Und wenn ich irgendwann nur noch die Lebenserinnerungen von Lieschen Müller lesen kann, weil ernstzunehmende Autoren, also diejenigen, die das als Beruf betreiben und davon leben (müssen), es sich nicht mehr leisten können.

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face_65 15.08.2014, 09:57
118. @Lankron

»90% der "örtlichen Buchhändler" sind doch genauso Handelsketten wie Thalia und co.« Sie befinden sich im Irrtum. 80% der örtlichen Buchhandlungen sind inhabergeführt und gehören keiner Kette. Aber das von Ihnen beschriebene Bild ist in der Tat das der Ketten. Ich nehme an, Sie waren schon lange nicht mehr in einem ordentlichen Buchladen?

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kaiserudo 15.08.2014, 10:04
119. Warum ich seit Jahren nicht mehr in einen Bauchladen gehe

Zitat von sysop
Amazon soll kein Monopolist werden? Dagegen hilft vor allem eins: Einfach mal wieder in den Buchladen um die Ecke gehen. Dort gibt es keine Algorithmen, aber echte Menschen.
In den 80er Jahren bin ich viel in die diversen Bauchläden meiner Stadt gegangen, heute nicht mehr. Das hat einen sehr guten Grund. Die Bücher die mich interessieren sind dort nicht mehr vorhanden, in der Abteilung Science fiction stehen nur noch dämliche Fantasy Bücher für pubertierende Mädchen mit Feen und sprechenden Tieren und Prinzessinnen. Bei amazon ist das alles noch im Sortiment. Warum sollte ich jetzt in einen Laden gehen der das was ich benötige nicht mehr auf Lager hat ?

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