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Rechte Aufmärsche und Kühnerts Sozialismus-Thesen: Ferner liefen Nazis
Carsten Koall/ Getty Images

Hat Kevin Kühnert verlangt, die Demokratie abzuschaffen? Natürlich nicht, man könnte es angesichts der Reaktionen auf sein Interview aber glauben. Ein Nazi-Aufmarsch dagegen scheint niemanden zu stören.

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draco2007 06.05.2019, 16:49
1.

Ach in Thüringen gibt es regelmäßg Rechtsrock-Konzerte auf denen fröhlich im Chor "Sieg Heil" skandiert wird mit dem rechten Arm durchgestreckt und NIEMANDEN interessiert es.

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moppelor 06.05.2019, 16:49
2. Schön, dass sie den historischen Vergleich gebracht haben..

schließlich hat Deutschland auch eine sozialistische Vergangenheit, zu der diejenigen, die sie mitbekommen haben, wohl kaum zurückwollen. Ich will diesen erbärmlichen Aufmarsch von wirklich armseligen Gestalten nicht relativieren, aber es ist eben etwas anderes ob 500 Idioten irgendeinen Quatsch von sich geben oder wenn eine der herausragenden Persönlichkeiten einer der großen deutschen Volksparteien eine sozialistische "Revolution" propagiert. Daher wurde darüber auch zu recht mehr berichtet. Im Übrigen wurde natürlich in allen Medien auch über diesen Aufmarsch informiert. Nur eben nicht unbedingt auf der Titelseite. Warum sollte man 500 Idioten aber auch die Titelseite schenken? Damit sie weitermachen?

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blauclaude 06.05.2019, 16:51
3. Was für ein Artikel

SPON bringt es über Kolumnen, Essays oder Meinungen!
Kevin verhält sich extrem und zeigt, dass er weder Wirtschaft noch Geschichte noch soziale Strukturen versteht. Was das mit einer Demonstration zu tun hat, sollte die Autorin mitteilen!
SPON stört sich daran, dass Kevin dazu führt, dass die SPD weitere Prozentpunkte in Richtung 10% verliert? Oder dass die Grünen nicht von dem Unsinn profitieren oder...?
Zusammenhänge mal wieder wahllos herausgegriffen und krampfhaft etwas rechtsradikales Gedankengut suchend?
Sorry, das ist einfach platt und wird durchschaut liebe Autorin!

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daNick73 06.05.2019, 16:52
4. Absurd

Es ist also erst erlaubt, sich mit Aussagen des JUSO-Bundesvorsitzenden (!!!) kritisch zu beschäftigen, wenn man vorher zu Protokoll gegeben hat, dass man Rechtsextreme für eine Gefahr für die Demokratie hält? Ich hoffe wirklich, dass der Aufhänger nur gewählt wurde, um Clicks zu erzeugen.

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Furiosus 06.05.2019, 16:53
5. Erkenntnis

Glückwunsch, Frau Stokowski. Im letzten Absatz scheinen Sie erkannt zu haben, dass Nationalsozialisten eben auch Sozialisten sind. Wenn das nicht Grund genug für sie ist endlich aufzuwachen und zu kapieren, dass links sein und jede Form von Sozialismus ebenso schlecht sind wie rechts sein, dann weiß ich auch nicht.

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cyrano11 06.05.2019, 16:55
6. Oi, oi, oi

Stokowski beschreibt nicht das Problem, sie ist ein Teil des Problems.
An herausragender publizistischer Stelle kommt nur Dampfgeplauder und vor allem keine Fähigkeit zur nüchtern und sachlichen Analyse. Selbstverständlich sind die Ausslassung von Kühnrt aller größter Schwachsinn, dass man sich fragt, darf eigentlich jeder Spruchbeutel Politk machen. Und selbstverständlich zielen auf das Herz unserer deutchen Demokratie und sozialer Marktwirschaft. Wer dies abstreitet, ist selbt maximal ideologisiert.

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Masomenos 06.05.2019, 16:56
7. Nie wieder Kommunismus!

Weshalb verteidigen sie den Mann? Was Herr Kühnert verlangt, ist für mich im eigentlichen Sinne reaktionär. Er fordert mehr oder weniger direkt die Enteignung der Wohlhabenderen. Das ist Kommunismus, und zwar in seiner steinzeitlichen, rückwärtsgewandten Form! Meine Familie (und vielleicht auch Ihre Eltern?) sind damals während des Kommunismus nicht deswegen aus dem Ostblock nach Westdeutschland geflohen, um genau diese Form des Kommunismus nochmal zu erleben.

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Ayanami 06.05.2019, 16:56
8. Gute Ausführung

Eine Anmerkung jedoch: Auch wenn der Neonazi-Aufmarsch ärgerlich war, anhand welcher Kriterien hätte man ihn verbieten sollen? Wo ziehen wir da die Grenze? Ich möchte daran erinnern, dass Meinungsfreiheit ein hohes Gut ist, und sobald wir die Mittel zur Einschränkung derselben mit schwammigen Vorgaben erweitern (tragen braune Shirts, die irgendwie Nazi-like aussehen), schießen wir uns am Ende des Tages nur selbst ins Bein. Dem braunen ist nicht damit geholfen, Demos zu verbieten, sondern den Leuten wieder zu Arbeit und Bildung zu verhelfen. Dann laufen sie auch nicht mehr braunen Rattenfängern in die Arme. Ansonsten: Top-Kolumne.

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claus7447 06.05.2019, 16:57
9. Kühnert und die Reflexe

Um ehrlich zu sein: im ersten Augenblick dachte ich - raucht der jetzt straken Tobak? Aber mit einer 1/4 Stunde Abstand - dem nochmaligen Durchlesen was er da von sich gegeben hat - klingelte es: Ja- dieser junge Kerl hat recht.

Wir hatten mal in den 50er und 60er eine "soziale Marktwirtschaft". Was ist aus der geworden. Knallharter Kapitalismus. Wer hat sich den nicht dem Mammon vor die Füße gelegt: Alle (vielleicht ausser den Linken). Zuerst hat Kohl schwer an den Steuerprozenten geschraubt, dann Eichel und zuletzt hat Schröder (zwar mutig - aber in manchen Bereichten dann doch über das Ziel hinaus geschossen) noch mit 2010 die letzten Hürden genommen. 2007 hat nur wenige neue Leitlinien und Vorschriften gebracht (unter Mord und Todschlag schreien der Banken).

Und heute haben wir eine Welt die einseitig ausgerichtet ist - Reiche werden Reicher (die zahlen ja auch nur 25 % Kapitalertragsteuer) Arme und Mittelstand werden ärmer (wie schnell sind die mit Sozialabgaben bei 50%).

Hat Kühnert von Enteignung gesprochen? Nein von Umverteilung. D.h. jeder der seinen Besitz (sofern es käme) vergenossenschaftlichen erhält einen adäquaten Gegenwert. Warum muss eine Wohnungsbaugesellschaft zu lasten alter Mieter / Rentner eine Luxussanierung durchführen und die Mieten danach drastisch anheben? Die kennen den Artikel 15 des GG nicht: Eigentum verpflichtet!

Liegt Kühnert neben dem Gesetz? nein er liegt mittendrin. Es klingt in manchen Ohren hart - aber letztlich wollte er vielleicht ein nützliche Debatte anstoßen - bevor es zu spät ist!

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