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Rechter Bestseller-Publizist: Buchläden in Neuseeland verbannen Jordan Peterson aus d
Mikko Stig/ Lehtikuva/ picture alliance/ DPA

Nach dem Terroranschlag in Christchurch posierte Bestseller-Autor Jordan Peterson, Liebling der globalen Rechten, mit einem selbsternannten Islam-Hasser. In Neuseeland dreht sich die Stimmung gegen ihn.

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Europeon 23.03.2019, 16:46
1.

Zitat von
umstrittener Publizist und Liebling der Alt-Right-Ideologen
Wer seine Videos sieht weiss dass Peterson vielleicht konservativ, aber sicher kein Alt-Right Supporter ist, obwohl er einen Teil dieser Gruppe immerhin erreichen kann.

Übrigens ist "Mein Kampf" in NZ frei verkäuflich, da schwingt beim Verkaufsstopp für Peterson also wohl einiges an Populismus mit.

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Mathe-Genie 23.03.2019, 16:48
2. Naja, basteln wir uns einen Skandal...

Dem Publikum dekontextualisiert ein Twitter-Haeppchen hinzuwerfen, um Peterson’s Verwerflichkeit zu demonstrieren, ist schon recht arm. Der Mann ist Psychologe! Wenn er von Dominanz spricht, dann tut er dies im Zusammenhang mit Dominanz-Hierarchien. Und dies wiederum nimmt klar Anschluss an seine Fundamentalkritik an der extremen Linken (und teils an Feministen), denen er vorwirft, dass sie alles in ihrer Macht Stehende tun würden, um Hierarchien niederzureisen. Insofern ist er also nicht ein kleiner geiler Wicht, der vor seinem inneren Auge eine erregte Feministin vor einem maskulinem Muslim willig sieht - sondern er hinterfragt die widersprüchlichen psychologischen Hintergründe einer Bewegung, der er ablehnend gegenüber steht. Man kann seine Positionen teilen oder auch nicht. Aber sie so verzerrt ins Abseitige zu drängen ist nicht ok. Und zu dem Fan-Bild: der Mann ist auf Vortragsreise und verkauft sein Buch. Taeglich werden da 100te Fanfotos mit den durchgeknalltesten Typen und den dümmsten T-Shirts gemacht. Ich glaube nicht, dass man von ihm verlangen kann, vor jedem Foto einen Background-Check des Fans zu machen, und glasklar zu erkennen ob “IslamAphob” jetzt ironisch gemeint war (weil ja gezielt falsch geschrieben) oder ob das ggf bitterernst gemeint ist. Letztlich hat er das Bild ja auch nicht auf seinem Account gepostet, sondern der “Fan”.

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monika.goetsch 23.03.2019, 16:53
3.

Im Vorspann heißt es, Peterson posiere NACH dem Attentat. Im Text dagegen steht, das Foto stamme von einer Lesereise vor einem Monat, was ein erheblicher Unterschied ist. Vielleicht kann die Redaktion das klären?

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Susi64 23.03.2019, 16:56
4. Komisch

"Nach dem Terroranschlag in Christchurch posierte Bestsellerautor .... "
Das Bild stammt vom 19. Februar, der Terroranschlag war am 16. März. Auf Twitter hat man es auch richtig hinbekommen.

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günthertainment 23.03.2019, 17:06
5. SPON schlägt mal wieder unter die Gürtellinie...

Wow, hier trieft ja mal wieder aus jeder Zeile der Hass der Autorin gegenüber dem !konservativen! aber bei weitem nicht rechten (ok es kommt wohl anscheinend auf den Standpunkt an, vom linken Rand der Autorin aus mag alles rechts sein) Jordan Peterson...
"Das Buch allein entfacht nicht die gleiche Wirkung wie all die Videos, Podcasts und Interviews, in denen Peterson halbwissenschaftliche Thesen verbreitet, die das Übel der heutigen Welt bei Linken, politischer Korrektheit und Feminismus verorten." Dem Professor einer renommierten Universität auf seinem eigenen Fachgebiet halbwissenschaftliche Thesen zu unterstellen ist ja schon ein gutes Stück, aber im zweiten Teil des Satzes wird klar dass sich die Autorin nicht mit ihm beschäftigt hat. Er such nicht das Übel der heutigen Welt in diesen Kreisen sondern kritisiert lediglich die kruden und teils völlig unlogischen und unwissenschaftlichen Gedankengänge die diese extreme Linke (was ja in den USA nochmal ne ganz andere Sache ist) haben und steht als Wissenschaftler auf gegen diese!
Man kann ihn mögen oder nicht, aber Fakten ins andere Licht rücken fiel beim Twitterjournalismus ja immer schon leicht... typisch SPON.

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sysop 23.03.2019, 17:09
6. @3 monika.goetsch, @4 Susi64

Vielen Dank für ihren Hinweis, wir haben das korrigiert.

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häuptling83 23.03.2019, 17:16
7.

Und ein weiterer Fall öffentlich zelebrierter damnatio memoriae. Ach, es tut einfach gut auf der richtigen Seite zu sein.

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Menschundrecht 23.03.2019, 17:17
8. Kontaktschuld, Kreuzfahrten

Über bestimmte Qualitäten verfügt Spiegel online inzwischen wohl in einem unübertroffenen (Über)Maß.

Ach, und hier ist der reanimierte Thierse.

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GrünesZebra 23.03.2019, 17:19
9. Komplett falsche Richtung

Nicht nur die Regierung Neuseelands, sondern auch die meisten Medien weltweit (mal von extrem links- und rechts-populstischen Nachrichten abgesehen, damit beschäftige ich mich nicht) machen einfach alles falsch, was sie falsch machen können. Seit dem Tag des Attentates ist kaum etwas richtig gemacht worden im Umgang mit der Situation, ganz im Gegenteil. Den Attentäter kann es freuen, uns schadet es als Gesellschaft und es ist eine erniedrigung der Opfer. Zumindest gibt es jetzt ein gutes Beispiel von A bis Z, wie man absolut nicht mit solch einer Situation umgehen kann.

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