Forum: Kultur
Rechter Terror gegen Muslime: Er meinte uns
AP

Wer Muslime nicht mehr als Menschen, sondern nur noch als "die anderen" betrachtet, deren Ermordung als Rache für islamistischen Terror gilt, verrät die Werte des Westens. Ein Plädoyer gegen die Kälte von rechts.

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c.martell 24.03.2019, 06:29
30. Sie und Ich

Zitat von hansfrans79
Sie und ich sind sicher kein wir. Bin daher ist Ihre Aussage hinfällig. Mir sind manche Moslems sicher näher als Christen, manchmal umgekehrt, ich brauche keine Einteilung in Gruppen und Grenzen.
Es ist wahrlich keine Kunst, geistes- oder seelenverwandte Menschen so richtig fest in sein Herz zu schließen.
Da braucht man keine empathische Hochleistung vollbringen.
Das kann; salopp gesagt, ein jeder.
Aber das Eingeständnis, dass es gerade diejenigen sind,
mit denen wir nicht Kommunion feiern, denen wir sogar dauerhaft
fernstehen, deren Musik, Literatur und Religion etc. uns fremd bleibt,
denen gegenüber Toleranz und Dialogbereitschaft aufzubringen
das ist eine Leistung die sich sehen lassen kann.
Dass auch Sie einer Gruppe angehören, wird übrigens aus
ihrer Entgegnung ziemlich ersichtlich.
Bleiben wir also seriös.
Dann haben wir eine Chance.
Die und Wir. Und umgekehrt!

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theo.bruederke 24.03.2019, 06:36
31. Thema leider wieder verfehlt

Christchurch hat schreckliches angerichtet, eine abscheuliche und hinterhältige Tat. Deswegen kann man nur wünschen, dass jeder Erschossene in Frieden ruhen mag. Aber dieser Kommentar hat leider mal wieder das Thema verfehlt.. Christchurch als die Früchte rechter Denkensweisen zu sehen ist nichts anderes als faktenwidrige Instrumentalisierung. Denn würde es nach dieser Logik gehen, müsste man auch die Thematik Klimawandel damit verbinden und hinterfragen. Christchurch wurde durch einen psychisch kranken Einzeltäter verübt. Und Christchurch steht tausenden von Attentaten auf nicht-muslimische Menschen weltweit tagtäglich gegenüber. Ja, Christchurch ist etwas Widerliches, aber was Christchurch definitiv nicht tut, ist einem eine wachsende Gefahr von rechts aufzeigen. Die Gefahr sind Artikel wie dieser, die sich inhaltlich nicht auf Fakten sondern nur auf eine Meinung beziehen. Es scheint einem so, als könnte der Kommentator nicht objektiv beurteilen. Mich würde es freuen, wenn islamistische und linke (in DE statistisch doppelt so viele Straftaten wie von Rechtsradikalen im Übrigen) hier mit gleichem Maße debattiert würden. Also lieber Spiegel, wann erscheint ein Artikel zum Thema „Andersgläubige in muslimisch geprägten Gesellschaften“ und wann wird hier debattiert über Linksextremismus ?

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KR-Spiegel 24.03.2019, 06:38
32. Religionsgruppen nicht schützenswert

Schon vor 300 Jahren wurde mit 'Jeder soll nach seiner Facon seelig werden' die Absage gegen Religiongruppen definiert. Auch die Menschenrechte kennen nur Einzelrechte und bei uns sind seit 1919 nur 'Körperschaften öffentlichen Rechts' noch bevorzugt.

Aus deutscher Sicht wurden bei den Anschläge einzelne Menschen getötet und verletzt, die gemeinsam der gleichen Körperschaft angehörten und dadurch Ziel eines Attentäters wurden.
Mit Islam oder anderen Religionen sollte das also kaum etwas zu tun haben. Es hätte auch die Versammlung eines Automobilclubs treffen können.

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syt 24.03.2019, 07:37
33. Jeder von uns,kann

sich entscheiden,ob er für gutes ,der Mitmenschlichkeit steht,oder ob er das böse in uns ,auslebt ! Jeder von uns,könnte auch versuchen,schlechte Gedanden,die er hat ,oder aneren gegen über ,in positive zu Formen ! Das ist nicht leicht,aber es geht !

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beatkn 24.03.2019, 08:04
34. Von sachgrundloser Anlassgesetzgebung geblendet?

Zitat von briefzentrum
" Die neuseeländische Regierung hat die einzig richtige Lehre gezogen und halbautomatische Waffen aus dem Verkehr gezogen. "
Ist angesichts des vollumfänglichen Vorliegens der Deliktdokumentation eine bemerkenswerte Feststellung denn diese Normänderung ist absehbar mit keinem Sicherheitsgewinn verbunden. Im Prinzip belegt das der Film, ist aber in der europäischen "Amok"-Forschung seit 2014/15 bekannt, tatsächlich ohne das diese Informationen den Weg in eine weitere Öffentlichkeit gefunden hätten.

www.jura.uni-koeln.de/sites/kriminologie2015/Diverse/KrimG_Programm_Panels_Stand_07.09.2015.pdf&usg=AOv Vaw37QVxVHSlXDlCQjpce1H59

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Tacitus73 24.03.2019, 08:41
35.

Grundsätzlich ist das ja alles richtig. Eins ist aber absurd: der rechte Terror prägt wohl kaum unsere Gegenwart. Wie viele rechte Terroranschläge gab es denn wohl in den vergangenen Jahren gegenüber islamistisch motivierten Terroranschlägen? Wie kann man letztere in dieser Weise verharmlosen? Wie blind auf einem Auge muss man dafür sein? Gerade jetzt wurde in Deutschland wieder ein größerer Anschlag verhindert! Zudem ist die Spaltung nun einmal da, es herrscht gegenseitiges Misstrauen bis hin zu Angst voreinander. Und diese Spaltung entsteht nicht nur durch rechte Demagogen, sie ist besonders durch islamistische Terroranschläge und die meist nur sehr maue Reaktion von Muslimen darauf befördert worden. Immer wieder wurde sich empört: "Was habe ich mit diesem Terror zu tun?" Kaum eine Demo mit nennenswerter Teilnehmerzahl gegen die vom Weg abgekommenen Glaubensbrüder, die das Töten von "Ungläubigen" fordern und durchführen. Ich kann mich auch an keine Geste der Solidarität erinnern, die der von der neuseeländischen Regierungschefin nahe gekommen wäre. Es geht nicht darum, dass man persönlich verantwortlich ist: aber wäre ich muslimisch, hätte ich einfach das Bedürfnis öffentlich zu sagen: "Nicht in meinem Namen und nicht im Namen des Islam!" Dass das kaum erfolgte, hat das Misstrauen gegenüber dem Islam und seiner Friedensabsicht weiter gefördert. Um Gräben zu überwinden müssen beide Seiten etwas tun. Ja, die Einheimischen sollten etwas für Muslime tun, genau die Dinge, die der Autor aufzählt, ich würde aber noch ergänzen: staatliche Förderung des liberalen Islam und liberaler Moscheen! Und Muslime müssen ihrerseits begreifen, dass sie sich hier ganz klar für die Trennung von Staat und Religion und für die westliche Vorstellung von Menschenrechten entscheiden müssen.

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DJ Doena 24.03.2019, 08:47
36.

Zitat von Stäffelesrutscher
2. Was das Grundgesetz angeht: »Von Christus ist in diesem Text nicht die Rede,« - aber von seinem »Vater«, gleich im sechsten Wort des Textes: »Im Bewußtsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen ...« - das ist nicht Allah, nicht Vishnu, nicht das Spaghettimonster, sondern es ist der Typ aus dem Alten Testament.
Nur mal so für die Statistik: der Typ aus dem alten Testament ist sowohl Gott als auch Allah (als auch Jahwe). "Allah" ist arabisch für Gott, so wie "God" englisch für Gott ist. Judentum, Christentum und Islam sind in dieser Alters-Reihenfolge alles abrahamische Religionen.

Nur die Spielregeln, die Gott uns angeblich auferlegt hat, werden von den sterblichen Interpretern anders ausgelegt.

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Little_Nemo 24.03.2019, 09:29
37. Hilflose Relativierungsversuche von Rechts

Zitat von theo.bruederke
Christchurch hat schreckliches angerichtet, eine abscheuliche und hinterhältige Tat. Deswegen kann man nur wünschen, dass jeder Erschossene in Frieden ruhen mag. Aber dieser Kommentar hat leider mal wieder das Thema verfehlt.. Christchurch als die Früchte rechter Denkensweisen zu sehen ist nichts anderes als faktenwidrige Instrumentalisierung. Denn würde es nach dieser Logik gehen, müsste man auch die Thematik Klimawandel damit verbinden und hinterfragen. Christchurch wurde durch einen psychisch kranken Einzeltäter verübt. Und Christchurch steht tausenden von Attentaten auf nicht-muslimische Menschen weltweit tagtäglich gegenüber. Ja, Christchurch ist etwas Widerliches, aber was Christchurch definitiv nicht tut, ist einem eine wachsende Gefahr von rechts aufzeigen. Die Gefahr sind Artikel wie dieser, die sich inhaltlich nicht auf Fakten sondern nur auf eine Meinung beziehen. Es scheint einem so, als könnte der Kommentator nicht objektiv beurteilen. Mich würde es freuen, wenn islamistische und linke (in DE statistisch doppelt so viele Straftaten wie von Rechtsradikalen im Übrigen) hier mit gleichem Maße debattiert würden. Also lieber Spiegel, wann erscheint ein Artikel zum Thema „Andersgläubige in muslimisch geprägten Gesellschaften“ und wann wird hier debattiert über Linksextremismus ?
Was Sie dem Autoren hier unterstellen ist genau das, was Sie selbst betreiben. Sie wollen uns einreden, dass der Massenmörder von Christchurch seine Tat begangen hat, weil er geisteskrank, und nicht weil er rechtsradikal verblendet sei. Und sie versuchen es als einen Ausnahmefall darzustellen, der einer Flut von islamistischen (nicht islamischen übrigens) Attentaten gegenüber stehe. Nun gebe ich Ihnen recht, dass es sehr viele, viel zu viele, islamistische Anschläge gibt. Es gab aber auch bereits sehr viele Anschläge von Rechts. Denken Sie z.B. an das Oktoberfest-Attentat von 1980 in München, den Ku Klux Klan, die zahlreichen Brandanschläge auf Flüchtlingsunterkünfte, die NSU-Morde, Breibirne Breivik und diesen Spinner, der in Charlottesville mit seinem Auto in die Menschenmenge gerast ist. Vom Massenmörder-Regime der Nazis im Deutschland der 30er/40er-Jahre, Mussolini, Franco & Co gar nicht zu reden. Um nur ein paar Beispiele zu nennen. Und wenn man schon rechte Massenmorde gegen islamistische aufrechnet, sollte man vielleicht auch nicht unerwähnt lassen, dass amerikanische Drohnen über islamischen Ländern kreisen und immer wieder auch zahlreiche unschuldige Zivilisten töten. Schon seit Obamas Zeiten, unter Trump aber mehr denn je. Nebenbei würde ich auch islamistischen Terror als Gewalt von Rechts einstufen, denn Islamisten sind imgrunde nichts anderes als die Rechtskonservativem des islamischen Kulturkreises und damit quasi das Äquivalent zu den Nazis des Westens. Was Linksextremismus anbelangt, halte linksextremistisch motivierten Massenmord natürlich für ebenso krank und kriminell. Aber wieviele Beispiele für linsextremistisch motivierten Massenmord könnten Sie mir denn nennen?

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Little_Nemo 24.03.2019, 09:40
38. Spaltung im Kopf

Zitat von Tacitus73
Grundsätzlich ist das ja alles richtig. Eins ist aber absurd: der rechte Terror prägt wohl kaum unsere Gegenwart. Wie viele rechte Terroranschläge gab es denn wohl in den vergangenen Jahren gegenüber islamistisch motivierten Terroranschlägen? Wie kann man letztere in dieser Weise verharmlosen? Wie blind auf einem Auge muss man dafür sein? Gerade jetzt wurde in Deutschland wieder ein größerer Anschlag verhindert! Zudem ist die Spaltung nun einmal da, es herrscht gegenseitiges Misstrauen bis hin zu Angst voreinander. Und diese Spaltung entsteht nicht nur durch rechte Demagogen, sie ist besonders durch islamistische Terroranschläge und die meist nur sehr maue Reaktion von Muslimen darauf befördert worden. Immer wieder wurde sich empört: "Was habe ich mit diesem Terror zu tun?" Kaum eine Demo mit nennenswerter Teilnehmerzahl gegen die vom Weg abgekommenen Glaubensbrüder, die das Töten von "Ungläubigen" fordern und durchführen. Ich kann mich auch an keine Geste der Solidarität erinnern, die der von der neuseeländischen Regierungschefin nahe gekommen wäre. Es geht nicht darum, dass man persönlich verantwortlich ist: aber wäre ich muslimisch, hätte ich einfach das Bedürfnis öffentlich zu sagen: "Nicht in meinem Namen und nicht im Namen des Islam!" Dass das kaum erfolgte, hat das Misstrauen gegenüber dem Islam und seiner Friedensabsicht weiter gefördert. Um Gräben zu überwinden müssen beide Seiten etwas tun. Ja, die Einheimischen sollten etwas für Muslime tun, genau die Dinge, die der Autor aufzählt, ich würde aber noch ergänzen: staatliche Förderung des liberalen Islam und liberaler Moscheen! Und Muslime müssen ihrerseits begreifen, dass sie sich hier ganz klar für die Trennung von Staat und Religion und für die westliche Vorstellung von Menschenrechten entscheiden müssen.
Wieviele islamistische Terroranschläge gab es denn faktisch in Deutschland? Und warum erwähnen Sie, dass gerade ein "größerer Anschlag" verhindert worden ist, während Sie z.B. die NSU-Morde, Anschläge auf Flüchtlingsheime und den Mörder vom Münchener Einkaufszentrum gar nicht auf dem Schirm haben, die übrigens nicht verhindert wurden? Wo waren die Demos der extremen Rechten, ja selbst der angeblich so demokratischen AfDler und Pegidas gegen den NSU-Terror?

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Marvel Master 24.03.2019, 10:05
39.

ich frage mich manchmal was die Menschen erwarten. Wer diese Zustände von unterschiedlichen Ethnien oder Denkweisen bzgl. Religion zusammen mischt, bekommt am Ende so ein Endresultat. Und anstatt da mal gegenzusteuern, macht man genau das Gegenteil.
Das in den USA heute der Rassismus noch an der Tagesordnung ist liegt daran, dass man vor 300 Jahren die Schwarzen als Sklaven ins Land geholt hat und die sich nun frei bewegen können. Und das wird einigen Leuten (ca 30% ? ) weder jetzt noch in Zukunft gefallen.

Und anstatt aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen, macht man exakt das selbe heute mit den Südamerikanern und macht damit ein weiteres Fass auf.

Exakt das selbe in Europa, speziell Deutschland. Glaubt doch keiner, dass das es in den nächsten Jahrhunderten hier friedlich bleiben wird. Eine Gesellschaft, die aus unterschiedlichen Ansichten und Aussehen besteht, hat immer Konfliktpotential. Die Armutsmigranten werden in D. in Ghettos leben, während die weiße Elite das Land steuern wird. Siehe USA. So wird das auch hier kommen.

Komplett anders machen es die Japaner. Da gab es nie und wird es vermutlich nie andere Menschen geben als die Japaner. Die Folge ist, dass es dort keine Terroranschläge geben wird. Kriminalität, Vermüllung von Parks, etc. ist dort auch wesentlich weniger ausgeprägt.

Mir persönlich ist echt nicht klar, warum dass den Menschen nicht einleuchten will.

VG

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