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Rechtes Denken: Deutschland sucht den Superpopulisten
DPA

Populismus ist kein rhetorisches Stilmittel, sondern eine Ideologie. Sie erzählt das Märchen vom bedrohten "Volk", dem nur noch einer helfen kann: der Messias.

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Kalif78 09.02.2019, 17:54
110. Bewerbung zum Kolumnisten

Nach dem Trauerartikel, ohne jegliche recherche sinnhaft klingende Sätze in die Tasten zu kloppen kann ich auch und ich bin bestimmt noch günstiger( billig is aldi). Alleine der Witz, Ismen als schlecht darzustellen ist schon die rote Karte.Denn auch Demokratie ist eine Ideologie.Ihr Text Idioti!
Populismus, einmal in meine Suchmaschine eingetippt, und siehe da:
"Laut Duden ist Populismus eine "von Opportunismus geprägte, volksnahe, oft demagogische Politik, die das Ziel hat, durch Dramatisierung der politischen Lage die Gunst der Massen (...) zu gewinnen". Das Erfolgsrezept von Populisten scheint auf einer kurzen Formel zu basieren: einfache Antworten auf schwierige Fragen geben.

Strittig ist, ob Populismus per se eine Gefahr für demokratische Systeme ist oder – einem Seismografen gleich – auf vernachlässigte Probleme hinweist. Es gilt, eine Debattenkultur zu etablieren, in der alle Herausforderungen und Probleme in einer Gesellschaft zwar benannt werden können, dies aber unaufgeregt und differenziert statt diffamierend und verkürzt. Die Grenzen des Diskurses liegen in der Würde des Anderen."
Sie haben in ihrem Artikel die Grenze des Diskurses einer guten Auseinandersetzung klar verfehlt.
Schon mal gehört:"Der Disput tut gut" , nur gehört diffarmierung nicht dazu sondern Argumente und da war nüx in ihrem Gedöns.

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skunkfunk 09.02.2019, 17:55
111. Ein Satz

der eigentlich alles über die Autorin sagt: „Das passt zur AfD: Für ihre Anhänger sind alle, die nicht auf ihrer Seite stehen, Volksverräter, die die deutsche Nation auflösen und deutsche Traditionen vernichten wollen.“ Über eine solches Maß an Schwarz-Weiß-Logik kann ich nur denn Kopf schütteln. Ich halte die Autorin für genau so vernagelt wie Herrn Höcke, ideologisch verbohrt, nur halt am anderen Ende der politischen Skala. Wir brauchen weniger von diesen Scharfmachern.

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DietrichHorstmann 09.02.2019, 18:01
112. Auf Zeit gewählte Regierungen sind nicht das "Volk"

Sie vertreten auf Zeit die Interessen der jeweiligen Mehrheit im Volk. Merkel ist nicht Deutschland, Erdogan nicht die Türkei, Macron nicht Frankreich und Trump nicht die USA. Sie fühlen sich so und wissen medial solchen Eindruck zu vermitteln. Die jeweiligen Staatsangehörigen sind oft mehrheitlich ganz anderer Meinung wie z.B. bei Kriegseinsätzen. "Frankreich" reagiert nicht auf einen Besuch eines italienischen Ministers bei den Gelben Westen, sondern die Regierung Macrons. Was die Franzosen darüber denken, können nur Umfragen feststellen. Diese Vereinnahmungen ärgern mich immer wieder, vor allem, wenn da von "uns" die Rede ist, wie bei "uns" in "Deutschland" gehe es doch gut. Repräsentation ist demokratisch sehr sinnvoll, aber es bedeutet keine totale Identität.

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Bruno Bug 09.02.2019, 18:02
113. Unredlich

Was hat Popuslismus mit Rechts zu tun? Gar nichts, denn Populismus gibt es überall. Einschmeicheln mit Übertreibungen, Unredlichkeit und selektive Wahrheiten, unpräzise wenn es einem nützt, glatte Lügen, Manipulation usw gibt es links wie rechts, oben und unten. Wer jetzt Populismus zum Alleinstellungsmerkmal der Rechten erklärt und Linke damit automatisch davon freispricht, übt sich in nichts Anderem als: Populismus.

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Tacitus73 09.02.2019, 18:03
114. Danke!

Zitat von Jasro
"Demokratie" heißt jedenfalls NICHT, dass dem Volk "Kröten" gegeben werden, die es zu schlucken hat, nach dem Motto: Euroeinführung​, Eurorettung, millionenfache Aufnahme von angeblichen Flüchtlingen ohne zumindest Prüfung von deren Identität und Herkunft, da HAT man für zu sein, das ist "alternativlos". Da DARF man nichts gegen sagen, weder auf Demos, noch im Internet, das wäre "Hetze", noch darf man irgendeine entsprechende Partei wählen, die das ablehnt, weil das letzten Endes immer auf "Nazi" hinausläuft, und Volksabstimmungen bzw. Referenden, wie in der Schweiz, aber auch in Dänemark oder Grossbritannien, die darf es schon mal gar nicht geben, weil direkte Demokratie ist ja so "gefährlich", Demokratie "darf" nur parlamentarisch sein - und selbst da "darf" man dann nur bestimmte Parteien wählen. Egal, was man von Alexander Gauland und Björn Höcke hält, SO geht's jedenfalls auch nicht!
Danke für Ihren Beitrag - Sie bringen es auf den Punkt! Die selbsternannten Demokratieverteidiger gegen rechts haben ja prinzipiell ein richtiges Anliegen, verstehen aber die Lehre aus der Geschichte falsch. Demokratie und Freiheit kann man nämlich nicht mit undemokratischen Mitteln erhalten. Diese Leute merken offenbar gar nicht, dass sie in vielen Fällen selbst gegen demokratische Prinzipien verstoßen. Alternativlosigkeit kann es in einer Demokratie nämlich nicht geben, das ist ein Kernwiderspruch in sich! Auch gibt es für keine Seite eine Deutungs- und Meinungshoheit. Exklusion des politischen Gegners in allen skurrilen Formen statt argumentativer Auseinandersetzung ist ebenfalls kein Grundpfeiler der Demokratie. Meinungsfreiheit nur für die, die im Großen und Ganzen der gleichen Meinung sind wie man selbst, ist es ebenfalls nicht! Es geht mir gar nicht darum, AfD und Pegida als harmlos hinzustellen; das Problem ist nur, die Gegenseite kommt mir inzwischen auch nicht mehr harmlos vor.

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prologo 09.02.2019, 18:04
115. Populismus ist eine politische Waffe

Zitat von Tacitus73
Mag sein, dass Populismus eine Ideologie ist, obwohl ich finde, dass der Vorwurf, Populist zu sein, inzwischen inflationär genutzt wird, um z.B. migrationskritische Meinungen von vornherein zu diskreditieren, damit man sich mit ihnen nicht argumentativ auseinandersetzen muss. "Populisten" sind immer die Leute im rechten politischen Spektrum- die anderen natürlich nicht. Daran habe ich berechtigte Zweifel! Sie schreiben über Populisten: "Sie allein vertreten ,das Volk'. Sie und ihre Anhänger sind immer die Guten und immer die Opfer. ALLE anderen sind böse, korrupt und gefährlich". Das trifft aber nicht nur auf Leute bei AfD und Pegida zu, sondern auch auf die Gegenseite, die lange nur ein uneingeschränktes "ja" zur ,Willkommenskultur' akzeptiert hat: alles andere war böse, menschenfeindlich, rechtsextrem. Auch diese Leute nahmen für sich in Anspruch, für die gesamte Bevölkerung zu sprechen, zumindest wähnte man sich in einer deutlichen Mehrheit. Und im Begriff "Kosmopolitismus" finden wir auch den "ismus" wieder. Keine Frage: Wir haben es mit einer Rückkehr der Ideologien zu tun. Auch auf der vermeintlich "guten" und "richtigen" Seite. Und zwar erheblich!
Aber Populismus ensteht nur aus Unzufriedenheit und Ungerechtigkeit von Politik dem Volke gegenüber. Und genau die AfD ist aus diesen Gründen entstanden.

Anstatt dass die verantwortlichen Politiker dann ihre Politik verändern, die Ungerechtigkeiten abstellen, und für Zufriedenheit des Volkes sorgen, verteufeln sie die Populisten, die genau diese Schwäche der Politik ausnützen.

Zusammengefasst kann man sagen, je ungerechter die Politik gegenüber dem Volk ist, umso größer sind die Chancen, für solche Populisten, die Namen möchte ich nicht mehr nennen, denn diese haben in der Folge dann die Millionen Toten zu verantworten.

Also müssen die Verantwortlichen, gewählten Politiker ihre Politik so gestalten, dass das Volk zufrieden ist. Dann gibt es auch keine Populisten.

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DadaSiggi 09.02.2019, 18:06
116. Oder, man dreht die Medaille einfach mal um

Populismus erzählt das Märchen der bedrohten „Welt", dem nur noch einer helfen kann: der Messias. Aber wer spielt den gesalbten Erlöser in Deutschland? Robert Habeck? Vielleicht – aber vielleicht ist er auch nur Platzhalter, bis der wahre Messias eines fundamentalistischen Protestantismus übernimmt: Annalena. Falls das passiert, sehnen wir uns vermutlich noch nach den kuscheligen Zeiten eines "Mit Verlaub, Sie sind ein Arschloch“- Joschka zurück.

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kuschl 09.02.2019, 18:06
117. Alles eine Frage des Blickwinkels Frau Ataman

Als ich Ende des letzten Jahres über die mit LKW Pollern und schwer bewaffneter Polizei gesicherten Weihnachtsmärkte ging und den aussichtslosen Kampf der Sicherheitsbehörden gegen kriminelle türkisch arabische Großclans mit Menschenhandel, Drogenhandel und Prostitution zur Kenntnis nehmen musste, wurde mir klar, Frau Ataman, dass der wichtigste Kampf hier im Land, der Kampf gegen den Rechtspopulismus ist.

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ayberger 09.02.2019, 18:07
118. Aha, es gibt keine deutsche Kultur und auch kein deutsches Volk,

dann können wir Ureinwohner ja beruhigt und komplett abtreten und das so freigewordene Gebiet von rd. 350.000 qkm = ein wirklicher Fliegenschiß auf der Weltkarte zur freien Besiedlung für Interessenten aus aller Welt freigeben, man darf gespannt sein, wer dann alles hereinströmen möchte, wenn jene "Urdeutschen" nicht mehr anwesend sind, die mit ihrem Fleiß das Leben hier so frei und sozial abgesichert geschaffen haben ...

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MtSchiara 09.02.2019, 18:07
119. Gottesbegriff

Zitat von hopfenundmalzverloren
Die entscheidenden Worte haben Sie genannt: "der über das eigene Verständnis hinausgeht". ich beschäftige mich mit Religionen aus einem ganz anderen Gesichtspunkt heraus, und zwar bezüglich lernender autonomer Maschinen. Für mich ergibt sich dabei die Frage, ob es sinnvoll ist, diesen Maschinen einen Gottesbegriff so einzugeben, dass sie ihn nicht abschütteln können. Diese Maschinen sollen ja dem Menschen dienen, aber ihn nicht bevormunden, also muss man so etwas irgendwie verhindern. Ein Gottesbegriff könnte diesbezüglich hilfreich sein. Interessant in dem Zusammenhang ist auch, dass sich offensichtlich alle bekannten frühen Völker zu irgend einer Religion bekannt haben. Abgesehen von organisierter Religion, bei der Macht und Struktur auch eine Rolle spielt, sowie die Organisation des Zusammenlebens, bleibt doch die Frage, wieso das unabhängig voneinander geschah. Eine nicht unwahrscheinliche Erklärung dafür könnte in der Strukturierung de Denkens von Wesen liegen, die so etwas, wie ein Bewusstsein entwickelt haben, welches ja offensichtlich ein Weltmodell beinhaltet, aufgrund dessen man plant. Planung benutzt zwar oft nur Korrelationen (~Voraburteile), braucht jedoch Kausalität. Damit landet man bei dem bekannten Vater-Sohn-Spielchen bezüglich Fragen und Antworten. Irgendwann einmal weiss man diesbezüglich nicht weiter, ist also mit Dingen konfrontiert, die man zumindest zu diesem Zeitpunkt nicht versteht. Um dem eine Basis zu setzen, hilft selbstverständlich die Annahme von Göttern, die für diese Basis verantwortlich sind. Damit löst man vorerst einmal diese Art Probleme.
Ich bin selbst Informatiker. Ein wesentlicher Unterschied zwischen einem Lebewesen und einem Computerprogramm scheint mir zu sein, daß ersteres indeterminiert ist und zweiteres determiniert. Wie sinnvoll soll ein Gottesbegriff sein für ein determiniertes bewußtseinsloses Objekt? Aber als Informatiker hat man natürlich die Freiheit, Klassen, Objekte, Variablen und Funktionen nach eigenem Ermessen zu benennen, solange man sich an diesbezügliche Firmenvorgaben hält.

Der Hinweis auf Gott ist für mich das Bewußtsein. Wie können zum Beispiel elektrochemische Prozesse in einem Menschen ein bestimmtes Erleben auslösen oder beeinflussen? Warum genau dieses Erleben? Und warum genau in diesem Menschen? Und warum bleibt dieser Mensch immer in diesem Körper, wenn doch die Atome und Moleküle getauscht werden?

Ein anderer Hinweis sind spirituelle Erfahrungen. Warum ändern manche Menschen vollständig ihre Lebensführung und ihre Werte, die für 15 Minuten klinisch tot waren. Was ist da passiert?

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