Forum: Kultur
Rechtsextremismus: Nehmt die Besorgten endlich ernst!
DPA

Viele Menschen trauen sich nicht einmal mehr mit dem Zug durch ostdeutsche Bundesländer zu fahren - und das nicht erst seit Chemnitz. Hört diesen Menschen endlich zu. Und handelt.

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muellerthomas 28.08.2018, 16:16
100.

Zitat von maschseefest
Vor kurzem las ich, dass die Bevölkerung in Ostdeutschland erstmals seit Jahrzehnten wieder ansteigt.
In Sachsen offenbar nicht:
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/155167/umfrage/entwicklung-der-bevoelkerung-von-sachsen-seit-1961/

Thüringen auch nicht:
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/155172/umfrage/entwicklung-der-bevoelkerung-von-thueringen-seit-1961/

Und Sachsen-Anhalt auch nicht:
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/155169/umfrage/entwicklung-der-bevoelkerung-von-sachsen-anhalt-seit-1961/

McPomm ebensowenig:
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/155151/umfrage/entwicklung-der-bevoelkerung-von-mecklenburg-vorpommern-seit-1961/

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biesi61 28.08.2018, 16:16
101. Es tut richtig gut, so viel Vernunft zu lesen!

Frau Stokowski, vielen, vielen Dank dafür! Traurig, dass im Forum sofort wieder einige rassistische Relativierer ihr verlogenes Gift ausschütten! Denen scheinen zwei Hetzjagden gegen völlig friedliche Mitbürger an zwei aufeinanderfolgenden Tagen in einer sächsischen Großstadt immer noch nicht zu reichen. Dieses Pack ist genau so widerlich wie die rassistischen Schlägerbanden von Chemitz! Ich bin sicher, dass das vorangegangene Tötungsverbrechen wie alle anderen in Deutschland auch von unseren Behörden vernünftig aufgeklärt werden wird und dass alle Schuldigen ihre gerechte Strafe bekommen - ohne Selbstjustiz und ohne rassistische Exzesse. Meine Trauer um den getöteten Mitbürger ist groß, mein Mitgefühl für die Angehörigen ebenso. Aber eine Rechtfertigung für rassistische Pogrome, für Hetze gegen Flüchtlinge, für das Verbreiten von Lügen und das Schüren von Vorurteilen ergibt sich daraus nicht!

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Fuxx81 28.08.2018, 16:16
102. Einserseits ja, andererseits jedoch...

Zitat von
Allein, dann könnte man auch einen Boxsack nehmen.
Haben diese Leute bestimmt schon probiert. Hat aber nicht funktioniert...
Mal ernsthaft: ein paar gewalttätige Idioten gibt es immer. Ein Problem werden die aber erst, wenn sie von größeren Teilen der Gesellschaft akzeptiert werden oder sogar Rückendeckung kriegen. Ich behaupte einfach mal, die Sachsen würden Zuwanderern wesentlich aufgeschlossener und rechtsradikalem Gedankengut wesentlich ablehender gegenüberstehen, wenn sie nicht großflächig vom sozialen Abstieg bedroht wären und es genug für alle gäbe...

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P.Delalande 28.08.2018, 16:16
103.

Zitat von Stefnix
Die gesamte Gesellschaft wird in der Tat bedroht. Durch rückständige, gewalttätige Kulturen, die ungehindert seit Jahren hunderttausendfach nach ......
Ist das so? Auch für Sie noch einmal das Zitat aus einem Artikel des "Tagesspiegel":
"Tagesspiegel-Liste Anlass der Untersuchung
Das Landeskriminalamt übernahm das Ergebnis und unterrichtete das Bundeskriminalamt, das die Regierung informierte. Anlass der Untersuchung in Berlin war eine 2000 begonnene Langzeitrecherche des Tagesspiegels, die eine bundesweit erheblich höhere Zahl der Todesopfer seit der Wiedervereinigung ergibt als die offizielle Bilanz; nämlich mindestens 150 Tote seit dem 3. Oktober 1990."

Die Gesellschaft wird in der Tat bedroht, nur kommt diese Bedrohung eindeutig von Rechts, die Täter sind Rassisten und Neonazis.

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spon-48b-9edr 28.08.2018, 16:17
104.

Es sind Menschen, die begründete Angst haben, wenn sie hören, dass wieder "Deutschland den Deutschen, Ausländer raus!" skandiert wird, wenn sie im Fernsehen den Hitlergruß in Farbe sehen und auf ihrer inneren Landkarte wieder einen Bereich als No-go-Area markieren.Diesem Zitat stimme ich zu.
-Jedoch sollte man auch die Ängste der Bürger ernst nehmen die einfach angst vor Überfremdung haben, um dies auf einen Punkt zu bringen. Da haben die Parteien versagt. Besonders die CDU hat rechts ein Feld geräumt was nun gerne die AfD ausfüllt. Nicht jeder dieser besorgten Bürger die ich hier meine sind Rechte. Sie fühlen sich allein gelassen. Und einfach sagen sie seien zu doof und verstünden es nicht, bringt es auch nicht weiter.

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benuron 28.08.2018, 16:17
105. Nee, Angst hab ich echt keine

Ich bin groß und stark, blond und blauäugig. Ich seh aus, als "käm ich grad vom Turnen mit der HJ". Ich will trotzdem nicht nach Sachsen, oder Thüringen oder Brandenburg. Wie mir geht es viel zu vielen. Da geht's nicht um Angst, sondern einfach darum, dass man sich mit und bei den Nazis einfach nicht wohlfühlen kann. Ich fahr aber doch nicht absichtlich irgendwo hin, wo ich mich nicht wohl fühle. Das wär ja behämmert. Und deshalb hängen sich diese Bundesländer mit ihren lippenbekennenden, aber untätigen Ministerpräsidenten schön und zuverlässig immer weiter selbst ab. Die Schuld geben sie natürlich trotzdem immer jemand anderem, das ist so bei dummen Menschen. Vielleicht könnten wir ja ein einziges Nazibundesland ausgliedern, da können dann alle mit steifem rechten Arm hinziehen. Nehmen wir Sachsen, der Einfachheit halber. Oder Brandenburg. Ist eigentlich egal. Mal sehn, wie lange es den AfD-Wählern dort dann wirklich gefällt, ohne Ausländer, aber ausschließlich umgeben von gleichgesinnten Idioten.

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divStar 28.08.2018, 16:17
106. Bitte... das ist lächerlich...

.. JA - es gibt in Deutschland ein Problem von rechts. Aber so schlimm ist es erst geworden seit dem Merkel unkontrolliert Flüchtlinge ins Land lässt.
Ich hätte in einem Zug, in dem vorwiegend Flüchtlingsgruppen sitzen, auch Angst mitzufahren - dabei bin ich ebenfalls mal ein Asylsuchender gewesen. Übrigens würde das auch für eine Gruppe, die man relativ "eindeutig" als rechts ansehen könnte, genau so gelten.

Das Problem sind nicht Migranten per se - ich hatte nämlich so gut wie nie das Gefühl rassistisch angegriffen zu werden (ob verbal oder physisch). Es sind halt oft immer die gleichen Gruppen, die initial für Unruhe sorgen und dann relativ mild davonkommen. Davon haben viele Menschen, die hier geboren sind, die Nase voll. Die Gäste sollten sich wie Gäste benehmen. Und Gäste, die sich nicht zu benehmen wissen, werden rausgeworfen - so ist es in jedem Lokal der Welt. Warum sollte es bei einem Land anders sein?
Ich befürchte, dass Chemnitz erst der Anfang war. Und es herrscherisch - im Merkel-Stil - zu verurteilen ohne dabei die Gegenseite ebenfalls und mindestens genau so in die Pflicht zu nehmen und mit Konsequenzen zu drohen, ist blauäugig und naiv. Solange dies so ist, wird es keine Ruhe geben. Da ist es mir auch vollkommen egal, dass die AfD eigentlich ein sonst mieses Parteiprogramm hat. In Sachen Flüchtlingskrise gibt es politisch keine Alternative (die NPD ist mir viel zu extrem).

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k70-ingo 28.08.2018, 16:17
107.

Zitat von peterpeterweise
Als im Jahr 1989 Menschen in Sachsen auf die Straße gingen, da erschien in der Leipziger Volkszeitung ein Artikel. Darin stand, dass man die Sorgen der Menschen ernst nehmen muss. Doch statt im Artikel nachzufragen, warum sich.....
Also sollte man jetzt den Nazis zuhören?
Warum?

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dirk.resuehr 28.08.2018, 16:17
108. Der falsche Ansatz

Blanken Haß und blanken Unsinn soll man also ernstnehmen, Rassismus dazu als Gewürz, genau das haben uns die Sachsen ständig eingeredet, und daß man mit diesen Menschen sprechen müsse, die nun dummerweise überhaupt nicht zuhören wollen.
Dann machen Sie mal, werte Kommentatorin, reden Sie, versuchen
Sie zu argumentieren. Sie werden nichts erreichen, vielleicht kriegen sie als Gegenargument einen auf die Schnüss. Dann reden wir beide wieder. Der Staat hätte längst seine Macht zeigen müssen, insbesondere die zuständigen Organisationen. Wenn man dagegen jahrelang zukuckt und von der Politik ein lahmes Angebot vom Reden kommt, macht man die dumpfen Brüller stark und ernährt deren Willen zur Gewalt. Voll daneben!

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derkreisel 28.08.2018, 16:18
109. Was soll das gegeneinander aufwiegen?

In einem Rechtsstaat, in dem ja wohl die meisten von uns leben wollen, weil er ja offensichtlich für die allermeisten von uns Freiheit und Rechtssicherheit garantiert, ist es ziemlich egal wer für Straftaten verantwortlich sind. Es gilt sie zu vermeiden und wenn das nicht möglich ist, zu verfolgen und zu verurteilen. Es macht überhaupt keinen Sinn, erst danach zu schauen, ob die Straftat von einem "Deutschen" oder einem "Nicht-Deutschen" begangen wurde. Sippenhaft ist wohl auch keine Lösung. Und ich mag gar keine No Go Area, weder in Marxloh noch in Sachsen...

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