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Rechtsextremismus: Nehmt die Besorgten endlich ernst!
DPA

Viele Menschen trauen sich nicht einmal mehr mit dem Zug durch ostdeutsche Bundesländer zu fahren - und das nicht erst seit Chemnitz. Hört diesen Menschen endlich zu. Und handelt.

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perceval 28.08.2018, 16:18
110. Zweierlei Mass

Es ist nicht wichtig,wer wen getötet hat, denn es wird nur zum Anlass genommen die in vielen ostdeutschen Dumpfschädeln verankerten Fremdenhasstrigger zu bedienen. Wenn das bedauernswerte Opfer von Rico aus Erfurt und Ronny aus Gera erstochen worden wäre, dann wäre kein Schwein auf die Strasse gegangen, aber so wird es als Rechtfertigung für menschenunwürdiges Verhalten genommen, dem man schnell Einhalten gebieten sollte, wenn es sein muss mit Reservaten für - Wut, -Angst und Hass -Sachsen, damit sie dort in Ruhe unter sich leben, saufen und grölen können und keine Fremden um sich haben müssen. Dann muss man sich als normaler Deutscher auch nicht für solche Kreaturen schämen.

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muellerthomas 28.08.2018, 16:18
111.

Zitat von _hinterfragt_
Die Leute im Osten haben keine Angst vor dem Ronny aus dem K-Block. Sie haben Angst vor Zuständen wie in Duisburg Marxloh, in Berlin, in Köln, München etc...
Äh, welche Zustände denn in Köln oder München? Niedrige Arbeitslosigkeit, tolle Lebensqualität, hohe Einkommen?

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interessierter10 28.08.2018, 16:19
112. Diese Verhältnisse sind aber nicht wirklich neu.

Ich hatte schon 2002 ein Jobangebot in Potsdam nicht angenommen, weil mein Sohn dunkle Haare und braune Augen hat und ich nicht wollte, dass er mit einem Arierausweis auf der Stirn zur Schule gehen muss. Ich kenne kaum einen in meinem Bekanntenkreis, der freiwillig in die neuen Bundesländer fährt. Aber dass ist doch schon lange so. Ich verstehe die neuerliche Aufregung nicht.

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seinedurchlaucht 28.08.2018, 16:19
113.

Ich bin oft in Leipzig, das, was die Autorin hier erzählt, kann ich nicht bestätigen. Mich würde interessieren, woher sie diese Informationen hat.

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nascado 28.08.2018, 16:19
114. Es ist mir manchmal peinlich deutscher zu sein

Meine Tochter hat ihren Freund aus Buenos Aires zu Besuch. Der würde mit seinen schwarzen Haaren glatt als Syrer durchgehen. Jetzt wollten die unbedingt eine Reise nach Berlin, Leipzig und Dresden machen. Ich konnte ihm das kaum erklären, dass es dort für ihn gefährlich werden kann. Es ist schon beschämend, dass es soweit gekommen ist. Mir tuen alle anständigen Ossis leid. Ich lebe weit im Westen, in einer Großstadt mit hohem Ausländeranteil aber hier muss keiner Angst haben. Egal ob weiß oder colored.
Wenn sich dann noch die Exekutive nicht eindeutig hinter die Bedrohten stellt und diese schützt, mache ich mir große Sorgen um die Zukunft von Deutschland auf dass ich in den letzten Jahrzehnten im Ausland immer positiv angesprochen wurde.
Die ekelhafte Fratze der Nazi-Hooligans kann uns richtig schaden.

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salomon17 28.08.2018, 16:19
115. Sachsen wäre ein schönes Urlaubsland,

aber ich fahre da nicht mehr hin. Ich fühle mich inzwischen in jedem europäschen Ausland sicherer als in den deutschen Ostblockgebieten. Ich weiß, dass ich damit vielen Ostdeutschen Unrecht tue, aber das ändert nichts an meinen Gefühlen. Nazis machen mir Angst und die rechtsbraun-beka..te Mehr- oder Minderheit, die sie unterstützt und nicht einsehen kann, dass es ein staatliches Gewaltmonopol gibt und es Sache des Staates ist, Kriminalität zu bekämpfen, verzichten sicher gern auf mein Urlaubsgeld. Das trage ich stattdessen nach Spanien, Griechenland oder Kroatien. Dort muss ich nicht damit rechnen, von einem oder mehreren tumben Glatzkopf krankenhausreif geschlagen zu werden, nur weil ich denen vielleicht nicht deutsch genug aussehe.

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freeclimber 28.08.2018, 16:20
116. Hören Sie doch mit diesem Unsinn auf!

Zitat von moritz27
Frau Stokowski, Sie wissen aber schon, wer wen getötet hat? Oder spielt das gar keine Rolle mehr, weil Täter immer nur die Rechten sein können?
Oder wollen Sie damit sagen, dass im Falle von ausländischer Täterschaft eine Lynchjustiz und der Hass und die Jagd auf Unschuldige in Ordnung ist. Denken Sie doch nach, bevor Sie so etwas von sich geben.

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Sportzigarette 28.08.2018, 16:21
117. zu !)

Wir wissen alle, dass dort ein Mensch sein Leben verlor! Aber ist das eine Rechtfertigung für blinden rechten Hass und Jagd auf Ausländer und Andersdenkende? NEIN! Wir leben in einem Rechtsstaat und die Schuldigen werden zur Verantwortung gezogen. Aber Sie wolle nicht ernsthaft verteidigen, was danach geschah? Und das sind nunmal die Rechten!

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swnf 28.08.2018, 16:22
118. Schanze

Zitat von diplpig
Es gibt doch in Deutschland extrem wenige NO-Go-Areas und Ostdeutschland gehölrt sicher nicht dazu. Gut, man sollte am 01. Mai in Hamburg nicht in die Schanze und sollte man sich von einigen Demos und Fußballspielen fernhalten. In der Regel ist aber um die nächste Straßenecke alles friedlich. Die Journaille hält natürlich die Kamera auf den Krawall. Deutschland ist prinzipiell ein sehr sicheres Land - und früher war vieles auch nicht besser. Wegbleiben verstärkt nur die Segregation.
Die Schanze ist aber ein extrem schlechtes Beispiel! Ich wohne nicht weit vom Brennpunkt entfernt und war in den letzten Jahren oft am 1.Mai da. Wenn Sie nicht aussehen wie ein Mülleimer, dann geht dort die größte Gefahr von der Polizei aus, die Sie mit einem der Autonomen verwechseln könnte. Da könnten Sie sich bei der Festnahme durchaus ein paar Knochen brechen!
Bei G20 letztes Jahr war das aber nochmal ein etwas anderes Niveau. Da hätten Sie auch nicht wie ein Schaufenster oder Auto aussehen dürfen, um in Gefahr zu geraten. Die Polizei war aber auch letztes Jahr der größte Risikofaktor für menschliche Gesundheit! Bei G20 bin ich auch zuhause geblieben. Das war zu hart!
Ich möchte an dieser Stelle aber noch klar stellen, dass ich mit den Extremisten, die bei den Krawallen in der Schanze regelmäßig wüten, keinesfalls sympathisiere und das harte Eingreifen der Polizei durchaus begrüße!
Leider gab es dort über die letzten Jahre aber auch eine Entwicklung weg vom politisch linken Protest hin zu völlig unpolitischem (weder links noch rechts) Krawall von hauptsächlich jungen Chaoten aus allen Teilen Europas, die nur kommen, um zu zerstören. Linksextremisten sind aber natürlich immer noch darunter, wenn auch deutlich in der Minderheit!

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adal_ 28.08.2018, 16:22
119. Solche und solche Gewalt

Zitat von raybear
Ganz klar gibt es Gegenden, wo durch Ghettoisierung für „Biodeutsche“ ein Verunsicherungsgefühl entstehen kann...Danke .... Frau Stokowski!
Von Gegenden, wo durch Ghettoisierung für „Biodeutsche“ ein Verunsicherungsgefühl entstehen kann ist in Frau Stokowskis Artikel mit keiner Silbe die Rede. Genausowenig wie von islamistisch motivierter und autonomer Gewalt.

Für Frau Stokowski zählt nur die Angst vor Nazi-Gewalt.
Zornige junge Migranten mit Messern sind einfach nur zornig und jung. Hat mit Integrationsproblematik rein gar nix zu tun und wenn, dann ist die Mehrheitsgesellschaft an den Integrationsproblemen schuld. So einfach ist das.

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