Forum: Kultur
Rechtsextremismus: Nehmt die Besorgten endlich ernst!
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Viele Menschen trauen sich nicht einmal mehr mit dem Zug durch ostdeutsche Bundesländer zu fahren - und das nicht erst seit Chemnitz. Hört diesen Menschen endlich zu. Und handelt.

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sosj 28.08.2018, 17:26
180. Lichterkette

Am 6. Dezember 1992 gingen in München 400.000 Menschen auf die Stasse um zu zeigen, dass Hass keine Option sein darf - NIEMALS - wir überwältigt ein Teil einer so großen Bewegung zu sein. Einer Bewegung für Solidarität, gegen Fremdenhass.

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frider 28.08.2018, 17:28
181. Einfach nicht mehr hinfahren

Ich bin gerne nach Sachen gefahren und meine Vorfahren kommen aus Oberlungwitz in Sachen. Nach dem Mauerfall habe ich mich gefreut das wir zusammen sind und habe anfangs den anderen Ostdeutschen nicht geglaubt das die Sachen besondere sind und dort viele dunkelbraun denken. Leider hat sich gezeigt daß im Tal der Ahnungslosen braunes, kleingeistiges und ängstlichen sich zum braunen Mob entwickelt. Ich wohne im Raum Köln und gehe auch nach 20 Uhr durch Köln Kalk. Da gibt es gutes Essen. In Dresden würde ich mehrfach dumm angesprochen wenn ich gesagt habe woher ich komme. Ich bin groß, blond und habe blaue Augen. Einen Stiernachweis könnte ich auch herleiten denn der von Mutter und Vater liegen in der Familienkiste. Ich gehe dennoch lieber zum Griechen, Türken oder einem anderen verunglimpften Bevölkerungsstamm der Erde als das ich mich mit Gauland, Höcker oder anderen an den Tisch setze. Solange die Sachsen nicht selbst aufstehen und das Gesindel demokratisch überstimmen sehen die kein Geld mehr von mir.

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charlybird 28.08.2018, 17:28
182. Wenn man das Forum

hier Revue passieren lässt, hat Frau Stokowski offensichtlich in zwei Wespennester gestochen, obwohl sie nur eins gemeint hat, und aus beiden schwirrt jetzt die gesammelte Erfahrung negativer Erlebnisse. Was tun ?
In den Brandecken diverser Großstädte tummelt sich eine Art Gangmob verschiedener Couleur, die sich langweilen und zu allerlei übler Dummheit aufgelegt sind.
Ja, gerne auch Ausländer dabei.
Und speziell in einigen Ostgebieten hat man es mit nationalbefreiten Zonen zu tun, die man nicht sofort als deutsch zu erkennende Person besser meidet, weil dort bestimmte Herrschaften, gerne auch schwer gerstengetränkt, für ''arische Ordnung'' sorgen.
Beides ist nicht ungefährlich, und auch nicht zu unterschätzen.
Feststellen kann man nur, dass eine antisoziale, schwache und zu wirtschaftshörige Politik zu den Missständen geführt hat, die leider die Bürger in bestimmte Ecken treibt.
Nur eines ist dabei eben so sicher wie das Amen in der Kirche, die AfD ist für eine Lösung dieser Probleme da die komplett falsche Adresse.

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belustigter 28.08.2018, 17:32
183. Vorhersehbarer Beitrag

Wenn man Stokowski nicht zum ersten Mal liest, ist der Twist bereits nach der Überschrift zu riechen. Alles weitere ist genauso belanglos wie ihre anderen Kolumnen. Aber sie polarisiert zuverlässig und sorgt für reichlich Forenbeiträge. Diese fallen dann auch erwartbar aus. Viel Ost Bashing, etwas Gegenwehr, gelegentlich moderate, nachdenkliche Kommentare, die aber vollständig ignoriert werden.

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jawaba 28.08.2018, 17:33
184. D

Besorgte ernstnehmen bedeutet, die Sorge zu verstehen. Und hier ist das Problem: deren Sorge ist rational für den Bildungsbürger nicht verständlich, da die Sorge aus eus einer irrationalen Angst gespeist wird, die sich in Benachteiligung äußert, worauf die Lösungsstrategie eben Ausgrenzung. In Sachsen gibt es eklatantes Bildungsproblem, der Mob ist faktisch unfähig weder das Problem zu artikulieren noch die eigentliche Forderung - jenseits des Rassismus - zu beschreiben. Man steht daneben, und vermutet, dass Sachsen bis heute die westliche durch Werte und Glaube relativ gesteuerte Gesellschaft nicht versteht

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luhmennmerit 28.08.2018, 17:34
185.

Vielen Dank für den gelungenen Beitrag der dank intelligenter Aufmachung die richtigen Leser anlockt!! Ich sprach erst heute mit einer Freundin, die Angst hat, mit ihrem dunkelhäutigen Lebensgefährten und Kind ihre Familie in Dresden zu besuchen, weil sie Pöbeleien und Schlimmeres fürchtet - leider absolut zu Recht.

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ktomy69 28.08.2018, 17:34
186. Wo bleibt die Zivilkorage

Ich habe, zumindest in Dresden, einige Kollegen die leider nur wegschauen wenn es um Ihr Sachsen geht in dem sie so gerne leben. Ich selbst komme aus Mannheim und ich habe keine Probleme in irgend eine Ecke von dort zu gehen. In meiner Jugend habe ich sowohl von "Ausländern" aber auch von "Inländern" Anfeindungen erlebt aber auch das war kein Problem, ich konnte diesen aus dem Weg gehen. Wenn aber so ein permanentes und feindseliges Verhalten einer Gruppe auftauchen würde, ich wäre auf der Strasse und friedlich dagegen Demonstrieren. Die PEGIDA würde an ihren Montagsveranstalltungen in Dresden schon mal dumm aus der Wäsche kucken wenn 2000 Gegendemonstranten verbal dagegen halten würden. Warum schafft man das in Dresden zum Beispiel nicht, wenn die Mehrheit doch scheinbar gegen diese "Aufmärsche" ist. Jeden Montag sollte doch auch für die "Mehrheit" drin liegen, wenn sie das schöne Dresden und auch andere Orte in Sachsen verteidigen wollen. Ich würde das für meine Heimat tun.

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wasistdalos 28.08.2018, 17:34
187. Leider versagt auch die deutsche Justiz

Wenn Übergriffe, egal, von welcher Seite, mit der nötigen gerichtlichen Härte geahndet würden, wäre es wohl auch ruhiger in unserem Land. Die Polizisten, die ihre Arbeit machen und den Übeltäter dem Gericht übergeben, sehen diesen allzuoft am nächsten Tag wieder in der Innenstadt.

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spon-facebook-587968914 28.08.2018, 17:36
188.

@petrapanther:
Mir sind Begriffe wie Überfremdung etc. auch total fern und ich wünsche mir nichts mehr als eine offene, friedliche Gesellschaft, in der alle Menschen gut miteinander auskommen, egal welchen Geschlechts, Herkunft etc.

Ich glaube aber, dass Sie das Gegenteil Ihres Ziels erreichen, wenn Sie Rechtsradikalen nahelegen, auszuwandern und es Ihnen "sch..egal" ist, was diese denken. Drehen Sie es doch einmal um: Würde man Ihnen eine Auswanderung von rechter Seite nahelegen, dann würden Sie sich doch auch denken "Jetzt kämpfe ich erst recht!" (Mir jedenfalls würde es so gehen!). Und genauso führt Ihr Verhalten auf der anderen Seite auch zu noch mehr Gegendruck. Was gewinnen Sie und ich dadurch, wenn die Front unserer Gegner verhärtet und schließt?

Sie und ich werden leben müssen mit Menschen am rechten Rand und dahinter. Die werden genauso wenig auswandern wie Sie oder ich. Wenn es uns ernst ist mit Frieden und dem Kampf gegen Rechts und für unsere Demokratie - dann müssen wir mit diesen Menschen sprechen und ihre Herzen und Hirne erreichen und erobern. Oder kann man Ihre Einstellung ändern, ohne Sie emotional oder argumentativ zu "catchen"?

Ich weiß, das klingt wenig heroisch - mit Menschen zu sprechen, die man so gar nicht mag. Aber wer hat eigentlich gesagt, dass Demokratie heroisch ist? Weimar ist zugrunde gegangen, weil man nicht mehr miteinander gesprochen hat, sondern sich stattdessen nur noch auf der Straße geprügelt. Das schien den Menschen heroisch, genutzt hat es rein gar nichts. Unterschätzen Sie nicht, wieviele Menschen sich dann am Ende einfach nur noch Ruhe wünschen - und dann ist es ganz schnell vorbei mit unserer Freiheit.

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jutta_weise 28.08.2018, 17:38
189.

Zitat von Fuxx81
Haben diese Leute bestimmt schon probiert. Hat aber nicht funktioniert... Mal ernsthaft: ein paar gewalttätige Idioten gibt es immer. Ein Problem werden die aber erst, wenn sie von größeren Teilen der Gesellschaft akzeptiert werden oder sogar Rückendeckung kriegen. Ich behaupte einfach mal, die Sachsen würden Zuwanderern wesentlich aufgeschlossener und rechtsradikalem Gedankengut wesentlich ablehender gegenüberstehen, wenn sie nicht großflächig vom sozialen Abstieg bedroht wären und es genug für alle gäbe...
Sie haben Recht. Weite Teile des Ostens stehen bei den Politikern aus Berlin auf dem Nebengleis, sie hat gänzlich versagt. Die blühenden Landschaften haben sie zwar bekommen, in Form von niegelnagelneuen verputzten Häusern, Einkaufsstraßen und Centren. Nur wie sieht es mit dem Übrigen aus? Es gibt immer gute Erklärungen für Extremismus jeglicher Art. Speziell für Jugendliche sind Perspektivlosigkeit und Arbeitslosigkeit der ideale Nährboden um sich extremen Strömungen anzuschließen. Da gibt es ein paar Hardcore-Nazis die diese Jugendlichen dann verführen und ihnen das Gehirn waschen. Bei den Älteren, denen es nicht so gut geht, gibt es die Nostalgie zur alten DDR, weil es ihnen, aus der Erinnerung heraus, damals besser ging. Vor allem das Zusammengehörigkeitsgefühl ist weggebrochen, so dass sie sich wahrscheinlich oft heimatlos und auch betrogen fühlen. Ich kann das alles irgendwie nachempfinden. Ich stimme daher Ihrer Analyse zu.

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