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Rechtspopulismus: Demokratie ist nichts für dressierte Hamster
DPA

Wozu wählen? Der Mensch will eine Liege auf Malle und eine harte Hand, die ihn führt. Keine gute Voraussetzung für eine demokratische Gesellschaft.

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nobody_incognito 17.02.2019, 17:34
190.

Zitat von Neandiausdemtal
Es kommt noch soweit, dass ich bei diesem Diskurs meine rationale Intelligenz bemühen muß. Meine emotionale I. sagt mir aber, dass sowas an Wochenenden entbehrlich ist.
Vllt. helfen Ihnen Begriffe wie "Intuition" oder "Instinkt", als Brücke zu Ihrer "emotionalen Intelligenz". Aber stimmt schon, dass der Bewusstseinprozess auch eine Anstrengung bedeutet und sogar (wenn man Glück hat nur vorübergehend) im Wahnsinn enden kann. :-D
Aber eigentlich befinden wir uns sowieso im Zustand eines Wahns bzw. der Illusion. Deshalb haben auch so viele Angst vor Ent-Täuschung, bzw. meist ist die Angst (Emotion^^) selbst nur diffus und unbewusst.

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nobody_incognito 17.02.2019, 17:41
191.

Zitat von Tolotos
In der Schweiz ist schließlich tatsächlich das Volk der Souverän! In Deutschland ist das Volk schlussendlich nur das Mündel seiner Politiker! Natürlich ist es besser als eine Diktatur, wenn das Volk sich alle 4 Jahre seinen Vormund neu wählen kann, aber ein Volk, dass keine konkrete politische Entscheidungen selbst treffen darf, ist sicherlich kein Souverän. Das ist in Deutschland wohl eher die Wirtschaftslobby, denn die hat hier ein ein Recht auf Mitsprache bei allen politischen Entscheidungen. Das Volk, das in der Schweiz das letzte Wort hat, muss in Deutschland bei der konkreten politischen Willensbildung leider draußen bleiben. Ein Mündel seiner politischen Vormunde eben.
Die Schweiz wird in ihrer Bedeutung verkannt. Aber die Geschichte wie sie dahin kam ist auch lustig. Die Schweizer hatten mal den Ruf als unbesiegbar geltende Kämpfer. Und sie konnten sich auf diese oder jene Seite schlagen die dann jeweils immer gewonnen hat. Dann wurde es den anderen zu blöd und die Schweizer wurden zur Neutralität verpflichtet^^, was ja mal so schlecht nicht ist. Die Neutralität ist also nicht unbedingt der eigenen Weisheit geschuldet. (-;

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Neandiausdemtal 17.02.2019, 17:48
192. Utopisch

Zitat von Tolotos
In der Schweiz ist schließlich tatsächlich das Volk der Souverän! In Deutschland ist das Volk schlussendlich nur das Mündel seiner Politiker! Natürlich ist es besser als eine Diktatur, wenn das Volk sich alle 4 Jahre seinen Vormund neu wählen kann, aber ein Volk, dass keine konkrete politische Entscheidungen selbst treffen darf, ist sicherlich kein Souverän. Das ist in Deutschland wohl eher die Wirtschaftslobby, denn die hat hier ein ein Recht auf Mitsprache bei allen politischen Entscheidungen. Das Volk, das in der Schweiz das letzte Wort hat, muss in Deutschland bei der konkreten politischen Willensbildung leider draußen bleiben. Ein Mündel seiner politischen Vormunde eben.
Wenn direkte Demokratie, dann nur mit individuellem IQ- und Bildungsnachweis. Also völlig utopisch. Das Beispiel Brexit ist ja schon mehrfach angeführt worden.

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Rezessionist 17.02.2019, 18:07
193. Demokratie ade

Politische Entscheidungen sind oftmals kompliziert und von vielen Interessen getragen. Da wünscht man sich kluge Entscheider. Wer das nun ist, wenn der Kleine Mann für seine seine kleine Welt einfache Lösungen angeboten bekommt? Es sind immer öfter dumpfe Schreihälse.
Die Informationsquellen sind kurz und einseitig. Die Demokratie steht vor dem Sold Out.

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xxgreenkeeperxx 17.02.2019, 18:08
194. Demokratie ist doch eine feine Sache

also wenn man auch die negativen Entscheidungen die daraus resultieren akzeptiert (siehe Brexit, POTUS, gefühlte ewige Kanzlerschaft usw.) und sich bei falschen Entscheidungen nicht monarchistisch darauf beruft dass nicht sein kann was nicht sein darf. Wofür haben wir sonst ein GG? Demokratie ist nun mal immer nur so gut wie die Menschen, die in ihr Leben. Demokratie ist spannend, weil eben nicht vorhersehbar. Und zur Demokratie gehört für mich die AfD genauso dazu wie die Linke. Die Menschen müssen halt demokratiefähig werden. Das ist ein Lernprozess, der ganz sicher nicht gradlinig verläuft. Einige sind da schon viel weiter und einige werden es wohl nie lernen. Wenn Frau Berg das damit ausdrücken wollte kann ich ihr nur zustimmen.

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toph.353 17.02.2019, 18:27
195. Demokratie-Definition

höchste Zeit Klarheit zu schaffen was mit Demokratie "eigentlich" gemeint ist. Grundsätzlich herrscht die einfache Gleichung "Freiheit=Demokratie=Kapitalismus". Abgesehen von dieser weit verbreiteten - oft unbewusst - Auffassung, ist die Praxis der "westlichen Demokratien" eine Demokratie der Meinung. D.h. es wird im Idealfall politisch das umgesetzt was die Mehrheit will. Diese "Mehrheits-Meinungs-Demokratie" hat ein systemimmanentes Problem, da rein statistisch gesehen die Meinung der Mehrheit mehrheitlich falsch ist, da in einem one man one vote System zwei Idioten mehr Wert haben als ein Genie. (Unter der sicher gerechtfertigten Annahme dass es mehr Idioten gibt als Genies.)
Im Prinzip heisst Demokratie "Herrschaft der Vielen", was zur Zeit als "Herrschaft der Mehrheits_Meinung" verstanden wird. Es ist jedoch ohne weiteres möglich, und auch auesserst angebracht Demokratie als "Herrschaft zum Wohl der Mehrheit" zu verstehen. Mit den modernen Überwachungstechniken laesst sich heute sehr einfach ein Modell zur Steuerung der Gesellschaft zum Wohl der Mehrheit zu entwerfen und anzuwenden. Überwachungsstaat mal positiv gesehen...

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nobody_incognito 17.02.2019, 18:34
196.

Zitat von Rezessionist
Politische Entscheidungen sind oftmals kompliziert und von vielen Interessen getragen. Da wünscht man sich kluge Entscheider. Wer das nun ist, wenn der Kleine Mann für seine seine kleine Welt einfache Lösungen angeboten bekommt? Es sind immer öfter dumpfe Schreihälse. Die Informationsquellen sind kurz und einseitig. Die Demokratie steht vor dem Sold Out.
"Demokratie" wie sie heute praktiziert wird, gilt nur der Legitimation von Macht. Die Probleme und Sachzwänge sind dieselben, egal wer diese Macht ausübt. Früher gab es den Kaiser, Könige und Fürsten und alle haben auch ihre eigenen Süppchen gekocht. Die Interessen des Volkes waren belanglos und sie treten in der Geschichtsschreibung auch nicht auf. Dann gab es die Macht der Geistlichen, bzw. es wurde auch ausgefochten ob nun weltliche Macht das Recht hat die Geistlichen zu bestimmen oder ob die Geistlichen Einfluss auf weltliche Ämter haben. Die Kulmination dieser Streitfrage war der berühmte "Gang nach Canossa". Man stellt sich das monarchistische Mittelalter geordnet vor, aber es war nicht minder chaotisch als das was heute ist und die Welt damals war noch überschaubarer. Dann hat man sich getrennt, weltliche von geistlicher Macht und jede Seite muss schauen wie sie selig wird, die Synthese kann und könnte ja nur der Himmel auf Erden sein.

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