Forum: Kultur
Rechtsstreit: Islamgemeinde verliert gegen Constantin Schreiber
imago/ Christian Ditsch

Der deutsche Journalist Constantin Schreiber äußert sich kritisch über Predigten, die in deutschen Moscheen gehalten werden. Eine Islamgemeinde hat dagegen prozessiert - ohne Erfolg.

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bjbehr 27.04.2017, 16:30
1. Dünnes Eis

Es dürfte eine Frage der Zeit sein, wann er erste Morddrohungen erhält. Ich hoffe jedoch sehr, dass diese ausbleiben - im Sinne aller, vorrangig aber aller hier lebenden Muslime und ihrer Religion.

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Skeptiker99 27.04.2017, 16:45
2. Kritik nicht nachvollziebar

Kritiker werfen dem Journalisten vor, ein negatives Bild vom Islam zu zeichnen. Er habe sich einseitig auf radikale Prediger fokussiert und Moscheen besucht, die vom Verfassungsschutz beobachtet werden.

Nach eigenen Angaben hat Herr Schreiber 13 Moscheen nach dem Zufallprinzip ausgewählt. Wenn darunter viele sind, die vom Verfassungsschutz beobachtet werden und in denen radikale Prediger auftreten lässt das nichts gutes über die Moscheen in Deutschland im allgemeinen vermuten.

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egonon 27.04.2017, 16:46
3. Nur gut, dass man die Wahrheit auch heute noch schreiben darf.

Wenn Politik und öffentlich - rechtliches Fernsehen die Augen vor diesem Problem verschliessen oder es totschweigen, ist doch nur den Populisten gedient.

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lemmy 27.04.2017, 16:50
4. Inside Islam

Meiner Meinung nach ein gerechtes Urteil. Ich kann jedem nur die Lektüre des Buches "Inside Islam" empfehlen. Beim lesen fällt man zwar oft vom sprichwörtlichen "Glauben" ab, aber fast kein Deutscher hat einen so guten Einblick in die muslimische Welt wie der junge Constantin Schreiber. Alleine durch seine Sprachkenntnisse hat er schon vor diesem Buch über haarsträubende "Bewegungen" der arabischen/muslimischen Internet-Community berichtet.

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i.dietz 27.04.2017, 16:54
5. Wenn man kritisch über den Islam bzw.

über Muslime berichtet, wird man gleich als "Islamhasser" beschimpft !
Ich bin vor Jahren aus der Kirche ausgetreten und habe diese oft kritisiert. Kein Mensch hat mich deswegen als " christophob" bezeichnet !

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vincent-april 27.04.2017, 16:56
6. Journalismus benennt Tatsachen

auch wenn sie unbequem sind. Wenn es hier unter vielen friedlichen auch radikale Predigten gibt, dann ist das der Punkt, der angesprochen und bearbeitet werden muss.

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mimoun74 27.04.2017, 16:56
7. Erst gar nicht reden

Ich würde mit Journalisten erst gar nicht reden.
Die große Mehrheit verdreht sowieso alles so wie sie es wollen um mehr Bücher zu verkaufen oder um mehr Medienpräsenz zu erhalten.

Meiner Meinung nach ist der Herr Schteibrt sowieso islamfeindlich eingestellt und transportiert seine Botschaft einfach nur dezenter.
Man sollte als Muslim nicht jedem glauben auch wenn das gegenüber arabisch spricht.

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bismarck_utopia 27.04.2017, 17:06
8. Verzerrung

"Konkret war es um Stellen in der Predigt gegangen, die dazu gemahnt hatten, das unbedeutende, vergängliche Diesseits im Vergleich zum ewigen Jenseits nicht zu überschätzen."

Und darin hat C. Schreiber einen Aufruf zur Abgrenzung gesehen?

Wenn dies so ist und von der Meinungsfreiheit gedeckt ist, dann hoffentlich auch die Meinung, dass C. Schreiber hier eine bewusste Verzerrung vorgenommen hat.

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singlesylvia 27.04.2017, 17:13
9. Religionen bringen ihr negatives Image von alleine mit

Ein negatives Bild einer Religion zu zeichnen, ist gar nicht nötig.

Wenn man sich die entsprechenden Schriften ansieht, wo es von Mord und Totschlag nur so wimmelt, bringen die Religionen ihr negatives Image von ganz alleine mit und sollten damit eigentlich einen Grund liefern, sich nicht mit diesen Religionen zu beschäftigen und sich nicht geistig verwirren zu lassen. Es wird mir ewig ein Rätsel bleiben, was an Religionen dran ist, dass man sie als Rechtfertigung zum gegenseitigen Abschlachten und Morden benutzt, anstatt zu lernen, einander verdammt noch mal einfach in Ruhe zu lassen.

Es will sich mir einfach nicht erschließen, dass ein Wesen, dem man nachsagt, es habe quasi mit Fingerschnippen Himmel und Erde erschaffen, seinen Sohn so elendig verrecken lässt, statt die Missetäter - die Römer - hinwegzufegen und den Sohn und das unterdrückte Volk um ihn herum zu retten.
Es will sich mir nicht erschließen, dass ein Wesen, dem man nachsagt, dass es Himmel und Erde erschaffen hat und somit über die physikalischen Gegebenheiten Bescheid weiß, beim Turmbau zu Babel so unkontrolliert ausflippt, statt sich gemütlich zurück zu lehnen und sich zu sagen: "Hey, die Turmbauer werden schon von ganz alleine aufhören, wenn sie merken, dass die Luft bei zunehmender Bauhöhe irgendwann mal zu dünn ist, um weiterzumachen."
Es will sich mir einfach nicht erschließen, dass ein Wesen, dem man nachsagt, es habe quasi mit Fingerschnippen Himmel und Erde erschaffen, den armen Noah so keulen lässt, um eine an sich völlig unmögliche Arche zu bauen, statt ihm mit einem Fingerschnippen eine fertige Arche vor die Nase zu setzen, am besten auch gleich fertig beladen, schließlich weiß das Wesen am besten, welche Tierarten es geschaffen hat, wie die unterzubringen sind, was und wieviel die fressen etc.

So sehr ich mich bemühe: Ich kann an diesem Wesen einfach nichts göttliches erkennen, weshalb in meinen Augen dieses Wesen jegliche Legitmation zur Verehrung - ja - eigentlich nie besessen hat, sondern seine Verehrer immer die Besessenen waren.

Statt also dem Journalisten das negative Bild über den Islam vorzuwerfen, sollten sich Vorwerfer vielleicht an die Nummer halten, dass derjenige den ersten Stein werfe, der völlig ohne Sünde und Verlogenheit sei oder so ähnlich.

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