Forum: Kultur
Rede zur Reichspogromnacht: Wenn Grosser die Anti-Israel-Keule schwingt

Das wird Ärger geben. Der Publizist Alfred Grosser soll in Frankfurt die Festansprache zum Gedenken an die Reichspogromnacht halten. Doch der ehemalige Völkerversöhner redet seit Jahren lieber über die Opfer der Juden - statt über die Juden als Opfer.

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debe 03.11.2010, 17:35
1. ...

Zitat von sysop
Rede zur Reichspogromnacht: Wenn Grosser die Anti-Israel-Keule schwingt
... fehlt den Kritikern meistens das Verständnis dafür, dass das Schwingen einer Anti-Israel-Keule nicht gleich Antisemitismus bedeutet.

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paulwurf_mauli 03.11.2010, 17:45
2. Titel muss weg

Zitat von debe
... fehlt den Kritikern meistens das Verständnis dafür, dass das Schwingen einer Anti-Israel-Keule nicht gleich Antisemitismus bedeutet.
Warum warten Broder und der Zentralrat denn nicht ab, was wirklich passieren wird, anstatt jetzt schon die Anti-Grosser-Keule zu schwingen? Ist das jetzt Weissagungsjournalismus? "Wir wissen zwar nicht, was er sagen wird, aber es wird bestimmt gaaanz, gaaanz schlimm?

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Brand-Redner 03.11.2010, 17:49
3. Es brodert mal wieder...

Zitat von debe
... fehlt den Kritikern meistens das Verständnis dafür, dass das Schwingen einer Anti-Israel-Keule nicht gleich Antisemitismus bedeutet.
Für HMB schon! Aber ganz im Ernst - Sie haben so unrecht nicht:
Ein Antisemit ist entweder ein religiöser Fanatiker oder ein Rassist. In beiden Fällen verachtet er Juden, wo immer er welche wahrnimmt.

Ein Israelkritiker setzt sich mit der Politik eines Staates auseinander, was mit irgendeiner Religion zunächst gar nichts zu tun hat. Wer käme denn auf die absurde Idee, die Gegner Putins / Medwedews als Feinde der orthodoxen Kirche oder die Kritiker Washingtons als "quäkerfeindlich" zu diffamieren? Nur im Falle der Israelkritik wird beides gern unzulässigerweise in einen Topf geworfen. Dass es in Israel selbst Jueden gibt, welche die Politik ihrer Regierung ablehnen, wird dabei gern unterschlagen. Auch von Herrn Broder.

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maifreuden 03.11.2010, 17:57
4. Das eigentliche Problem ...

... ist doch, dass Alfred Grosser recht hat. Der Artikeltenor bestätigt das auf nette Art und Weise ja noch. Da hat Herr Broder mal wieder von hinten durch die Brust - oder wie auch immer das richtig heißt - ein Eigentor geschossen.

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wortman 03.11.2010, 17:58
5. Traurig...

das diese Minderheit noch immer so ein großes Echo in intelektuellen Kreisen verbreitet. Der Michel schüttelt nur den Kopf.

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taiga 03.11.2010, 18:00
6. ----

Zitat von sysop
Das wird Ärger geben. Der Publizist Alfred Grosser soll in Frankfurt die Festansprache zum Gedenken an die Reichspogromnacht halten. Doch der ehemalige Völkerversöhner redet seit Jahren lieber über die Opfer der Juden - statt über die Juden als Opfer.
Ich konstatiere:
So kleinlaut habe ich den Broder noch NIE erlebt.
Und das sagt einiges.

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RS62 03.11.2010, 18:01
7. Es geht den Leuten wie den Menschen...

Zitat von SPON
Wichtig ist Alfred Grosser nur die Person Alfred Grosser
Wer oder was ist Herrn Broder wichtig???
Einen Juden als Antisemiten zu bezeichnen, ist nach meinem Verständnis absurd. Aber mein Intellekt reicht sicher nicht aus, um das zu begreifen.

Wer gestern ARTE gesehen hat, weiß wovon ich schreibe.

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hdthoreau 03.11.2010, 18:02
8. Selbstkritik

Zitat von sysop
Das wird Ärger geben. Der Publizist Alfred Grosser soll in Frankfurt die Festansprache zum Gedenken an die Reichspogromnacht halten. Doch der ehemalige Völkerversöhner redet seit Jahren lieber über die Opfer der Juden - statt über die Juden als Opfer.
Herr Grosser ist selbst Jude und als solcher durchaus berechtigt, Israel zu kritisieren. Wie auch jeder andere, sofern Israel sich tatsächlich falsch verhält. Ich würde es mir als Deutscher auch nicht nehmen lassen, Deutschland zu kritisieren, so es denn in meinen Augen Gründe für Kritik geben sollte. Wer könnte es mir verdenken? Wer könnte es im vorliegenden Falle Herrn Grosser verdenken oder verbieten? Israel, dessen Kind er ist? Herr Broder, der selbst gerne Israel kritisiert aber auch immer gerne den Moralapostel spielt, wenn die Gelegenheit zur Selbstdarstellung reif scheint? Oder darf man Israel nicht kritisieren? Ach stimmt ja, man durfte nicht...

Grüße

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augu 03.11.2010, 18:03
9. ...

Zitat von sysop
Rede zur Reichspogromnacht: Wenn Grosser die Anti-Israel-Keule schwingt
Kritik an der Politik Israels bedeutet nicht, dass die Anti-Israel-Keule geschwungen wird. Letzteres trifft wohl nur zu, wenn die Kritik sehr polemisch und unsachlich ist und verletzen will.
Wer kritisiert, ist nicht automatisch Gegner; umgekehrt sind es wohl die falschen Freunde, die nicht kritisieren. Der Artikel von H.Broder ist zurückhaltener bzgl. Grosser als die Artikel-Überschrift. Von wem stammt sie?

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