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Reisen in Zeiten des Terrorismus: Die Lüge von der sexy Pariserin

Verreisen, das war früher noch so schön: Romantisches Paris, entspanntes Griechenland, abenteuerliches Jemen. Das alles gibt es in Zeiten von Terrorismus, Flüchtlingskrise und Armut nicht mehr. Ist das Jammern auf hohem Niveau?

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Olaf 10.10.2015, 16:28
1.

Terrorismus ist alte, europäisches Kulturgut. Die Erfindung des Dynamit hat den europäischen Terrorismus im 19. Jahrundert zu einer ersten Blüte verholfen. Es wurde in Europa erfunden und war nie wirklich weg. Bombenattentate auf Thronfolger, auf den jungen Bismark wurde geschossen, das Attentat von Sarajewo, die Organisation Consul, die IRA, Action Directe, Rote Brigarden, Carlos, die RAF.

Gewaltbereite, politische Spinner können auf eine lange Tradition in Deutschland zurückblicken. Ich selber musste vor über 30 Jahren meine Uni in England räumen, weil jemand seinen Koffer vor dem Lehrerzimmer vergessen hatte und die Bombsqaud anrückte.

Es hat sich also nicht geändert, man ist nur selber älter geworden und die klammheimliche Sympathie für die Bombenleger von früher hat sich verflüchtet.

Man bevorzugt dann sichere Orte, wie die Schweiz oder Bayern. Liegt am Alter, da will man einfach nur noch seine Ruhe.

Also, genießen Sie das schöne Wetter. Die Welt ist wie sie ist, egal ob sie deshalb ein schechtes Gewissen haben oder nicht.

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marthaimschnee 10.10.2015, 16:31
2.

In einer verrückten Welt sind die Verrückten normal und die Normalen zwangsläufig verrückt. Und diese Welt ist inzwischen mehr als nur verrückt!
Allerdings bin ich bei weitem nicht so pragmatisch (oder war es phlegmatisch?), mich damit abzufinden, daß es anderen schlechter (und immer schlechter) geht. Denn darauf zu hoffen, daß dieser Kelch an einem vorbei geht, ist ein allzu frommer und sehr naiver Wunsch.

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scxy 10.10.2015, 16:41
3. falsche Pillen genommen, Frau Berg?

Etwas, das gegen Ihre Logorrhoe und Weltschmerz wirkt, wäre auch für uns Lesende hilfreich.

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jujo 10.10.2015, 16:42
4. ...

Wie schön das ich Ihre Probleme nicht habe.
Ich war fast überall wo es sich lohnt hinzufahren, lebe mit den Erinnerungen an Orte die seinerzeit noch nicht steril waren, da sind einem aber auch noch nicht irgend welche Ignoranten in die Quere gelaufen.
Jetzt lebe ich mit meiner Frau abgeschieden in der schwedischen Natur. Es ist alles da was man braucht.
nächste Woche für eine Woche in Berlin, Tochter und Enkel besuchen. Vermisse wenn ich hier wegfahre die Rehe vor dem Fenster, den Sonnenuntergang über dem See, die Ruhe und Das Kaminfeuer mit einem Rotwein und dem liebsten Menschen.

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mightyschneider 10.10.2015, 16:46
5.

Gebt den Terroristen Asyl - wir schaffen das, es ist unsere nationale Aufgabe.

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geopeter 10.10.2015, 16:50
6. bitte nicht mehr!

die Beiträge von Frau Berg werden zunehmend zum Ärgernis. Warum beschäftigt SPON eine "Journalistin", die nichts zu sagen hat, deren Stil an Aufsätze am Ende der Mittelstufe erinnert? Sollte das etwa cool sein? Oh mein Gott, Aufgabe verpatzt!
Bitte verschonen Sie uns zukünftig mit solchen Sommerloch-Belanglosigkeiten in Zeiten, wo die schreibende Zunft eigentlich Inhaltvolleres zu sagen hätte.

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Iggy Rock 10.10.2015, 16:53
7. Die Suche nach Authentizität

Das romantische Paris halte ich für einen Mythos, irgendwo zwischen Industrialisierung, Sündenpfuhl, armen Künstlern, kitschig schönen Cinemastreifen und Romanen des letzten Jahrhunderts begründet.
London ist hingegen ein Witz des Kapitals, dort konnte man schon früh die Gentrifizierung beobachten, die sich global in fast jeder Stadt abspielt. Wie wäre es mit einem Shopping-Trip in das winterliche New York, der alljährlich als das höchste Konsumentenglück geschildert wird? Die selbe Nummer, die gleichen Läden mit den gleichen Marken wie überall. Hollywood macht's schmackhaft, oder auch nicht.

Wer besondere Orte suchen will, findet sie hingegen überall, vor allem in seinem Kopf und in seiner Vorstellungskraft. Wer glaubt, dass ihm das auf einem Silbertablett serviert wird, wie es die Reisewerbung verspricht, wird ewig auf dem Holzweg bleiben.

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rgsf 10.10.2015, 16:58
8. Banal

Mecker, mecker, mecker, früher war alles besser. So ein romantischer schuldgefühlsüberladener Quatsch. Frau Berg würde vermutlich auch ein Urlaub in einem heileren Teil der Welt nicht über ihre Depression helfen. Aber warum schreibt sie bei SPON?

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eckbusch 10.10.2015, 17:22
9. Phantomverluste ?

Liebe Frau Sibylle,
die verloren gegangenen Impressionen, denen Sie nachtrauern, hat es meiner Meinung nach ohnehin nie gegeben, das waren schon immer Klischees. Und die "sexuell entspannten" Menschen in Paris oder Frankreich sowieso. Ich kenne kaum mehr Verklemmtheit und Spießigkeit als gerade dort. Zugeben allerdings muss ich, dass ich im Jemen noch nicht war.

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