Forum: Kultur
Religion : Hat Gott als System versagt?
REUTERS

Religion wurde lange missbraucht, um zu unterdrücken. Dabei ist Gott doch einfach das Gute, das in unserem Inneren mit dem Bösen kämpft. Oder?

Seite 1 von 65
Attila2009 26.12.2015, 13:59
1.

Gott ist eine Einbildung in unseren innersten Geflecht aus Neuronen die ständig mit der Realität von außen kämpft, sonst nichts.

Man sollte die Ressourchen die dafür verschwendet werden anderweitig nutzen.

Beitrag melden
stefan.mahrdt 26.12.2015, 14:03
2. Schwierige Menschheit

Eine schwindend geringe Minderheit glaubt in der Rückbesinnung, 500 Millionen Menschen sind in Reinkarnationen gefangen, 1,5 Milliarden Menschen leben dem nächsten Leben entgegen, 2,5 Milliarden Menschen gehören der größten Religion vor 2000 Jahren mit der Hinrichtung des Namensgebers entstanden. Viele Menschen leben mit dem Gott in sich ruhend. Schwierig.

Beitrag melden
griever 26.12.2015, 14:05
3. Für mich als Christen...

eine sehr interessante und lesenswerte Betrachtung. Vielen Dank dafür. Frohes restliches Weihnachtsfest, Frau Berg

Beitrag melden
ThomasGB 26.12.2015, 14:07
4. Falsche Frage!

Egal als was man sich Gott definiert, als mathematisches Abstraktum, als Gesamtheit von allem oder als alten Mann mit einem langen grauen Bart, die Frage ist und bleibt daran gemessen dennoch unsinnig.
Warum? Ganz einfach: Versagen ist immer in Relation zu einem Anspruch zu verstehen. Es ist aber Ihr Anspruch den Sie an Ihren Gott stellen. Deshalb machen Sie den Fehler.
Hat die Natur versagt, weil sie den Menschen hervorgebracht hat? So'n Kork.

Beitrag melden
wo_st 26.12.2015, 14:11
5. Atheist bin ich schon immer

Frau Berg, wenn man nicht glaubt, dann hat man auch keine Hölle. Damit verschwinden die IS im Nichts, egal was sie angestellt haben. Natürlich ohne jegliche Jungfrau, die einer der IS im Jenseits erwartet. Natürlich gibt es auch kein Jenseits, das ist einfach logisch.

Beitrag melden
spontanistin 26.12.2015, 14:12
6. Es gibt keine universelle Definition!

Das ist das halt das Problem! Jeder hat seine individuelle Definition. Selbst die Religionen können sich nicht auf eine eindeutige Definition einigen. Damit ist ewiger Streit vorprogrammiert! Daraus ergibt sich eine Schlussfolgerung: Gott = Dauerstreit!

Beitrag melden
mattijoon 26.12.2015, 14:14
7. Gott war der Erklärbär

Gott ist ein Erklärsystem: Alles, was man sich nicht erklären konnte, schrieb man früher Gott zu (Blitze, Naturkatastrophen, Himmelserscheinungen und Planetenbewegungen). Da wir nun seit geraumer Zeit Wissenschaft haben, wissen wir, dass Naturphänomene nicht einfach Gottes Launen sind.

Nun zieht man Gott heran, um persönliche Schicksale und harte Lebensumstände entweder als Probe oder Strafe Gottes zu beschreiben und damit mit Sinn aufzublasen.

Beitrag melden
lausdeus 26.12.2015, 14:15
8. Gott beschreibt sich selber

als Wahrheit und Liebe. Allerdings hat jeder Mensch die Freiheit dieses zu erkennen oder eben nicht. Diese Freiheit überzeugt mich. Würde sie abgeschafft, wie bei Radikalisierung üblich, ich wäre im gleichen Augenblick raus.

Beitrag melden
123567091 26.12.2015, 14:17
9. Sie sitzen in der Theodizee-Falle

Gott als das Gute ist einerseits ein Kindergott, andererseits ein Gott der Moral, der von Menschen geschaffen wurde, um soziale Regeln philosophisch abzusichern. Wenn man so denkt, sitzt man automatisch in der Theodizee-Falle. Wie kann Gott all das Leid zulassen, wenn er doch so gut und alle beschützt. Gott kann also nicht nur moralisch gut sein, es ist doch offensichtlich, dass Er auch Schlechtes zulässt. Ich erkläre mir das mit Metaphern: Gott ist der unendlich Leere Raum, in dem alles existiert, auch die Leerem zwischen unseren Atombestandteilen. Es ist ide Bühne, die alles erlaubt, Freud und Leid. Es ist die Liebe, die alle Erfahrungen erlaubt. Uns als fühlende Seelen auf dieser Bühne ist dadurch erlaubt, unsere Erfahrungen mit allem vorstellbar Möglichem zu machen, um uns selbst zu verfeinern, evtl. über Inkarnationen hinweg. Uns auch dadurch, dass wir mit ansehen müssen, welches Leid unsere eigenen Handlungen teilweise erzeugen, zu helfen, zu unserer eigenen inneren Ethik zu finden, um Gott letztlich in unserem eigenen Herzen zu finden, und in unserem Handlungsraum selbst zu entscheiden, ob wir Glück oder Hass verbreiten möchten. Alles andere macht wenig Sinn. Es geht bei Gott nicht um Religion, nicht um soziale Regeln, sondern einfach darum, sein eigenes Herz wieder mit Gott in Einklang zu bringen, und das muss jeder selbst lernen. Stille und Meditation sind gute Methoden dafür. Praxis ist wichtig, das fehlt leider in den großen Weltreligionen, weil es dort nur noch um Machttaktik geht.

Beitrag melden
Seite 1 von 65
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!