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Religion : Hat Gott als System versagt?
REUTERS

Religion wurde lange missbraucht, um zu unterdrücken. Dabei ist Gott doch einfach das Gute, das in unserem Inneren mit dem Bösen kämpft. Oder?

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ometepe 26.12.2015, 18:01
200. Ich hab keine Ahnung, aber

Beginnt die Kolumne wirklich mit: "Es gibt neben Teilchenphysik nur wenige Fachbereiche, die mich weniger interessieren und über die ich weniger weiß, als über die Religion." ?
Ich verstehe ja, liebe Redaktion, dass Sie was Kritisches über die Religion schreiben müssen in diesen Tagen. Ich verstehe, dass antireligiöse Leser auch ihr Forum brauchen. Aber warum lassen Sie jemanden solch einen Text schreiben, der selbst erklärt keine Ahnung zu haben?
Beginnen jetzt die politischen Artikel auch so: "Es gibt zwar kaum ein Thema, über das ich weniger weiß. aber heute erkläre ich Euch mal die Weltpolitik"?

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gorlois7 26.12.2015, 18:05
201. Gottes Hilfe

Zitat von MichaelKehler
Die Ursünde des Menschen ist Egoismus. Egal, wer noch so fromm, nur für sich selbst lebt, verfehlt sein lebensziel. Jesus möchte uns durch sein Leben, Tod und Auferstehung zeigen, dass Egoismus eine Sackgasse ist. Wir sollen Gott und den Menschen die gleiche Liebe schenken. Ohne Gott wäre nix da.
Seit Jahrenden beten, flehen die Menschen der verschiedensten Religionen um Frieden.
Und noch nie! niemals hat irgendein Gott diesem Flehen Gehör geschenkt.
In jeder Messe tönt es " Herr erbarme dich!" Und? Sollte Gott sein Erbarmen dadurch gezeigt haben, dass er seinen Sohn ans Kreuz schlagen liess? Wunderliche Art von Erbarmen!
Ohne Gott, sagen Sie, wäre nix da:
Was , frage ich, ist denn mit Gott da?

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forschung 26.12.2015, 18:07
202.

Es gibt weder ein Jenseits, noch irgend einen Blödsinn, der den Menschen als "das gibt es nach dem Tod" erklärend zur Hand gereicht wird. Religion ist dafür da, um für irrationales Handeln eine Legitimation zu erlangen. Es gibt absolut keinen logischen Grund, warum es Übernatürliches oder Göttliches geben sollte. Nach dem Tod ist Ende im Gelände. Bei jedem.

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maruun 26.12.2015, 18:07
203. Wenn ihr irgendetwas...

anbeten wollt, betet die Sonne an.
Sie ist Omnipresent..
Ohne sie gebe es uns nicht
Wir hoffen das sie jeden morgen wieder am Himmel erstrahlt.
Unser Gemüt wird durch ihre Präsenz beeinflusst..oder das fehlen von ihr weil sie durch Wolken bedeckt ist.
Sie straft Fanatismus mit Blindheit weil jeder der zulange zu ihr aufschaut erblindet.
Sie kann uns jederzeit zurück in die Steinzeit versetzen.
Der Mensch hat keinen Einfluss auf die Sonne.
Sie sagt dir nicht wie du Leben sollst weil sie das Leben selbst ist...

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GerhardFeder 26.12.2015, 18:08
204. Journalismus erklärt.

Danke Frau Berg, nie hat jemand Journalismus so kurz erklären können:
"Es gibt neben Teilchenphysik nur wenige Fachbereiche,
die mich weniger interessieren und über die ich weniger weiß,
als die,
über die ich schreibe."

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ThomasLE 26.12.2015, 18:10
205.

Als Atheist wünsche ich mir eine Welt, in der gesundes moralisches und ethisches Selbstverständnis ohne religiöse Hintergründe gelebt wird. All die Kriege, Konflike, Verbrechen und Heuchelei, welche mit allen Religionen zu verbinden und zu erwarten sind, lassen sich nicht mit 100000 Jahren Caritas & Co wieder gut machen! Ablass und Buße, an Lächerlichkeit, Inkonsequenz und mangelnder Nachhaltigkeit nicht zu überbieten! Das ständig propagierte Gutmenschentum, vor allem im Christentum, nur noch widerlich und heuchlerisch. Religionswissenschaftliche Aspekte halten schon seit über einem Jahrhundert keiner wissenschaftlichen Beurteilung mehr stand, ausgenommen einiger philosophischer Aspekte. Der Rest ist tote Rhetorik. Leider werden noch ein paar Millionen Menschen im Namen des Glaubens sterben müssen. Leider werden noch ein paar Jahrhunderte vergehen, bis die Menschheit sich als Ganzes versteht, und sich Religionen als frühzeitiges Relikt der geistigen Führung erledigt haben.

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klauspeterstuder 26.12.2015, 18:11
206. Das Gute im Menschen

Wenn das Gott sein sollte, dann ist der aber ganz schön mickrig geraten. Aber was ist Gut und was ist Böse?
Die Bibel kennt die Antwort. Wer des Anderen Hab und Gut begehrt ist böse. So einfach. Wie war das mit dem Stein? Reichtum ist Gott gegeben? Oder doch eher. Durch Arbeit ist noch niemand reich geworden. Nur durch Diebstahl, Unterdrückung, Ausbeutung, arbeiten lassen und Betrug. Also ist es doch gut, wenn man wie das Ideal des Kommunismus den Reichen nimmt, ihr Hab und Gut begehrt, und es verteilt. Auch an sich selbst. Gut und Böse ist somit doch abhängig vom Betrachtungswinkel. Wo bleibt da Gott? Die Bibel ist genausowenig Gotteswerk wie der Koran. Gott erschuf die Welt und den Menschen. Als er dann sah was er da angerichtet hatte, starb Gott aus Gram. So viel Leid und Bosheit in der Welt. Wie kann Gott das zulassen? Gott ist tot. Genauso wie das Gute im Menschen. Ein Phantasiegebilde.

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kyon 26.12.2015, 18:12
207. Religiöse Erziehung zur Unmündigung

Zitat von kopp
Manche Menschen brauchen eben einen Allmächtigen, weil sie nur dadurch einen vermeintlichen Sinn ihres Lebens erkennen können.
Sie meinen doch sicher, manchen Menschen ist als Kind eingeredet, um nicht zu sagen eingehämmert worden, dass ein Allmächtiger zur Sinngebung nötig sei, nicht war?

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mhwse 26.12.2015, 18:16
208. der Buddhismus

und die Lehre von Ethik (kennen übrigens auch einige höher entwickelte Tiere .. ) und Humanismus, vertreten auch die Ansicht, dass man anderen ohne eigene Not nicht schaden sollte.

Geht ganz ohne den Entitätsgedanken.

Diesem widerspricht ebenso wie im Mittelalter (die im Mittelpunkt stehende, flache Erde, um die sich alles drehen sollte) der aktuellen Erkenntnis der Entwicklungsgeschichte des Universums und der Quantenphysik.

Da schon ein hinreichend grosser Quantencomputer alle Antworten kennt, dabei aber nicht zwingend ein Bewusstsein haben muss, ist die Forderung nach einem Schöpfungsgott obsolet. (Materie entsteht spontan aus dem Nichts .. auch das ist beobachtbar ..)

ABER: Gott gibt es, genau wie es die komplexen Zahlen C gibt.

In einem Organigramm ohne Anfang und Ende wäre Gott so eine Art Leitungshilfstellen Blase, für Einige wichtig, aber nicht notwendig ..

Das ist wohl paradox - löst aber den Gordischen Knoten.
Und stammt nicht von mir sondern von einem Herrn Buddha ..

Konsequenz: (Sagt auch der Herr in weiß aus Rom): weniger konsumieren, mehr erhalten, Andere achten ..

Gut wer sich jetzt das Paradies als Hyperkonsumtempel vorstellt, hat es noch nicht so ganz überrissen .. und noch Platz für weitere philosophische Überlegungen. (Ich würde das Nichts bevorzugen .. wesentlich schwieriger und sicher nicht ohne Verzicht erreichbar ..)

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nickleby 26.12.2015, 18:20
209. Gott ist Vernunft

Diese Erkenntnis hat Benedikt XVI in seiner Regensburger Rede einleuchtend formuliert und so das Wesen Gottes auch für jeden nachvollziehbar dargelegt.
Wahrscheinlich ist Frau Berg des Inhaltes der Rede unkundig, sonst würde sie nicht mit den Kategorie gut und böse so simplistisch arbeiten.
Frau Berg versucht intellektuell zu sein, scheitert aber an der einfachen Voraussetzung, nämlich, die Vernunft im Kantschen kategorialen Sinn anzueignen. Des weiteren wird deutlich, dass sie die Wahrheit des 'totaliter aliter' überhaupt nicht erahnen kann, weil sie im Diesseits verharrt, ohne die Vernunft = Gott zu begreifen.

Sie sollte lieber etwas schnitzen als sich an der Tiefe der Religion zu vergreifen

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