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Richtungsstreit in der SPD: Sein rechter, rechter Platz ist leer
DPA

Sigmar Gabriel meint, die SPD habe sich zu sehr für Homosexuelle und zu wenig für Industriearbeiter eingesetzt. Was reitet ihn, diese Gruppen gegeneinander auszuspielen? Er scheint nur eine Richtung für seine Partei zu kennen: Nach rechts.

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helmut.alt 19.12.2017, 16:33
30. Ein absurder Artikel,

bei dem Gabriel schlecht wegkommt. Dabei macht er das einzig Richtige: Er merkt was beim Volk ankommt und was nicht. Nach den katastrophalen Wahlergebnissen der SPD eine empfehlenswerte Verhaltensweise für einen Politiker.

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felixbonobo2 19.12.2017, 16:35
31. "tolle strategie"

Als o-ton eines spd-wählenden industriearbeiters durchaus vorstellbar, einem gabriel allerdings unwürdig und stimmenfang im konservativen lager der spd wäherschaft. Eine spd ist im urprung mal dafür angetreten die sozialen probleme nicht durch eine revolution der arbeiterklasse, sondern durch demokratische reformen zu lösen. Diese sozialen probleme durch zb. harz4 selbst noch geschaffen zu haben, macht sie äußerst unglaubwürdig und solche sprüche eines gabriels machen es ganz sicher nicht besser.

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celebraler_kortex 19.12.2017, 16:37
32. Leider nix verstanden

Frau Stokowski, ich fürchte Sie haben eine Grundaussagen von Herrn Gabriel nicht verstanden.
Man kann von Siggi Pop halten was man will - ich zum Beispiel "nichts" oder wenn es sein muss "Abstand", aber in diesem wesentlichen Fall hat er IMO nicht unrecht: Die Politik der SPD steht, wie bei den Grünen, zu sehr für eine Klientel- und Minderheitenpolitik die der Mehrheit am Allerwertesten vorbeigeht. Linken Journalisten in ihrer Filterblase entgeht das, und dann geben sie sich entsetzt über Wahlergebnisse.

Schon allein die Behauptung "80% Prozent der Deutschen waren für die Ehe für alle" - ich kenne die Studie und ihre Auslegung nicht, aber wie immer kann man die Ergebnisse mit der Fragestellung beeinflussen. Ich halte es nicht für unwahrscheinlich, dass es 90% dieser 80% es einfach mal vollkommen egal war.

Gemessen an ihrem Bevölkerungsanteil ist die Präsenz der LBGT community in der deutschen Presselandschaft geradezu grotesk überzeichnet und simuliert eine Relevanz die einfach nicht vorhanden ist. Das gilt für SPON wie auch für das Seichte, man muss ich nur mal ansehen wieviele Beiträge auf Buzzfeed sich damit beschäftigen, da fühlt man sich als Hetero schon deplaziert. Fast so gaga wie in den USA und ihre gender bathroom discussion - belanglos bis dekadent. Meine Güte, ein Klo für alle und fertig!

Es soll und darf weiterhin auch Minderheitenpolitik betrieben werden. Es darf aber nicht so aussehen (zu Recht?) , als hätten sie sonst nichts gerissen, und das ist was der Siggi (seltsamerweise nicht sich selbst) der SPD ankreidet: Außer Homo-Ehe nichts hingekriegt.

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Licht aus ! 19.12.2017, 16:37
33. Endlich ...

... hat ein Führungsmitglied der SPD mal erkannt, wie sich der Wählerstimmenverlust erklärt: Seit Agenda 2010 (herbeigeführt durch Schröder, Müntefering, Steinmeyer und Consorten) fühlt sich die klassische Wähler- / Arbeiterschaft der SPD verraten, und zwar zu Recht! Wenn Herr Gabriel jetzt darauf hinweist, spricht das für seinen Realitätssinn - nicht für seine "rechte" Gesinnung.

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kuschl 19.12.2017, 16:38
34. Herr Gabriel hat das schon richtig erkannt!

Die SPD hat ihre Stammwähler vernachlässigt und das sind in erster Linie die Arbeiterschaft und kleinen Angestellten. Gewerkschschaftfunktionäre sind häufig auf diesen Zug mit aufgesprungen, um Karriere zu machen. Die Führungsriege der SPD bildet weder diese Stammwählerschaft ab, noch macht sie für sie Politik. Gabriel hat außerdem richtig erkannt, daß Minderheiten wie Schwule und Leben natürlich toleriert und gleiche Rechte gemäß GG haben sollen, sie sollen jedoch nicht den Mainstream gegenüber der mehr als neunzigprozentigen Mehrheit bestimmen. Was jetzt hier wieder hereininterpretiert wird, ist an den Haaren herbeigezogen.

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jubelyon 19.12.2017, 16:39
35. Plumper geht's nicht

Wer sich mehr für Industriearbeiter einsetzt als für Homosexuelle ist also rechts? Einmal mehr entlarvt sich das schräge und abgehobene Weltverständnis einer ideologietrunkenen Kolumnistin.

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Spiegelleser123 19.12.2017, 16:39
36. Verkehrte Welt

Was für eine absurde Kolumne. Als ob es zwischenzeitlich rechts wäre, sich für soziale Gerechtigkeit einzusetzen und links, für Gleichberechtigung bei der sexuellen Orientierung zu sein.

Die Möchtegern-Intellektuellen und Salon-Linken des 21. Jahrhunderts leben ja bekanntlich fast alle in soliden wirtschaftlichen Verhältnissen. Da ist es natürlich nicht mehr en vogue, sich für die Kernklientel der Sozialdemokratie stark zu machen. War mit links bis ins späte 20. Jahrhundert vor allem der Kampf um soziale und wirtschaftliche Teilhabe assoziiert, haben die heutigen Salonlinken wie die Autorin mit dieser Vorstellung von links nichts mehr am Hut. Der Begriff links ist von Feministinnen, Umweltschützern und Genderbewegten längst gekapert und inhaltlich umgestaltet worden. Links klingt ja immerhin irgendwie fortschrittlich und wer will sich dieses Attribut schon nicht gerne ans Revers heften?

Da wundert es nicht, dass die Oberfeministin Alice Schwarzer als Wahlfrau für die CDU in die Bundesversammlung berufen wurde. Vermutlich ist Angela Merkel demnächst die Galionsfigur dieser "Neuen Linken". Na ja, links ist eben heute nur noch eine Seite. Und Seiten sind bekanntlich relativ.

Zu dumm nur, dass dann das Thema soziale Gerechtigkeit bei den politischen Strömungen landet und von denen vereinnahmt wird, die man füher, als soziale Fragen noch das Kernthema von Sozialisten und Sozialdemokraten waren, als rechts bezeichnet hätte. Alles eine Frage der Definition.

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misterknowitall2 19.12.2017, 16:46
37. @wolfgangwies #79

Nee, Autofahrer zahlen Steuern, weil sie ein auto besitzen, ein teures luxusgut. Ich, als Radfahrer, zahle ebenso Steuern für alles mögliche. Für mein Fahrrad Steuern zu zahlen wäre aber reichlich lächerlich. Und wenn sie sich klar machen, dass die Autos schließlich 95% des verkehrsraums belegen und natürlich auch alleine für dessen Abnutzung verantwortlich sind, ist es nicht verwunderlich, daß die Autos dafür aufkommen und nicht die Radfahrer. Ps: durch Autos kommen Menschen ums Leben, oft auch Radfahrer. Schätze mal, Radfahrer haben alle Rechte zu schimpfen.

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Kommentator123456 19.12.2017, 16:47
38.

Zitat von HaioForler
Und selbst die altehrwürdige ZEIT verortet Gabriel aufgrund seiner Begriffe wie Ordnung und Orientierung nun in den "Grenzen" von '37. Eine dümmere Nazikeule, die beweist, daß man hierzulande noch alles auf Hitler schieben kann, gibt es kaum. Aber eventuell arbeitet der Redakteur dort nur aushilfsweise. Peinlich.
Ich fürchte, die ZEIT ist schon seit einiger Zeit nicht mehr altehrwürdig. Da gibt es regelmässig Meinungen, die man nur sehr sehr weit links einordenen kann.

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Teodore 19.12.2017, 16:47
39. rechter populistischer Weg?

In der islamisch geprägten Welt, aber auch in z.B. Russland, Indien, China und vielen afrikanischen Ländern haben es Schwule sehr schwer. Sind dort überall Rechtspopulisten am Ruder? Und was das Thema Grenz- und Personenkontrolle angeht, also Einwanderung/Migration waren und sind es "linke" Staaten, besonders strenge Regeln haben (wenn es dabei auch weniger um unkontrollierte Einreise als unerwünschte Ausreise geht). Rechtspopulisten? Diese Beispiele sollte doch zeigen, wie abwegig hier ein Links/Rechtsschema als Einordnungsmuster wäre. Es ist geradezu einfältig. Im kleinerer Dimension steht die SPD vor diesem Dilemma. Wenn Gabriel kritisiert, dass sich seine Arbeiterpartei zu sehr in liberalen, urbanen Salonzirkeln bewegt, hat er damit recht. Er hätte hinzufügen können, dass die Mehrheit der JournalistInnen ebenfalls den Fehler macht, die Welt aus den schicken Penthäusern dieser Elfenbeintürme zu betrachten. Dann ist man überrascht, wie das niedrige, zumeist nicht-urbane Volk, das ansonsten Zuwendung unter dem Stichwort der sozialen Gerechtigkeit verdient, so wählen kann, dass ein Trump Präsident wird und UK aus der EU austritt.

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