Forum: Kultur
Richtungsstreit in der SPD: Sein rechter, rechter Platz ist leer
DPA

Sigmar Gabriel meint, die SPD habe sich zu sehr für Homosexuelle und zu wenig für Industriearbeiter eingesetzt. Was reitet ihn, diese Gruppen gegeneinander auszuspielen? Er scheint nur eine Richtung für seine Partei zu kennen: Nach rechts.

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rolantik 19.12.2017, 16:48
40. Falsche Schwerpunkte

Ich kann nicht verstehen, weshalb man dem Thema Homoehe eine solche Bedeutung zumisst und weshalb die SPD dies so hoch aufhängt, als ob dies das wichtigste Problem wäre, das man in der Koalition gelöst hätte. Es ist nur für eine kleine Minderheit relevant und es gibt wahrlich Themen, die unser Land, die Menschen und unsere Zukunft mehr bestimmen sollten und die noch nicht gelöst sind (Flüchtlingssituation, Pflege, Renten, Krankenversicherung etc.). Dafür würde es sich lohnen zu streiten und Lösungen zu erarbeiten, um Missstände abzubauen. Wo bleiben diese Diskussionen? Von der SPD kommt nichts, die wollen nichteinmal mitregieren!!

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trueffelschwein 19.12.2017, 16:49
41. Rechts?

Was ist denn daran rechts, mehrheitsthemen mit zeitgeistthemen mal wieder in Relation zu setzen, auch wenn das für mainstream Journalismus schwer zu verinnerlichen ist? Es sollten eigentlich mehr Leute mal wieder den Fokus auf die echten Probleme und Herausforderungen haben als sich ständig mit modethemen anzubiedern.

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Rhinkiekerrees@gmail.com 19.12.2017, 16:52
42. Er hat Recht

Als Arbeitnehmer habe ich mich in den letzten Jahren gefragt ob die normalen Menschen noch vertreten werden. Es ist absolut richtig das man gesellschaftliche Gruppen integriert aber die normalen Probleme des Alltags wurden vernachlässigt. Und in der Einwanderungspolitik wird eine Politik gegen die Bevölkerung betrieben.

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genugistgenug 19.12.2017, 16:52
43. Gabriel, hieß so nicht mal ein früherer Parteivorsitzender....

..... der alles vermasselt hat, nichts brachte und am Ende noch einen abgehalfterten Politiker aus dem EU Endlager holte, um sich aus dem Staub zu machen und die Arbeit anderen zu überlassen?
Oder sind das dieselben Personen?
Unsere Diagnose: Typisch Oberlehrer - zuerst rumschwadronieren/abzocken, dann abhauen weil alles am Boden liegt und danach aus dem Hinterhalt schießen, sich wichtig machen.

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Kommentator123456 19.12.2017, 16:54
44. Gegeneinander ausspielen ...

Da will mal wieder einer aufwiegeln. Es geht nicht um gegeneinander ausspielen. Aber es gibt nun einmal naturgegebene Zielkonflikte zwischen verschiedenen Personen und Vorstellungen. Da geht es darum, einen vernünftigen Kompromiss zu finden.
Dies ist im Übrigen auch der Fall, wenn es darum geht, Flüchtlingen, oder solchen, die sich gerne zum eigenen Nutzen als solche bezeichnen, zu helfen oder eben auch nicht.

Daher müssen diese Dinge ohne Empörung, sondern rational diskutiert werden - sonst kommt offensichtilich ein schlechtes Ergebnis dabei heraus.

Leider gibt es zu viele Aktivisten in Politik und Medien, die an keinem fairen Ergebnis interessiert sind.

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imo27 19.12.2017, 16:56
45.

Gabriel hat natürlich recht, und das Scheitern der SPD bei der Bundestagswahl zeigt es. Wer so exotische Themen wie Ehe für alle zu einem zentralen Wahlkampfthema macht, muss schon sehr weltfremd sein und jeden Kontakt zu den hart arbeitenden Menschen im Lande verloren haben.
Sicherlich dürften 80% nichts gegen die sogenannte Ehe für alle haben, aber 99% sind davon nicht betroffen. Würden die SPD-Funktionäre noch voll im Leben stehen, dann wüssten sie, was die Menschen besorgt und berührt.
Leider ist Glaubwürdigkeit in der Politik nicht so leicht wiederherstellbar.

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Horatio Caine 19.12.2017, 16:56
46. Gabriel hat zwar Recht aber...

...zu seiner Zeit als Wirtschaftsminister wie ein Vorzeige-Seeheimer gedacht und gehandelt. Späte (zu späte?) Einsicht ist aber immer noch etwas vernünftiges. Es ist im Übrigen bestimmt nicht nur der Industriearbeiter um den sich die SPD kümmern sollte, sondern um all die Millionen, die in den Niederungen des Dienstleistungssektors tätig sind und seit 1990 hinsichtlich Lohnsteigerungen und Teilhabe an den enormen Produktivitätssteigerungen null teilhaben. Stattdessen weniger oder genauso viel wie vorher und dass zu unsichereren Bedingungen.

Die Ehe für alle nehme ich zu Kenntnis, mehr aber auch nicht. Religion ist mir egal und gegen Homosexuelle habe ich absolut nichts, aber was soll man davon halten, dass Homosexuelle jetzt auch - meiner Meinung nach - ein überholtes steuerliches System genannt Ehegattensplitting nutzen können ?

Weniger "Lifestyleproblematik", mehr Tendenz zu dem um was es wirklich geht im Leben (auch aufgrund des Systems in dem wir leben), nämlich um

Moos, Kohle, Peanuts, Penunze, Öcken, also Geld und die Art und Form der Gegenleistung die man dafür erbringen muss, genannt Arbeit.

"Geld ist geprägte Freiheit". Fjodor Dostojewski - Aufzeichnungen aus einem Totenhaus, Das Totenhaus

Wen Gabriel im Übrigen der Flüchtlingsproblematik nicht mit blindem Altruismus begegnet, dann hat wenigstens noch einer verstanden, dass Zuwanderung und Migration in einen Arbeitsmarkt nicht unbedingt ein linkes Konzept sein muss, sondern eher ein wirtschaftsliberales für weiteren Lohndruck unter dem Deckmäntelchen des Grundgesetzes und des Altruismus.

...und jetzt bitte nicht die große Errungenschaft des gesetzlichen Mindestlohns preisen, sondern einfach mal darüber nachdenken, warum er überhaupt erforderlich war.

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skeptikerjörg 19.12.2017, 16:58
47. Was Stokowski hinein interpretiert

An welcher Stelle bitte spielt Gabriel Homosexuelle gegen Industriearbeiter aus? Er spricht lediglich aus, was die überwiegende Mehrheit ehemaliger SPD-Wähler denkt. Übrigens auch die sogenannte Basis, soweit sie nicht Stamokap- oder Lafontaine- affin ist. Der absolute Linksdrall der Ruhrgebiets-SPD und die immer weiter fortschreitende Entfernung vom Bürger und hin zu basisideoligischer Verbortheit der durchakademisierten Kader hat mich und manche anderen zum Austritt bewogen. Wenn man über Heimat, Werte, Sicherheit oder auch ernsthafte Probleme mit Parallelgesellschaften spricht bzw. diskutiert und von den Genossen sofort in die Nähe der AfD gerückt wird, dann verlässt man die Partei besser. In NRW hat die SPD die Rechnung bekommen und im Bund wird es noch weiter nach unten gehen, wenn man meint, man müsse sich der LINKEN anpassen. Gabriels Vorstoß ist ein Wink in letzter Stunde. Vorzuwerfen ist ihm, dass er nicht schon als Parteivorsitzender die richtigen weichen gestellt hat. Und um noch mal auf Stokowski und die Industriearbeiter zurück zu kommen: Wie viele sitzen denn im erweiterten Parteivorstand, wieviele Abgeordnete sind Industriearbeiter, wieviele sind Delegierte auf dem Bundesparteitag? Industriearbeiter interessieren die SPD schon lange nicht mehr.

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HaioForler 19.12.2017, 16:59
48.

Zitat von wexelweler
Wie kommen Sie darauf, dass er diese beiden Gruppen gegeneinander ausspielt? Das verstehe ich als gezielte Verleumdung. Die Aussage ist eigentlich nur, dass sich die SPD wieder mehr um die Mehrzahl ihrer Wählerschaft kümmern sollte, von Randgruppen vernachlässigen war nicht die Rede. Da ist er schon auf dem richtigen Weg. Nur mit den Randgruppen erreicht man keine Mehrheit.
Eben. Eine Ergänzung ist keinerlei Ausspielung.

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andreas.nemitz 19.12.2017, 16:59
49. Bravo Sigmar Gabriel

Endlich findet jemand von meinen Genossen die richtigen Worte zu dem Zustand der SPD. Als Mitglied der SPD bin ich mit dem momentanen Zustand meiner nicht zufrieden. Man soll die Hoffnung aber nicht verlieren. Hoffentlich bekommt Olaf Scholz bald zu Zuge.

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