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Riesiger Kunstschatz in München: Picasso zwischen Konservendosen
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Der Kunst-Krimi von München klingt ungeheuerlich. Ein Sonderling soll die Werke großer Meister jahrzehntelang in seiner Behausung versteckt haben. Wie es mit den sichergestellten Werken weitergeht, ist derzeit unklar - eventuell müssen die Behörden sie sogar zurückgeben.

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holger_s. 03.11.2013, 18:38
1.

selbstverständlich müssen die Behörden die Gemälde den Besitzern bzw. deren Nachfahren zurückgeben. systematischer, flächendeckender Massendiebstahl in nationalsozialistischem Namen kann und darf niemals verjähren.

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ratxi 03.11.2013, 18:53
2. Selbstverständlich. Aber es muss...

Zitat von holger_s.
selbstverständlich müssen die Behörden die Gemälde den Besitzern bzw. deren Nachfahren zurückgeben. systematischer, flächendeckender Massendiebstahl in nationalsozialistischem Namen kann und darf niemals verjähren.
Selbstverständlich. Aber es muss bei jedem einzelnen Bild bewiesen werden, dass es illegal angeeignet wurde. Wenn der Vater ein "bekannter Kunstsammler" war, wird er auch sehr viele Werke auch aus heutiger Sicht legal besessen haben. Jedenfalls liegt die Beweispflicht m.E. bei denen, die dem Mann etwas wegnehmen wollen.

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bal 03.11.2013, 18:54
3. Ein schwieriger Fall

An wen soll man die Kunstwerke zurück geben? An diejenigen, die angeben Erben zu sein? Wie soll man nach 80 Jahren nachweisen, ob ein Kunstwerk unter Zwang verkauft wurde, oder einfach nur, weil man Bares brauchte um weg ziehen zu können? Viele Kunstwerke waren damals nicht einmal andeutungsweise so wertvoll wie heute.
Bei den Beträgen um die wir reden geht es um Tausende, eventuell Millionen pro Bild. Das weckt Begehtlichkeiten und vielen würde ich zutrauen dafür zu lügen.
Vermutlich wäre es das Beste, wenn der Staat diese Bilder zweifelhafter Herkunft der Öffentlichkeit zugänglich macht und gut.

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DrGrey 03.11.2013, 19:04
4.

Zitat von bal
An wen soll man die Kunstwerke zurück geben? An diejenigen, die angeben Erben zu sein? Wie soll man nach 80 Jahren nachweisen, ob ein Kunstwerk unter Zwang verkauft wurde, oder einfach nur, weil man Bares brauchte um weg ziehen zu können? Viele Kunstwerke waren damals nicht einmal andeutungsweise so wertvoll wie heute. Bei den Beträgen um die wir reden geht es um Tausende, eventuell Millionen pro Bild. Das weckt Begehtlichkeiten und vielen würde ich zutrauen dafür zu lügen. Vermutlich wäre es das Beste, wenn der Staat diese Bilder zweifelhafter Herkunft der Öffentlichkeit zugänglich macht und gut.
Natürlich, da will da jeder ran um sich zu bereichern,
nicht nur Privatpersonen, sondern auch Museen und der Staat.
Einst hat er und sein Vater aber verhindert, dass
diese Kunstwerke von den Amis als Beutekunst
geklaut werden konnten.

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Atomkrafteimer 03.11.2013, 19:21
5. Nunja

Zitat von DrGrey
Natürlich, da will da jeder ran um sich zu bereichern, nicht nur Privatpersonen, sondern auch Museen und der Staat. Einst hat er und sein Vater aber verhindert, dass diese Kunstwerke von den Amis als Beutekunst geklaut werden konnten.
Ich wage zu bezweifeln, dass sich Museen und Vater Staat daran "bereichern" - außer vielleicht ideell bzw. das Prestige, dass mit solchen Kunstwerken einhergeht. Es ist zwar sicher so, dass z.B. durch öffentliche Ausstellungen Eintrittsgelder erwirtschaftet werden, diese reichen aber meist nicht einmal, um die Betriebskosten eines Museums zu decken.

Zumal ich persönlich solche Kunst lieber in einem Museum öffentlich zugänglich habe, als über dem Kaminsims eines privaten Sammlers.

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juttakristina 03.11.2013, 19:22
6. DrGrey,

tun Sie doch nicht so, als ob die Sowjets keine Beutekunst hätten mitgehen lassen! Wo ist denn der Großteil des "Schatzes des Priamos" - in Russland!

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syracusa 03.11.2013, 19:29
7.

Zitat von bal
An wen soll man die Kunstwerke zurück geben? An diejenigen, die angeben Erben zu sein? Wie soll man nach 80 Jahren nachweisen, ob ein Kunstwerk unter Zwang verkauft wurde, oder einfach nur, weil man Bares brauchte um weg ziehen zu können?
Zumindest die ehemaligen jüdischen Eigentümer waren zur Emigration gezwungen, wenn sie nicht ermordet werden wollten, und mussten ihren Besitz weit unter Wert verkaufen. In diesen Fällen war der Ankauf in der Regel unrechtmäßig, die Bilder müssen dann an die Erben herausgegeben werden.

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humbahumba 03.11.2013, 19:32
8. die Sache stinkt gewaltig

Der Mann wurde angeblich ohne Verdacht ueberwacht und seine Wohnung durchsucht. Und dann findet man Kunstwerke im Wert von 1 Mrd. Euro und erklaert es zur Geheimsache. Wer's glaubt!

Mein Verdacht: Hier soll jemand durch die Behoerden illegal enteignet werden. Vermutlich kann man ihm legal sein Eigentum nicht nehmen, da man nichts gegen ihn oder seinen Vater in der Hand hat und wenn, sowieso alles verjaehrt waere. Wer hat aber die Behoerden mit Infos gefuettert und ist hinter dem Besitz her? DAS ist die Frage. Und wieso die Behoerden sich fuer sowas vor den Karren spannen lassen (Provisionsbasis?)

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Minette 03.11.2013, 19:33
9. Sehr aufschlussreich

ist der Vermerk, obwohl dieser Betrag nicht angemeldet wurde...... erfolgte die Beschattung. So weit sind wir gekommen, das ist in meinen Augen ein
Verbrechen unseres Staates. Und dies ist rechtens???
Ebenso rechtens wie die Tatsache, der Bundesfinanzminister wolle die Kunstwerke einsacken. Ich hoffe doch sehr, dass dies verhindert wird - allerdings spricht jetzt schon die Geheimhaltung dagegen. Immer wieder stelle ich mir die Frage, wie lange laesst sich das deutsche Volk all dies noch gefallen? Und selbstverstaendlich muessen die Kunstwerke den Erben zurueckgegeben werden, und wenn es noch soviel Aufwand bedeutet. Dem 80 jaehrigen muss 100% zu Gute gehalten werden, dass die Kunstwerke durch seines Vaters und sein Bestreben immer noch in Deutschland sind!!

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