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Robin Williams in "Club der toten Dichter": O Captain! My Captain!
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Was hat dieser Film mit uns gemacht? Robin Williams' "Club der toten Dichter" verfiel eine ganze Schüler-Generation. Wir erträumten uns inspirierende Lehrer - später war es uns peinlich.

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TS_Alien 12.08.2014, 17:10
10.

Der Film ist gut. Aber einmal sehen hat mir gereicht.

Schon damals habe ich gedacht, dass es schön wäre, wenn jemand den Literaturkanon in Deutschland entstauben würde. Wieso werden im Deutschunterricht nicht auch einmal naturwissenschaftliche Texte oder aktuelle Bücher (Romane, Sachbücher, ...) gelesen? Und wie steht es mit Witzen? Manche TV-Serie oder mancher Kinofilm wäre bestens geeignet, analysiert zu werden.

Als ob man nur bei den Klassikern fündig werden und daraus lernen könnte. Ganz im Gegenteil. Mancher Klassiker ist derart verstaubt, dass man ihn nicht mehr lesen sollte.

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impatience 12.08.2014, 17:14
11. Ein klasse Film

Ebenso wie Good Will Hunting ein klasse Film, der ermutigt, an sich selbst zu glauben. Die Auswahl der Schauspieler war grandios, die Atmosphäre in beiden Filmen lässt einen das Drumherum vergessen. So muss gutes Kino sein.

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a.weishaupt 12.08.2014, 17:17
12. Guter O-Ton-Einstieg

Hatten den Film damals im Englisch-LK gesehen. Er ist auch für Ungeübte recht leicht verständlich und damit ein guter Einstieg in englischen O-Ton. Kann mir allerdings nicht wirklich vorstellen, dass er auf Deutsch viel taugt.

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gryn 12.08.2014, 17:17
13. nix peinlich

Ja, in der Rückschau nah der Film seine Schwächen haben. trotzdem war und ist der Club der toten Dichter einer der wichtigsten Filme, die ich zu der Zeit gesehen habe. Ich verspüre bis heute die Rührung, die er in mir ausgelöst hat. Und was der Film mich "damals" 16-jährigen gelehrt hat, ist zu seinem Gefühlen auch als Junge /Mann zu stehen. Das war nämlich Anfang der 90er im Münsterland an einem bischöflichem Gymnasium umzingelt von Kirche, Schützenverein und Freiwilliger Feuerwehr nicht unbedingt selbstverständlich.

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bebelon 12.08.2014, 17:19
14. Natürlich

ist es gut, wenn der Lehrer Begeisterung für sein Fach mitbringt, wenn der Literaturunterricht von einem Liebhaber und Kenner der Literatur gemacht wird, ABER der Lehrer soll deswegen nicht ein selbstverliebtes Affentheater aufführen wie Lehrer Keating in dem Film.

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Lampenluft 12.08.2014, 17:23
15. Nichts peinlich.

Nein, vielen war nichts peinlich im Nachhinein, sondern es war Teil der Zeit.

GOOOOODBYE, Captain, mein Captain.

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Lankoron 12.08.2014, 17:23
16. Jaja..

es kommt die Phase, wo einem gesehene Filme peinlich werden. Filme, deren Tiefgründigkeit und Vielschichtigkeit einem erst in reiferem Alter bewusst werden. Und irgendwann kommt der Tag wieder, an dem einem persönlich egal ist, was andere von einem Film halten. Hauptsache, mir hat er gefallen.
Und ich geb zu...heut flossen ein paar Tränchen...für Mrs. Doubtfire und Peter Pan, für einen Soldaten, für einen Lehrer und nicht zuletzt für einen Arzt und einen Roboter. Danke Robin Williams...und möge es dir besser gehen, wo auch immer du jetzt bist.

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CharlieBrown8 12.08.2014, 17:25
17. Wieso peinlich?

Einer der ganz wenigen Filme in denen ich am Ende geweint habe, das rechne ich sowohl Peter Weir und Robin Williams als auch der erstklassigen Musik-Komposition bis heute hoch an. Im Rueckblick hat sich daran fuer mich rein gar nichts geaendert. Warum in aller Welt sollte mir das peinlich sein?? Der Artikel-Schreiber moege hier doch bitte nicht in der "Wir"-Form, sondern nur fuer sich selbst sprechen (zumal er das nicht sonderlich ueberzeugend tut).

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pejoachim 12.08.2014, 17:31
18. Ein Schülertraum????

Zitat von sysop
Was hat dieser Film mit uns gemacht? Robin Williams' "Club der toten Dichter" verfiel eine ganze Schüler-Generation. Wir erträumten uns inspirierende Lehrer - später war es uns peinlich.
... also ich weiß nur, dass der Film ein Wunschtraum für Lehrer war und es mitunter immer noch ist.

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argonaut-10 12.08.2014, 17:33
19. Peinlich schon gar nicht

und der Film gehört zu den 100 besten Werken, die jemals gemacht wurden. Wer nicht begreift, was dieser Film transportieren will, wenn jemand nicht berührt wird, dann kann diesem Jemand auch nicht mehr geholfen werden. Noch heute schrammen wir meilenweit an einem Bildungssystem vorbei, das den Menschen (Schülern) nur annähernd gerecht wird. Wir reproduzieren Wissen, welches zusammenhangslos in den weiten Raum geschleudert wird, meist (um nicht allen Lehrkräften Unrecht zu tun) ohne Bezug zum aktuellen Leben oder der nutzbringenden Einsetzbarkeit. So kann man keine intelligenten und verantwortungsbewussten Menschen aufziehen. Der Vater-Sohn Konflikt in dem Film ist auch heute noch eine unglaublich gut beschriebene Sollbruchstelle zw. 2 Generationen, die fortgeschrieben wird von Generation zu Generation.

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