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Romanserien-Neustart: Eine neue Zukunft für Perry Rhodan

Neue Leser gefällig? Unter dem Titel "Perry Rhodan Neo" startet die weltweit älteste noch laufende Science-Fiction-Romanserie noch einmal komplett neu. Die Abenteuer des unsterblichen Astronauten Perry Rhodan werden modernisiert und wieder von vorne erzählt.

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novoma 05.08.2011, 16:54
1. Gucky

Dann gibt es auch hoffenlich ein Wiederlesen mit Gucky, dem Mausbiber.. ;-)

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yoog 05.08.2011, 17:01
2. .

Zitat von novoma
Dann gibt es auch hoffenlich ein Wiederlesen mit Gucky, dem Mausbiber.. ;-)
Wieso? gibts den in der Originalserie nicht mehr? Was ist denn da passiert - hab seit ein paar Jahren nicht mehr in die Serie "reingelesen"...

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leseratte59 05.08.2011, 17:10
3. Zaichma Perso

Zitat von yoog
Wieso? gibts den in der Originalserie nicht mehr? Was ist denn da passiert - hab seit ein paar Jahren nicht mehr in die Serie "reingelesen"...
Ich auch nicht, aber ich halt mich damit auf dem Laufenden:

http://www.perrypedia.proc.org/wiki/Hauptseite

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mgaul 05.08.2011, 18:05
4. Wie soll das funktionieren?

An sich macht ein Reboot der Serie durchaus Sinn. Die ersten paar hundert Hefte sind, nach heutigen Maßstäben beurteilt, unglaublich altbacken. Was 1961 für viele Leser noch ein hochinteressantes, buntes Zukunfts-Setting war, stellt sich heutigen lesern als seltsame Parallel-Welt dar, die ihnen nicht mehr viele Anknüpfpunkte zur eigenen Realität bietet.

Beispiel: In "Perry Rhodan" findet 1971 die erste Mondlandung statt. Perry Rhodan ist einer der Astronauten und findet auf dem Mond neue Technologien (z.B. "Positronen-Computer"), mit Hilfe derer er die Erde eint. Wichtige Helfer auf diesem Weg sind zahlreiche "Mutanten" - Menschen mit psionischen Fähigkeiten, oft hervorgerufen durch Mutationen, die durch die atomare Strahlung rund um Hiroshima nach dem 2. Weltkrieg ausgelöst wurden.

In den 60er Jahren war das eine Geschichte, die neue und spannende Technologien zu einem epischen Ganzen verwob. Die Mondlandung hatte noch nicht stattgefunden (aber das Rennen war im Gange), Computer waren ein großes Mysterium, auch Hiroshima war in den Köpfen vieler Leser noch sehr lebendig.

Bei heutigen neuen lesern erzeugen diese Geschichten eher ein Gefühl, das irgendwo zwischen Belustigung und Befremden anzusiedeln ist. Der Mond ist heute ein alter Hut, und die Leser dürften wissen, dass die ersten Astronauten Armstrong und Aldrin hießen statt Rhodan und Bull. Hiroshima ist für heutige junge Leser ein gewschichtliches Ereignis wie viele andere, es weckt keine großen Emotionen mehr, weil sie teilweise zwei Generationen später geboren wurden (und "Mutanten" sind bisher ja auch nicht aufgetaucht). Computer sind ein Alltagsgegenstand, und in vielen Elementen wirkt die Realität heute deutlich technisierter als Rhodans "Zukunft", die z.B. keine Handys, Laptops oder iPods kennt, vom Internet ganz zu schweigen.

Grundsätzlich macht ein Reboot also Sinn bzw. ist sogar nötig, um neue Leser für die Serie zu interessieren.

Das Problem hierbei ist, dass ein solcher Reboot, damit er funktioniert, sehr radikal sein müsste. Und wenn die Autoren sagen, dass es "keine Vermischung, keine Übergriffe, keine Pararealitäten" geben werde und dass die Geschichten "neu interpretiert und ergänzt" würden, dann ist fraglich, ob tatsächlich mit der nötigen Radikalität vorgegangen wurde. Diese Formulierungen klingen eher danach, als sei versucht worden, einen Kompromiss zwischen nostalgischen Alt-Lesern und potentiellen Neu-Lesern zu schließen - was aber unmöglich sein dürfte, dafür sind die jeweiligen Wünsche und Bedürfnisse zu verschieden.

Es ist aber natürlich möglich, dass der Reboot mit der notwendigen Radikalität vollzogen wurde, dass aber das Marketing dies den Alt-Lesern noch ein wenig vorenthält, um sie nicht gleich zu Beginn abzuschrecken.

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metaller16 05.08.2011, 18:14
5. Atlan

Alles noch mal neu schreiben ?

Wozu ? Um mehr junge LeserInnen zu gewinnen ?

Das wird nicht funktionieren aus 2 Gründen:

1. Wird heute bei jungen Leuten nicht mehr soviel gelesen wie früher (wg PC Spiele, Internet etc.)

2. Waren die Stories meiner Ansicht nach perfekt.

Ich denke nur an den Zyklus Atlan König von Atlantis hach war das schön.
Hab mich unlängst dabei ertappt wie ich mehrere Hefe wiedergelesen hab :)
Eine Fortsetzung der Atlan Reihe wäre geil bleibt aber wahrscheinlich Wunschdenken.

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Cudicini 05.08.2011, 18:18
6. Bin gespannt!

Man will damit wahrscheinlich viele neue Leser gewinnen, die u.a. die alten Hefte nicht mehr lesen wollen und die aktuelle Handlung nicht verstehen.
Bin gespannt! Werde das erste Heft auf jeden Fall lesen!

http://www.volkerhoff.de/perry-rhodan

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Cudicini 05.08.2011, 18:34
7. Aktuelles über Perry Rhodan

Hinweis auf die Facebook-Gruppe: Aktuelles über Perry Rhodan

https://www.facebook.com/groups/perrynews

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spiegel-hai 05.08.2011, 19:07
8. Schreck laß nach

Zitat von sysop
Neue Leser gefällig? Unter dem Titel "Perry Rhodan Neo" startet die weltweit älteste noch laufende Science-Fiction-Romanserie noch einmal komplett neu. Die Abenteuer des unsterblichen Astronauten Perry Rhodan werden modernisiert und wieder von vorne erzählt.
einem PR-verfallenen Schulkameraden zuliebe habe ich mich seinerzeit durch die ersten 130 Hefte oder so gearbeitet. Am Anfang war's ja noch witzig und spannend, dann öde und schließlich eine Quälerei. Das sollen sich andere antun. Ohne mich.

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dr.könig 05.08.2011, 20:27
9. Verkaufsförderung

Zitat von mgaul
An sich macht ein Reboot der Serie durchaus Sinn. Die ersten paar hundert Hefte sind, nach heutigen Maßstäben beurteilt, unglaublich altbacken. Was 1961 für viele Leser noch ein hochinteressantes, buntes Zukunfts-Setting war, stellt sich heutigen lesern als seltsame Parallel-Welt dar, die ihnen nicht mehr viele Anknüpfpunkte zur eigenen Realität bietet. Beispiel: In "Perry Rhodan" findet 1971 die erste Mondlandung statt. Perry Rhodan ist einer der Astronauten und findet auf dem Mond neue Technologien (z.B. "Positronen-Computer"), mit Hilfe derer er die Erde eint. Wichtige Helfer auf diesem Weg sind zahlreiche "Mutanten" - Menschen mit psionischen Fähigkeiten, oft hervorgerufen durch Mutationen, die durch die atomare Strahlung rund um Hiroshima nach dem 2. Weltkrieg ausgelöst wurden. In den 60er Jahren war das eine Geschichte, die neue und spannende Technologien zu einem epischen Ganzen verwob. Die Mondlandung hatte noch nicht stattgefunden (aber das Rennen war im Gange), Computer waren ein großes Mysterium, auch Hiroshima war in den Köpfen vieler Leser noch sehr lebendig. Bei heutigen neuen lesern erzeugen diese Geschichten eher ein Gefühl, das irgendwo zwischen Belustigung und Befremden anzusiedeln ist. Der Mond ist heute ein alter Hut, und die Leser dürften wissen, dass die ersten Astronauten Armstrong und Aldrin hießen statt Rhodan und Bull. Hiroshima ist für heutige junge Leser ein gewschichtliches Ereignis wie viele andere, es weckt keine großen Emotionen mehr, weil sie teilweise zwei Generationen später geboren wurden (und "Mutanten" sind bisher ja auch nicht aufgetaucht). Computer sind ein Alltagsgegenstand, und in vielen Elementen wirkt die Realität heute deutlich technisierter als Rhodans "Zukunft", die z.B. keine Handys, Laptops oder iPods kennt, vom Internet ganz zu schweigen. Grundsätzlich macht ein Reboot also Sinn bzw. ist sogar nötig, um neue Leser für die Serie zu interessieren. Das Problem hierbei ist, dass ein solcher Reboot, damit er funktioniert, sehr radikal sein müsste. Und wenn die Autoren sagen, dass es "keine Vermischung, keine Übergriffe, keine Pararealitäten" geben werde und dass die Geschichten "neu interpretiert und ergänzt" würden, dann ist fraglich, ob tatsächlich mit der nötigen Radikalität vorgegangen wurde. Diese Formulierungen klingen eher danach, als sei versucht worden, einen Kompromiss zwischen nostalgischen Alt-Lesern und potentiellen Neu-Lesern zu schließen - was aber unmöglich sein dürfte, dafür sind die jeweiligen Wünsche und Bedürfnisse zu verschieden. Es ist aber natürlich möglich, dass der Reboot mit der notwendigen Radikalität vollzogen wurde, dass aber das Marketing dies den Alt-Lesern noch ein wenig vorenthält, um sie nicht gleich zu Beginn abzuschrecken.


Sicher, jeder Verlag braucht neue Kunden, aber hier ist
a la long der Weg das Ziel.
Neue Kunden an die bisherige Serie heranzuziehen,
war immer schwer und wird durch die 50 Jahre eher noch schwieriger.
Nun kann man behutsam aufbauen und dann durch einen
Sprung direkt ins aktuelle Geschehen, geht doch.

Danach beginnt der nächste Reboot.
Dieser jetzige Versuch ist reines Unternehmertum
mit allen Risiken, die es wert sind, eingegangen
zu werden. Kompliment !!

Auf die nächsten 50 Jahre... zu den Sternen !!

Ein sog. " Altleser ".

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