Forum: Kultur
Romanserien-Neustart: Eine neue Zukunft für Perry Rhodan

Neue Leser gefällig? Unter dem Titel "Perry Rhodan Neo" startet die weltweit älteste noch laufende Science-Fiction-Romanserie noch einmal komplett neu. Die Abenteuer des unsterblichen Astronauten Perry Rhodan werden modernisiert und wieder von vorne erzählt.

Seite 4 von 4
WHO23 13.08.2011, 21:17
30. aa

Zitat von seppiverseckelt
...aber warum melden Sie sich dann überhaupt hier zu Wort ??? Lassen sie den Jüngeren doch einfach die freude- und die Entscheidung ! für mich selbst wird der relaunch auch nichts- ich hab noch meine Hefte der IV. Auflage von 1976 ... auch wenn ich wie viele andere -wie das Leben so spielt- nicht lückenlos dabeigeblieben bin, möchte ich meine SF-Initiation als damals 12Jähriger noch heute nicht missen... Es ist gut dass es PR immer noch gibt !
1976 gab es noch keine IV. Auflage.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
h3rtz 16.08.2011, 08:27
31. ausgesprochen angesprochen!

Fuer mich kommt dieser Neustart wie gerufen.

Durch Gratis-Hoerspiele.de kam ich auf den Perry Rhodan Geschmack und suche seit laengerem eine Methode zum Einstieg. Das Lesen der Silberbaende kommt fuer mich nicht in Frage, da ich im Ausland lebe und oefter mal umziehe, da moechte ich mich nicht mit derartigen Waelzern im wahrsten Sinne des Wortes belasten. Die Hoerbucher dieser Serie erscheinen mir unvollstaendig bzw. die Reihenfolge ist kaum nachvollziehbar.

Faszinierend ist an PR das Ausmass des Universums und die Mischung aus SF und Fantasy. Ein Vorredner hat es mit "Parallelwelt" gut auf den Punkt gebracht. Der zeitliche Rahmen spielt fuer mich weniger eine Rolle, sondern mehr die Moeglichkeit, diesmal (als im Jahre 1981 "zu spaet geborener") von Anfang an dabei zu sein und die Evolution der Geschichte Schritt fuer Schritt mitzuerleben.

Aber als Audiobook, bitte.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
rosteins 19.08.2011, 04:38
32. Misserfolg vorprogrammiert

Der "Neustart" der Rhodan-Serie wird nicht klappen können. Dabei ist es völlig egal, wie gut die Hefte an die gegenwärtigen Lesegewohnheiten angepasst werden. Das Problem ist, dass der Heftroman (auch wenn er sich hier als "Taschenheft" tarnen will) ein totes Medium ist. Man sieht das ja sogar an den Kommentaren der aufgeschlossenen Konsumenten: "Aber bitte als Audiobook". Nun noch einmal die alten Storyline-Erfolgsformeln herauszuholen, mutet an, wie Karl May ins 21. Jahrhundert transferieren zu wollen, wo es aber doch nun Harry Potter gibt.

Ich sammle seit über 30 Jahren Heftromane und seit Ende der 80er-Jahre gibt es einen eindeutigen Abwärtstrend bei den Verkaufszahlen (nur die Bastei-Serie MADDRAX konnte sich als fortlaufende Serie seitdem dauerhaft etablieren).

Ich glaube nicht, dass die Serie langfristig durchhalten kann und vermute sogar, dass die dem Verlag bewusst ist. Ich ordne das eher in den Bereich "Promotion" für die Stammserie ein. Pünktlich zum 50-Jährigen und wohl auch einer gewissen Not geschuldet

Trotzdem schön, dass sich auf dem Heftromansektor mal wieder etwas tut...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
nasobema 14.09.2011, 16:24
33. Warum nicht?

Zitat von rosteins
Der "Neustart" der Rhodan-Serie wird nicht klappen können. Dabei ist es völlig egal, wie gut die Hefte an die gegenwärtigen Lesegewohnheiten angepasst werden. Das Problem ist, dass der Heftroman.......
Na, ich würde es nicht ganz so skeptisch sehen. Es rechnet wohl keiner ernsthaft damit, nochmal 2600+ Hefte rausbringen zu können. Aber die Rhodan-Serie hat eine ganze Reihe kurzer Miniserien ausgekoppelt, die zum Teil ziemlich gut ankamen.
Das neue Konzept erinnert mich an das Remake von Battlestar Galactica, wodurch die angestaubte Originalserie nach meiner Meinung sogar übertroffen wurde.

Ein Riesenhit wird's wohl nicht, aber wenigstens eine Kurzserie wäre auch schon schön.
Und was das "tote Medium" angeht. Alle Rhodan-Publikation erscheinen meines Wissens auch als Ebook womit man der "Generation I-Phone" entgegenkommen dürfte.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Ulrich Vissering 26.09.2011, 22:59
34. Ein Remake mit dem langen Atem der Originalserie wirds kaum werden

Zitat von mgaul
Die ersten paar hundert Hefte sind, nach heutigen Maßstäben beurteilt, unglaublich altbacken.
Was heisst denn altbacken? Nichts gegen den Neustart der Startrek Geschichte in einem Paralleluniversum, oder der fantastischen Neuerzählung von Galactica, aber sind deshalb die ursprünglichen Serien nicht mehr sehenswert? Sind die ersten Rhodan Geschichten nicht gut erzählt? Der Beginn auf dem Mond ist doch nur ein kurzer Einsteiger während schon in den ersten Bänden das Sonnensystem verlassen und das Feld der Space Opera betreten wird, recht militaristisch, aber macht spätere Space Opera das anders?

In der neuen Serie wird Rhodan vermutlich nicht mehr 1300 Jahre als wundersamerweise wieder und wieder bestätigter Großadminstrator eines pseudodemokratischen Imperiums durchkommen, da funktioniert die demokratische Erdung heute sicher anderes als bei der ersten Autorengeneration 16 Jahre nach dem Kriege, aber sorgt das automatisch für bessere Geschichten? Schon im MdI Zyklus, der meines Wissens bis heute als gelungen betrachtet wird, überspringt die Serie die Schwelle zu unserer großen Galaxien-Schwester der lokalen Gruppe, und zugleich die zeitliche Schwelle, wohl kaum altbacken. Mit Band 300 wird eine Raumschiff Gigantomanie erreicht die kaum wiederholt wurde, mit den 500er Bänden werden Entfernungen überwunden die in moderner Zeit erst die Wurmloch verwöhnten Stargate Fans kennen lernten, von im Hyperraum verborgenen Kleingalaxien gar nicht zu reden. In den zahlreichen Zyklen ist immer wieder auch die Anbindung an die Realzeit zu erkennen und an moderne Trends der Scifi Literatur insgesamt, da hat man sich immer bemüht am Ball zu bleiben, auch Fans des New Age und des Cyberpunks finden ihre Aufhänger.
Zitat von mgaul
Wichtige Helfer auf diesem Weg sind zahlreiche "Mutanten" - Menschen mit psionischen Fähigkeiten, oft hervorgerufen durch Mutationen, die durch die atomare Strahlung rund um Hiroshima nach dem 2. Weltkrieg ausgelöst wurden.
Also mit Mutanten lässt sich bis heute eine Menge anfangen, Stan Lee und Co lassen grüssen.
Zitat von mgaul
wirkt die Realität heute deutlich technisierter als Rhodans "Zukunft", die z.B. keine Handys, Laptops oder iPods kennt, vom Internet ganz zu schweigen.
Die gleiche Kritik kann man in der SF doch ständig anbringen, die laut vor sich hinklickenden Computer auf der Nostromo sind auch lustig, aber ist der Film altbacken?
Zitat von mgaul
Es ist aber natürlich möglich, dass der Reboot mit der notwendigen Radikalität vollzogen wurde, dass aber das Marketing dies den Alt-Lesern noch ein wenig vorenthält, um sie nicht gleich zu Beginn abzuschrecken.
Man wird die Altleser vielleicht aus Interesse zum Lesen einzelner Bände bringen können, aber wer legt seine bis heute gesammelten und als komplexe Welt über 2600 Bände hinaus entwickeltes "Realität" des Perryversums einfach beiseite, zumal das ja weiterläuft? Jeder Altleser erinnert sich an zahlreiche Hefte die ihm nicht mit der gleichen Freude neu erzählt werden können, wie es auch einem Wolfgang Krege nicht gelang die ältere Übersetzung des Herrn der Ringe durch Carroux abzulösen.

Hauptproblem eines Neubeginns wird aber die Frage der nachlassenden Leserschaft für solche Serien überhaupt sein, fraglich dass eine modernisierte Version das abstellen kann, und ob die Konkurrenz fürs eigene Produkt hilfreich ist bleibt abzuwarten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mahkacz 07.10.2011, 12:45
35. 'Ramake' im Stil der Sechziger - nur ohne Zukunft

Zitat von weltsichtig
Den Charme der Serie machte einfach die damals in den 60er Jahren noch ungebrochene Fortschrittsgläubigkeit aus; das war halt eine Zeit, wo Zeitschriften und Sachbücher für das Jahr 2000 ernsthaft fliegende Autos .....
Genau das dürfte für das 'Remake' das Problem sein: fehlende Zukunft-Ideen.
Abgesehen davon das das erste 'Heft' auch sprachliche Grausamkeiten aufweist, hat der Autor weder eine Idee, wie die Welt politisch/wirtschaftlich/sozial im Jahr 2036 aussehen könnte, noch hat er eine Idee, wie man Interent und IPod etc integrieren kann in die Geschichte: Da lebt jemand immer noch am Stammtisch des Kalten Krieges. Oder die PR-Community ist so dogmatisch, dass jeder modernisierende Eingriff in 'ihr' PR-Universum verboten wird.

Unabhängig davon: ich behaupt einfach mal ganz frech, dieses 'Neo'-Remake dient nur dazu, vor der Eisntellung der PR-Serie bei den sog. 'Altlesern' noch mal kräftig abzusahnen. Sollte das misslingen,dann wird 'Neo' nach acht Heften tot sein.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 4 von 4