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Rot-Rot-Grün-Talk bei Illner: Zum Regieren verdammt
DPA

In Thüringen soll es eine rot-rot-grüne Koalition geben. Darüber lässt sich doch vortrefflich streiten. Und so ging es bei Maybrit Illner nicht nur um Parteipolitik, sondern auch um Zeitgeschichte und unbewältigte deutsche Fragen.

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guenther.kukla 24.10.2014, 07:24
1. befremdlich...

... ja grotesk ist es, wenn 25 Jahre nach dem Mauerbau die Maurer wieder an die Macht kommen. Das das auch noch mit Hilfe der SPD und der "grünen Verbotspartei" passiert ist für mich geradezu schockierend

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egal 24.10.2014, 07:39
2. Was soll die Polemik?

Liebe SPON Redaktion, es geht hier nicht darum, ob irgendwelche steifkonservativen menschen die Angst vor der SED aus geschichtlichen Gründen schürt, sondern um das, was die unlackierte SED noch heute tut. Ad 1.) Sie lehnt es ab, die DDR einen "Unrechtsstaat" zu nennen. Ad 2.) Vorstandmitglieder wie Frau Pau proklamieren öffentlich in obskuren kommunistischen Plattformen, dass das "Abfackeln" von Bundeswehrgerät zur Ablehnung von Auslandseinsätzen ein vertretbares Mittel sei. Ad 3.) Sie proklamieren Verstaatlichung von Privatvermögen z.B. im Gesundheitswesen. Ad 4.) Die Steuerpolitik fußt einzih auf dem gedanken einer verquerten Gerechtigkeit nach dem Motto: "allen das Gleiche" egal ob sie/er etwas schaffen oder nicht. Die logische Konsequenz aus der extremen Besteuerung der Vermögenden - wie im Programm - ist diese entweder staatlich zu enteignen oder aber an der Ausreise zu hindern... Und dann samma mal wieder beim Lieblingssatz der deutschen Sozialisten: "Niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten ..."

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ashauval 24.10.2014, 07:43
3. Isse ganze schlechtes TVse gestern Abend...

...ich habe seit langem mal wieder eine Sendung von Frau Illner gesehen, es wird wohl immer deutlicher, dass in jeder Talk-Runde der Öffies immer eine Opferanode vorhanden sein muss, teilweise auch wenn diese gar nicht richtig zum Thema passt. Gestern war dieses der AfD Kollege, der die Erwartungen auch prompt erfüllt hat... ganz schlechtes Schauspiel!! Streitereien auf ganz niedrigem Niveau und eine Talkmasterin, welche Ihren Gast dann sogar mit "Baby-Heul-Augen" vorgeführt hat, als mal kurz auf die Arbeit des heutigen Journalismus eingegangen wurde - Großes Kino Frau Illner, wirklich professionell!! Die bekannten Prügel-Bilder von Herrn Ramelow wurden nicht erwähnt, da scheint sich niemand ran zu trauen, die Kollegin der SPD muss irgendwie schlecht geschlafen haben und war völlig angepi**t... Am erschreckendsten für mich: Markus Söder war teilweise so locker und gut drauf, dass der fast schon sympathisch war, obwohl CSU!! Während Ihrer nächsten Sendung werde ich definitiv nicht dabei sein und mich wichtigeren Themen zuwenden wie der Pflege meiner Fußnägel, neuen Eintragungen im Telefonbuch oder ich zähle einfach mal den Grashalmbestand auf unserem Grundstück durch. Journalismus war früher mal interessant und hat Menschen wirklich aufgeklärt...

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Angelheart 24.10.2014, 07:45
4. Die letzten...

...drei Sätze sind doch eigentlich die interessantesten! Doch wie immer schweigen die Schwarzen...wieso eigentlich?

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observerlbg 24.10.2014, 08:00
5. Schade, dass soviele Michels alternativlos

Mutti ins Herz geschlossen haben. Die nächste Bundestagswahl könnte sonst explosiv werden. Man stelle sich vor, CDU/CSU 34%, SPD (verdientermaßen) 15%, AfD (nicht sehr unwahrscheinlich) 18% und die Linken (jetzt endlich akzeptiert) 16 % und die Grünen (nun ja, die Langweiler) 10 %. Der Rest verteilt auf "ferner liefen". Fehlt da wer? Nee! Aber wir Deutschen lieben ja keine Experimente. Und so bleibt uns die Groko wohl bis zur Implosion der EU erhalten.

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Mahagon 24.10.2014, 08:03
6. Rien ne va plus...

Eine der besten Sendungen seit sehr langer Zeit. Entsetzt war ich regelrecht über die Entgleisungen des grünen "Bürgerrechtlers" Schulze, der den Linken doch tatsächlich ihren Antifaschismus vorwirft und alle Bedenken der Linken zur politischen Zukunft der Ukraine mit der Swoboda (Regierungspartei, deren parteieigener Think-Tank immerhin "Joseph-Goebbels-Zentrum" heißt...) als moskautreue Stalinistenrethorik (kein Zitat!) zurückgewiesen hat...für diesen Mann wird die Linke scheinbar immer nur das alte Feindbild SED bleiben.
Das Adjektiv "verbiester" aus dem Artikel trifft es schon recht gut, "verbittert" und "unversöhnlich" fänd' ich jedoch passender.

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spon-453-7coi 24.10.2014, 08:13
7. Illner gestern

Bartsch und Lucke: beide politisch an den Rändern, Wählergruppen überlappen sich teilweise: gleiche Sauce
Fahimi: einzige inhaltliche Aussage: AFD eine Gefahr für Deutschland, damit Diskreditierung von über 10% der Wähler der letzten Landtagswahlen: inhaltsleer
Schulz: zu Recht wegen der eigenen Vita verbittert, das ist verständlich, aber politisch auf Dauer allein nicht tragfähig, richtiger Ansatz zum Stalinismus
Söder: machte auf mich überraschenderweise den weitaus besten Eindruck, ruhiger und überlegter Vortrag, ließ keine Zweifel am Abstand zur AFD
Illner: fragte bei Lucke und Fahimi energisch nach: kenne ich bisher so gar nicht von ihr.
Fazit: Sendung war für eine Talkshow ok.

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see_baer 24.10.2014, 08:25
8. Gerade Herr Söder.. . wie viele Ex?- Nazis

gab es zwischen 55 und 75 in der CDU/CSU?
Fillbinger war bis zu seinem Tod noch in der Wahlkommision des Bundespäsidenten. Spiel euch nicht so auf - die Realitätsanforderungen rücken das Maß schon zu recht.

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annetteseliger 24.10.2014, 08:26
9. Die Zeit wird alles klären - auch die Diskussion......

....über die Linken. Im Westen hat sich das Problem mit den Nazis nach dem zweiten Weltkrieg mittlerweile biologisch geklärt. Diese Diskussion wurde im Westen auch nie zu Ende gebracht. Es gab Ministerpräsidenten, die während der Nazi Zeit ihr Geld als Richter verdienten und es gab auch Bundeskanzler, die aufgrund ihrer Nazi Vergangenheit öffentlich geohrfeigt wurden.

Die "etablierten" Parteien sind wie schlechte Versicherungsmakler. Sie möchten uns immer Glauben machen, dass die Welt untergeht, wenn wir sie nicht wählen. Dabei geht es im wesentlichen immer um Macht, Einfluss und gutbezahlte Posten.

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