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Rundfunk in Europa: Generalangriff auf die Öffentlich-Rechtlichen
REUTERS

In Deutschland eskaliert die Abgabedebatte, die Schweiz stimmt über den Rundfunk ab - und in ganz Europa werden die Öffentlich-Rechtlichen heftig attackiert. Was passiert da gerade? Was lässt sich dagegen tun?

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MisterD 28.02.2018, 12:15
10. GEZ war, ist und bleibt sinnvoll...

aber die Gebühren müssen runter und die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten müssen ihr Programm ausdünnen...

NDR1, NDR2, Njoy, MDR Sachsen-Anhalt, MDR Thüringen, MDR Jump, WDR1, WDR2, WDR3, hr1, hr2, hr3... das sind allein die Sender, die ich in Südniedersachsen im Radio empfange und die alle über GEZ finanziert werden...

Und im Fernsehen gibt es mittlerweile auch über 20 GEZ-finanzierte Kanäle...

Das öffentlich-rechtliche hat für mich eine in erster Linie informative Funktion und dient nicht vorrangig der Unterhaltung. Wenn ich mir aber anschaue, wieviele Telenovelas, Quizshows usw. da mit meinen Gebühren finanziert werden, dann macht das mich das in der Tat sauer.
Warum soll bitteschön der 50.000 EUR-Gewinn der Kandidaten bei "Gefragt, gejagt", aus Zwangsgebühren bezahlt werden?

Das ist das eigentliche Problem der GEZ...

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champagnero 28.02.2018, 12:15
11. ...

Typisches Halbgares Gewäsch, das teilweise die richtigen Fragen anschneidet, aber nicht konsequent zu Ende denkt. In Osteuropa bestimmen also die Regierungen, wer bei den ÖR Medien das sagen hat... Wer bestimmt das nochmal in Deutschland? Die Rundfunkbeiräte... Und die sind entscheidend mit wem besetzt? Richtig, mit den Vertretern der Parteien; Politik hat sich also auch bei uns einen gewichtigen Einfluss gesichert. Von völlig überrepräsentierten Relgionsgemeinschaften will ich gar nicht erst anfangen. Serien wie Borgen oder Komissarin blablabla sind sicherlich auch nicht schlecht, nur warum müssen sie vom Steuerzahler finanziert werden??? Warum braucht es DUTZENDE ÖR Fernseh- und Rundfunkprogramme, die in Ihrer Gesamtheit 8 Mrd (!!!) EUR verschlingen und immer noch mehr haben wollen? Nur zum Vergleich, der ETat des Entwicklungsministeriums beträgt jährlich ganze 7 Mrd...

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Luke1973 28.02.2018, 12:16
12. örr

Man ersetze mal das Wort "Rundfunk" durch "Printmedien". Dann merkt man wie absurd das eigentlich ist.

Als ob man staatliche Zeitungen, Zeitschriften, Klatschmagazine und Wissenschaftsmagazine brauchte, um gute Printmedien zu haben. Das kriegen die Privaten ganz gut und unabhängig hin. Wieso sollte das beim TV anders sein?

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Fxxx 28.02.2018, 12:16
13. Unabhängige Berichterstattung durch die Öffentlich-Rechtlichen?

In Deutschland anscheinend halbwegs der Fall, auch wenn die Rundfunkräte voll sind mit komischen Kirchenleuten und ausrangierten Ex-Politikern. Größerer Kritikpunkt ist eher der Unterhaltungsteil. Hier wird quasi jeder Deutsche gezwungen, ein Pay-TV zu bezahlen, das voll ist mit überteuerten Sportveranstaltungen, Gameshows, tausenden sich ähnelnden Krimis, Heimatfilmen, Lotto, Volksmusik und vielem anderen Nonsens, der garantiert nicht zum "Bildungsauftrag" gehört. Dieser Teil sollte wie Dänemark abgestoßen werden.

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tomxxx 28.02.2018, 12:17
14. Polen ist da ein schönes Beispiel...

dort wurden die Massnahmen, die hier auch beschrieben wurden, als sehr problematisch dargestellt. Das Handelsblatt hat dann einmal die Praxis in den unterschiedlichen europ. Ländern dargestellt und siehe da, das selbe Vorgehen ist in anderen Ländern ganz normal. Also bitte den selben Massstab anlehnen!

Und ob der Einfluss von Parteien im öffentlichen Rundfunk in Deutschland so in Ordnung ist, will ich auch in Frage stellen: Im Grundgesetz heisst es letztendlich über Parteien nur: sie wirken an der Willensbildung mit! Nich mehr!

Und warum Parteien, die vom Staat finanziert sind, direkt oder indirekt an Medienunternehmen beteiligt sind bzw. sein dürfen, verstehe ich auch nicht!

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morrisfan 28.02.2018, 12:18
15.

Eigentlich habe ich mit Mitte 50 ein ideales Einstiegsalter in die ÖR, bin ja auch größtenteils damit aufgewachsen, nur leider spricht mich das Programm überhaupt nicht an. Ich kann überhaupt nicht sagen, wann ich das letzte Mal bewußt ÖR geschaut habe. Lahm und behäbig sind faktisch alle Serien und Filme, wenn man zufällig doch mal reinschaut. Talkshows gehen mir voll auf den Zeiger, Volksmusik hasse ich regelrecht, Sport interessiert mich nicht. Aktuelle Filme kaufe ich mir für mein Heimkino, amazon prime habe ich auch noch. Meine Frau schaut noch gerne Dokus, aber ich glaube, Hitler ist der Mensch, den ich am öftesten im Fernsehen gesehen habe. Als Brandenburger hat man ja wenigstens noch einen der besten Radiosender Deutschlands: Radio Eins. Aber da nervt mich das Popgedudel auch immer öfter. Da leg ich mir im Auto lieber ein Hörbuch ein und das als ausgeprochener Musikfan, nur eben von Musik die selten im Radio läuft.
Von den exorbitanten Gehältern bei den ÖR mal ganz zu schweigen, wenn da die Chefs der Sendehäuser mehr verdienen als die Kanzlerin, wie wollen die bitte vom Nichtzuschauer mehr Geld verlangen.

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larry_lustig 28.02.2018, 12:20
16. Wieso was dagegen tun?

Die ÖR in Deutschland sind zu aufgebläht, produzieren viel zu teuer und das meiste gehört nicht zur Grundversorgung.

Die Bezahlung der Intendaten und die Rentenverträge sind absolut unverschämt und das alles aus Zwangsabgaben.

Politisch neutral ist da schon lange nichts...
(wurde ja sogar zugegeben)

ÖR Danke, aber nein danke so wie er heute ist

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syracusa 28.02.2018, 12:20
17. schützt die Demokratie!

Die Rechten wollen nach den Vorbildern Putins, Erdogans, Orbans usw den demokratischen Staat in eine autokratische, illiberale, gelenkte "Demokratie" umbauen. Der öffentlich-rechtlkiche Rundfunk ist dabei oft das größte Hindernis. Nicht in allen Staaten existiert überhaupt ein bürgerrechtlicher Rundfunk wie bei uns, und nicht in allen Staaten ist der verfassungsrechtlich ähnlich gut vor dem Zugriff der Rechten geschützt wie bei uns. Da droht große gefahr für die Demokratie in Europa!

Ohne bürgerrechtlichen Rundfunk wird die öffentliche Meinungsbildung - deren Freiheit elementare Voraussetzung für das Funktionieren der Demnokratie ist - zum Spielball wirtschaftlicher und staatlicher Kräfte. Die mediale Meinungsvielfalt wird drastisch schwinden, weil viele Meinungen nicht im Interesse der privatwirtschaftlichen Macher sind. Die Kosten für auch nur halbwegs qualitätvolle Inhalte werden explodieren, weil der starke Wettbewerb durch den zwangsfinanzierten Rundfunk entfällt. Große Teile der Bevölkerung werden sich die Qualität nicht leisten können, sondern werden ihre Meinungsbildung in die Hände von Fox & Co legen müssen.

Der bürgerrechtliche Rundfunk ist ein freier Rundfunk freier Bürger. Er ist eine der wichtigsten Säulen unserer freiheitlichen Demokratie!

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depribär 28.02.2018, 12:21
18. Unsere Nachbarn sind fortschrittlich...

...und haben erkannt, dass die Grundversorgung mit Informationen kein Milliardenbudget benötigt, wie es das Infoblatt mit dem Titel "Rundfunkstaatsvertrag" zur Folge hat. Es bedarf keiner 10 Rundfunkanstalten wie wir sie aktuell in Deutschland haben. Aus meiner Sicht würde eine Rundfunkanstalt die Grundversorgung in Deutschland sichern. Dann kann man auch das Inkassounternehmen "Beitragsservice" abschaffen und die Rundfunkanstalt über eine zweckgebundene Steuer finanzieren. Für jeden Transparent und nachvollziehbar.
Wenn ich aber sehe, dass irgendwelche Seifenopern in den Öffentlichrechtlichen übertragen werden, statt die Sitzungen des Bundestages, dann frage ich mich schon, in welcher Bannanenrepublik ich hier lebe.

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werner-xyz 28.02.2018, 12:21
19. na ja,

man vergleicht hier wohl Äpfel mit Birnen.
Warum muss über eine Zwangsabgabe Rosamunde Pilcher, Lindenstraße, Marienhof, und wie der ganze Müll heißt finanziert werden? Warum braucht die ARD zig Sendeanstalten mit einem riesen Verwaltungswasserkopf? Damit die abgehalfterten Politiker aus den Kommunen etc. schöne Pöstchen zugeschustert bekommen. Würde man die beide Sendeanstalten auf wirklich sinnvolles Maß zusammen kürzen, hätte wohl auch keiner was gegen die Zwangsabgabe. Tagesschau, Monitor, Markt und wie die ganzen Informationssendungen heißen sind die die am wenigsten kosten. Das Geld geht doch für Fußball und Blockbuster drauf. Wer das sehen will, darf gerne dafür bezahlen. Aber hier wird ja seriöser Journalismus mit Müll und Fußball in einen Top geworfen. Dann lieber mal Sport mit den Sportarten, die mangels Besucherzahlen ein Rand Dasein führen, da muss man dann auch nicht Milliarden für die Übertragungsrechte zahlen. Und wer kein geld hat für Pay-TV Fußball, soll halt am Wochenende seinen faulen Hintern auf den Sportplatz schaffen und vierte Fünfte oder xte Liga schauen, die freuen sich und es kostet nix.

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