Forum: Kultur
Rundfunkdebatte: "So viel Geldverschwendung hält kein System aus"
ZDF/ Sammy Hart

ARD und ZDF sollen reformiert werden, doch sie verweigern Sparmaßnahmen und strukturelle Neuerungen. Jetzt sagt Hamburgs Kultursenator Brosda: Der öffentlich-rechtliche Rundfunk muss ganz neu gedacht werden.

Seite 2 von 16
lathea 13.06.2018, 16:01
10. Eine vernünftige Mediathek.....

......am besten auch noch senderübergreifend wäre echt gut. Das vermisse ich am meisten. Die Mediathek des ZDF ist da noch am besten bis sehr gut, während die der ARD sehr, sehr überarbeitungsbedürftig ist. Reportagen und Sendungen, die in Tagesschau24 wiederholt werden, lassen sich gar nicht oder nicht zeitnah aufrufen. Da kann man allenfalls die Sendung auf Videorecorder aufnehmen, falls man noch einen hat (auf Stick geht meistens auch nicht) oder die Sendung einfach vergessen, wenn man auch keine Zeit für den Wiederholungstermin hat oder einfach mehr ZDF über die Mediathek sehen. Denn für genau diese Beiträge und Filme zahlen wir ja die Rundfunkgebühren und mit der Mediathek lässt sich die Konkurrenz der privaten Sender am besten ausstechen.

Beitrag melden
varphi 13.06.2018, 16:02
11. Clickbaiting im Titel

Da wurde das Zitat für den Titel aber arg aus dem Zusammenhang gerissen. So, wie es im Text genannt wurde, ist es nicht richtig im Titel reflektiert. Das schreit eher nach Clickbaiting auf Kosten der interviewten Person.

Beitrag melden
Msc 13.06.2018, 16:05
12.

Zu allererst müssen die Dritten zusammengestrichen werden. Man braucht nicht 9 Sender, 4 reichen auch. Nord, Ost, West, Süd. Da kann man durch Synergien schonmal 30-40% der Personalkosten sparen.

Beitrag melden
ludwig49 13.06.2018, 16:06
13. Ein altes Thema...

...wieder auf dem Tisch. Wie bekannt, leben die ÖR von zwangsweise erhobenen Gebühren und zudem, wie die Privaten auch, von Werbeeinnahmen. Ebenso fließen Gebühren in die Altersversorgung, und für eine solche ist der Zwangszahler sicherlich nicht zuständig.. Jeder Automatismus bei Geldeingängen regt weder zu Sparmaßnahmen an, noch wird überdacht, in welchem Umfang öffentlich-rechtlich der Bürger informativ versorgt werden soll und ob das überhaupt gewünscht wird. Jeder Zwang wird zu einem ständigen Widerspruch, uns dieser wird den ÖR und den Politikern erhalten bleiben.

Beitrag melden
dagmar1308 13.06.2018, 16:07
14. Halbieren durch Zusammenlegung

Allerdings unbedingt erhalten. Es kann doch nicht sein, dass wie vorgestern im NDR Raser gewarnt werden, an welcher Stelle geblitzt wird, so dass sie wissen, dass im Kreis Eckernförde sie wegen begrenzter Radargeräte sonst überall auf die Tube drücken können, ohne Rücksicht auf etwaige Menschentötungen.
Ist ein kleines Beispiel, für das ich sogar verpflichtet bin, meinen finanziellen Beitrag zu leisten.
Oder die Details, was wohl die Despotenverehrer Gündogan, Mesil u.a. in RUS so essen.
Geistige Schwachsinn trieft in immer mehr Sendungen. Mit dem Hinweis, dass man auch die geistig Unterentwickelten erreichen will, als ob die keine Fernbedienung haben um weiter zu zappen.
Man will den normal denkenden Gebührenzahler scheinbar auch geistig blöd machen und damit willfährig halten.

Beitrag melden
tuan_nguyen 13.06.2018, 16:11
15. ÖR sind aus einem Land vor unserer Zeit

Der ÖR wird zusehends an Bedeutung verlieren und sollte von grundauf reformiert werden.
Statt einen Flickenteppich an Sendern zu erhalten, sollte man sich auf einen Kernauftrag besinnen.
Überflüssige Doppelstrukturen und sündhaft teure Lizenzen, um Sportevents zu übertragen sind nicht nötig.
Der Staat sollte dem Einhalt gebieten und die Strukturen schaffen, eine klare Aufgabe definieren und sich möglichst raushalten.

Innovation braucht man von den Dinos nicht zu erwarten. Netflix verändert die Sehgwohnheiten auf der ganzen Welt, BBC bringt herausragende Produktionen raus und ARD + ZDF verbrennen eine Menge Geld bei miserabler Leistung. Nachrichten erfährt man vor der Tagesschau bereits von Spiegel, Welt, Bild, NZZ, FAZ und Co. in einem erfüllendem Ausmaß.

Ohne Druck wird sich da nur nichts tun, das Treiben geht weiter genau so wie die Leistung und Akzeptanz sinken.

Beitrag melden
timdreher1978 13.06.2018, 16:11
16. Es geht selbstverständlich nicht um den Gebührenbeitrag

von 17,86 oder irgendwann 19,00 €. Über den Hebel der Gebühren (AFD-Sprech: "Zwangsgebühren"), so hoch oder gering sie auch immer sein werden, versuchen rechte Gruppen, den Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk abzuschaffen. Kritische Berichterstattung bzw. investigativer Journalismus ist denen schon immer Hauptfeind (siehe USA, Polen, Ungarn, Österreich etc.) gewesen. Die Talk-Shows haben die Rechten groß gemacht und bald werden sie von ihnen gefressen. Aber nicht nur diese, auch SPON (allen voran mit Fleischhauer) und andere Medien werden wieder willfährige Partner sein, wenn das Halali auf die Sender beginnt, weil die Öffentlich-Rechtlichen es nicht allen recht machen können und die Abstraktionsfähigkeit hinsichtlich der Wichtigkeit von Bildung für eine Demokratie vielen verschlossen bleibt. Den Rechten wird diese Diskussion gefallen, wissen sie doch, wenn es schließlich nur noch private Sender geben wird und die Verblödung der Gesellschaft voranschreitet, haben sie leichtes Spiel - Berlusconi hat es vorgemacht (allerdings gab es da noch Reste von Informationsmedien). Also nur zu: hauen wir das nächste Standbein der demokratischen Gesellschaft mit der Begründung der Einsparung von Kleingeld weg.

Beitrag melden
syracusa 13.06.2018, 16:12
17. mehr Demokratie wagen

Die Forderung, die Rundfunkgebühr automatisch an die Inflation anzupassen, ist auch ziemlich populistisch: genau das ist seit Anbeginn der Rundfunkgebühr nämlich erfüllt. Die Rundfunkgebühr ist inflationsbereinigt heute ziemlich genau so hoch, wie sie es 1953 auch war.

IMO muss der Verfassungsauftrag des ÖRR an die geänderten Rahmenbedingungen angepasst werden. Und das betrifft nicht nur die Digitalisierung, Mediatheken und ein gesamteuropäisches Angebot zur Herstellung einer gesamteuropäischen Öffentlichkeit, sondern auch die Bekämpfung der längst eingetretenen Monopolisierung der Lokalpresse. Da hat sich bei uns ein schon nahezu demokratiegefährdender Filz aus Lokalpolitik und Lokalpresse gebildet, der durch ein öffentlich-rechtliches Modell demokratisiert werden könnte.

Beitrag melden
chuettler 13.06.2018, 16:15
18. Vorsicht!

An dieses Thema sollte besser nicht gerührt werden. Bei allen Mängeln (die es immer geben wird), sind die ö-r Sender eine zentrale Säule der Demokratie und der demokratischen Willensbildung. Jede Diskussion führt dazu, dass auch Extremisten sich daran beteiligen und Verwirrung unter der Bevölkerung stiften. Das darf schon aus demokratischer Disziplin heraus nicht zugelassen werden. Hilfreich sind solche Beiträge wie dieser jedenfalls nicht.

Beitrag melden
claro_que_si 13.06.2018, 16:17
19. Das Thema Altersversorgung wurde vergessen

ARD und ZDF gönnen sich und ihren Rentnern eine Zusatzversorgung über die normale Altersicherung hinaus. Schade, dass das nicht zur Sprache kam. Dieses System muss mit auf den Tisch, weil Tag für Tag jahrzehntlang-wirkende, stetig steigende Kosten produziert werden. Außerdem setzt man Anreize für Personal, das eine Behördenmentalität schätzt und nicht gerade zur intellektuell-kreativen Spitze in der Medienlandschaft zählen dürfte.
Ich bin für das von allen finanzierte, öffentlich-rechtliche System, doch immer mehr Kohle zu verlangen, um so weiter zu machen, wie es schon immer war, wird den Anstalten schneller den Teppich unter den Füßen wegziehen, als es sich die Intendanten vorstellen können. Aber die sind dann ja schon in Rente! ;-)

Beitrag melden
Seite 2 von 16
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!