Forum: Kultur
Rundfunkdebatte: "So viel Geldverschwendung hält kein System aus"
ZDF/ Sammy Hart

ARD und ZDF sollen reformiert werden, doch sie verweigern Sparmaßnahmen und strukturelle Neuerungen. Jetzt sagt Hamburgs Kultursenator Brosda: Der öffentlich-rechtliche Rundfunk muss ganz neu gedacht werden.

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Henderson 13.06.2018, 16:56
50. Alles nur Nebelkerzen

Solange die ÖR als Versorgungsplattform für altgediente Parteigänger, für Politiker und deren Familienangehörige dienen wird sich nichts ändern. Die ÖR sind fest in der Hand der Parteien und dienen deren Wünschen. Dies erklärt schon einmal wie das weltweit mit Abstand teuerste Staatsfernsehen so wenige exportfähige Sendungen zustande bringt und dies bei einem so exportorientierten Land.

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misterknowitall2 13.06.2018, 16:56
51. Grundversorgung?

Zitat von mostly_harmless
Die ÖR sollen die GRUNDVERSORGUNG sicherstellen. Wenn wir dahin zurückkehren, kann man die entsprechenden Gebühren IMHO massiv senken. Kika ist notwendig, wegen mir auch Arte, aber weder die Bundesliga-Erstverwertung noch (gefühlt) 47 Lokalsender in Ostdeutschland
Ok, das scheitert an der Definition von Grundversorgung. Sie brauchen und/oder wollen kika und arte. Ich will Bundesliga und ZDFneo und ZDF-info. Wir können 10 andere fragen und bekommen 10 Varianten. Ich denke, gerade die Lokalsender sind wichtig für die Identität der Leute, gerade im Osten. Das ist deren und dem vertrauen sie auch noch.

PS: Bundesliga gucken jeden Wochen Millionen Menschen. Ich denke, damit ist das öffentliche Interesse groß genug, dass man das unter Grundversorgung fassen kann, selbst wenn sie Fußball nicht leiden mögen.

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syracusa 13.06.2018, 16:58
52.

Zitat von Msc
Zu allererst müssen die Dritten zusammengestrichen werden. Man braucht nicht 9 Sender, 4 reichen auch. Nord, Ost, West, Süd. Da kann man durch Synergien schonmal 30-40% der Personalkosten sparen.
Sie wissen aber schon, dass die föderale Ordnung Deutschland per GG zwingend vorgeschrieben ist, und dass Kultur Ländersache ist?

Natürlich steht es den Landesrundfunkanstalten frei, sich zusammen zu schließen. Aber das haben sie ja schon lange getan: der Zusammenschluss heisst ARD. Die Dritten tauschen alle über lokale Inhalte hinausgehende Sendungen sowieso untereinander aus. Da werden dann z.B. die gleichen, gemeinsam eingekauften Spielfilme gezeigt.

Ihre Forderung ist, so weit sie sinnvoll ist, also schon längst erfüllt. Viel Einsparpotential besteht hier kaum noch. Im Gegenteil: es wird mehr regionale Berichterstattung notwendig, weil die Lokalpresse aufgrund der wirtschaftlichen Dynamik schon längst fast überall zu einer Monopolpresse verkommen ist. Da sind neue mediale Angebote des ÖRR notwendig, um demokratische Verhältnisse zu sichern.

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Max Super-Powers 13.06.2018, 16:59
53.

Ich bin kein Fan von Steuern und erst recht keiner von staatlichen ZWangsmaßnahmen. Aber ÖR-Sender sind das einzige, was man heute noch anschauen kann, ohne von allen Seiten mit dem typischen Privatfernsehen Bullsh... zugehagelt zu werden. Nicht nur die Werbung, sondern vor allem auch die Ausrichtung der Sendungen.

Anders gesagt: Die paar Euro GEZ oder wie es sich mittlerweile nennt, sind mir in Anbetracht dessen, dass ich dafür (im Gegensatz zum Großteil meiner Steuern) etwas von Qualität geboten bekommen, recht hupe. Und bitte: Rosamunde Pilcher ist nicht das einzige, was im ÖR-TV läuft, bevor das Argument jetzt einer auspacken will

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Ossibär 13.06.2018, 17:01
54.

Und alle zahlen ein,auch Hartz iV Bezieher.Aufstocker, Grundsicherung im Alter und Hartz IV Bezieher 5 Euro. Der Rest 10 Euro.Das muss reichen. Brauchen wir z.b. wirklich einen Tagesschau Kanal? Warum nicht wie beim ORF ein 1,2 und drittes Programm? Wahrscheinlich preiswerter als ARD und ZDF zusammen,weil keine Konkurrenz.

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acitapple 13.06.2018, 17:02
55.

Zitat von lynx999
Ich möchte auf die Tatsache aufmerksam machen, dass die Milliardengelder auch verhindern dass sich neue Rundfunksender überhaupt erst etablieren können und zu einem überregionalen Programm wachsen können. Gutes Beispiel aus Baden: Dort gibt es „BadenTV“ Für einen so kleinen Fernsehsender ein absolut respektables Programm zu lokalen Themen in Baden mit Schwerpunkt auf Karlsruhe und neu auch Freiburg. Sogar mit Liveübertragungen usw. Dies wird von Werbekunden und den Zuschauern geschätzt. Der Sender ist erfrischend modern und trotzdem hochseriös. Eine weitere Expansion des Senders wird aber vom SWR verhindert. Nicht aktiv - sondern schlichtweg weil er da ist und mit riesigen Budgets und unzähligen Studios eigentlich alles berichtenswerte mehrfach abdeckt. So wird der Marktzugang unmöglich gemacht. Die Werbebudgets der ganz großen Unternehmen landen auch beim SWR.
Völlig korrekt. Private Konkurrenten haben quasi von Beginn an keine Chance sich zu etablieren. Daher bleibt denen ja nur jenes Programm, dass von den ÖR nicht angeboten wird: Trash, 24/7-News, Musiksender usw. Da sie keine Konkurrenz fürchten müssen, sind sie auch nicht bereit notwendige Sparmaßnahmen anzugehen. Geld kommt ja so oder so rein.

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misterknowitall2 13.06.2018, 17:02
56. Internet

Zitat von marty_gi
Ich glaube kaum, dass der Rundfunkstaatsvertrag ein allumfassend-wohlfuehl-gluecklich-eierlegend-wollmilchsauendes 120 -Kanaele Programm vorsieht. Welches ich, der ich weder Fernsehen noch Radio habe, und auch kein eigenes Internet zu Hause, dann fuer alle anderen mitfinanzieren muss. Der Rundfunkstattsvertrag sollte die Grundbeduerfnisse und die freie Information abdecken. Dafuer wuerde ich zahlen, aber die jetzige Zwangsgebuehr ist Brot-und-Spiele Geld fuer Intendanten und hat mit der eigentlichen Aufgabe nichts mehr zu tun. Da sollte es lieber einen darueber finanzierten oeffentlichen Nahverkehr geben, der wuerde noch die Umwelt entlasten und waere dann wirklich fuer alle gut und viel sinnvoller bzgl. Grundversorgung.
Da sie hier posten, werden sie irgendwie ins Internet kommen und damit haben auch sie Gelegenheit ÖR-Fernseh zu schauen (und das wahrscheinlich auch tun, man will ja mitreden). Ich war mal Student und habe mich auch über die Rundfunkgebühren aufgeregt, weil das Geld damals knapp war. Ich habe damals auch so gut wie kein Fernsehen geguckt, denn ich hatte damals freien Zugang zu DVDs und BlueRays.... zumindest habe ich das behauptet. Geguckt habe ich so natürlich wie alle anderen, schätze sie machen das ähnlich.

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emcioran 13.06.2018, 17:03
57. Das übliche Bashing

Dieser Beitrag ist mal wieder zum gähnen. Das übliche Bashing. Ich bin sehr froh, daß es die ARD und das ZDF gibt. Die Privaten. Ich konnte noch nicht feststellen, dass die soetwas wie ein Programm haben. Und was sparen an geht, daß machen die seit vielen Jahren und nicht zu wenig. Mal informieren hilft. Bei Sport könnte es allerding noch etwas mehr sein.Etwas Dümmeres als Biathlon gibt es ja wohl nicht.
Besonders pikant wird das Interview vor dem Hintergrund der ausufernden Parteienfinanzierung und klamheimlich beschossenen Diätenerhöhungen.

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tailspin 13.06.2018, 17:03
58. Guter Grunddsatz

Ein enger Freund war fuer einige Jahre Programmdirektor beim RTL und den verwandten Kanaelen in Deutschland, und er berichtete in dieser Funktion an RTL Gruender Helmut Thoma. Es gab immer wieder Diskussion ueber die flache Qualitaet der Programme, die Thoma mit Blick auf das deutsche Publikum mit dem Hinweis abbuegelte: "Der Wurm muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler."

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syracusa 13.06.2018, 17:03
59.

Zitat von claro_que_si
ARD und ZDF gönnen sich und ihren Rentnern eine Zusatzversorgung über die normale Altersicherung hinaus.
Könnten Sie das bitte mal erläutern? Meine ehemals beim ÖRR als angestellte Redakteure arbeitenden Freunde erhalten nur die normale Altersrente, für die sie aus ihrem tarifvertraglichem, ganz normalem Gehalt Beiträge geleistet haben.

Das, was Sie ansprechen, sind die Absicherungen der sogenannten "Fest-Freien" Journalisten des ÖRR. Das sind z.B. Autoren, die als Freiberufler ausschließlich für den ÖRR, dort aber immer nur per Werkvertrag und für unterschiedliche Anstalten tätig waren. Der ÖRR hat mit diesen Scheinselbständigen Geld gespart, und hat die Scheinselbständigkeit durch Zahlungen der Sozialversicherungsbeiträge legalisiert. Das ist alles völlig in Ordnung, v.a. aber wird da in keiner Weise irgend jemand aus GEZ-Mitteln überversorgt, wie Sie durch Ihre Aussage suggerieren wollen.

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