Forum: Kultur
Sabine Postel kritisiert den "Tatort": "Das war alles nicht meins"
Radio Bremen/ Manju Sawhney

Im Frühjahr scheidet sie aus dem "Tatort"-Dienst aus, jetzt stänkert Sabine Postel in einem Interview gegen die Experimente der vergangenen Jahre. Auch jüngere Kommissare nerven sie.

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afsoen 19.10.2018, 15:04
10. Kinder-Kommissare

Der Kritik an immer juengeren Kommissaren stimme ich voll zu. Mittlerweile freue ich mich jedesmal, wenn ich in einer Serie einen erwachsenen Ermittler/Anwalt etc. sehe. Zwar ist es erfrischend, dass man auch in Deutschland langsam davon wegkommt, immer nur alte Maenner in wichtigen Rollen zu sehen aber immer nur 20-jaehrige ist auch nicht besser ...

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schmucklos 19.10.2018, 15:14
11. ..."Horst" ... die Figur hieß "Horst Schimanski"!

@hman2 ...ansonsten haben Sie aber recht: "Schimanski" wirkte authentisch für uns "Nicht-Kommissare" und mitunter sehr sympathisch und menschlich. Was Schweiger & Co. seither in diesem Format treiben....das wissen nur Schweiger & Co. (hoffentlich).

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rlw 19.10.2018, 15:18
12.

Und außerdem scheinen die jungen Schauspieler eine extra-nuschel-Sprechausbildung gemacht zu haben.

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t-notifications 19.10.2018, 15:27
13. Man kann es nicht jedem Recht machen

Ja, ich mochte die etwas älteren Tatorte, z.B. das Leipziger Team. Auch die frühen Faber-Tatorte fand ich gelungen, genauso wie das für mich sehr grandiose "Im Schmerz geboren" und Borowski mit Sibel Kekilli. Mittlerweile ist nur wenig geblieben. Meist weit unter Mittelmaß, bei Dialogen, Darstellern und Handlung. Das ist ok. Es gibt ja offenbar immer noch viele, die die aktuellen Tatorte mögen. Für mich ist der Weimar-Tatort übrig geblieben. Die Fälle lösen sich hier von alleine, während alle anderen sich mit Absurditäten beschäftigen. Im Grunde eine Tatort-Persiflage und deshalb viel gelungener als die Münsteraner.

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WSchneider 19.10.2018, 16:00
14. Frau Postel übersieht auch,

dass das Pensionsalter für Vollzugsbeamte in der Realität derzeit bei 62 Jahren liegt. Damit hätte sie selbst als Tatortkommissarin schon vor Jahren in den Ruhestand treten müssen. Ich bin auch nicht mehr der Jüngste, aber junge Kommissare sind mir realitätsnäher, als Rentner, die in Wirklichkeit ihre Abschiedsfeier schon längst absolviert hätten, stattdessen aber etwas hüftsteif durch den Tatort wandeln. Dass man mit zunehmendem eigenen Alter 30-jährige als sehr jung wahrnimmt, liegt nicht an denen, sondern an der eigenen Wahrnehmung. Geht mir auch immer öfter so....

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rosenscholz 19.10.2018, 16:02
15. Es nervt!

Dieser Hype um den Tatort nervt - leider auch befeuert von SPON. Ich wäre dafür, den Tatort auf 3-4 Fälle pro Jahr zu reduzieren - dafür dann mit richtig guten Drehbüchern und Top-Schauspielern. Das eingesparte Geld dann lieber in echte TV-Events wie "Babylon Berlin" stecken.

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ingo.adlung 19.10.2018, 17:02
16. Die Qualität der einzelnen Tatort Folgen ...

... fällt sicherlich unterschiedlich aus und der persönliche Geschmack ist ganz unterschiedlich, aber was soll der Kommentar über junge Kommissare? Die öffentlich rechtlichen müssen das ganze Publikum erreichen, und das nicht nur über Kika, oder wie wollen sie sonst die Zwangsabgabe rechtfertigen? Und dies in Forenbeiträgen auch noch lesen zu müssen macht es nicht sinnvoller.

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p.rubirosa 19.10.2018, 17:06
17.

Das Problem bei der ganzen Angelegenheit ist, dass sie es mit ihrer unsäglichen Omnipräsenz auf allen möglichen Kanälen und Produktionen selbst indirekt (oder vielleicht auch direkt ) verhindert hat, dass es geeigneten Nachwuchs gibt.
Ihr Gesicht hat man übergesehen und das vieler ihrer Kollegen auch. Mit oder ohne 'Tatort'.
Dafür sollten sich alle Darsteller aus dieser Sparte schämen, nur durch den richtigen Draht zu den Redakteuren angeblich als 'gestanden' zu gelten.
Sie hat natürlich Recht wenn kaugummikauende Ex- MTV Moderatoren sich laienhaft selbst darstellen, ohne auch nur den Anschein von Handwerk zu zeigen.
Frau Postel ist da aber auch nicht viel besser.
Denn zum "gestandenen" Schauspiel gehört eben mehr , als nur sich selbst zu spielen bzw immer wieder die empörte Mutti oder Ehefrau zu spielen, mit der sich der Durchschnitt identifizieren kann.
Sie weiss das; und ihre Kollegen à la Neubauer und Schweiger wissen das auch .
Aber sie kommen durch damit durch , da der Zuschauer gemeinhin nicht so genau hinguckt bzw es nicht unbedingt immer sieht. Darauf haben auch sie und ihre Kollegen jahrelang gebaut.
Zitat Stella Adler :
'Being and playing the natural self ist your miserable idea of boring everybody to death.'
Am besten sichtbar in den daily soaps aber eben auch im Abendprogramm des ÖR.
Der 'Tatort' - Drumherum ist da nur ein Symptom dafür.

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noalk 19.10.2018, 17:09
18. "Horst" ... die Figur hieß "Horst Schimanski"!

Zitat von schmucklos
@hman2 ...ansonsten haben Sie aber recht: "Schimanski" wirkte authentisch für uns "Nicht-Kommissare" und mitunter sehr sympathisch und menschlich. Was Schweiger & Co. seither in diesem Format treiben....das wissen nur Schweiger & Co. (hoffentlich).
Ja, die Figur wurde aber von Götz George gespielt, und der Genitiv von "George" ist nun mal "Georges".

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Dramaturgen-Frau 19.10.2018, 17:53
19. Es ist gut, dass sie endlich geht!

Die Miss Marple für Arme im Auftrag Bremens versprühte immer die Energie eines Bienzle, nämlich gar keine. Sie war eine Art energetisches Loch, in welches das Interesse des Zuschausers fiel, sobald sie die Bildfläche betrat. Resultat: Schlaf. Am Ende nochmal "mutig" zu werden, hat einen Hautgout. Das ist aber bei ihren "Fähigkeiten" die einzige Möglichkeit, auf sich aufmerksam zu machen, da diese Darstellerin wohl final in den Ruhestand gehen wird, denn sie ist die zweitschlechteste Kommissarsdarstellerin (nach Ulrike Folkerts alias Lena Odenthal). So bleibt nun noch ein einziger Tatort, der eingestampft gehört: eben jener aus Ludwigshafen. Gehen Sie, Frau Postel, wir weinen Ihnen keine Träne nach, sondern werden nur weiter genervt sein, wenn Tatorte mit Ihnen in den Dritten bis zum Sanktnimmerleinstag wiederholt werden.

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