Forum: Kultur
Sarah Kuttner über Kritik: "Aufs Maul ist aufs Maul"
Katharina Hintze

Im neuen Roman von Sarah Kuttner versucht ein Paar, den Verlust seines Kindes zu bewältigen. Hier spricht die Moderatorin über ihre Erfahrungen mit dem Tod - und darüber, wie sie mit Kritik umgeht.

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Azwraith 12.03.2019, 10:09
1.

Sehr sympathisch die Frau. Das Buch klingt interessant und vielleicht werde ich es lesen.

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laurent1307 12.03.2019, 10:20
2. Aus der Seele gesprochen...

Genau darum geht es!
Vieles kann und darf zugleich sein!
Das überfordert natürlich viele, die in emotionalen Klischees denken.
Freude und Trauer sind kein Widerspruch, es gilt alles zuzulassen um heil zu werden.

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nikaja 12.03.2019, 10:44
3. noch was hinzuzufügen?

freimütig, unverfälscht und mit Leichtigkeit, gibt's noch was hinzuzufügen, ja lesen...

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FocusTurnier 12.03.2019, 12:36
4. Coole Frau

Frau Kuttner ist mir sehr sympathisch. Habe schon vor langer Zeit ihre Show auf VIVA (??) verfolgt und mir gewünscht, daß sie es auch mal in größere Formate schafft. Obwohl - dann wäre sie wohl nicht so geblieben, wie ich sie schätze:

"Man sitzt in Brandenburg und kämpft mit dem ganz normalen Leben."

Kein Münchener Schikimiki, keine Berliner Überheblichkeit. Einfach gut.

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lalito 12.03.2019, 12:38
5. Satz am Schluss

Das ist exakt der Vorwurf, den sich bspw. Helikoptereltern machen lassen müssen. Das Auf und Nieder gehört zusammen mit erhöhtem Herzschlag zum Leben dazu, allerdings aus dem Leben heraus und eben nicht organisiert - dann, durchs Leben kommt die Erfahrung, die echte, die ehrliche.

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House_of_Sobryansky 12.03.2019, 12:55
6. Prefab

Medial Vorgeformte und zugleich Ausgemusterte bilden das bestmögliche Lifestyle-Accessoire der Stunde. Nichtssagend. Kontemporär. Vorverdaut. Es ist wie mit diesen Schmuckkollektionen von Gattinnen und Töchtern von Leuten, die irgendwann einmal etwas waren, was wir vergessen haben.

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Cascara LF 12.03.2019, 13:14
7. Sehr authentisch

Für mich ist Sarah Kuttner schon immer sehr authentisch und ehrlich. Die Kritik an ihr von vor sieben Jahren, als jeder ihrer mindererfolgreichen Ex-Kollegen, der aus dem Tal der Vergessenen auftauchte und ihr Rassismus bescheinigen wollte, hat sie augenscheinlich gut weggesteckt - verlief sie ja auch im Sande. Das war damals an Lächerlichkeit und Hysterie kaum zu überbieten aber in manchen "Kreisen" eben en vogue.

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madameping 12.03.2019, 13:35
8. Welch eine mutige Frau

Weshalb sollte eine Frau, die keine Kinder hat und mutig genug ist, öffentlich zu sagen, Kinder bisweilen doof zu finden, nicht das Recht haben, über Kinder zu schreiben??
Natürlich hat sie das. Diesen Frauen sollte man sogar besonders zuhören und ihre Geschichten lesen.
Warum? Na, weil sie gegen den Mainstream schwimmen und garantiert einen Grund dafür haben - von dem die Gesellschaft lernen kann, anstatt den Geist durch vorgefertigte Meinungen zu blockieren...

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klmo 12.03.2019, 13:58
9.

Kinder sind nicht nur doof und anstrengend, sondern auch gefährlich, so jedenfalls die neuen Botschaften via Presse und verpackt in ein Buchformat.
Brunschweigers Buch "Kinderfrei statt kinderlos - ein Manifest", klärt die Autorin uns auf, warum sie keine eigenen Kinder haben möchte. So könne man einer Studie zufolge 58,6 Tonnen CO2 einsparen, "wenn wir nur ein Kind weniger in die Welt setzen", so in einem Interview im Focus. Aber auch philosophische Gründe seien entscheidend. In der SWR-Sendung "Nachtcafé" sagte Brunschweiger Mitte Februar, sie vertrete die Sichtweise: "Wenn wir jemanden zur Welt bringen, dann fügen wir ihm immer Leid zu. Insofern ist es das beste für mein Kind, wenn ich es nicht bekomme."
Als Ergänzung bieten sich da die Alten Griechen an : "Nicht geboren zu werden ist das Beste; so früh wie möglich zu sterben, das Zweitbeste." (Herakles)
Der Unterschied, die Alten Griechen transferieren die bessere Welt in das Jenseits, die heutige Generation will dies verwirklichen im Diesseits. Die ganze Griechische Philosophie wäre in weiten Teilen neutralisiert.
Und zur Autorin Kuttner: In heutiger Zeit kann Erziehung in der Tat doof und anstrengend sein. Und ebenso fatal ist nun mal die Tatsache, dass Leben immer den Tod mit einschließt.
Was es da in einem Roman zu bewältigen gibt, ist mir ehrlich gesagt nicht sonderlich klar.

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