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Sarrazin-Debatte bei "Anne Will": Jetzt geht's erst richtig los

Tagelang überschlug sich die politische Elite in ihrer Empörung über Thilo Sarrazin - und jetzt? Bei "Anne Will" flaute der Proteststurm über den Polit-Provokateur merklich ab. Und plötzlich kann sie losgehen, die ernsthafte Integrationsdebatte.

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Willi Wacker 06.09.2010, 13:00
90. Warum wohl?

Zitat von Lutz W.
Bosbach, Kelek und Bolz haben gut argumentiert. Den krassen Gegensatz dazu bot Multi-Kulti Göring-Eckardt.
Komisch, die hätten ja als Studiogast mal einen Polizisten aus Neukölln holen können.

Hinter einer Stellwand natürlich, damit es ihm nicht geht wie diesem durch Wow. abgesägten Staatsanwalt.

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beer&sauerkraut 06.09.2010, 13:01
91. Politische Waschweiber & Windige Meinungen

Sarrazin Kritiker haben sich selbts ins Abseits gestellt. Es ist unübersehbar, dass die Argumentation der Kritiker nicht nur haltlos war sondern fingiert um eine jahrelange Vertuschung fortzusetzen. Als Manager Deutschlands müssten sie wegen Untreue und Arbeitsverweigerung sofort entlassen werden. Es sollte sich jeder bewusst werden, dass wenn Deutschland eine Firma ist und Politiker nicht ihre Aufgabe erfüllen sondern die Interessen anderer Firmen vertreten, mna vonoffene Korruption. Das Managen eigener Probleme im eigenen Land löst man mit Scheinagitation und Vertuschung. Es ist völlig klar das man Versucht hat einen Erdrutsch zu verhindern indem man versucht jemanden mundtot zu machen der einfach nur die Wahrheit anspricht. Niemand hat gesagt dass er die absolute Wahrheit ausspricht. Aber eine Wahrheit nach besten Wissen und Gewissen und Courage. Was wie man sieht allen anderen Polit-Demagogen und Inquisitions-Fans fehlt. Und die haltlose Reaktion und Hexenjagd mit einer anschließenden 160-Grad-Wendung zeigt nur die windige Eigenschaft eines erbärmlichen Charakters, der zuvor scheinbar salon-fähig geworden ist. So salon-fähig, dass man selbt die offene Korruption von Herrn Westerwelle nicht zum Anlass nimmt ihn sofort aus dem Amt zu schmeißen.

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Celestine 06.09.2010, 13:01
92. xy

Zitat von JSorel
Sarrazin hat eindrucksvoll, wenn auch vermutlich ungewollt, die latente Ausländerfeindlichkeit in diesem Land entlarvt. Nach dem Lesen diverser Foren hier bei SPON und anderen Internet-Medien drängt sich einem nämlich unweigerlich der Verdacht auf, dass man Migranten nicht eigentlich übel nimmt, dass sie nicht oder wenig integriert sind, sondern dass sie überhaupt hier sind und dass man sie lieber aus Deutschland abgereist sähe als hier voll angekommen. Des weiteren hat er gezeigt, dass Helmut Schmidt mit seiner Einschätzung, dass die Deutschen ein noch immer verführbares Volk seien, vollkommen richtig liegt. Beides keine schönen Erkenntnisse.
Volle Zustimmung. Daher bin ich von der Debatte auch so entsetzt. Die Menschen reden sich ein, dass sie NICHT ausländerfeindlich seien. Vieleicht, wenn es um die Fußball-WM geht. Ich habe z.B. wiederholt in der Bahn beobachtet, wie man Migranten, ob türkisch, arabisch oder farbig, einen freien Sitzplatz mit einem Vorwand vorenthält. Das war die REGEL, keine Ausnahme: Deutsche Fahrgäste wollen anscheinend neben einem noch so gepflegten Ausländer nicht sitzen, egal ob jung oder alt. Auch habe ich einmal mit erlebt, wie ein Schaffner, der mit deutschen Fahrgästen sehr freundlich umging, Migranten, die aus Kosovo nach ihrer neuen Heimat Schweden fahren wollten, unverschämt unfreundlich behandelt hat. Als ich intervenierte und ihn darauf ansprach, haben mich alle anwesenden Fahrgäste völlig verständnislos angeguckt.
Dazu muss ich fairerweise Eines zugeben: Hier in Hamburg habe ich Ähnliches noch NIEMALS beobachtet. Ist wohl eine Frage der Mentalität bzw. der Weltoffenheit der Menschen.

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chillipalmer 06.09.2010, 13:02
93. Alte Kamellen

Zitat von JSorel
Sarrazin hat eindrucksvoll, wenn auch vermutlich ungewollt, die latente Ausländerfeindlichkeit in diesem Land entlarvt. Nach dem Lesen diverser Foren hier bei SPON und anderen Internet-Medien drängt sich einem nämlich unweigerlich der Verdacht auf, dass man Migranten nicht eigentlich übel nimmt, dass sie nicht oder wenig integriert sind, sondern dass sie überhaupt hier sind und dass man sie lieber aus Deutschland abgereist sähe als hier voll angekommen. Des weiteren hat er gezeigt, dass Helmut Schmidt mit seiner Einschätzung, dass die Deutschen ein noch immer verführbares Volk seien, vollkommen richtig liegt. Beides keine schönen Erkenntnisse.
Nerven Sie die Gemeinde hier nicht mit den alten Phrasen. Ds zieht nicht mehr und leute wie Sie kann man gleoch mit in die Verantwortung ziehen, dass es soweie´t gekommen ist. Erinnert doch sehr an die alten Vokabulare der Linken über Jahrzehnte. Nur lässt sich jetzt keiner mehr davon abschrecken. Das Thema ist auf dem Tisch und weg aus der Hoheit der linken Multilkultiträumer.

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Christian Wernecke 06.09.2010, 13:02
94. Treffend

Der Artikel ist ganz hervorragend und trifft den Nagel auf dem Kopf. Jetzt gilt es für die etablierten Parteien, die Fahnenflüchtigen wieder zurückzuholen, bevor eine neue Partei rechts von der CDU gegründet wird. Diese hätte nach Emnid eine Chance, rund 18% an Stimmen zu erreichen. Ich glaube, es herrscht im Hintergrund weiterhin große Nervösität.

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JSorel 06.09.2010, 13:02
95. Genauer lesen :-)

Zitat von CAJ
Schmidt hat auch schon festgestellt das wir keine grenzenlose Einwanderung verkraften können und 1982 schon gesagt das er keinen Türken mehr ins Land lasse. Schmidt also als Kronzeugen für Ihre Behauptungen zu nehmen ist ein bisserl unklug von Ihnen. Oder suchen Sie sich nur das passende raus ? Sind also einseitig ? Das wird glaube ich Sarrazin doch vorgeworfen ?
Ich hab Schmidt als 'Kronzeugen' für die Verführbarkeit der Deutschen 'angerufen' nicht für eine wie auch immer geartete Migrationspolitik. Sie sollten etwas genauer lesen.

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politisch_nicht_korrekt 06.09.2010, 13:03
96. Mal eine ganz ehrliche Antwort...

Zitat von denker77
Liebe Forsiten, mal eine ganz ehrliche Antwort auf meine Frage: Würden Sie sich damit zufrieden geben, dass die muslimischen Migranten einfach in der Schule leisten, studieren, Abi machen und dann wäre alles gut. Oder ist es viel mehr das reine Erscheinungsbild und die Zugehörigkeit zu einer anderen Religion, die sie abstößt, egal ob es nun Akademiker oder ungelernte Hilfsarbeiter? Stört Sie eine Koptuch tragende Ärztin nicht genauso wie eine Kopftuch tragende Hausfrau? Wäre nicht die beste Lösung einfach alle abzuschieben? Wäre das die beste Lösung für Ihren Seelenfrieden? Was wären denn zufridenstellende Mitmenschen mit Migrationshintergrund?
Diejenigen, die sich uns zugehörig fühlen, etwas leisten wollen und können; die sich unserer Art zu leben annähern und diese nicht im Stillen verachten, die unsere Sprache zu erlernen und zu sprechen bereit sind; die mithelfen wollen unser Land voranzubringen, all diejenigen sind mir grundsätzlich willkommen (natürlich unter Rücksicht auf unsere Aufnahmekapazität). Der Rest sollte dorthin gehen, wo der berühmte Pfeffer wächst.

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erbseneintopf 06.09.2010, 13:03
97. nur nicht übertreiben

Zitat von JSorel
Sarrazin hat eindrucksvoll, wenn auch vermutlich ungewollt, die latente Ausländerfeindlichkeit in diesem Land entlarvt. Nach dem Lesen diverser Foren hier bei SPON und anderen Internet-Medien drängt sich einem nämlich unweigerlich der Verdacht auf, dass man Migranten nicht eigentlich übel nimmt, dass sie nicht oder wenig integriert sind, sondern dass sie überhaupt hier sind und dass man sie lieber aus Deutschland abgereist sähe als hier voll angekommen. Des weiteren hat er gezeigt, dass Helmut Schmidt mit seiner Einschätzung, dass die Deutschen ein noch immer verführbares Volk seien, vollkommen richtig liegt. Beides keine schönen Erkenntnisse.
zu Helmut Schmidt:...was dieser Marlboro Mann einschätzt ist mir so ziemlich wurscht...er beleidigt mit so einer Aussage meine Gefühle ;-)

zur latenten Ausländerfeindlichkeit: Auch Ihre reflexartige über Jahre anerzogene Betroffenheit die überall gleich den braunen Mob wittert wird irgendwann einer gesunden Einstellung weichen, in dem endlich über Probleme in alle Richtungen diskutiert werden darf ohne gleich wieder mit dem dt.Schreckgespenst konfontiert werden zu müssen

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Schwarzwälder 06.09.2010, 13:04
98. Antwort

Zitat von denker77
Würden Sie sich damit zufrieden geben, dass die muslimischen Migranten einfach in der Schule leisten, studieren, Abi machen und dann wäre alles gut.
Es geht nicht nur um Bildung, aber ich gehe davon aus, dass Bildung alles einfacher machen würde.

Ich habe leider öfters erlebt, dass ein TEIL der Muslime der deutschen Gesellschaft und ihrer Kultur ablehend bis feindlich gegenüberstehen, während sie gleichzeitig von der Sozialhilfe dieser Gesellschaft leben. Solche Menschen sollten m.E. nicht in Deutschland leben.

Ich sehe auch im Islam selbst ein riesen Problem, weil eben die islamischen Lehren selbst eine Feindschaft und Ablehnung der Kultur der "Ungläubigen" beinhalten. Wie kann ich denn ernsthaft jemanden respektieren, der solche Lehren für göttlich und richtig hält? Wie kann ich einer Religion Tolleranz entgegenbringen, wenn diese selbst zu Intolleranz, Gewalt, Terror und Unterdrückung führt? Wie kann ich eine Religion respektieren, deren "Prophet" es als Lebensaufgabe sah, gegen Ungläubige zu hetzen, dutzende Kriege zu führen und Massaker auszuüben?

Zitat von
Oder ist es viel mehr das reine Erscheinungsbild und die Zugehörigkeit zu einer anderen Religion, die sie abstößt, egal ob es nun Akademiker oder ungelernte Hilfsarbeiter?
Das Erscheinungsbild wäre völlig egal, ebenso wie die Frage einer "anderen Religion". Ich kenne viele Religionen, die gute Lehren haben, die mich nicht verachten, und die nicht zu Gewalt führen.

Zitat von
Wäre nicht die beste Lösung einfach alle abzuschieben? Wäre das die beste Lösung für Ihren Seelenfrieden?
Nein, das wäre vielen gegenüber ungerecht. Meiner Meinung nach sollte jeder in Deutschland leben dürfen, der unsere Kultur und unsere Werte schätzt, der sich positiv in die Gesellschaft einbringen kann (auch mit Arbeit) und der bereit ist, unsere Sprache zu lernen.

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nici2412 06.09.2010, 13:05
99. Sendung

Zitat von sysop
Tagelang überschlug sich die politische Elite in ihrer Empörung über Thilo Sarrazin - und jetzt? Bei "Anne Will" flaute der Proteststurm über den Polit-Provokateur merklich ab. Und plötzlich kann sie losgehen, die ernsthafte Integrationsdebatte.
Relativ gute Sendung. Bis auf die Grünen Politikerin. Die war kaum zu ertragen mit ihren inhaltsleeren Phrasen. Als sie zum Ende den Menschen mit ihrer Aussage, dass die Zustimmung für Sarrazin eigentlich Ängste vor Arbeitslosigkeit und gesellschaftlicher Wandlung seien, die Mündigkeit absprechen wollte, war ich kurz davor wegzuschalten. Danke an Herrn Bolz, dass er die Aussagen der Politikerin entlarvt hat. Weshalb aber einer solchen Person, die inhaltlich NICHTS zu sagen hat, sondern der Gesselschaft Rassismus vorwirft, eine Plattform geboten wird ist mir schleierhaft.

Was ich schade fand war, dass nicht näher auf das Buch von Kirsten Heisig eingegangen worden ist, obwohl es sogar mehrmals in dem Einspieler zitiert wurde. Frau Will hatte öfters versucht auf das Problem der kriminellen muslimischen Großfamilien in Berlin einzugehen, aber keiner hat wirklich darauf reagiert. Besonders Wowereits Meinung als verantwortlicher Bürgermeister hätte mich interessiert.

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