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Sarrazin-Debatte bei "Anne Will": Jetzt geht's erst richtig los

Tagelang überschlug sich die politische Elite in ihrer Empörung über Thilo Sarrazin - und jetzt? Bei "Anne Will" flaute der Proteststurm über den Polit-Provokateur merklich ab. Und plötzlich kann sie losgehen, die ernsthafte Integrationsdebatte.

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Kontrastprogramm 06.09.2010, 11:57
10. Bemerkenswerter Wandel

Zitat von sysop
Tagelang überschlug sich die politische Elite in ihrer Empörung über Thilo Sarrazin - und jetzt? Bei "Anne Will" flaute der Proteststurm über den Polit-Provokateur merklich ab. Und plötzlich kann sie losgehen, die ernsthafte Integrationsdebatte.
War schon bemerkenswert wie sachlich gestern abend diskutiert wurde.

Die Grünen haben offensichtlich nach wie vor ihre Probleme mit der Kritik am Multi-Kulti-Wahn, und auch Herr Wowereit konnte beim Schlendern durch seinen Kitz nicht wirklich irgendwelche Migrationsprobleme entdecken.

Ich denke aber, dass ihn dies als wohl scheidender Bürgermeister auch nicht mehr tangieren muss, sowenig wie ihn vorher die eindeutigen Kriminalstatistiken in seiner Stadt interessiert haben.

Obwohl zwei Wochen lang so getan wurde, als ob dieses Land keine Migrationsprobleme kennen würde, und man schon befürchten musste, dass vor lauter Ignoranz auch noch der Islam zur deutschen Staatsreligion ausgerufen würde, kommen nun doch die ersten Bekenntnisse bzw. Eingeständnisse der politischen Migrationsversäumnisse an´s Licht der Fernsehkameras.

Der deutsche Michel wird es sicher diesmal ernsthafter auf seine Einlösung/Realisierung hin verfolgen.

Man darf gespannt sein, ob die rot-grünen Multi-Kulti-Parteien die Wahlen in Berlin für sich entscheiden werden.

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brasilpe 06.09.2010, 12:00
11. Lohnend.

Zitat von sysop
Tagelang überschlug sich die politische Elite in ihrer Empörung über Thilo Sarrazin - und jetzt? Bei "Anne Will" flaute der Proteststurm über den Polit-Provokateur merklich ab. Und plötzlich kann sie losgehen, die ernsthafte Integrationsdebatte.
Eine glänzende Zusammenfassung!
Ich bin kein Freund des Gelaberes bei Anne Will. Gestern jedoch habe ich wegen der Bedeutung des Themas wieder einmal zugehört.
Es hat sich gelohnt. Wegen der konzisen Beurteilung der Lage durch den Philosophen und Soziologen Bolz und der Beiträge der Soziologin Kelek, und auch um die absolut unfähige Sprechblasenproduzentin und Bundestagsvizepräsidentin von den Grünen zu sehen. Wie kann eine solche Frau in solch ein hohes Amt gelangen?

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wunhtx 06.09.2010, 12:00
12. Wowereit - der Ahnungslose ?

Die Diskussion bei Anne Will war sehr gut.

Bosbach ( CDU ) konnte Merkel öffentlich nicht kritisieren, aber seien Worte waren klar und deutlich.

Wowereit wiederum lebt die Sozialromantik weiter, die er in Berlin betreibt. Nur, diese Gelder werden in Bayern, Baden-Württenberg und Sachsen geschaffen, damit Träumer wie Wowereit die Augen vor Problemem verschließen können.

Frau Göring argumentiert mit der christlichen Nächstenliebe und vergisst, wer den nächsten liebt, sollte diesen und seine Leistungen auch achten und nicht nur den anderen benutzen.

Eines ist klar geworden. Sarrazin hat ein Tabu aufgegriffen, das zwar immer wieder mal halbherzig angesprochen wird, aber nie angegangen wurde.

Ob nun aber das Thema Integration wirklich auch Lösungen bringt, liegt in der Ferne, denn nachdem man Sarrazin zum Schweigen gebracht und diffamiert hat, wird schon die "Rolle rückwärts", vor allen in der SPD gespielt.

Und Merkel, das dürfte langsam der letzte Bürger begriffen haben, hat durch ihren Druck auf die Bundesbank unserem Land größeren Schaden zugefügt wie es Hohmann, Möllemann oder Sarrazin gemeinsam konnten.

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wahnfried 06.09.2010, 12:02
13. Vorbild?

Zitat von
Fast schlimmer sind all jene, die viel reden und nichts sagen, all die politischen Opportunisten und Diskursfeiglinge, die immer erst dann "über die Sache" sprechen wollen, wenn sich der Pulverdampf verzogen hat.
Welche Positionen hat der SPIEGEL eigentlich so die letzten Jahre und Jahrzehnte in der Integrationsdebatte so vertreten? Weiß das noch jemand? War der SPIEGEL nicht eben so Teil dieser Maschinerie, die jeden Kritiker sofort Skandalisiert hat?

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tmpsec 06.09.2010, 12:02
14. Katrin Göring-Eckardt

Wenn die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages die Aussage tätigt, dass der "Rassismus in der Mitte der Gesellschaft angekommen sei", dann ist zu fragen, ob ihr politisches Amt, nicht auch Mäßigung in den Aussagen verlangt.
Aber warum sollte man für sich selber diejenigen Maßstäbe anlegen, welche man von anderen fordert.
Im Übrigen; ich habe Hr. Sarrazin Buch mittlerweile zur Hälfte gelesen und teile viele, wenn nicht die meisten seiner bis dahin getätigten Aussagen.

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OnkelBenz 06.09.2010, 12:02
15. ...

Was für eine entlarvende Sendung.

Vor zwei Jahren sagte Herr Wowereit, er würde seine Kinder auch nicht in Neukölln oder Kreuzberg auf die Schule schicken. Darauf hätte ich ihn gestern gerne mal angesprochen. Gut sah er nicht aus.

Noch schlimmer war nur die muti-kulti-Blasen absondernde Frau Göring Eckardt, bei der ich mich wirklich gefragt habe, von welchem Planeten sie eigentlich kommen mag, auch jetzt noch lediglich saudumme Phrasen herunterzulabern.
Gute Frau, hier muß nicht mehr lange um den heißen Brei geredet werden, hier muß etwas passieren!

Und dann kommt tatsächlich noch die überlegen lächelnde Buch-schreibende prima integrierte Vorzeigemigrantin, die gerne mal ein Bier trinkt und Party macht, wovon der strenge Papa aber nichts wissen darf, "er kennt ja sowas nicht". Und ihr Buch liest er auch nicht. Nein, es ist natürlich völlig hahnebüchen, jemandem der seit 30 Jahren hier wohnt, die Gepflogenheiten der hiesigen Jugend zuzumuten.

Zumindest fiel es schwer, Frau Kelek in die Nazi-Ecke zu schieben, Herr Bosbach war sachlich und erweckte den Eindruck, daß es langsam klingelt im Kopf und wenigstens Herr Bolz hat am Ende der Sendung ein treffliches Fazit gezogen. Die Gesichter und die Körperhaltung der betroffenen Adressaten sprachen Bände.

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mats123 06.09.2010, 12:02
16. Ddr 2.0

Den Vogel schoss die ostdeutsche Grüne Göring-Eckhardt ab, die doch tatsächlich meinte, die Meinungsfreiheit sei gewahrt, wenn jemand seine Meinung äußere und ihm dann sein Job und seine Parteizugehörigkeit entzogen werden, man ihm also seine Existenzgrundlage entzieht.

So hätte auch Honecker sprechen können: "Jenosse, aber natürlich dürfn se ihre Meinung sajen, aber zukünftisch nur noch im Knast! Haha!"

Man fragt sich, wie tief einige unserer Politiker schon gesunken sind. Und Wowewereit meinte im Ernst, man sollte die Integrationsprobleme nicht überbewerten, immerhin gebe es in seinem Kiez vereinzelt auch deutsche Alkoholiker.

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seine_unermesslichkeit 06.09.2010, 12:03
17. ...

Zitat von peterpaul11
Zwei Wochen lang habt ihr als Selbstgerechte Sarrazin zerrissen. Jetzt auf einmal, da die Debatte kippt, veröffentlicht ihr plötzlich auch andere Meinungen. Die Redaktion widert mich an.
Da sitzen auch nur Leute, die Angst um ihren Job haben!

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cottoner 06.09.2010, 12:03
18. Warum tun sich die Deutschen so schwer

damit, als moderne und selbsbewusste Nation aufzutreten? Weltoffenheit und Toleranz bedeutet doch nicht, dass man alles zu akzeptieren hat. Jedes Volk hat seine eigene Geschichte und Traditionen und das ist auch gut so. Wenn sich jemand entscheidet in Deutschland zu leben, gerne, aber dann auch mit allen Konsequenzen. Dazu gehoert die Sprache (keiner erwartet, dass ein Auslaender perfektes Deutsch spricht, dass koennen ja auch nur die wenigsten Deutschen selbst) und die Anpassung an unsere Lebensweise. (Bei uns ist es nun einmal nicht ueblich, dass Laemmer im Hinterhof geschlachtet werden) Ist das zuviel verlangt? Nein. Und genau an dieser Stelle muss endlich ein Punkt gesetzt werden. Wenn ihr hier leben moechtet, gerne, aber zu den bei uns (fuer jeden) geltenden Regeln. Akzeptiert diese oder bleibt besser dort, wo ihr jetzt lebt.

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sethos_1 06.09.2010, 12:03
19. Die Plauderer

Herr Bolz hat vielen Bürgern aus der Seele gesprochen.Mir zumindest auch.

http://www.youtube.com/watch?v=Q7UohXkRxts

Herr Bosbach hat einiges ausgesprochen was zu tun wäre, aber ob gerade er seine Partei dazu bringt dies umzusetzen ist fraglich.

Frau Katrin Göring-Eckardt ist absolut naiv. Sie weigert sich anzuerkennen, dass die Problem auch auf die Relgion zurückzuführen sind. Wenn Eltern Mädchen unter Berufung auf den Islam z.B. nicht in den Schwimmunterricht schicken, hat dies nichts mit Bildung sondern mit dem Glauben zu tun.
Dies Partei ist nicht wählbar.

"Die ganze Angelegenheit sei ein "Geschichtszeichen", das eine neue Phase einleiten könnte. Dazu gehöre auch Widerstand gegen "die neuen Jakobiner", ob in der Politik oder in den Feuilletons."

Ja die Medien sind ebenfalls an der jahrelangen Vertuschung der Realität schuld. Es ist wie sooft eine stillschweigende Übereinkunft mit der Politik über gewisse Themen nicht näher zu berichten, weil dies von den Repräsentanten nicht gewünscht wird. Das ist Armeselig diese Unterwürfigkeit. Wo bleibt da die Unabhängigkeit. Nein Seilschaften zählen eben mehr.

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