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Sarrazin-Debatte bei "Anne Will": Jetzt geht's erst richtig los

Tagelang überschlug sich die politische Elite in ihrer Empörung über Thilo Sarrazin - und jetzt? Bei "Anne Will" flaute der Proteststurm über den Polit-Provokateur merklich ab. Und plötzlich kann sie losgehen, die ernsthafte Integrationsdebatte.

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NaDenn 06.09.2010, 12:45
70. nicht ängstigen lassen

Zitat von tmpsec
Wenn die" (Grüne) "Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages die Aussage tätigt, dass der "Rassismus in der Mitte der Gesellschaft angekommen sei..."
Das ist doch nur die vorauseilende Drohung in dem Sinne:

Bisher haben wir die Nazi-Keule pauschal gegen die Autochthonen geschwungen und geschickt so, daß man meinen konnte, das wäre nur an die "deutsche Unterschicht" gerichtet.
Obacht, Mittelschicht: Jetzt seid Ihr mit im Boot!

So verstehe ich die BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Frau Vizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt, Vizepräsidentin des deutschen Bundestages!

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445 06.09.2010, 12:47
71.

Zitat von Panasonic
Ich habe kein Auto, würde aber dennoch gerne meinen Protest in der Öffentlichkeit zum Ausdruck bringen.
Wie wäre es mit einer Gegenfarbe, wenn man Thilo für einen gefährlichen Spinner hält?
Gelb möchte ich nicht gerne tragen und Regenbogenfarbe hat teilweise eine andere Bedeutung.
Wie wäre es mit Orange?

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Lutz W. 06.09.2010, 12:49
72. endlich wurde mal über Probleme geredet

Die Politik und die Medien haben von Anfang an so getan, als ob Herr Sarrazin ALLE Moslems verurteilte.

Das ist eben nicht so!
Es geht doch ausschliesslich um die Integrationsunwilligen und die Sozialschmarotzer. Es wurden ja einige gute Textstellen aus Heisigs Buch vorgelesen. Um diese Leute geht es, nicht um alle Ausländer oder Moslems.

Mit den allermeisten hat doch niemand ein Problem, sie sind willkommen, wenn sie selbst für ihr Leben sorgen und sich einigermassen verständlich machen können.

Aber diese Banden von meist mehreren hundert Familienmitgliedern, die Recht und Gesetz ignorieren und trotzdem Alle staatliche Gelder én masse kassieren, vor denen unsere Polizei und Justiz Angst hat, die müssen zur Verantwortung gezogen werden.

Bosbach, Kelek und Bolz haben gut argumentiert.
Den krassen Gegensatz dazu bot Multi-Kulti Göring-Eckardt.

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thomas bode 06.09.2010, 12:51
73. Seltsame Debatte!

Hallo!
Es geht doch NUR darum, dass der notorische Schwadroneur Sarrazin hier zu weit gegangen ist. Von Genen zu faseln, Statistiken zu missbrauchen, und schlicht und ergreifend Migranten als unitelligent zu beleidigen, geht nun mal zu weit.
Das klar zu sanktionieren ist schlichte Notwendigkeit, und hat absolut nichts zu tun mit Redeverbot oder Gutmenschentum.
So einfach ist das.
Aber die Medien lieben es diesen braunen Staub immer wieder künstlich aufzuwirbeln, weil das den Umsatz steigert.
Wie groß das "Integrations-Problem" tatsächlich ist, und was man zur Lösung wirksam tun kann ist eine ganz andere Frage, die ohnehin seit Jahren debattiert wird. Da brauchte es keinen Sarrazin. Jetzt einen Vorwand zu finden um mal üble Emotionen raus zu lassen - dem sollte von verantwortungsvollem Journalismus nicht Vorschub geleistet werden!
Die "Unzufriedenheit" mit der Integration in der Bevölkerung ist übrigens auch zu 99% ein Medien-Phänomen, da so gut wie niemand der "echten" deutschen persönlich jemals unter patriarchalischen Gemüsehändlern gelitten hat...
Ob die "10-15 Integrationsverweigerer" tatsächlich schon unseren Staat überfordern, möchte ich auch mal bezweifeln. Wenn es Grund zur Annahme gibt dass dies in Zukunft so sein könnte, muss man halt endlich, rational, gegensteuern. Am Besten sicherlich indem man den Migranten mit Respekt begegnet und das Potential das deren Kinder darstellen, ausschöpft. Durch wirksame Förderung. Sarrazin scheint aber zu sagen die seien genetisch bedingt eh zu blöd. Weil sie Arabersind oder weil sie der Unterschicht entstammen? Das wurde mir nicht klar bisher, und ich werde sicherlich dieses Machwerk nicht kaufen um das zu erfahren...

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kaiserjohannes 06.09.2010, 12:51
74. Antwort

Zitat von denker77
Liebe Forsiten, mal eine ganz ehrliche Antwort auf meine Frage: Würden Sie sich damit zufrieden geben, dass die muslimischen Migranten einfach in der Schule leisten, studieren, Abi machen und dann wäre alles gut. Oder ist es viel mehr das reine Erscheinungsbild und die Zugehörigkeit zu einer anderen Religion, die sie abstößt, egal ob es nun Akademiker oder ungelernte Hilfsarbeiter? Stört Sie eine Koptuch tragende Ärztin nicht genauso wie eine Kopftuch tragende Hausfrau? Wäre nicht die beste Lösung einfach alle abzuschieben? Wäre das die beste Lösung für Ihren Seelenfrieden? Was wären denn zufridenstellende Mitmenschen mit Migrationshintergrund?
Gesetzestreue, respektvolle,deutschsprachige, fleißige und tolerante Menschen.
Ist Das zu viel verlangt?

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CAJ 06.09.2010, 12:52
75. Schmidt

Zitat von JSorel
Sarrazin hat eindrucksvoll, wenn auch vermutlich ungewollt, die latente Ausländerfeindlichkeit in diesem Land entlarvt. Nach dem Lesen diverser Foren hier bei SPON und anderen Internet-Medien drängt sich einem nämlich unweigerlich der Verdacht auf, dass man Migranten nicht eigentlich übel nimmt, dass sie nicht oder wenig integriert sind, sondern dass sie überhaupt hier sind und dass man sie lieber aus Deutschland abgereist sähe als hier voll angekommen. Des weiteren hat er gezeigt, dass Helmut Schmidt mit seiner Einschätzung, dass die Deutschen ein noch immer verführbares Volk seien, vollkommen richtig liegt. Beides keine schönen Erkenntnisse.
Schmidt hat auch schon festgestellt das wir keine grenzenlose Einwanderung verkraften können und 1982 schon gesagt das er keinen Türken mehr ins Land lasse. Schmidt also als Kronzeugen für Ihre Behauptungen zu nehmen ist ein bisserl unklug von Ihnen. Oder suchen Sie sich nur das passende raus ? Sind also einseitig ? Das wird glaube ich Sarrazin doch vorgeworfen ?

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Tikal69 06.09.2010, 12:52
76. so, so...

Zitat von sysop
Tagelang überschlug sich die politische Elite in ihrer Empörung über Thilo Sarrazin - und jetzt? Bei "Anne Will" flaute der Proteststurm über den Polit-Provokateur merklich ab. Und plötzlich kann sie losgehen, die ernsthafte Integrationsdebatte.
Sind dem Spielel seine eigenen polemischen Berichte jetzt etwa peinlich. Die Redaktion sollte sich mal an die eigene Nase packen!

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M. Michaelis 06.09.2010, 12:52
77. ...

Zitat von seine_unermesslichkeit
Solange die "Parallelgesellschaft Politik" unter der Führung Merkel fortbesteht wird sich nix, aber auch wirklich gar nix ändern!
Wenn es so wäre könnten Wahlen das ja ändern. Weil es aber nicht von Personen und bestimmten Parteien abhängt sondern die ganze Politikerkaste betrifft ändert sich nichts.

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Willi Wacker 06.09.2010, 12:53
78. Soll das etwa eine Debatte gewesen sein?

Zitat von rathals
Eine unfaire und überforderte Anne Will. Oder gab es wiedermal Vorgaben seitens der Politik. Die Schwätzer Wowereit und Göring-Eckhard sind nur durch allgemeines, nichtssagendes Geschwätz aufgefallen, eben typisch Politiker, während Kelek, Bosbach, Bolz auf die brisante Problematik sachlich eingegangen sind. Dafür wurden sie mehrmals unsachlich unterbrochen.
Grauenhaft wie Schwätzer Wow. Frau Kelek einfach ins Wort fallen durfte. Als höfliche Frau hat sie nicht mit gleichen Mitteln zurückgeschlagen und deutlichst (!) Hilfe bei der "Moderatorin" gesucht. Pustekuchen.

Wowereit hat mehrfach Sarrazins Buch völlig falsch zitiert. Und niemand hat ihn korrigiert. Lässt für mich den Schluss zu, das keiner sein Buch gelesen hat. Aber immer schön mitreden.

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Lutz W. 06.09.2010, 12:53
79. Unsinn

Zitat von JSorel
Sarrazin hat eindrucksvoll, wenn auch vermutlich ungewollt, die latente Ausländerfeindlichkeit in diesem Land entlarvt. Nach dem Lesen diverser Foren hier bei SPON und anderen Internet-Medien drängt sich einem nämlich unweigerlich der Verdacht auf, dass man Migranten nicht eigentlich übel nimmt, dass sie nicht oder wenig integriert sind, sondern dass sie überhaupt hier sind
Das ist doch Unsinn, man kommt im Alltag heutzutage ständig mit Migranten zusammen, die einfach ihre Arbeit machen, gegen die hat niemand etwas, der hier gegen integrationsUNWILLIGE Ausländer argumentiert.

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