Forum: Kultur
Sat.1-Politshow "Eins gegen Eins": Stammeln im Spielhallenstudio

Mag ja eine tolle Idee sein, dass im Privatfernsehen mal eine politische Sendung läuft. Doch offenbar hat man sich bei Sat.1 gedacht, dass das Programm nur von Trotteln gesehen wird. So kommt es bei "Eins gegen Eins" zu Erstaunlichem: Man sehnt sich nach Frank Plasberg.

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tanni95 22.03.2011, 14:40
80. Es gibt...

Zitat von ABN
Wieso? Die politische Ausrichtung ist ziemlich beliebig, die Bild stand sowohl hinter Schroeder als auch Guttenberg. Ob sie dabei Meinungen in der Masse fuehrt oder ihnen folgt, ist umstritten und mir persoenlich ziemlich.....
...für die "Oberschicht" einen bestimmten Grund, die BLÖD zu lesen bzw. zu überfliegen: Man will/muss wissen, mit was die "Unterschicht" an diesem betreffenden Morgen gefüttert wurde. Kann wichtig sein für den eigenen Tagesablauf.
(Glücklicher sind jene, die ganz oben sind. Die können "lesen lassen".)

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echtzeit 22.03.2011, 14:52
81. Haben Sie die Rede denn gelesen? - Wohl kaum!

Zitat von eggshen
Hat der wirklich behauptet, er sei niemals für den Irak-Krieg gewesen? Dann sollte er vielleicht mal in seinem eigenen Reden-Fundus stöbern:
Wo hat denn G.W. in dieser Rede gesagt, dass er mit Bundeswehrsoldaten im Irak einmaschieren will? Nennen Sie wenigstens den Absatz! Das können Sie natürlich nicht, weil es das entsprechende Zitat gar nicht gibt.

Leider gehören Sie zu den Leuten hier im Forum, die über Sachen reden bzw. schreiben, die Ihnen andere Leute in den Mund legen ohne das substantiell etwas dran wäre an Ihren Unterstellungen!
Und die Sendung haben Sie wahrscheinlich gar nicht gesehen, sondern nehmen das für "bare Münze", was SPON Ihnen hier aufgetischt hat.

Juhu, nur weiter so, lassen Sie andere (Gutmenschen) für Sie denken!

Sie könnten natürlich auch mal versuchen für jedes Thema unterschiedliche Argumente (verschiedener Seiten und Akteure) als Grundlage für Ihre Meinungsbildung zur Kenntnis zu nehmen. Dann können Sie auch wirklich mitreden, statt die einseitigen Statements anderer nachzuplappern!

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Runner84 22.03.2011, 15:27
82. Hohes Ross

Auf sat1.de kann man sich die Sendung in voller Länge ansehen. Ich habe nun die ersten fünf Minuten gesehen und bislang ist die Kritik vollkommen überzogen. Ein paar junge Menschen und schon redet der Herr Autor von Gesamtpublikum, das zur Ausstrahlung schon ins Bett gehöre. Lächerlich.
Man kann diese Sendung schlecht finden, gar keine Frage. Aber um sich ein eigenes Bild zu machen, muss man erst einmal wissen wovon man spricht.

Aber es passt ja auch alles wie die Faust aufs Auge. Der gemeine Forist kann in seiner spätrömischen Dekadenz das gesamte Privatfernsehen verurteilen, natürlich ohne die Sendung gesehen zu haben und wird mit diesem Artikel dazu angestiftet. Als ob das Nachmittagsprogramm der öffentlich-rechtlichen besser wäre. Oder schreiben hier hauptsächlich Tattergreise, die an "Rote Rosen", "Sturm der Liebe" oder der "Küchenschlacht" ihre brave Freude haben? Pro7 fährt mit US-Sitcoms derzeit das bessere Nachmittagsprogramm. Das Fernsehen dieser Tage ist für mich im Gesamtbild unterirdisch schlecht, aber das bezieht sich eben aufs gesamte Programm und nicht nur auf die Privaten.

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hollo43 22.03.2011, 15:39
83. Politische Ausrichtung Bild...

Zitat von ABN
Wo sehen Sie denn die politische Ausrichtung der BILD und worauf gruenden Sie das? Das sagen Sie ja auch nicht. Ich halte das .....
...da es hier ein Nebenthema ist, aber ansonsten einer eingehenden Diskussion bedürfte, will ich versuchen, es entsprechend pauschal zu erläutern.
Die Bildzeitung versucht eine allgemeine Politikverdrossenheit zu schüren. Oft huldigt sie dem Leitbild des Starken Mannes (Schwarzenegger, vonGuttenberg), suggeriert, dass es zu komplizierten Fragen stets einfache Antworten gibt, wie es dem Stammtisch gefällt. Die Bildzeitung achtet sorgsam darauf, dass dem "Establishment", um mal einen aus der Mode gekommenen Begriff zu verwenden, nicht wirklich weh getan wird (dazu muss man kein dichotomes Weltbild haben).

Insofern ist die Bildzeitung meist nur kurz vor Wahlen deutlich parteipolitisch gefärbt. In der Zwischenzeit gibt sie sich eher parteipolitisch neutral.

Das ist mein persönlicher Eindruck. Die wissenschaftliche Forschung dazu habe ich nicht verfolgt. Ich bin mir eigentlich recht sicher, dass dazu Literatur vorliegt und dass diese meine Primärurteil im Großen Ganzen bestätigen wird.

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j0nnl 22.03.2011, 16:24
84. asd

Zitat von echtzeit
Wo hat denn G.W. in dieser Rede gesagt, dass er mit Bundeswehrsoldaten im Irak einmaschieren will? Nennen Sie wenigstens den Absatz! Das können Sie natürlich nicht, weil es das entsprechende Zitat gar nicht gibt. ... Juhu, nur weiter so, lassen Sie andere (Gutmenschen) für Sie denken! Sie könnten natürlich auch mal versuchen für jedes Thema unterschiedliche Argumente (verschiedener Seiten und Akteure) als Grundlage für Ihre Meinungsbildung zur Kenntnis zu nehmen. Dann können Sie auch wirklich mitreden, statt die einseitigen Statements anderer nachzuplappern!
Lieber nicht so weit aus dem Fenster lehnen, da fällt man schnell!
Neben üblichem Geschwafel und Beschuldigungen stehen da auch klare Stellungnahmen.
http://www.guido-westerwelle.de/Rede...i37/index.html
Zum einen verteidigt der Guido dort den Natodoppelbeschluss.
Ein erster Hinweis.
Dann nimmt er den von der Gegenseite gemachten Vergleich Nordkorea - Irak auf und stellt heraus, dass eine Völkergemeinschaft nicht zulassen darf, dass ein Diktator Massenvernichtungswaffen besitzt.
Er folgert, dass es Sache der Staatengemeinschaft ist, Saddam zu entwaffnen, es solle weder jemand im Alleingang einen militärischen Einsatz durchführen, noch sich eine andere Nation der Vereinten Nationen einfach raushalten.
Dann greift er den Kanzler direkt an und läßt keinen Zweifel daran, dass es Informationen gibt, die die Existenz von Massenvernichtungswaffen belegten.
Deshalb sein Hinweis, das den Krieg ablehnende Meinungsbild (der deutschen Öffenlichkeit) würde bei Veröffentlichung der Beweise ein anderes sein.
Ich führe hier jetzt ein darauf folgendes Zitat ein, es macht Guidos Haltung deutlich:
Zitat von
ich kann nicht zulassen, dass die deutsche Öffentlichkeit hinter die Fichte geführt wird. Es ist eine konkrete Bedrohung, wenn ein irakischer Diktator in unserer unmittelbaren Nähe an Trägersystemen arbeitet, mit denen die Waffen auch uns in Mitteleuropa erreichen können. Jeder, der Verantwortung für unser Land trägt, darf das nicht zulassen; er muss die Vereinten Nationen stärken. Denn dieser Diktator lässt sich nur über Druck entwaffnen.
Es läßt sich nicht leugnen, dass Guido ein Befürworter des Einsatzes im Irak war und dies hier sehr deutlich macht unter dem Verweis auf das gemeinsame Handeln der Vereinten Nationen.
Auch wenn er nicht wie Sie es als Beweis gern hätten, in Kampfmontur wild schreiend den Kopf von Saddam auf einem Tablett fordert.
Er ist Politker und Anwalt (Fernuni Hagen) und versucht dementsprechend sich stets alle Türen offenzuhalten.
Dennoch kann man dem Text klar entnehmen, dass er ein Befürworter des Einsatzes war, und das war schließlich der Streitpunkt.
Ob er nun für einen jahrelangen Krieg war (das war ja wohl niemand, selbst Bush Jr nicht), ob er nun die gemeinsame Entscheidung der Vereinten Nationen bevorzugt hat gegenüber einer kleineren Koalition der Willigen, das sind alles Sekundärfragen.
Er hielt die Massenvernichtungswaffen für Realität, er machte deutlich, dass Deutschland im Verbund der Vereinten Nationen nicht zulassen dürfte, dass ein Diktator Massenvernichtungswaffen besitzt.
Er war für einen gemeinsamen Beschluss und Einsatz der Vereinten Nationen, und seine Kritik basiert ja eben gerade darauf, dass die damalige Regierung, den Einsatz nicht unterstütze und so "isoliere".
Letztendlich sollte man bei dem Text eines noch beachten, es handelt es sich hier um innenpolitische Kämpfe.

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spon-1277755831106 22.03.2011, 17:00
85. gut gemacht

Zitat von alburdy555
Ich bin erschrocken wieviele Leute hier im Forum offen zugeben die Sendung überhaupt nicht gesehen zu haben, und sie anhand des Spiegel Artikel voll schei... finden. Also mit wem kann man hier über die Sendung diskutieren ? Ich habe die Sendung gesehen, und muß ....
mit dieser Stellungnahme werden Sie bestimmt Ihren Job bei Sat1 behalten. Da ist der Olli Pocher mit Sicherheit neidisch.

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j0nnl 22.03.2011, 17:01
86. gemach gemach

Zitat von Runner84
Auf sat1.de kann man sich die Sendung in voller Länge ansehen. Ich habe nun die ersten fünf Minuten gesehen und bislang ist die Kritik vollkommen überzogen. Ein paar junge Menschen und schon redet der Herr Autor von Gesamtpublikum, das zur.....
Dass auch die beiden großen ÖR Anstalten flache Sendungen produzieren ist unstrittig.
Aber welche Serien sind denn diejenigen Hits, die nachmittags auf pro7 laufen?
Da muss ich doch nur ins TV Programmheft schauen, und weiß dass das nicht stimmt.
Malcom mittendrin Reruns? Scrubs-Wiederholungen im Dauerprogramm? Oder How I met your mother, ebenfalls Folgen, die Pro7 gefühlt täglich 10 Mal wiederholt?

Einen Heilsbringer kann man im TV nicht erwarten, weder bei den ÖR noch bei den Privaten.
Aber wenn man sich das Programm anschaut, das Arte tw. raushaut, richtig gute Dokus (vieles davon in HD), zuletzt sogar die US-Serie "Breaking Bad" und das im Liebhaber Format (ohne Werbung natürlich dazu 2 Folgen am Stück), oder ZDFneo mit 30rock oder Mad Men, ebenso gute Reportagen.
Zwar mußten auch die großen ÖR wir Ard un Zdf sparen, aber wenigstens gibts dort noch Sendungen, wie Monitor, Kontraste, Weltspiegel, Zapp.
Was haben denn die Privaten?
Extra? Exklusiv? Birgits Schrowange, Frauke Ludowig? Ulrich Meyer?
Das ist doch ein Witz.

Im Vergleich können die privaten ehrlich gesagt einpacken, im journalistischen informativen Bereich sowieso und auch im Entertainment Segment, mit ihren ewigen Wiederholungen von Wiederholungen, und hohlen Serien wie Two and a half Men...
Und wenn sie mal gute Serien haben, dann bringen die sie zu unmöglichen Zeiten, wo sie scheitern müssen, und setzen sie ab oder verfrachten sie irgendwo ins Abseits, so geschehen bei The Shield, Rescue me und Californication.
Mein Eindruck ist, dass bei (einigen, nicht allen) Redaktionen der ÖR Anstalten kompetente Leute sind, die selbst gutes Programm machen wollen, ein Programm, das sie sich auch selbst anschauen würden.
Das gibt's bei den Privaten nicht, und gab's auch noch nie.
Die Folgen kann man täglich im TV bewundern.

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eggshen 22.03.2011, 17:38
87. Immer mit der Ruhe...

Zitat von echtzeit
Wo hat denn G.W. in dieser Rede gesagt, dass er mit Bundeswehrsoldaten im Irak einmaschieren will? Nennen Sie wenigstens den Absatz! Das können Sie natürlich nicht, weil es das entsprechende Zitat gar nicht gibt. Leider gehören Sie zu den Leuten hier im Forum, die über Sachen reden bzw. schreiben, die Ihnen andere Leute in den Mund legen ohne das substantiell etwas dran wäre an Ihren Unterstellungen! Und die Sendung haben Sie wahrscheinlich gar nicht gesehen, sondern nehmen das für "bare Münze", was SPON Ihnen hier aufgetischt hat. Juhu, nur weiter so, lassen Sie andere (Gutmenschen) für Sie denken! Sie könnten natürlich auch mal versuchen für jedes Thema unterschiedliche Argumente (verschiedener Seiten und Akteure) als Grundlage für Ihre Meinungsbildung zur Kenntnis zu nehmen. Dann können Sie auch wirklich mitreden, statt die einseitigen Statements anderer nachzuplappern!
Nana, nun kommen Sie mal runter.
Ich habe die Sendung nicht gesehen - deshalb auch meine Frage, ob Herr Westerwelle dort wirklich gesagt hätte, er wäre niemals für den Irak-Krieg gewesen.

Und nein - er hat in dieser Rede nicht den Einmarsch von Bundeswehrsoldaten empfohlen.
Andererseits warf er der damaligen Regierung (deren diesbezügliche Position ja hinlänglich bekannt sein sollte) in dieser Rede außenpolitische Isolation vor. Gibt es da noch viel Interpretationsspielraum? Für mich nicht. Für aalglatte Politiker und Leute wie Sie scheinbar schon.

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astrid1814 22.03.2011, 19:58
88. Lesen gefährdet die Dummheit

Zitat von Paul Korcz
An die Herren/Damen Brand-Redner und ABN: Warum setzen Sie den Begriff der "sozialen Unterschicht" mit der "Schicht" gleich, die wenig Einkommen hat? Woher kommt überhaupt die - zugegebenermaßen weit verbreitete - Gleichsetzung von sozial = arm? Es ist zwar erfreulich, dass Sie schon mal einen Unterschied zur "geistigen Unterschicht" ziehen, aber dennoch gefällt mir der "Missbrauch" des Wortes "sozial" in diesem Sinne nicht. Man nehme die Begriffe "Sozialtransfer", "Sozialleistung", "Sozialamt" und so weiter. "Sozial" heißt es deshalb, weil es eine soziale Leistung ist, den einkommensschwachen Menschen zu helfen. Die Gesellschaft verhält sich "sozial", indem sie hilft. Im Unterschied dazu handelt jemand, der egoistisch oder kriminell ist, "asozial". "Arm" ist weder "sozial" noch "asozial", es ist etwas völlig anderes. Zählen Sie denn einen gebildeten Menschen, der sich außerdem in jeder Beziehung sozial verhält, indem er sich für andere einsetzt und womöglich in gesellschaftlich wichtigen Institutionen ehrenamtlich tätig ist, zur "sozialen Unterschicht", nur weil er aus Arbeitsmarkt- oder Krankheitsgründen ein so geringes Einkommen hat, dass er ergänzende Sozialleistungen benötigt? Dem tun Sie mit Ihrer Definition mit Sicherheit Unrecht. Da reicht es nicht, dass Sie ihn immerhin nicht zur "geistigen Unterschicht" zählen. Ich denke, über diese Terminologie sollte noch ein gesellschaftlicher Konsens herbeigeführt werden. Mal davon abgesehen: Dass es da bemerkenswerte Korrelationen gibt, möchte ich nicht in Abrede stellen. Aber die Pauschalierungen sind nicht angebracht.
Nach meiner Meinung müsste man noch einen Schritt weiter gehen.
Zur sozialen Unterschicht gehören per Definition weder Menschen, die als arm bezeichnet werden, weil sie gerade genug Mittel zum Überleben haben, noch die, die sich aus intellektuellen Gründen nicht in die Gesellschaft einbringen können.
Zur sozialen Unterschicht gehören nach meinem Dafürhalten vor allem Zeitgenossen, die sich sehr wohl für das Wohlergehen der gesamten Gesellschaft einsetzen könnten, aber genau das Gegenteil mit unglaublicher Arroganz betreiben. Und damit einem Auseinanderdriften unserer Gesellschaft in superreich und erbärmlich arm das Wort reden.

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