Forum: Kultur
Scheidender Museumsdirektor in Italien: "Wir Ausländer sind nicht mehr erwünscht"
imago images/ ZUMA Press

Um seine Museen ins 21. Jahrhundert zu führen, holte Italien Direktoren aus dem Ausland. Nun sollen viele von ihnen wieder gehen. Hier spricht Mantuas Herzogspalast-Chef Peter Assmann über den neuen, rauen Ton.

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apparatschik 15.08.2019, 15:36
20. Besucherzahlen 2016

Herr Assmann führt die hohen Besucherzahlen 2016 im Vergleich zu 2015 als persönlichen Erfolg an. Die vielen Besucher kamen aber wohl eher, weil Mantua 2016 italienische Kulturhauptstadt war, nicht wegen Herrn Assmann. (https://www.derstandard.at/story/2000034010651/italienische-kulturhauptstadt-mantua-erlebt-touristenboom)

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denny101 15.08.2019, 16:35
21.

Italien war schon immer provinzieller und deutlich nationalistischer als man in DE wahrhaben wollte. Dort wird der italienische Nationalismus als nette Folklore abgetan oder als südländische Heißblütigkeit bewundert.
Heute wird er politisch instrumentalisiert und entfaltet damit sein ganzes zerstörerisches Potential. Zu anfang wird dieser Nationalismus Italien schädigen, später wohl leider auch die europäische Gemeinschaft.

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Cugel 16.08.2019, 11:24
22. Echt jetzt?

Herr Assmann will den Italienern Hermann Nitsch vorsetzen und wundert sich über die Ablehnung? Einen Künstler, der durch Tierkadaver und Blut und Kreuzigungen mich als Besucher durch „Ekel und Abscheu“ zur „Katharsis“ führen will? (Zitat aus Wiki) Im erzkatholischen Italien? Von Österreicher zu Österreicher, sozusagen?
Was hat ihn da nur geritten, was hat er sich erhofft?
Nur weil ihm eine ortsansässige Organisation diesen Künstler vorgeschlagen hat, heißt das noch lange nicht, dass es eine gute Idee ist.
Vermutlich ist es aber ganz banal: „seht mal, was ich mich traue. Nitsch in Mantua. Das muss mir erstmal einer nachmachen“. Selbstbeweihräucherung im Elfenbeinturm.

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Wohlstand für alle 17.08.2019, 08:17
23. Erst wirtschaftlicher Kampf, dann Nationalismus

„5. Nationalismus
So ist das immer, wenn der letzte Krieg zwei Generationen her ist. Er wird dann wieder denkbar. Zuerst kommt der Nationalismus, dann der wirtschaftliche Kampf gegeneinander“
Lieber „Ein_denkender_Querulant“, das ist die falsche Reihenfolge. Tatsächlich kam zuerst der wirtschaftliche Kampf, der im Neoliberalismus „Wettbewerb der Nationen“ heißt, und in den Nuller Jahren massiv von den deutschen Regierungen befeuert wurde. Die Waffen: Währungsunion des Euro und deutsches Lohndumping, sowie anschließende Austeritätspolitik, die Italien wirtschaftlich den Rest gab.
Derzeit ist Nationalismus-Phase, die in die Implosion des Euro führt.
Nur mit viel Glück wird daraus wieder ein Europa der Nationen entstehen, als das die EWG ursprünglich konzipiert war.
Wer das maßgeblich verantwortet ist klar: Die deutsche Regierung. Immerhin gibt es auch italienische Schuldige: Draghi war maßgeblich an der Austerität beteiligt. Er dürfte der prominenteste Asylant in Deutschland werden.

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