Forum: Kultur
Scheuer attackiert Özdemir bei "Anne Will": "Mit der deutschen Autoindustrie sprichst
NDR/Wolfgang Borrs

Wenn Freunde des Automobils und Gegner der "Klimakiller" aufeinander treffen, entgleist in Deutschland jede Diskussion. So auch bei "Anne Will" - da hilft kein Spurhalteassistent mehr.

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schnabelnase 16.09.2019, 16:26
250. Ja, genau!

Zitat von von_oz
Haben Sie die Hoffnung, dass es irgendein Land auf der Welt gibt, dass als Hauptverantwortlicher den Karren für uns aus dem Dreck zieht und wir so weiterleben können wie bisher? Es war eine Gemeinschaftsleistung hauptsächlich der Industrienationen, den Karren dorthin zu fahren, wo er jetzt steckt, nun sollten wir auch alle gemeinsam dazu stehen. Das bedeutet, wir als Deutsche stehen für eben jene 2,6 Prozent gerade, die wir zu verantworten haben, und versuchen diese zu reduzieren. Nicht mehr und nicht weniger. Auch wenn sich Leute wie Sie offenbar gerne aus dem Feinstaub machen würden.
Ich bin auch dafür, dass Deutschland seine 2,6 %-Beteiligung an der Verschmutzung abgibt, z.B. an die Chinesen. Die übernehmen das gerne. Sie könnten zum Beispiel ihre SUV-Produktion hochfahren, wenn wir unsere aufgeben. Das passt doch. Eine Win-Win-Situation!

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juppi-o 16.09.2019, 16:36
251. Vor Jahrendem

war mal das "3-Liter"-Auto im Gespräch. Statt die Entwicklung in diese Richtung voran zu treiben, hat man immer größere und schwere Autos mit immer mehr überflüssiger Technik entwickelt. Und jetzt kommt man mit dem Argument, dass Arbeitsplätze gesichert werden müssen. Hätte die Autoindustrie rechtzeitig die Zeichen der Zeit erkannt, könnten wir heute schon viel weiter sein.

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worlorn 16.09.2019, 16:41
252.

Zitat von post_fuer_tutu
Welchen V70 haben Sie den, den mit 250PS? Oder die Dieselversion mit 6,5 bis 7,5 Liter Verbrauch? Gewicht 1,6 Tonnen?
Wer braucht ein 250-PS-Monster (außer vielleicht als Ego-Stütze)? Meiner hat 185 PS und verbraucht reale 7 l im Mix bei 1,7 t Gewicht. Superpraktisch mit hohem Ladevermögen, exzellentes Fahrverhalten (Frontantrieb), sehr komfortabel, völlig ausrechende Leistung.
und verglichen mit einem gleichwertigen Benziner ca. 30% weniger Spritkosten.

So ein Auto kann man noch als rational bezeichnen und es vereint in sich Komfort, Leistung und vielseitige Verwendbarkeit. Was sollte ich da mit einem SUV-Blechgebirge anfangen?

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diamantnk 16.09.2019, 16:48
253.

Zitat von ganzeinfach
Spiegel online gestern. Geht um Standzeiten vom Parken und Fahrten mit allen Stehzeiten. Dass 23h Standzeit/PKW in D gängige Regel und allgemein akzeptiert ist, müssen wir hier nicht diskutieren. Dies allein entspricht schon 95,83%. Die 97% sind dann inklusive aller Haltezeiten während der "Fahrt". Deprimierend für eine solch teure Anschaffung. ganzeinfach
Bin ich ganz bei Ihnen. Leider haben wir noch kein - ich ruf mir ein selbstfahrendes Fahrzeug - System in Deutschland. Also? Was soll ich tun? Würde ich sofort in Anspruch nehmen - aber selbst die - Share dir ein Fahrzeug - Firmen sind bis zu mir aufs Land noch nicht vorgedrungen. Der Einzugskreis für sowas ist ca. 35 Km von mir weg zu Ende (und ich hab 40 Km in die Arbeit). Müsste ich also - um ein solches Sharing Fahrzeug zu erhalten erst 35 Km mit dem eigenen Auto fahren für 5 Km mit dem Sharingfahrzeug. Die gibts nämlich nur in der Stadt - wie sinnvoll ;-)
Also werde ich weiter mit meinem eigenen Fahrzeug in die Arbeit fahren müssen - notgedrungen.

Im übrigen - könnte man den Verkehr auch dadurch reduzieren, das endlich auch die Deutschen Arbeitgeber einsehen, das in vielen Bürojobs eine ständige Anwesenheit nicht von Nöten wäre. Leider ist hier auch unser Arbeitsplatzgesetz nicht wirklich hilfreich, was eine Mindestquadratmeterzahl und Ausstattung für HomeOffice Arbeitsplätze vorschreibt etc.
Und hier überwiegt auch noch das Misstrauen der Arbeitgeber, weil auch die Ziele mehr auf Anwesenheit als auf Leisung ausgerichtet sind. Aber das ist eine ganz andere Baustelle ;-)

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emil7685 16.09.2019, 16:50
254.

Zitat von cindy2009
(...) Zrotzden fährt keiner mit öpnv oder dem Kollegen. Warum? Weil es zu gunstig ist.
Nö. Es fährt keiner mit Fahrgemeinschaften oder mit dem ÖPNV aus genau den Gründen die ich Ihnen und den anderen Foristen in meinem Beitrag genannt habe. Die menge der Arbeiter die erstens im selben Betrieb in der selben Schicht arbeiten, zweitens im selben Viertel wohnen und drittens nach und vor der Arbeit die gleichen Besorgungen und Freizeitaktivitäten haben; ist eben ganz einfach verschwindend gering. Es fährt schlicht NIEMAND mehr zur gleichen Zeit nach der Arbeit kontinuierlich die gleiche Strecke. Und wenn es einmal durch einen seltenen Zufall so ist, dann werden auch Fahrgemeinschaften gebildet. Die Leute sind doch nicht blöd. Wenn ich und mein Nachbar zufällig auf der selben Messe arbeiten (das kam zufälligerweise tatsächlich einmal vor) dann fährt man selbstredend zusammen dort hin,wenn sich das irgendwie managen lässt. Ich hätte allerdings nicht die geringste Lust dazu, mich dauerhaft 5 Tage die Woche an 45 Wochen im Jahr auf meinen Nachbarn oder den ÖPNV einzustellen. Und umgekehrt ist es genauso.

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Daniel_Sonntag 16.09.2019, 16:52
255. Kann man sich echt nicht anschauen.

Grundsätzlich bin ich für eine Verkehrswende, aber wie arrogant und unsympathisch besonders die beiden Frauen in der Runde aufgetreten sind fand ich echt schlimm. So kann man doch nicht diskutieren. Fand Greenpeace früher toll und hab auch gespendet, aber inzwischen nicht mehr. Teilweise ärgert es mich so sehr, dass ich am liebsten einen SUV kaufen und CSU wählen möchte (was ich beides noch nie gemacht habe). Ja Umweltschutz und Co2 Reduzierung ist wichtig, aber Arbeitsplätze und Wohlstand auch. Diese Punkte muss man auch anerkennen, so wie die anderen das Thema Umweltschutz inzwischen anerkennen. Das die Dame von der Zeit als "neutrale" Journalistin das nicht sieht macht mich einfach nur fassungslos und Arno Frank schreibt leider etwas tendenziös. Der Zeitgeist ist verrückt....

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ganzeinfach 16.09.2019, 17:01
256. Selbstfahrende Busse

Zitat von diamantnk
Bin ich ganz bei Ihnen. Leider haben wir noch kein - ich ruf mir ein selbstfahrendes Fahrzeug - System in Deutschland. Also? Was soll ich tun? Würde ich sofort in Anspruch nehmen - aber selbst die - Share dir ein Fahrzeug - Firmen sind bis zu mir aufs Land noch nicht vorgedrungen. Der Einzugskreis für sowas ist ca. 35 Km von mir weg zu Ende (und ich hab 40 Km in die Arbeit). Müsste ich also - um ein solches Sharing Fahrzeug zu erhalten erst 35 Km mit dem eigenen Auto fahren für 5 Km mit dem Sharingfahrzeug. Die gibts nämlich nur in der Stadt - wie sinnvoll ;-) Also werde ich weiter mit meinem eigenen Fahrzeug in die Arbeit fahren müssen - notgedrungen. Im übrigen - könnte man den Verkehr auch dadurch reduzieren, das endlich auch die Deutschen Arbeitgeber einsehen, das in vielen Bürojobs eine ständige Anwesenheit nicht von Nöten wäre. Leider ist hier auch unser Arbeitsplatzgesetz nicht wirklich hilfreich, was eine Mindestquadratmeterzahl und Ausstattung für HomeOffice Arbeitsplätze vorschreibt etc. Und hier überwiegt auch noch das Misstrauen der Arbeitgeber, weil auch die Ziele mehr auf Anwesenheit als auf Leisung ausgerichtet sind. Aber das ist eine ganz andere Baustelle ;-)
Gerne gebe ich Ihnen ein paar Beispiele von selbstfahrenden Fahrzeugen. Googlen Sie mal elektrischer Bus, selbstfahrend in der Schweiz: Sion seit 2016, Schaffhausen 2018, Bern 2019. Da finden Sie die Beispiele inkl. den bis dahin aufgetauchten Problemen. Solche Mobilitätskonzepte könnten den Zubringer zur Bahn auch in Deutschland erbringen. Und damit einige wenige Autobahn- und Stadtverstopfer evt. auf einen alternativen Ritt bewegen. ganzeinfach

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bs4761 16.09.2019, 17:04
257. Wieso eigentlich ist der SUV

nun der Prügelknabe? Wenn alle
Fahrer der PKW, SUV, LKW, Busse etc.
entsprechend den Verkehrsregeln agieren
würden gäbe es diese Diskussion nicht.
Meistens ist menschliches Versagen die
Ursache von Unfällen, wesentlich seltener
ist es die Technik.
Solange in Talksendungen Deutschland
quasi als Alleinverantwortlicher für die
weltweite "Klimakrise" diskutiert wird, fehlt mir die Internatiomale

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k.u.m. 16.09.2019, 17:13
258.

ZITAT:"Bis auf "vielleicht drei Straßen in Heidelberg und drei Straßen in Freiburg", so Raether, habe das Auto in Deutschland politisch Vorfahrt."ZITAT Ende

Das ist blanker Unsinn. Auf meiner 6 km langen Fahrt in die benachbarte Kreisstadt muss ich vor 7 Ampeln und 4 Zebrastreifen halten. Hier haben Fußgänger allesamt "Vorfahrt". Es wäre gut, wenn wenigstens Journalisten/Journalistinnen der ZEIT nicht in das ideologisch aufgeladene grüne Horn blasen würden.

Dass im Übrigen die Berufsaktivistin Frau Tiemann in arroganter Manier verlangte, bis 2025 müssten Neuzulassungen von Verbrennenungsmotoren verboten werden, zeigt einmal mehr, wie abseitig manche Zeitgenossen das Thema angehen. Soll ich, wenn ich ein neues Auto kaufen möchte, meinen Verbrenner der Schrottpresse überantworten (derzeitiger Wert: 12.000 EUR) und dann für etwa 30.000 EUR ein E-Auto kaufen, dass nur geringe Reichweite hat und an Ladesäulen, die es nicht gibt, aufgeladen werden muss? Oder soll ich meinen Verbrenner - sicher nicht zur Freude von Frau Tiemann - lieber doch weiter fahren bis er nicht mehr funktionsfähig ist?

Frau Tiemann schwafelte von der Zukunft der Kinder. Nur: Diese Kinder werden sich in 20 - 30 Jahren die Augen reiben, wenn ihnen Klimatologen erklären werden, dass die Erderwärmung kaum signifikant verändert werden konnte und der Meeresspiegel nach wie vor steigt. Dann stellt sich nämlich heraus, dass das kleine Deutschland bzw. die EU zwar Industriezweige und deren Arbeitsplätze vernichteten, aber dennoch weltweit nichts ausrichten konnten. Ich hoffe für Frau Tiemann, dass wenigstens sie noch einen Arbeitsplatz als Aktivistin hat - gegen irgendetwas gibt es sicher immer etwas zu demonstrieren.

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cindy2009 16.09.2019, 17:13
259. @emil

"----
emil7685 heute, 16:50 Uhr
254.
[Zitat von cindy2009anzeigen...]Nö. Es fährt keiner mit Fahrgemeinschaften oder mit dem ÖPNV aus genau den Gründen die ich Ihnen und den anderen Foristen in meinem Beitrag genannt habe. Die menge der Arbeiter die erstens im selben Betrieb in der selben Schicht arbeiten, zweitens im selben Viertel wohnen und drittens nach und vor der Arbeit die gleichen Besorgungen und Freizeitaktivitäten haben; ist eben ganz einfach verschwindend gering---" Das ist aber jetzt blöd, fährt doch extra ein Bus für BMW durch die Gegend und sammelt die verschwindend geringe Anzahl auf. Ach, es sind doch in der Tat mehrere Busse. Aber nur für BMW. Nicht für die Leute, die alle um 7 in der Arbeit sein müssen. Nee, die fahren ALLE gerne selbst. Und bei mir sind es die Mehrzahl, die sogar nebeneinander wohnen und doch nicht zusammen fahren. Weil sie einfach "ihre Freiheit" genießen wollen. Das propagiert Ihre Person doch schon seit langem. Aber es gibt ja auch keine Tickets für Familien, die günstiger wie ein Auto sind und ich fahre ja auch nicht für Lau in der Stadt. Aber Sie bestätigen doch die Situation: es fehlt an der Lust. Und das muss eingeschränkt werden, während anderes gefördert werden muss. Aber was erzähl ich da einen bekennenden AfD-Sympathisanten?

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